Rechtsprechung
| BFH, 30.08.1957 - VI 187/57 U |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Ermessensfehler bei Ablehnung eines Antrages auf Berichtigung einer Steuerfestsetzung wegen deren Rechtskraft - Umfang des Ermessens bei der Steuerfestsetzung - Möglichkeit der erneuten Nachprüfung rechtskräftiger Steuerfestsetzungen auf ihre Richtigkeit - ...
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 65, 457
- NJW 1957, 1896
- DB 1957, 1038
- BStBl III 1957, 408
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (4)
- BVerfG, 17.01.1957 - 1 BvL 4/54
Steuersplitting
- BFH, 17.04.1951 - GrS D 1/51
Auszug aus BFH, 30.08.1957 - VI 187/57 U
Die Möglichkeit einer gerichtlichen Nachprüfung derartiger Ermessensentscheidungen ergibt sich aus Artikel 19 Abs. 4 GG (Gutachten des Bundesfinanzhofs Gr. S. D 1/51 S vom 17. April 1951, Slg. Bd. 55 S. 277, BStBl 1951 III S. 107). - BFH, 17.04.1956 - I 218/55 U
Verhältnis von Steuergerichtsbarkeit und Verwaltungsgerichtsbarkeit - …
Auszug aus BFH, 30.08.1957 - VI 187/57 U
Die Bf. verkennen den Sinn und Zweck des § 131 AO, wenn sie annehmen, daß diese Vorschrift eine Möglichkeit bietet, rechtskräftige Steuerfestsetzungen nochmals auf ihre Richtigkeit nachprüfen zu lassen (Urteile des Bundesfinanzhofs I 218/55 U vom 17. April 1956, Slg. Bd. 62 S. 510, BStBl 1956 III S. 190; IV 357/55 vom 28. März 1957, Steuerrechtsprechung in Karteiform, Rechtsspruch 9 zu § 131 AO). - BFH, 17.05.1952 - I 4/52 U
Steuerliche Bewertung bei Geldwertänderungen - Anwendbarkeit der …
Auszug aus BFH, 30.08.1957 - VI 187/57 U
Ob die Festsetzung einer Steuer dem Sinn und Zweck der Steuergesetze entspricht, ist nach § 1 Abs. 2 des Steueranpassungsgesetzes (StAnpG) bereits bei der Steuerfestsetzung zu prüfen (Urteil des Bundesfinanzhofs I 4/52 U vom 17. Mai 1952, Slg. Bd. 56 S. 536, BStBl 1952 III S. 208).
- BFH, 03.03.1970 - II 135/64
Vorliegen eines Steuererstattungsanspruch aus Rechtsgründen als zulässiger …
Infolgedessen ist die Richtigkeit eines unanfechtbar gewordenen Steuerbescheids im Verfahren gemäß § 131 AO grundsätzlich nicht mehr nachzuprüfen (vgl. BFH-Urteile VI 187/57 U vom 30. August 1957, BFH 65, 457, BStBl III 1957, 408; II 112/59 U vom 29. August 1962, BFH 76, 409, BStBl III 1963, 150; IV 155/62 vom 31. Januar 1963, HFR 1963, 225; I 331/62 vom 14. Oktober 1964, HFR 1965, 129; V 137/64 vom 1. Dezember 1966, BFH 87, 405, BStBl III 1967, 156). - BFH, 06.08.1963 - VII 44/62 U
Statthaftigkeit des Billigkeitsverfahren bei nachträglichen Einwendungen eines …
Denn es ist nicht Sinn des § 131 AO, im Billigkeitsverfahren nochmals sachlich auf einen rechtskräftig abgeschlossenen Steuerfall einzugehen, sofern dies nicht ausnahmsweise besondere Gründe erforderlich machen (Urteil des Bundesfinanzhofs IV 155/62 vom 31. Januar 1963. Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1963 S. 225) Es liegt daher regelmäßig keine mißbräuchliche Anwendung des Ermessens vor, wenn die Finanzbehörden unter Hinweis auf die Rechtskraft der Steuerveranlagung einen Steuererlaß gemäß § 131 AO ablehnen, wenn dieser mit Einwendungen gegen den Steueranspruch begründet wird (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs VI 187/57 U vom 30. August 1957, BStBl 1957 III S. 408, Slg. Bd. 65 S 457). - BFH, 14.08.1963 - V 132/59 U
Erledigung des wegen Gewährung einer Stundung geführten Rechtsstreits durch …
Ein Stundungsantrag wird in der Regel nicht damit begründet werden können, daß die Verfassungsmäßigkeit der der Steuerfestsetzung durch endgültigen Steuerbescheid zugrunde liegenden Rechtsnorm zweifelhaft sei (vgl. Tipke-Kruse, Kommentar zur Reichsabgabenordnung, § 127 Anm. 6 und die dort angeführte Rechtsprechung: Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf IV 8-11/58 A vom 28. Februar 1958, Entscheidungen der Finanzgerichte - EFG - 1958 Nr. 483 S. 387, und Entscheidung des Finanzgerichts Hamburg II 207/58 (V) vom 6. November 1958, EFG 1959 Nr. 219 S. 175); denn Einwendungen gegen die materielle Richtigkeit des Steueranspruches gehören grundsätzlich in das ordentliche Rechtsmittelverfahren; andernfalls würde, wenn die Verfahren wegen abgelehnter Stundung (§ 127 AO) oder abgelehnten Erlasses (§ 131 AO) mit derartigen Prüfungen belastet wären, das Institut der Rechtskraft ausgehöhlt werden (vgl. auch Urteile des Bundesfinanzhofs I 218/55 U vom 17. April 1956, BStBl 1956 III S. 190, Slg. Bd. 62 S. 510, und VI 187/57 U vom 30. August 1957, BStBl 1957 III S. 408, Slg. Bd. 65 S. 457). - BFH, 17.05.1962 - VI 117/61 U
Verfassungsmäßigkeit der Zusammenveranlagung von Eltern und Kindern zur …
Es handelt sich hierbei insbesondere um die Urteile VI 17/58 U vom 18. April 1958 (BStBl 1958 III S. 294, Slg. Bd. 67 S. 56), VI 59/55 U vom 31. Oktober 1957 (BStBl 1958 III S. 24, Slg. Bd. 66 S. 55) und VI 187/57 U vom 30. August 1957 (BStBl 1957 III S. 408, Slg. Bd. 65 S. 457).
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