Rechtsprechung
| BFH, 23.10.1959 - VI 131/58 U |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Gegenleistung für die befristete Überlassung eines Grundstücks zum Abbau eines Lehmvorkommens - Einnahme aus Vermietung und Verpachtung - Überlassung eines Grundstücks für einen begrenzten Zeitraum zur Nutzung
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 70, 5
- DB 1960, 12
- BStBl III 1960, 3
Wird zitiert von ... (9)
- BFH, 16.12.2004 - III R 8/98
Einlage eines Bodenschatzes in das Betriebsvermögen und AfS-Vorlage an den Großen …
Der RFH und zunächst auch der BFH hielten AfS nur für zulässig, wenn dem Grundstückseigentümer Aufwendungen für den Erwerb der abgebauten Bodensubstanz entstanden waren, weil durch AfS nicht der durch den Abbau eintretende Wertverlust ausgeglichen, sondern der Aufwand für die abgebaute Substanz verteilt werden solle (RFH-Urteil vom 15. Juni 1938 VI 331/38, RStBl 1938, 870; BFH-Urteil vom 23. Oktober 1959 VI 131/58 U, BFHE 70, 5, BStBl III 1960, 3). - BFH, 21.10.1960 - VI 169/59 S
Behandlung von Wartegeldern, Förderzinsen und Oberflächenentschädigungen als …
Bei den vor dem 21. Juni 1948 unentgeltlich erworbenen Erdölvorkommen ist dabei von dem Betrag auszugehen, der für eine Anschaffung am 31. August 1948 hätte aufgewendet werden müssen; soweit in dem Urteil VI 131/58 U vom 23. Oktober 1959 (BStBl 1960 III S. 3, Slg. Bd. 70 S. 5) eine andere Auffassung vertreten wurde, wird daran nicht mehr festgehalten.Bei den vor dem 21. Juni 1948 unentgeltlich erworbenen Erdölvorkommen ist dabei von dem Betrag auszugehen, der für eine Anschaffung am 31. August 1948 hätte aufgewendet werden müssen; soweit in dem Urteil VI 131/58 U vom 23. Oktober 1959 (BStBl 1960 III S. 3, Slg. Bd. 70 S. 5) eine andere Auffassung vertreten wurde, wird daran nicht mehr festgehalten.
Diese Auffassung entspricht sowohl der bürgerlich-rechtlichen Beurteilung (vgl. z.B. Urteil des Reichsgerichts III 336/18 vom 14. Januar 1919, Entscheidungen des Reichsgerichts in Zivilsachen Bd. 94 S. 279; V 97/31 vom 27. Januar 1932, Entscheidungen des Reichsgerichts in Zivilsachen Bd. 135 S. 94; Entscheidung des Bundesgerichtshofs I ZR 85/50 vom 27. September 1951, Juristenzeitung 1951 S. 790; Enneccerus-Lehmann, Schuldrecht, 1958, § 137;… Palandt, Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch, 17. Auflage, Vorbem. 1 B zu § 581) als auch der ständigen höchstrichterlichen Steuerrechtsprechung (vgl. z.B. Urteil des Reichsfinanzhofs VI 323/43 vom 21. Juni 1944, RStBl 1944 S. 546; Urteile des Bundesfinanzhofs IV 186/56 U vom 9. Mai 1957, BStBl 1957 III S. 246, Slg. Bd. 65 S. 32; VI 131/58 U vom 23. Oktober 1959, BStBl 1960 III S. 3, Slg. Bd. 70 S. 5; III 242/59 S vom 22. Juli 1960, BStBl 1960 III S. 420).
- BFH, 23.06.1977 - IV R 17/73
Grundstück - Natürliche Lagerstätte - Kiesvorkommen - Anlagevermögen des …
Es kann der Klägerin auch nicht darin gefolgt werden, daß aus der "lediglich entsprechenden" Anwendung des § 7 Abs. 1 EStG auf die Fälle des Substanzverbrauchs zu folgern sei, Bodenschätze gehörten zum Umlaufvermögen da § 7 Abs. 4 EStG 1961 eine Ausnahme von § 6 Abs. 1 Nr. 2 EStG enthalte; denn beide Vorschriften -§ 7 Abs. 1 und § 7 Abs. 4 EStG 1961 - dienen nicht zum Ausgleich für eingetretenen Wertverlust bzw. Substanzverzehr, sondern sind bestimmt, die Aufwendungen des Eigentümers für den Erwerb des Wirtschaftsguts auf den Zeitraum der Nutzung bzw. des Abbaus zu verteilen (vgl. den Wortlaut des § 7 Abs. 1 EStG; zur Bedeutung des § 7 Abs. 4 EStG 1961 s. BFH-Urteile vom 23. Oktober 1959 VI 131/58 U, BFHE 70, 5, BStBl III 1960, 3; vom 21. Oktober 1960 VI 169/59 S, BFHE 72, 119 [123], BStBl III 1961, 45 [47 1. Sp.]), so daß kein Grund für eine Abweichung von der aus § 6 Abs. 1 Nr. 1 EStG sich ergebenden Folgerung besteht.
- BFH, 30.10.1967 - VI 331/64
Rechtsgültigkeit des § 4 Abs. 1 letzter Satz EStG (Einkommensteuergesetz) - …
In der Rechtsprechung des BFH werden dann auch Verträge über die entgeltliche und zeitlich begrenzte Überlassung eines Grundstücks zur Aneignung von Bodenschätzen (sog. Ausbeuteverträge) als Pachtverträge behandelt, vor allem auch bei Land- und Forstwirten (…vgl. z.B. die Entscheidungen des BFH IV 186/56 U, a.a.O.; VI 131/58 U vom 23. Oktober 1959, BFH 70, 5, BStBl III 1960, 3; VI 324/61 U vom 12. Juli 1963, BFH 77, 315, BStBl III 1963, 435). - BFH, 05.06.1973 - VIII R 118/70
Absetzungen für Substanzverringerung - Entdeckte Bodenschätze - Unentgeltlicher …
Denn mit den in § 7 EStG für zulässig erklärten Absetzungen für Substanzverringerung soll nicht etwa der durch den Abbau der Bodenschätze eintretende Wertverlust des Grundstücks ausgeglichen, sondern der Aufwand des Grundstückseigentümers für den Erwerb der abgebauten Bodensubstanz auf den Zeitraum des Abbaus verteilt werden (vgl. BFH-Urteile vom 23. Oktober 1959 VI 131/58 U, BFHE 70, 5, BStBl III 1960, 3, und vom 21. Oktober 1960 VI 169/59 S, BFHE 72, 119, BStBl III 1961, 45). - BFH, 11.10.1963 - VI 251/62 U
Einkommensteuerrechtliche Einordnung von Erbbauzinsen - Einkünfte aus der …
Deshalb hat z.B. der Senat zu den Verträgen über den Abbau von Bodenschätzen herausgestellt, daß der Steuerpflichtige als Eigentümer einem anderen das Grundstück für einen begrenzten Zeitraum zur Nutzung überläßt (Entscheidungen VI 131/58 U vom 23. Oktober 1959, BStBl 1960 III S. 3, Slg. Bd. 70 S. 5; VI 169/59 S vom 21. Oktober 1960, BStBl 1961 III S. 45, Slg. Bd. 72 S. 119; VI 176/56 vom 18. Juli 1958, Steuerrechtsprechung in Karteiform - StRK -, Rechtsspruch 115 zu § 21 EStG; VI 238/58 vom 21. Oktober 1960, StRK, Rechtsspruch 84 zu § 21 EStG; VI 17/60 vom 21. Oktober 1960, StRK, Rechtsspruch 103 zu § 21 EStG). - BFH, 22.07.1960 - III 242/59 S
Gewerbeberechtigung des Verpächters durch Basaltabbau auf verpachtetem Gelände
Nach der Rechtsprechung sind in der Regel Verträge, durch die der Eigentümer eines Grundstückes das Recht zur Gewinnung von Bodenschätzen auf seinem Grundstücke einem anderen gegen laufendes Entgelt überläßt, zivilrechtlich und einkommensteuerrechtlich als Pachtverträge und nicht als Verkauf bzw. Veräußerung der Bodenschätze anzusehen (vgl. Urteil des Reichsfinanzhofs VI 323/43 vom 21. Juni 1944, RStBl 1944 S. 546; Urteil des Bundesfinanzhofs VI 131/58 U vom 23. Oktober 1959, BStBl 1960 III S. 3, Slg. Bd. 70 S. 5). - BFH, 29.10.1965 - VI 64/65 U
Zur Frage der Nachholung von Absetzungen für Substanzverringerung bei der …
Zutreffend geht das Finanzgericht davon aus, daß die Einnahmen aus der Überlassung der Sandausbeute nicht unter die land- und forstwirtschaftlichen Einkünfte im Sinne von § 13 EStG fallen, sondern Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung im Sinne von § 21 EStG sind (siehe z.B. die Entscheidungen des Bundesfinanzhofs IV 186/56 U vom 9. Mai 1957, BStBl 1957 III S. 246, Slg. Bd. 65 S. 32; VI 131/58 U vom 23. Oktober 1959, BStBl 1960 III S. 3, Slg. Bd. 70 S. 5; VI 169/59 S vom 21. Oktober 1960, BStBl 1961 III S. 45, Slg. Bd. 72 S. 119; VI 238/58 vom 21. Oktober 1960, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung - HFR- 1961 S. 49). - BFH, 23.08.1963 - VI 150/62 U
Einordnung einer Tatsache als neu
Die befristete Überlassung eines Grundstücks zum Abbau von Bodenschätzen sei als Einnahme aus Vermietung und Verpachtung zu versteuern (Urteile des Bundesfinanzhofs VI 131/58 U vom 23. Oktober 1959, BStBl 1960 III S. 3, Slg. Bd. 70 S. 5; VI 238/58 vom 21. Oktober 1960, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1961 S. 49).
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