Rechtsprechung
| BFH, 10.07.1964 - VI 299/63 U |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Aufrollen eines Steuerfalles als Verstoß gegen Treu und Glauben
- Wolters Kluwer
Spareinlagen eines Privatbankiers bei seiner eigenen Bank als abzugsfähige Sonderausgaben
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 80, 314
- BStBl III 1964, 587
Wird zitiert von ... (14) Zitiert selbst (5)
- BFH, 04.08.1961 - VI 269/60 S
Einkommensteuerliche Behandlung eines Grundstückskaufvertrages gegen Leibrente …
Auszug aus BFH, 10.07.1964 - VI 299/63 U
Diese Rechtsgrundsätze entsprechen auch der Rechtsprechung des Senats, wie sie vor allem in der Grundsatzentscheidung VI 269/60 S vom 4. August 1961 (BStBl 1961 III S. 562, Slg. Bd. 73 S. 813) niedergelegt sind. - BFH, 20.07.1962 - VI 167/61 U
Rechtsstellung der Betriebsprüfer in der Organisation der …
Auszug aus BFH, 10.07.1964 - VI 299/63 U
Mit Recht weist das Finanzamt zwar darauf hin, daß es für einen Steuerpflichtigen im allgemeinen keinen Vermögensschaden bedeutet, wenn er nachträglich zu der gesetzlich geschuldeten Steuer herangezogen wird; er hat dann in der Regel sogar den Vorteil, daß er länger als andere Steuerpflichtige zinslos im Besitz der geschuldeten Steuer geblieben ist (siehe die Urteile des Senats VI 157/60 U vom 18. November 1960, BStBl 1961 III S. 141, Slg. Bd. 72 S. 381;… VI 269/60 S, a.a.O.; VI 167/61 U vom 20. Juli 1962, BStBl 1963 III S. 23, Slg. Bd. 76 S. 64). - BFH, 19.09.1958 - VI 221/57 U
Bindung des Finanzamtes an eine falsche Rechtsauffassung bei der Beurteilung …
Auszug aus BFH, 10.07.1964 - VI 299/63 U
Es trifft nach der Rechtsprechung des Senats in den Urteilen VI 43/56 U vom 15. November 1957 (BStBl 1958 III S. 68, Slg. Bd. 66 S. 171) und VI 221/57 U vom 19. September 1958 (BStBl 1958 III S. 425, Slg. Bd. 67 S. 396) ferner zu, daß die Spareinlagen eines Privatbankiers bei seiner eigenen Bank nicht als Sonderausgaben abzugsfähig sind. - BFH, 15.11.1957 - VI 43/56 U
Abschluss eines Kapitalansammlungsvertrags zwischen einer offenen …
Auszug aus BFH, 10.07.1964 - VI 299/63 U
Es trifft nach der Rechtsprechung des Senats in den Urteilen VI 43/56 U vom 15. November 1957 (BStBl 1958 III S. 68, Slg. Bd. 66 S. 171) und VI 221/57 U vom 19. September 1958 (BStBl 1958 III S. 425, Slg. Bd. 67 S. 396) ferner zu, daß die Spareinlagen eines Privatbankiers bei seiner eigenen Bank nicht als Sonderausgaben abzugsfähig sind. - BFH, 18.11.1960 - VI 157/60 U
Bindung der Behörde an die durch einen Steuerbeamten erteilte falsche Auskunft …
Auszug aus BFH, 10.07.1964 - VI 299/63 U
Mit Recht weist das Finanzamt zwar darauf hin, daß es für einen Steuerpflichtigen im allgemeinen keinen Vermögensschaden bedeutet, wenn er nachträglich zu der gesetzlich geschuldeten Steuer herangezogen wird; er hat dann in der Regel sogar den Vorteil, daß er länger als andere Steuerpflichtige zinslos im Besitz der geschuldeten Steuer geblieben ist (siehe die Urteile des Senats VI 157/60 U vom 18. November 1960, BStBl 1961 III S. 141, Slg. Bd. 72 S. 381;… VI 269/60 S, a.a.O.; VI 167/61 U vom 20. Juli 1962, BStBl 1963 III S. 23, Slg. Bd. 76 S. 64).
- BFH, 13.01.2011 - VI R 61/09
Keine Zurechnung von Kenntnissen der Oberbehörde im Rahmen des § 173 Abs. 1 AO - …
Er hat auch keinen Vermögensschaden dadurch erlitten, dass er nachträglich zu der gesetzlich geschuldeten Steuer herangezogen wurde (Senatsurteil vom 10. Juli 1964 VI 299/63 U, BFHE 80, 314, BStBl III 1964, 587). - BFH, 14.11.1968 - V 191/65
Berichtigung einer Umsatzsteuerveranlagung wegen neuer Tatsachen
Dies gilt insbesondere dann, wenn das FA hinsichtlich eines rechtlich zweifelhaften Sachverhalts nach Verhandlungen mit dem Steuerpflichtigen eine Zusage für eine bestimmte Behandlung gegeben hat und die Zusage für den Steuerpflichtigen die Grundlage seiner wirtschaftlichen Dispositionen war (vgl. Urteile des BFH I 176/57 U vom 18. November 1958, BFH 68, 137, BStBl III 1959, 52; V 264/58 U vom 21. Juli 1960, BFH 71, 619, BStBl III 1960, 480; VI 299/63 U vom 10. Juli 1964, BFH 80, 314, BStBl III 1964, 587).Die Wiederaufrollung des gesamten Steuerfalls anläßlich einer Berichtigungsveranlagung gemäß § 222 Abs. 1 Nr. 1 AO hat der BFH weiterhin dann als mit dem Grundsatz von Treu und Glauben nicht vereinbar angesehen, wenn das FA durch sein Verhalten zu erkennen gegeben hat, daß der Steuerpflichtige eine Berichtigung auf Grund neuer Tatsachen, nicht mehr zu erwarten habe (vgl. die Urteile des BFH IV 40/51 U vom 3. Oktober 1951, BFH 55, 494, BStBl III 1951, 202; III 143/61 U vom 21. Februar 1964, BFH 79, 562, BStBl III 1964, 437; VI 299/63 U vom 10. Juli 1964, BFH 80, 314, BStBl III 1964, 587).
- BFH, 30.04.1975 - I R 111/73
Notwendiges Betriebsvermögen - Notwendiges Privatvermögen - Gewillkürtes …
Geht man von dem für das Revisionsgericht nach § 118 Abs. 2 FGO bindend festgestellten Sachverhalt des finanzgerichtlichen Urteils aus, so hat das FA auch nicht durch sein Verhalten zu erkennen gegeben, daß der Kläger eine Berichtigung des Steuerbescheides in diesem Punkte nicht mehr zu erwarten habe (BFH-Urteile IV 40/51 U, III 143/61 U; vom 10. Juli 1964 VI 299/63 U, BFHE 80, 134, BStBl III 1964, 587).
- BFH, 13.01.2011 - VI R 63/09
Keine Zurechnung von Kenntnissen der Oberbehörde im Rahmen des § 173 Abs. 1 AO - …
Sie haben auch keinen Vermögensschaden dadurch erlitten, dass sie nachträglich zu der gesetzlich geschuldeten Steuer herangezogen wurden (Senatsurteil vom 10. Juli 1964 IV 299/63 U, BFHE 80, 314, BStBl III 1964, 587). - BFH, 13.01.2011 - VI R 62/09
Keine Zurechnung von Kenntnissen der Oberbehörde im Rahmen des § 173 Abs. 1 AO - …
Sie haben auch keinen Vermögensschaden dadurch erlitten, dass sie nachträglich zu der gesetzlich geschuldeten Steuer herangezogen wurden (Senatsurteil vom 10. Juli 1964 VI 299/63 U, BFHE 80, 314, BStBl III 1964, 587). - BFH, 13.01.2011 - VI R 64/09
Keine Bindungswirkung der Anrufungsauskunft für das Veranlagungsverfahren - keine …
Sie haben auch keinen Vermögensschaden dadurch erlitten, dass sie nachträglich zu der gesetzlich geschuldeten Steuer herangezogen wurden (Senatsurteil vom 10. Juli 1964 VI 299/63 U, BFHE 80, 314, BStBl III 1964, 587). - BFH, 30.01.1969 - V 149/64
Berichtigungsveranlagung - Erneute Überprüfung - Neue Steuerfestsetzung - …
Dies gilt insbesondere dann, wenn das FA hinsichtlich eines rechtlich zweifelhaften Sachverhalts nach Verhandlungen mit dem Steuerpflichtigen eine Zusage für eine bestimmte Behandlung gegeben hat und die Zusage für den Steuerpflichtigen die Grundlage seiner wirtschaftlichen Dispositionen war (vgl. u. a. BFH-Urteile I 176/57 U vom 18. November 1958, BFH 68, 137, BStBl III 1959, 52; V 264/58 U vom 21. Juli 1960, BFH 71, 619, BStBl III 1960, 480; V 83/59 vom 18. Oktober 1962, HFR 1963, 354; VI 299/63 U vom 10. Juli 1964, BFH 80, 314, BStBl III 1964, 587; VI 65/64 vom 12. März 1965, HFR 1965, 514).Dies gilt ferner, wenn das FA durch sein Verhalten zu erkennen gegeben hat, daß der Steuerpflichtige eine Berichtigung auf Grund neuer Tatsachen nicht mehr zu erwarten habe (vgl. u. a. BFH-Urteile IV 40/51 U vom 3. Oktober 1951, BFH 55, 494, BStBl III 1951, 202;… III 143/61 U vom 21. Februar 1964, a. a. O.; VI 299/63 U vom 10. Juli 1964, a. a. O.; V 181/63 vom 15. Dezember 1966, BFH 87, 469, BStBl III 1967, 212) oder wenn das FA auf das Rechtsmittel des Steuerpflichtigen nach Prüfung des Streitfalles eine für den Steuerpflichtigen günstige Einspruchsentscheidung oder einen Änderungsbescheid gemäß § 94 Abs. 1 Nr. 2 AO erlassen hat (vgl. BFH-Urteile I 54/64 S vom 16. März 1965, BFH 82, 387, BStBl III 1965, 388; V 191/65 vom 14. November 1968, BFH 94, 168).
- BFH, 06.11.1973 - VIII R 12/71
Berichtigungsveranlagung - Vertrauensschutz - Steuerbegünstigung - Ausgleich von …
So ist anerkannt, daß ein Wiederaufrollen des Steuerfalls in vollem Umfange nicht zulässig ist, soweit das FA durch sein Verhalten dem Steuerpflichtigen gegenüber zu erkennen gegeben hat, daß er keine Nachforderungen mehr zu erwarten hat oder, wenn das FA dem Steuerpflichtigen hinsichtlich der künftigen Sachbehandlung in einem Punkt eine Zusage gegeben hat, die der Steuerpflichtige zur Grundlage seiner wirtschaftlichen Dispositionen gemacht hat (vgl. z. B. BFH-Urteil vom 10. Juli 1964 VI 299/63 U, BFHE 80, 314, BStBl III 1964, 587). - BFH, 15.12.1966 - V 181/63
Umsatzsteuerzahlungen wegen Verpachtung von Stadtreklame und wegen der …
Wird in einem dem Steuerpflichtigen bekanntgegebenen Betriebsprüfungsbericht ein bestimmter Sachverhalt (hier die Verpachtung der Stadtreklame und der Marktstände) ausdrücklich angesprochen und als umsatzsteuerfrei behandelt, so gibt das FA, wenn es die Veranlagung entsprechend dem Vorschlag des Betriebsprüfers durchführt, zu erkennen, daß der Steuerpflichtige mit einer Heranziehung dieses Sachverhalts zur Umsatzsteuer für zurückliegende Veranlagungszeiträume nicht mehr zu rechnen braucht (Urteil des BFH VI 229/63 U vom 10. Juli 1964, BFH 80, 314, BStBl III 1964, 587). - BFH, 13.09.1972 - I R 240/70
Forderungen aus Lieferungen - Feststellung der Nichtaktivierung - Bilanzstichtag …
Wie der BFH bereits wiederholt ausgeführt hat (vgl. BFH-Urteil VI 299/63 U vom 10. Juli 1964, BFH 80, 314, BStBl III 1964, 587), kann die Wiederaufrollung eines Steuerfalles nach § 222 Abs. 1 Nr. 1 AO nach Treu und Glauben unzulässig sein, soweit das FA durch sein Verhalten zu erkennen gegeben hat, daß der Steuerpflichtige eine Nachforderung nicht zu erwarten habe, oder soweit es ihm eine Zusage gegeben hat, die der Steuerpflichtige zur Grundlage seiner wirtschaftlichen Dispositionen gemacht hat. - BFH, 22.05.1968 - I 111/65
Aufrollen eines Steuerfalls - Verletzung der Ermittlungspflicht - Bekannter …
- BFH, 01.04.1966 - VI 122/64
Konkretisierung des Verlustes einer Erwerbsgrundlage im Sinne einer …
- BFH, 10.03.1969 - V 116/64
Zur Rechtswirksamkeit der Vorschrift über die Beschränkung der …
- BFH, 14.07.1965 - I 411/62 U
Berichtigung von steuerlichen Veranlagungen wegen festgestellter Mängel bei der …
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