Rechtsprechung
| BFH, 01.02.1973 - IV R 49/68 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Vormundschaftsgerichtliche Genehmigung - Zivilrechtliche Rückwirkung - Gesellschaftsvertrags - Angemessene Frist
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
Minderjährige als Mitunternehmer
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 108, 197
- DB 1973, 699
- BStBl II 1973, 307
Wird zitiert von ... (15) Zitiert selbst (8)
- BFH, 22.08.1951 - IV 246/50 S
Versagung der steuerlichen Anerkennung einer OHG und einer KG - Veranlassung des …
Auszug aus BFH, 01.02.1973 - IV R 49/68
a) Nach der ständigen Rechtsprechung des BFH sind Familiengesellschaften, insbesondere Gesellschaften zwischen Eltern und Kindern zum Betrieb einer Landwirtschaft oder eines gewerblichen Unternehmens ertragsteuerrechtlich anzuerkennen, wenn das Gesellschaftsverhältnis ernsthaft vereinbart und tatsächlich durchgeführt wird, und zwar in der Weise, daß die Kinder Mitunternehmer im Sinne des § 15 Nr. 2 EStG des von der Gesellschaft betriebenen Unternehmens sind (vgl. insbesondere BFH-Urteile vom 22. August 1951 IV 246/50 S, BFHE 55, 449, BStBl III 1951, 181; vom 5. Mai 1959 I 63/58, StRK, Einkommensteuergesetz, § 15 Rechtsspruch 551; vom 13. Februar 1962 I 55/61 U, BFHE 76, 233, BStBl III 1963, 84; vom 22. Januar 1970 IV R 178/68, BFHE 98, 405, BStBl II 1970, 416; vom 4. August 1971 I R 209/69, BFHE 103, 156, BStBl II 1972, 10). - BFH, 22.01.1970 - IV R 178/68
Geschenkte Einlagen - Nahe Angehörige - Alleinunternehmer - Gewinnanteile - …
Auszug aus BFH, 01.02.1973 - IV R 49/68
a) Nach der ständigen Rechtsprechung des BFH sind Familiengesellschaften, insbesondere Gesellschaften zwischen Eltern und Kindern zum Betrieb einer Landwirtschaft oder eines gewerblichen Unternehmens ertragsteuerrechtlich anzuerkennen, wenn das Gesellschaftsverhältnis ernsthaft vereinbart und tatsächlich durchgeführt wird, und zwar in der Weise, daß die Kinder Mitunternehmer im Sinne des § 15 Nr. 2 EStG des von der Gesellschaft betriebenen Unternehmens sind (vgl. insbesondere BFH-Urteile vom 22. August 1951 IV 246/50 S, BFHE 55, 449, BStBl III 1951, 181; vom 5. Mai 1959 I 63/58, StRK, Einkommensteuergesetz, § 15 Rechtsspruch 551; vom 13. Februar 1962 I 55/61 U, BFHE 76, 233, BStBl III 1963, 84; vom 22. Januar 1970 IV R 178/68, BFHE 98, 405, BStBl II 1970, 416; vom 4. August 1971 I R 209/69, BFHE 103, 156, BStBl II 1972, 10). - BFH, 04.07.1968 - IV 136/63
Stille Beteiligung - Nahe Angehörige - Steuerliche Anerkennung - …
Auszug aus BFH, 01.02.1973 - IV R 49/68
Diese Folgerungen umfassen regelmäßig auch, daß dem Gesellschaftsvertrag die bürgerlich-rechtliche Wirksamkeit verschafft wird (vgl. insbesondere BFH-Urteil vom 4. Juli 1968 IV 136/63, BFHE 92, 474, BStBl II 1968, 671; ferner z. B. BFH-Urteile vom 10. Oktober 1957 IV 25/57 U, BFHE 65, 482, BStBl III 1957, 419; vom 11. Februar 1958 I 352/56 U, BFHE 66, 658, BStBl III 1958, 254; vom 25. September 1962 I 127/60, StRK, Einkommensteuergesetz, § 15, Rechtsspruch 369).
- BFH, 04.08.1971 - I R 209/69
Minderjährige Kinder als Mitunternehmer bei einer Familiengesellschaft
Auszug aus BFH, 01.02.1973 - IV R 49/68
a) Nach der ständigen Rechtsprechung des BFH sind Familiengesellschaften, insbesondere Gesellschaften zwischen Eltern und Kindern zum Betrieb einer Landwirtschaft oder eines gewerblichen Unternehmens ertragsteuerrechtlich anzuerkennen, wenn das Gesellschaftsverhältnis ernsthaft vereinbart und tatsächlich durchgeführt wird, und zwar in der Weise, daß die Kinder Mitunternehmer im Sinne des § 15 Nr. 2 EStG des von der Gesellschaft betriebenen Unternehmens sind (vgl. insbesondere BFH-Urteile vom 22. August 1951 IV 246/50 S, BFHE 55, 449, BStBl III 1951, 181; vom 5. Mai 1959 I 63/58, StRK, Einkommensteuergesetz, § 15 Rechtsspruch 551; vom 13. Februar 1962 I 55/61 U, BFHE 76, 233, BStBl III 1963, 84; vom 22. Januar 1970 IV R 178/68, BFHE 98, 405, BStBl II 1970, 416; vom 4. August 1971 I R 209/69, BFHE 103, 156, BStBl II 1972, 10). - BFH, 01.02.1973 - IV R 61/72
Gründung einer Personengesellschaft - Minderjährige Kinder - Fortführung des …
Auszug aus BFH, 01.02.1973 - IV R 49/68
Wie der erkennende Senat mit dem Urteil vom 1. Februar 1973 IV R 61/72 (BStBl II 1973, 309), entschieden hat, können minderjährige Kinder, die vom Vater in eine zur Fortführung seines Einzelunternehmens gegründete Personengesellschaft aufgenommen werden, regelmäßig nur dann als Mitunternehmer im Sinne des § 15 Nr. 2 EStG anerkannt werden, wenn den Kindern zur Ausübung ihrer Gesellschaftsrechte für die Dauer ihrer Minderjährigkeit und ihrer Mitgliedschaft in der Personengesellschaft gemäß § 1909 BGB Ergänzungspfleger bestellt werden, weil nur unter dieser Voraussetzung die für die steuerliche Anerkennung von Familiengesellschaften erforderlichen klaren und eindeutigen Rechtsverhältnisse geschaffen sind und deren tatsächlicher Erfolg gesichert ist. - BFH, 11.02.1958 - I 352/56 U
Recht der Eltern zur Verwaltung und Nutznießung am Vermögen ihrer minderjährigen …
Auszug aus BFH, 01.02.1973 - IV R 49/68
Diese Folgerungen umfassen regelmäßig auch, daß dem Gesellschaftsvertrag die bürgerlich-rechtliche Wirksamkeit verschafft wird (vgl. insbesondere BFH-Urteil vom 4. Juli 1968 IV 136/63, BFHE 92, 474, BStBl II 1968, 671; ferner z. B. BFH-Urteile vom 10. Oktober 1957 IV 25/57 U, BFHE 65, 482, BStBl III 1957, 419; vom 11. Februar 1958 I 352/56 U, BFHE 66, 658, BStBl III 1958, 254; vom 25. September 1962 I 127/60, StRK, Einkommensteuergesetz, § 15, Rechtsspruch 369). - BFH, 13.02.1962 - I 55/61 U
Anerkennung der Mitunternehmerschaft bei Familiengesellschaften
Auszug aus BFH, 01.02.1973 - IV R 49/68
a) Nach der ständigen Rechtsprechung des BFH sind Familiengesellschaften, insbesondere Gesellschaften zwischen Eltern und Kindern zum Betrieb einer Landwirtschaft oder eines gewerblichen Unternehmens ertragsteuerrechtlich anzuerkennen, wenn das Gesellschaftsverhältnis ernsthaft vereinbart und tatsächlich durchgeführt wird, und zwar in der Weise, daß die Kinder Mitunternehmer im Sinne des § 15 Nr. 2 EStG des von der Gesellschaft betriebenen Unternehmens sind (vgl. insbesondere BFH-Urteile vom 22. August 1951 IV 246/50 S, BFHE 55, 449, BStBl III 1951, 181; vom 5. Mai 1959 I 63/58, StRK, Einkommensteuergesetz, § 15 Rechtsspruch 551; vom 13. Februar 1962 I 55/61 U, BFHE 76, 233, BStBl III 1963, 84; vom 22. Januar 1970 IV R 178/68, BFHE 98, 405, BStBl II 1970, 416; vom 4. August 1971 I R 209/69, BFHE 103, 156, BStBl II 1972, 10). - BFH, 10.10.1957 - IV 25/57 U
Steuerlich anerkannter Verzicht auf das elterliche Nutznießungsrecht - …
Auszug aus BFH, 01.02.1973 - IV R 49/68
Diese Folgerungen umfassen regelmäßig auch, daß dem Gesellschaftsvertrag die bürgerlich-rechtliche Wirksamkeit verschafft wird (vgl. insbesondere BFH-Urteil vom 4. Juli 1968 IV 136/63, BFHE 92, 474, BStBl II 1968, 671; ferner z. B. BFH-Urteile vom 10. Oktober 1957 IV 25/57 U, BFHE 65, 482, BStBl III 1957, 419; vom 11. Februar 1958 I 352/56 U, BFHE 66, 658, BStBl III 1958, 254; vom 25. September 1962 I 127/60, StRK, Einkommensteuergesetz, § 15, Rechtsspruch 369).
- BFH, 22.06.2017 - IV R 42/13
Mitunternehmer bei nur kurzfristiger Kommanditistenstellung - Abgeltung des …
Die zusätzlich erforderliche Genehmigung des Familiengerichts (dazu § 1643 Abs. 1 i.V.m. § 1822 Nr. 3, § 1829 Abs. 1 BGB) wirkte nicht nur zivilrechtlich (…entsprechend § 184 Abs. 1 BGB, vgl. Palandt/Götz, Bürgerliches Gesetzbuch, 76. Aufl., § 1828 Rz 11, m.w.N.), sondern auch steuerrechtlich auf den Zeitpunkt des Vertragsschlusses zurück (vgl. BFH-Urteile vom 8. November 1972 I R 227/70, BFHE 108, 299, BStBl II 1973, 287, unter I.2.; vom 1. Februar 1973 IV R 49/68, BFHE 108, 197, BStBl II 1973, 307, unter 1.a; vom 23. April 1992 IV R 46/91, BFHE 168, 140, BStBl II 1992, 1024). - BGH, 18.09.1975 - II ZB 6/74
Verbotenes Selbstkontrahieren durch Fassung von Gesellschafterbeschlüssen
In diesem Urteil ist zwar entschieden, daß minderjährige Kinder, die Mitglieder einer aus ihnen und dem Vater bestehenden Personengesellschaft werden, als Mitunternehmer im Sinne des § 15 Nr. 2 EStG regelmäßig nur anzuerkennen sind, wenn sie für die Dauer ihrer Minderjährigkeit und ihrer Mitgliedschaft nach § 1909 BGB einen Ergänzungspfleger haben (ebenso Urt. d. BFH mit gleichem Datum - 1.2.73 - IV R 49/68, BStBl 1973 II 307 = DB 1973, 699;… zur Diskussion über diese Rechtsprechung vgl. Priester a.a.O.;… Oberloskamp a.a.O.;… Schmidt a.a.O., 459 f; jeweils m.w.N.). - BFH, 13.05.1980 - VIII R 75/79
Wirksame Bestellung eines Nießbrauchs durch Eltern zugunsten ihrer minderjährigen …
Denn ebenso wie die zivilrechtliche Rückbeziehung eines Vertrages steuerrechtlich grundsätzlich unbeachtlich ist, muß auch die zivilrechtliche Rückwirkung einer erst Jahre nach dem Vertragsabschluß herbeigeführten Genehmigung durch einen Pfleger für die Besteuerung außer Betracht bleiben, weil erst vom Zeitpunkt der Genehmigung an tatsächlich und rechtlich alle Folgerungen aus dem bisher schwebend unwirksamen Vertrag gezogen werden können (vgl. BFH-Urteile vom 4. Juli 1968 IV 136/63, BFHE 92, 474, BStBl II 1968, 671, und vom 1. Februar 1973 IV R 49/68, BFHE 108, 197, BStBl II 1973, 307).
- BFH, 23.04.1992 - IV R 46/91
Vertretung des Kindes bei Mietvertragsabschluss mit Vater
Nach dem Senatsurteil vom 1. Februar 1973 IV R 49/68 (BFHE 108, 197, BStBl II 1973, 307) kann die zivilrechtliche Rückwirkung der vormundschaftlichen Genehmigung eines Vertrags mit einem minderjährigen Kind steuerlich nicht berücksichtigt werden, wenn die vormundschaftsgerichtliche Genehmigung nicht unverzüglich nach Abschluß des genehmigungsbedürftigen Vertrags beantragt und in angemessener Frist erteilt wird. - BFH, 05.03.1981 - IV R 150/76
Zur rückwirkenden Genehmigung eines Gesellschaftsvertrags zwischen nahen …
Die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur steuerlichen Anerkennung der zivilrechtlichen Rückbeziehung einer nachträglichen Genehmigung eines genehmigungsbedürftigen schwebend unwirksamen Rechtsgeschäfts eines Minderjährigen durch das Vormundschaftsgericht geht dahin, daß die Rückwirkung anerkannt wird, wenn die Genehmigung unverzüglich beantragt und in angemessener Frist erteilt wird (vgl. Urteile vom 8. November 1972 I R 227/70, BFHE 108, 299, BStBl II 1973, 287, und vom 1. Februar 1973 IV R 49/68, BFHE 108, 197, BStBl II 1973, 307). - BFH, 18.10.1989 - I R 203/84
Zur tatsächlichen Durchführung eines Vertrages über eine stille Beteiligung …
Für die steuerliche Beurteilung ist nämlich davon auszugehen, daß bis zur Genehmigung kein wirksamer Darlehensvertrag bestand; daß die Genehmigung gemäß § 184 Abs. 1 BGB zurückwirkt, hat darauf keinen Einfluß (BFH-Urteil vom 1. Februar 1973 IV R 49/68, BFHE 108, 197, BStBl II 1973, 307). - BFH, 22.09.1976 - I R 68/74
Im voraus zu treffende Vereinbarungen zwischen einer Kapitalgesellschaft und dem …
Insoweit tritt § 5 Abs. 3 StAnpG hinter das Erfordernis der im voraus getroffenen klaren und eindeutigen Vereinbarung zurück (vgl. BFH-Urteil vom 1. Februar 1973 IV R 49/68, BFHE 108, 197, BStBl II 1973, 307, für die ähnlich gelagerte Frage der steuerrechtlichen Anerkennung eines Gesellschaftsvertrags). - FG Hamburg, 13.03.1995 - V 215/93
Überschreitung des zeitlichen Prüfungsrahmens bei der Außenprüfung durch das …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BFH, 25.08.1997 - V B 36/97
Gesetzliche Anforderungen an die Begründung einer Beschwerde
Hinzu kommt, daß die Abweichung der Vorentscheidung von dem Urteil des BFH vom 1. Februar 1973 IV R 49/68 (BFHE 108, 197, BStBl II 1973, 307) nicht vorliegt, weil das FG nicht -- wie der BFH in der bezeichneten Entscheidung -- über eine rechtliche Rückwirkung (einer vormundschaftsgerichtlichen Genehmigung) entschieden hat. - BFH, 25.05.1976 - IV R 227/71
Pachtvertrag - Vater und Sohn - Außerbetriebliche Versorgungsvereinbarung
Mit Recht ist deshalb die Vorinstanz mit der ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) davon ausgegangen, daß bürgerlich-rechtliche Verträge zwischen nahen Angehörigen einkommensteuerrechtlich nur berücksichtigt werden können, wenn die getroffenen Vereinbarungen ernsthaft gewollt sind und demgemäß auch tatsächlich durchgeführt werden und wenn derartige Vereinbarungen auch zwischen einander fremden Personen getroffen worden wären (vgl. z.B. die Entscheidungen des Senats vom 24. Juli 1975 IV R 99/72 , BFHE 116, 364 , BStBl II 1975, 772 ; vom 1. Februar 1973 IV R 49/68 , BFHE 108, 197 , BStBl II 1973, 307 , und vom 15. Oktober 1970 IV R 134/70 , BFHE 101, 229 , BStBl II 1971, 262 ). - FG Berlin, 15.01.1998 - 1544/97
- BFH, 18.04.1995 - VIII B 165/94
Ablehnung der grundsätzlichen Bedeutung der Frage, ob unter bestimmten …
- FG Baden-Württemberg, 07.07.1998 - 6 K 207/94
Steuerrechtliche Anerkennung von Mietverhältnissen; Erfordernis des …
- FG Thüringen, 02.10.1997 - II 4/96
Sonderausgabenabzug nach § 10e Einkommensteuergesetz (EStG); Teilentgeltlicher …
- BFH, 25.05.1976 - IV R 226/71
Pachtvertrag - Vater und Sohn - Außerbetriebliche Versorgungsvereinbarung
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