Rechtsprechung
| BFH, 28.11.1975 - VI R 165/74 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Ruhegelder von Beamten - Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit - Einkommensteuerliche Behandlung - Verstoß gegen Grundgesetz
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- BFH, 28.11.1975 - VI R 165/74
- BFH, 28.11.1975 - VI R 176/74
- BVerfG, 26.03.1980 - 1 BvR 121/76
Papierfundstellen
- BFHE 117, 461
- DB 1976, 849
- BStBl II 1976, 228
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (10)
- Drs-Bund, 29.04.1954 - BT-Drs II/484
Auszug aus BFH, 28.11.1975 - VI R 165/74
Soweit § 22 Nr. 1 a EStG nicht von einem Rentenstammrecht des Rentenempfängers (so die Regelung im Gesetzentwurf, Bundestagsdrucksache II/484 Art. 1 Nr. 8a), sondern von einem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten fiktiven Kapitalwert des Rentenrechts ausgeht, dessen Höhe von dem Umfang des auf eigenen Beiträgen und sonstigen Leistungen des Versicherten beruhenden Kapitalstocks unabhängig ist, handelt es sich um eine sozialpolitische Maßnahme des Gesetzgebers. - BVerfG, 11.04.1967 - 2 BvL 3/62
Beamtinnenwitwer
Auszug aus BFH, 28.11.1975 - VI R 165/74
Die Versorgung wird dem Beamten garantiert, um die von ihm zu fordernde gewissenhafte Hingabe und Pflichterfüllung im Dienst frei von Sorge um das wirtschaftliche Wohl zu sichern (Beschluß des BVerfG vom 11. April 1967 2 BvL 3/62, BVerfGE 21, 329 [346]). - BVerfG, 15.12.1970 - 1 BvR 559/70
Konjunkturzuschlag
Auszug aus BFH, 28.11.1975 - VI R 165/74
Ob ein Gesetz die zweckmäßigste, vernünftigste und gerechteste Regelung trifft, ist bei der Prüfung nach Art. 3 Abs. 1 GG nicht von Bedeutung (Beschluß des BVerfG vom 15. Dezember 1970 1 BvR 559, 571, 586/70, BVerfGE 29, 402 [410]).
- BVerfG, 21.02.1957 - 1 BvR 241/56
Gesamtdeutsche Volkspartei
Auszug aus BFH, 28.11.1975 - VI R 165/74
Welche Elemente der zu ordnenden Lebensverhältnisse maßgebend dafür sind, sie im Recht als gleich oder ungleich zu behandeln, entscheidet grundsätzlich der Gesetzgeber (Beschluß des BVerfG vom 21. Februar 1957 1 BvR 241/56, BVerfGE 6, 273 [280]). - BVerfG, 16.05.1961 - 2 BvF 1/60
Spinnweber-Zusatzsteuer
Auszug aus BFH, 28.11.1975 - VI R 165/74
Ihm ist eine weitgehende Gestaltungsfreiheit eingeräumt, die erst dort endet, wo ein vernünftiger, sich aus der Natur der Sache ergebender oder sonstwie einleuchtender Grund für die gesetzliche Differenzierung nicht finden läßt (Beschluß des BVerfG vom 16. Mai 1961 2 BvF 1/60, BVerfGE 12, 341 [348]). - BVerfG, 17.03.1959 - 1 BvL 39/56
Scheineheliche Kinder
Auszug aus BFH, 28.11.1975 - VI R 165/74
Nach der ständigen Rechtsprechung des BVerfG verletzt der Gesetzgeber den Gleichheitssatz nur dann, wenn er es versäumt, tatsächliche Gleichheiten oder Ungleichheiten der zu ordnenden Lebensverhältnisse zu berücksichtigen, die so bedeutsam sind, daß sie bei einer am Gerechtigkeitsgedanken orientierten Betrachtungsweise beachtet werden müssen (Beschluß vom 17. März 1959 1 BvL 39, 44/56, BVerfGE 9, 201 [206]). - BVerfG, 06.02.1968 - 1 BvL 7/65
Verfassungsmäßigkeit der Begrenzung der Freibeträge nach § 110 BewG auf das …
Auszug aus BFH, 28.11.1975 - VI R 165/74
Der Gesetzgeber kann also grundsätzlich entscheiden, in welcher Form und in welchem Umfang er Steuerbefreiungen oder Steuervergünstigungen gewähren will (Beschluß des BVerfG vom 6. Februar 1968 1 BvL 7/65, BVerfGE 23, 74 [82]). - BFH, 27.03.1958 - VI D 1/57
Einordnung der an ehemalige Arbeitnehmer der IG Farben gezahlten …
Auszug aus BFH, 28.11.1975 - VI R 165/74
Der Anspruch auf die Rente wird demnach aufgrund eines außerhalb des Arbeitsverhältnisses liegenden Vorgangs erworben (vgl. Gutachten des BFH vom 27. März 1958 VI D 1/57 S, BFHE 66, 670, BStBl III 1958, 258). - BFH, 29.01.1960 - VI 202/59 U
Einkommensteuerrechtliche Ungleichbehandlung der verschiedenen Formen der …
Auszug aus BFH, 28.11.1975 - VI R 165/74
Zur Begründung führt er aus, in Anbetracht der gegen das Urteil des BFH vom 29. Januar 1960 VI 202/59 U (BFHE 70, 282, BStBl III 1960, 105) im Schrifttum erhobenen Einwendungen bitte er um eine Überprüfung dieser Rechtsprechung. - BFH, 23.02.1966 - VI 285/65
Versteuerung von Beiträgen zu einer Versorgungseinrichtung eines Arbeitgebers - …
Auszug aus BFH, 28.11.1975 - VI R 165/74
Vor allem ist die Rechtsprechung bisher der Auffassung, daß der Gleichheitssatz nicht verletzt ist (BFH-Urteile VI 202/59 U und vom 23. Februar 1966 VI 285/65, BFHE 85, 33, BStBl III 1966, 225; Paulick in Loepelmann, BFH-Besprechung, BFH vom 29. Januar 1960 VI 202/59 U;… Blümich-Falk, Einkommensteuergesetz, 10. Aufl., Bd. II, § 19 Anm. 15).
- BFH, 17.09.1976 - VI R 114/73
Verstoß gegen Gleichheitssatz - Vorwegabzug - Minderung um …
Aus diesen Erwägungen heraus hat es der Senat bereits im Urteil vom 28. November 1975 VI R 165/74 (BFHE 117, 461, BStBl II 1976, 228) abgelehnt, in der einkommensteuerlichen Regelung für Ruhegelder von Beamten, die als Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit regelmäßig einem schärferen steuerlichen Zugriff unterliegen als Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung, einen Verstoß gegen das Grundgesetz zu sehen.Wegen der Einzelheiten wird auf die Ausführungen im Urteil VI R 165/74 Bezug genommen.
- FG München, 11.12.2002 - 1 K 1882/02
Zuflusszeitpunkt geldwerter Vorteile bei im Rahmen von Darlehensverträgen …
Die Wandelschuldverschreibung (§ 221 Aktiengesetz ) unterscheide sich grundlegend von isolierten Stock-Options, da die Wandelung keinen Tauschvorgang darstelle und daher die Begebung der Schuldverschreibung und die spätere Ausgabe der Aktien steuerlich einen einheitlichen Rechtsvorgang darstelle (Hinweis auf Urteile des Reichsfinanzhofs - RFH - vom 28.04.1944 I 21/44, RFHE 54, 128 und des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 28.01.1976 IV R 209/74, BFHE 118/26, BStBl II 1976, 228 , OFD Frankfurt, BB 1995, 1345). - BFH, 29.03.1979 - IV R 1/75
Grundstücksveräußerung führt zur Gewinnrealisierung, wenn zwar ein …
Die Vorentscheidung ist in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des BFH davon ausgegangen, daß die Bildung einer Rücklage für Ersatzbeschaffung nach Maßgabe des Abschn. 35 Abs. 2 EStR u. a. voraussetzt, daß ein Wirtschaftsgut infolge höherer Gewalt oder infolge oder zur Vermeidung eines behördlichen Eingriffs aus dem Betriebsvermögen ausscheidet (vgl. BFH-Urteile vom 21. Februar 1978 VIII R 5/74, BFHE 125, 39, BStBl II 1978, 428; vom 8. Oktober 1975 I R 134/73, BFHE 117, 461, BStBl II 1976, 186; vom 15. Mai 1975 IV R 138/70, BFHE 116, 122, BStBl II 1975, 692, unter 2., und vom 24. Mai 1973 IV R 23-24/68, BFHE 109, 230, BStBl II 1973, 582, mit weiteren Nachweisen).
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