Rechtsprechung
| BSG, 19.07.2023 - B 2 U 2/23 B |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde im sozialgerichtlichen Verfahren; Bezeichnung von Verfahrensmängeln; Verletzung der Sachaufklärungspflicht; Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör
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Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde im sozialgerichtlichen Verfahren Bezeichnung von Verfahrensmängeln Verletzung der Sachaufklärungspflicht Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (7)
- BSG, 27.11.2007 - B 5a/5 R 60/07 B
Verletzung des Fragerechts nach § 116 S. 2 SGG im sozialgerichtlichen Verfahren
Auszug aus BSG, 19.07.2023 - B 2 U 2/23 B
Insofern steht beim Fragerecht nach § 116 Satz 2 SGG ein anderes Ziel im Vordergrund als bei der Rückfrage an den Sachverständigen nach § 118 Abs. 1 Satz 1 SGG iVm § 411 Abs. 3 ZPO , die in erster Linie der Sachaufklärung (§ 103 SGG ) dient ( BSG Beschluss vom 27.11.2007 - B 5a/5 R 60/07 B - SozR 4-1500 § 116 Nr. 1 RdNr 11 mwN) . - BSG, 14.12.2022 - B 2 U 1/22 B
Sozialgerichtliches Verfahren - Nichtzulassungsbeschwerde - Verfahrensmangel - …
Auszug aus BSG, 19.07.2023 - B 2 U 2/23 B
Die erläuterungsbedürftigen Punkte, zB Lücken oder Widersprüche, müssen hinreichend konkret bezeichnet werden (stRspr; zB BSG Beschluss vom 14.12.2022 - B 2 U 1/22 B - juris RdNr 10 mwN) . - BSG, 12.04.2000 - B 9 SB 2/99 R
Ladung des gerichtlichen Sachverständigen, Verletzung der Amtsermittlungspflicht
Auszug aus BSG, 19.07.2023 - B 2 U 2/23 B
Der Ermessensfreiraum verdichtet sich nur dann zu einer Verpflichtung des Gerichts zur Ladung des gerichtlichen Sachverständigen oder zur Anordnung einer schriftlichen Ergänzung, wenn noch Ermittlungsbedarf besteht, dh wenn sich das Gericht hätte gedrängt fühlen müssen, hinsichtlich der vom Sachverständigen in seinem schriftlichen Gutachten behandelten Beweisthemen noch weitere Sachaufklärung zu betreiben (vgl BSG Beschluss vom 18.6.2018 - B 9 V 1/18 B - juris RdNr 16 mwN; BSG Urteil vom 12.4.2000 - B 9 SB 2/99 R - juris RdNr 15 mwN) .
- BSG, 18.06.2018 - B 9 V 1/18 B
Nichtzulassungsbeschwerde - grundsätzliche Bedeutung einer Rechtssache - soziales …
Auszug aus BSG, 19.07.2023 - B 2 U 2/23 B
Der Ermessensfreiraum verdichtet sich nur dann zu einer Verpflichtung des Gerichts zur Ladung des gerichtlichen Sachverständigen oder zur Anordnung einer schriftlichen Ergänzung, wenn noch Ermittlungsbedarf besteht, dh wenn sich das Gericht hätte gedrängt fühlen müssen, hinsichtlich der vom Sachverständigen in seinem schriftlichen Gutachten behandelten Beweisthemen noch weitere Sachaufklärung zu betreiben (vgl BSG Beschluss vom 18.6.2018 - B 9 V 1/18 B - juris RdNr 16 mwN; BSG Urteil vom 12.4.2000 - B 9 SB 2/99 R - juris RdNr 15 mwN) . - BSG, 04.05.2022 - B 9 V 30/21 B
Nichtzulassungsbeschwerde - Divergenz - soziales Entschädigungsrecht - …
Auszug aus BSG, 19.07.2023 - B 2 U 2/23 B
Dies gilt grundsätzlich für solche Gutachten, die im selben Rechtszug erstattet worden sind (stRspr; zB BSG Beschluss vom 4.5.2022 - B 9 V 30/21 B - juris RdNr 12) , und zwar auch dann, wenn der Sachverständige ein Gutachten auf Antrag eines Beteiligten gemäß § 109 SGG erstellt hat. - BSG, 10.01.2018 - B 5 R 301/17 B
Sozialgerichtliches Verfahren - Nichtzulassungsbeschwerde - Verfahrensmangel - …
Auszug aus BSG, 19.07.2023 - B 2 U 2/23 B
Hierauf kann ausweislich der in § 160 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 SGG abschließend aufgeführten Revisionszulassungsgründe eine Nichtzulassungsbeschwerde nicht gestützt werden (vgl BSG Beschluss vom 10.1.2018 - B 5 R 301/17 B - juris RdNr 21;… BSG SozR Nr. 2 zu § 192 SGG ; BSG Beschluss vom 23.10.2003 - B 11 AL 199/03 B - juris) . - BSG, 23.10.2003 - B 11 AL 199/03 B
Bezeichnung des Verfahrensmangels im sozialgerichtlichen Verfahren
Auszug aus BSG, 19.07.2023 - B 2 U 2/23 B
Hierauf kann ausweislich der in § 160 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 SGG abschließend aufgeführten Revisionszulassungsgründe eine Nichtzulassungsbeschwerde nicht gestützt werden (vgl BSG Beschluss vom 10.1.2018 - B 5 R 301/17 B - juris RdNr 21;… BSG SozR Nr. 2 zu § 192 SGG ; BSG Beschluss vom 23.10.2003 - B 11 AL 199/03 B - juris) .
- BSG, 14.10.2025 - B 2 U 78/25 B Nicht maßgeblich ist, ob der Kläger aus seiner Sicht weiteren Aufklärungsbedarf annimmt (BSG Beschluss vom 19.7.2023 - B 2 U 2/23 B - juris RdNr 6) und ob und mit welchen Gründen das LSG das Begehren förmlich abgelehnt hat (BSG Beschluss vom 8.2.2024 - B 2 U 70/23 B - juris RdNr 8).
- LSG Baden-Württemberg, 25.02.2026 - L 10 U 2900/25
Gesetzliche Unfallversicherung - Arbeitsunfall - Anerkennung von Unfallfolgen - …
Abgesehen davon, dass die anwaltlich vertretene Klägerin schon gar keine konkreten Fragen gestellt oder erläuterungsbedürftige Punkte des Gutachtens von C1 benannt hat, gilt das Fragerecht grundsätzlich für solche Gutachten, die im selben Rechtszug erstattet worden sind (st. Rspr.; BSG 19.07.2023, B 2 U 2/23 B, Rn. 7;… 04.05.2022, B 9 V 30/21 B, Rn. 12). - BSG, 09.04.2024 - B 2 U 137/23 B
Gewährung einer höheren Verletztenrente wegen Verschlimmerung von Unfallfolgen; …
Der Ermessensfreiraum verdichtet sich nur dann zu einer Verpflichtung des Gerichts zur Ladung des gerichtlichen Sachverständigen oder zur Anordnung einer schriftlichen Ergänzung, wenn noch Ermittlungsbedarf besteht, dh wenn sich das Gericht hätte gedrängt fühlen müssen, hinsichtlich der vom Sachverständigen in seinem schriftlichen Gutachten behandelten Beweisthemen noch weitere Sachaufklärung zu betreiben (vgl nur BSG Beschlüsse vom 9.6.2023 - B 2 U 7/23 B - juris RdNr 11, vom 19.7.2023 - B 2 U 2/23 B - juris RdNr 6 und vom 14.12.2022 - B 2 U 1/22 B - juris RdNr 6, jeweils mwN) .
- BSG, 26.08.2025 - B 2 U 27/24 BH Die isolierte Überprüfung der vom LSG getroffenen Entscheidung, einem Beteiligten Kosten wegen missbräuchlicher Rechtsverfolgung aufzuerlegen oder vom SG auferlegte Kosten aufrechtzuerhalten, ist im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren ausgeschlossen (zB BSG Beschlüsse vom 19.7.2023 - B 2 U 2/23 B - juris RdNr 9 mwN und vom 12.4.2022 - B 2 U 10/21 BH - juris RdNr 14 mwN).
- BSG, 06.12.2023 - B 2 U 41/23 B
Nichtzulassung der Revision in einem Verfahren wegen eines Anspruchs auf …
Der Ermessensfreiraum verdichtet sich nur dann zu einer Verpflichtung des Gerichts zur Ladung des gerichtlichen Sachverständigen oder zur Anordnung einer schriftlichen Ergänzung, wenn noch Ermittlungsbedarf besteht, dh wenn sich das Gericht hätte gedrängt fühlen müssen, hinsichtlich der vom Sachverständigen in seinem schriftlichen Gutachten behandelten Beweisthemen noch weitere Sachaufklärung zu betreiben (vgl nur BSG Beschlüsse vom 6.9.2023 - B 2 U 7/23 B - juris RdNr 11; vom 19.7.2023 - B 2 U 2/23 B - juris RdNr 6 und vom 14.12.2022 - B 2 U 1/22 B - juris RdNr 6, jeweils mwN) . - SG Detmold, 27.03.2024 - S 1 U 339/21 Um die Verletzung des Fragerechts ordnungsgemäß zu rügen, muss ein Beteiligter darlegen, dass die aufgeworfenen Fragen objektiv sachdienlich sind und die erläuterungsbedürftigen Punkte, z.B. Lücken oder Widersprüche, müssen hinreichend konkret bezeichnet werden (ständige Rechtsprechung, vgl. BSG, Beschluss vom 19.07.2023 - B 2 U 2/23 B - BSG, Beschluss vom 14.12.2022 - B 2 U 1/22 B - m.w.N.).
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