Rechtsprechung
| BFH, 16.12.1964 - II 154/61 U |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Versicherung von im Inland befindlichen Exportgütern eines ausländischen Versicherungsnehmers
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 81, 374
- VersR 1965, 391
- DB 1965, 386
- BStBl III 1965, 134
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (7)
- RFH, 10.05.1933 - II A 522/32
Auszug aus BFH, 16.12.1964 - II 154/61 U
Im Zeichen der EWG werde die frühere Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs (Urteile II A 522/32 vom 10. Mai 1933, RStBl 1933 S. 514, Slg. Bd. 33 S. 131; II A 348/34 vom 5. Juli 1935, RStBl 1935 S. 1133, Slg. Bd. 38 S. 78) der Entwicklung der Verhältnisse nicht mehr gerecht.Denn § 1 VersStG 1959 ist trotz anderer Änderungen des VersStG durch das Gesetz zur Änderung verkehrsteuerrechtlicher Vorschriften vom 25. Mai 1959 (BGBl I S. 261, BStBl I S. 228) insoweit unverändert geblieben, obwohl die zwar noch zum VersStG 1922 ergangenen Urteile des Reichsfinanzhofs II A 522/32 und II A 348/34 (…a.a.O.) und auch das Urteil II 66/38 vom 3. Februar 1939 (RStBl 1939 S. 732, Mrozek-Kartei, Versicherungsteuergesetz 1937 § 1 Abs. 1 Rechtsspruch 2) vorlagen.
Angesichts dieser Rechtsentwicklung trägt der Senat keine Bedenken, die bereits vom Reichsfinanzhof in dem Urteil II A 522/32 vom 10. Mai 1933 (…a.a.O.) zum VersStG 1922 entwickelten Rechtsgedanken auch auf das VersStG 1937 anzuwenden.
Für Waren, die im Inland hergestellt worden sind, hat der Reichsfinanzhof in dem Urteil II A 522/32 vom 10. Mai 1933 (…a.a.O.) bereits überzeugend dargelegt, daß es - abgesehen davon, daß das Merkmal der nicht nur vorübergehenden Belegenheit der Sache im Inland sich nur in der Begründung zum VersStG 1922 zu § 1 findet - jedenfalls bei dieser Art von Gütern unerheblich bleiben muß, wie lange sie nach dem Zeitpunkt der Begründung des Versicherungsverhältnisses (noch) im Inland verbleiben werden.
auf das Rundschreiben des Reichsschatzamtes vom 16. September 1913 (…a.a.O.) nicht in dem von ihr gewünschten Sinn zu, da dort jedes in einem deutschen Hafen liegende Schiff nebst Ladung gerade nicht als im Ausland (so offensichtlich infolge eines Druckfehlers das Zitat in dem Urteil des Reichsfinanzhofs II A 522/32 vom 10. Mai 1933, a.a.O.), sondern als im Inland befindlich gilt.
- RFH, 05.07.1935 - II A 348/34
Auszug aus BFH, 16.12.1964 - II 154/61 U
Im Zeichen der EWG werde die frühere Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs (Urteile II A 522/32 vom 10. Mai 1933, RStBl 1933 S. 514, Slg. Bd. 33 S. 131; II A 348/34 vom 5. Juli 1935, RStBl 1935 S. 1133, Slg. Bd. 38 S. 78) der Entwicklung der Verhältnisse nicht mehr gerecht.Denn § 1 VersStG 1959 ist trotz anderer Änderungen des VersStG durch das Gesetz zur Änderung verkehrsteuerrechtlicher Vorschriften vom 25. Mai 1959 (BGBl I S. 261, BStBl I S. 228) insoweit unverändert geblieben, obwohl die zwar noch zum VersStG 1922 ergangenen Urteile des Reichsfinanzhofs II A 522/32 und II A 348/34 (…a.a.O.) und auch das Urteil II 66/38 vom 3. Februar 1939 (RStBl 1939 S. 732, Mrozek-Kartei, Versicherungsteuergesetz 1937 § 1 Abs. 1 Rechtsspruch 2) vorlagen.
- BFH, 12.12.1957 - IV 10/57 U
Auslegung eines Antrags einer Steuerpflichtigen als Rechtsmittel oder als …
Auszug aus BFH, 16.12.1964 - II 154/61 U
Eine vom Wortlaut des § 1 VersStG abweichende Gesetzesauslegung wäre nach der ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechung nur ausnahmsweise zulässig und geboten, wenn die wörtliche Auslegung dem Willen des Gesetzes offensichtlich widersprechen und zu einem mit der wirtschaftlichen Vernunft nicht in Einklang stehenden sinnwidrigen Ergebnis führen würde (vgl. z.B. insoweit Entscheidungen des Bundesfinanzhofs II z 43/50 S vom 16. November 1950, BStBl 1951 III S. 3, Slg. Bd. 55 S. 4; V 167/55 U vom 17. Oktober 1957, BStBl 1957 III S. 453, Slg. Bd. 65 S. 573; IV 10/57 U vom 12. Dezember 1957, BStBl 1958 III S. 154, Slg. Bd. 66 S. 401).
- BFH, 29.04.1964 - II 187/60 U
Versicherungssteuerpflichtigkeit von innerbetrieblichen Umbuchungen einer …
Auszug aus BFH, 16.12.1964 - II 154/61 U
Die Versicherungsteuer ist also, wie der Senat in der letzten Zeit wiederholt ausgeführt hat (Urteile II 187/60 U vom 29. April 1964, BStBl 1964 III S. 417, 418, Slg. Bd. 79 S. 510, zu II 2; II 175/61 U vom 14. Oktober 1964, Slg. Bd. 80 S. 539), eine Verkehrsteuer auf den rechtlich erheblichen Vorgang des Geldumsatzes. - BFH, 17.10.1957 - V 167/55 U
Haftungsbeschränkung für Rechtsanwälte als Komkursverwalter
Auszug aus BFH, 16.12.1964 - II 154/61 U
Eine vom Wortlaut des § 1 VersStG abweichende Gesetzesauslegung wäre nach der ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechung nur ausnahmsweise zulässig und geboten, wenn die wörtliche Auslegung dem Willen des Gesetzes offensichtlich widersprechen und zu einem mit der wirtschaftlichen Vernunft nicht in Einklang stehenden sinnwidrigen Ergebnis führen würde (vgl. z.B. insoweit Entscheidungen des Bundesfinanzhofs II z 43/50 S vom 16. November 1950, BStBl 1951 III S. 3, Slg. Bd. 55 S. 4; V 167/55 U vom 17. Oktober 1957, BStBl 1957 III S. 453, Slg. Bd. 65 S. 573; IV 10/57 U vom 12. Dezember 1957, BStBl 1958 III S. 154, Slg. Bd. 66 S. 401). - BFH, 02.09.1954 - IV 561/53 U
Vorliegen geringerer Einkünfte als Pauschbetrag für Werbungskosten - Grenze der …
Auszug aus BFH, 16.12.1964 - II 154/61 U
enstprechende Regelung getroffen hätte (vgl. insoweit auch Entscheidung des Bundesfinanzhofs IV 561/53 U vom 2. September 1954, BStBl 1954 III S. 302, Slg. Bd. 59 S. 237), kann - zumal bei der grundsätzlichen Bedeutung der Frage - nicht angenommen werden. - BFH, 16.11.1950 - II z 43/50 S
Anfechtung eines Haftungsbescheids - Verlangen eines Kostenvorschusses für die …
Auszug aus BFH, 16.12.1964 - II 154/61 U
Eine vom Wortlaut des § 1 VersStG abweichende Gesetzesauslegung wäre nach der ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechung nur ausnahmsweise zulässig und geboten, wenn die wörtliche Auslegung dem Willen des Gesetzes offensichtlich widersprechen und zu einem mit der wirtschaftlichen Vernunft nicht in Einklang stehenden sinnwidrigen Ergebnis führen würde (vgl. z.B. insoweit Entscheidungen des Bundesfinanzhofs II z 43/50 S vom 16. November 1950, BStBl 1951 III S. 3, Slg. Bd. 55 S. 4; V 167/55 U vom 17. Oktober 1957, BStBl 1957 III S. 453, Slg. Bd. 65 S. 573; IV 10/57 U vom 12. Dezember 1957, BStBl 1958 III S. 154, Slg. Bd. 66 S. 401).
- BFH, 30.01.2025 - V B 47/23
Zur Versicherungsteuerpflicht bei Betriebsstätten in Drittstaaten
Rn. 12 c) Die (inländische) Versicherungsteuerpflicht knüpft danach an die Person des Versicherungsnehmers (§ 1 Abs. 3 Nr. 1 VersStG) oder an die Belegenheit des versicherten Gegenstandes (§ 1 Abs. 3 Nr. 2 VersStG) an (so schon BFH-Urteil vom 16.12.1964 - II 154/61 U, BFHE 81, 374, BStBl III 1965, 134, unter 1.). - BFH, 22.06.1966 - II 165/62
Antrag auf Freistellung von der angeforderten Grunderwerbsteuer - Anwendung des § …
Eine solche, vom Wortlaut abweichende Gesetzesauslegung wäre aber, zugunsten wie auch zuungunsten des Stpfl., nur ausnahmsweise zulässig und geboten, wenn die wörtliche Auslegung dem Willen des Gesetzes offensichtlich widersprechen und zu einem mit der wirtschaftlichen Vernunft nicht in Einklang stehenden sinnwidrigen Ergebnis führen würde (ständige Rechtsprechung; vgl. z. B. Urteile des Senats II 154/61 U vom 16. Dezember 1964, zu II 1., BFH 81, 374, BStBl III 1965, 134; II 89/64 vom 16. Februar 1966, BStBl III 1966, 319). - BFH, 28.04.1970 - II 7/65
Befreiung von der Grunderwerbsteuer bei Erwerb eines unmittelbar Verbandszwecken …
Daß aber eine wortlautgemäße Auslegung dem im Gesetz zum Ausdruck gekommenen Willen dieses Gesetzes widersprechen und zu einem unvernünftigen, sinnwidrigen Ergebnis führen würde, so daß eine nur ausnahmsweise zulässige Auslegung gegen den buchstäblichen Wortlaut der Vorschrift geboten wäre (BFH-Urteile II 154/61 vom 16. Dezember 1964, BFH 81, 374, BStBl III 1965, 134; II 164/64 vom 14. Februar 1967, BFH 88, 96, BStBl III 1967, 296), ist nicht ersichtlich.
- BFH, 18.01.1965 - II 23/60 U
Grunderwerbsteuervergünstigung bei Vorliegen der Voraussetzungen für die …
Eine vom Wortlaut abweichende Gesetzesauslegung wäre nach der ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechung nur ausnahmsweise zulässig und geboten, wenn die wörtliche Auslegung dem Willen des Gesetzes offensichtlich widersprechen und zu einem mit der wirtchaftlichen Vernunft nicht in Einklang stehenden sinnwidrigen Ergebnis führen würde (vgl. insoweit zuletzt das Urteil des Senats II 154/61 U vom 16. Dezember 1964 - BStBl 1965 III S. 134 -). - BFH, 17.01.1967 - II 111/63
Kraftfahrzeugsteuervergünstigung für einen britischen Staatsangehörigen - …
Eine ausdehnende Auslegung entgegen dem Wortlaut wäre, da die Rechtsprechung an Gesetz und Recht gebunden ist (Art. 20 Abs. 3 GG), nach der ständigen Rechtsprechung des BFH nur ausnahmsweise gerechtfertigt, wenn die wörtliche Auslegung dem Willen des Gesetzgebers offensichtlich widersprechen und erkennbar zu einem sinnwidrigen Ergebnis führen würde (BFH-Urteile IV 26/62 S vom 21. Februar 1964 zu II 2, BFH 78, 490, BStBl III 1964, 188; II 154/61 U vom 16. Dezember 1964 zu II 1, BFH, 81, 374, BStBl III 1965, 134; II 116/63 vom 5. Oktober 1966, BFH 87, 91, BStBl III 1967, 29). - BFH, 26.05.1965 - II 127/62 U
Steuergegenstand bei der Kraftfahrzeugsteuer - Widerrechtliche Benutzung eines …
Aus diesem Gesichtspunkt ergibt sich zugleich, daß die Auslegung einer Gesetzesvorschrift, hier des § 2 Nr. 6 KraftStG, nach ihrem Wortlaut, auf den der Steuerpflichtige sich nach den Grundsätzen der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung in einem Rechtsstaat muß verlassen können, auch nicht dem Willen des Gesetzes offensichtlich widerspricht und nicht zu einem sinnwidrigen Ergebnis führt, so daß eine vom Wortlaut abweichende, nur unter den vorbezeichneten Voraussetzungen ausnahmsweise zulässige Auslegung gegen den Gesetzeswortlaut nicht gerechtfertigt erscheint (vgl. insoweit zur ständigen Rechtsprechung des Senats die Urteile II 47/62 U vom 22. April 1964, BStBl 1964 III S. 368, Slg. Bd. 79 S. 378, und II 154/61 U vom 16. Dezember 1964, BStBl 1965 III S. 134.
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