Rechtsprechung
| BFH, 21.01.1976 - II R 30/71 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Steuerbefreiung - Sozialer Wohnungsbau - Grundsteuervergünstigung - Merkmal der Inanspruchnahme - Zeitpunkt des Erwerbs
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- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 118, 241
- BStBl II 1976, 348
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (4)
- BFH, 08.08.1973 - II R 92/66
Genehmigung - Teilung - Auflassung - Kaufvertrag über Grundstück - …
Auszug aus BFH, 21.01.1976 - II R 30/71
Das Merkmal der Inanspruchnahme der Grundsteuervergünstigung kann auch vom Ersterwerber verwirklicht werden, und zwar dann, wenn der Erwerber die Grundsteuervergünstigung von dem Zeitpunkt des Erwerbs an in Anspruch nehmen will, die Wirkungen der Grundsteuervergünstigung bei ihm aber infolge der Bindung der Grundsteuer an den Einheitswert des Grundstücks (§§ 10, 11 GrStG) erst mit dem Beginn des auf den Erwerb folgenden Jahres eintreten können (§ 21 Abs. 2 BewG 1965); der Senat verweist dazu auf die Ausführungen im BFH-Urteil vom 8. August 1973 II R 92/66 (BFHE 110, 373, BStBl II 1974, 38).Wie der Senat im Urteil II R 92/66 dargelegt hat, verlangen weder Wortlaut noch Sinn und Zweck der Grunderwerbsteuerbefreiungsvorschrift, die Begünstigung des Erwerbers von dem Verhalten des Veräußerers in bezug auf die Inanspruchnahme der Grundsteuervergünstigung abhängig zu machen, und zwar selbst dann nicht, wenn das Gebäude bereits an mehreren Bewertungsstichtagen vor dem ersten Erwerb bezugsfertig gewesen war.
- BFH, 09.12.1964 - II 89/62
Auszug aus BFH, 21.01.1976 - II R 30/71
Eine Befreiung von der Grunderwerbsteuer komme schon nach dem Wortlaut dieser Vorschriften nur in Betracht, wenn das auf dem Grundstück errichtete Gebäude im Erwerbszeitpunkt bereits grundsteuerbegünstigt sei, d. h. wenn diese Vergünstigung tatsächlich beansprucht und gewährt worden sei (Urteile des Bundesfinanzhofs vom 9. Dezember 1964 II 89/62, HFR 1965, 276, und vom 1. August 1967 II 92/65, BFHE 89, 545, BStBl III 1967, 709).Dies setzt voraus, daß das Gebäude der in § 1 Nr. 1 GrESWG bezeichneten Art im Zeitpunkt des Erwerbs die für die Grundsteuerbegünstigung erforderlichen Merkmale besitzen muß, und ferner, daß die Grundsteuerbegünstigung in Anspruch genommen und wirklich gewährt worden ist (vgl. zu den entsprechenden Vorschriften für Bayern BFH-Urteile vom 9. Dezember 1964 II 89/62, HFR 1965, 276, und vom 1. August 1967 II 92/65, BFHE 89, 545, BStBl III 1967, 709; für Bremen vom 25. November 1964 II 79/62 U, BFHE 81, 270, BStBl III 1965, 98; für Rheinland-Pfalz vom 25. November 1964 II 14/62, HFR 1965, 225).
- BFH, 01.08.1967 - II 92/65
Umfang der bindenden Wirkung eines Anerkennungsbescheids
Auszug aus BFH, 21.01.1976 - II R 30/71
Eine Befreiung von der Grunderwerbsteuer komme schon nach dem Wortlaut dieser Vorschriften nur in Betracht, wenn das auf dem Grundstück errichtete Gebäude im Erwerbszeitpunkt bereits grundsteuerbegünstigt sei, d. h. wenn diese Vergünstigung tatsächlich beansprucht und gewährt worden sei (Urteile des Bundesfinanzhofs vom 9. Dezember 1964 II 89/62, HFR 1965, 276, und vom 1. August 1967 II 92/65, BFHE 89, 545, BStBl III 1967, 709).Dies setzt voraus, daß das Gebäude der in § 1 Nr. 1 GrESWG bezeichneten Art im Zeitpunkt des Erwerbs die für die Grundsteuerbegünstigung erforderlichen Merkmale besitzen muß, und ferner, daß die Grundsteuerbegünstigung in Anspruch genommen und wirklich gewährt worden ist (vgl. zu den entsprechenden Vorschriften für Bayern BFH-Urteile vom 9. Dezember 1964 II 89/62, HFR 1965, 276, und vom 1. August 1967 II 92/65, BFHE 89, 545, BStBl III 1967, 709; für Bremen vom 25. November 1964 II 79/62 U, BFHE 81, 270, BStBl III 1965, 98; für Rheinland-Pfalz vom 25. November 1964 II 14/62, HFR 1965, 225).
- BFH, 25.11.1964 - II 79/62 U
Beanspruchung der Grunderwerbsteuerbefreiung nach dem bremischen Gesetz über die …
Auszug aus BFH, 21.01.1976 - II R 30/71
Dies setzt voraus, daß das Gebäude der in § 1 Nr. 1 GrESWG bezeichneten Art im Zeitpunkt des Erwerbs die für die Grundsteuerbegünstigung erforderlichen Merkmale besitzen muß, und ferner, daß die Grundsteuerbegünstigung in Anspruch genommen und wirklich gewährt worden ist (vgl. zu den entsprechenden Vorschriften für Bayern BFH-Urteile vom 9. Dezember 1964 II 89/62, HFR 1965, 276, und vom 1. August 1967 II 92/65, BFHE 89, 545, BStBl III 1967, 709; für Bremen vom 25. November 1964 II 79/62 U, BFHE 81, 270, BStBl III 1965, 98; für Rheinland-Pfalz vom 25. November 1964 II 14/62, HFR 1965, 225).
- BFH, 09.05.1979 - II R 79/78
Nachversteuerung - Begünstigter Zweck - Ersterwerb - Aufgabe des begünstigten …
Insbesondere war die erworbene Wohnung von der Grundsteuer befreit (vgl. hierzu das Urteil des Senats vom 21. Januar 1976 II R 30/71, BFHE 118, 241, 243, BStBl II 1976, 348). - BFH, 19.01.1977 - II R 43/73
Natürliche Person - Unbebautes Grundstück - Errichtung eines Wohnhauses - Eigene …
Es kann dahingestellt bleiben, ob für die Grunderwerbsteuerfreiheit der Ersterwerbe der Kläger nach dem Wortlaut des § 1 Nr. 1 GrESWG NW 1958 im Lande Nordrhein-Westfalen die Grundsteuervergünstigung in Anspruch genommen oder gewährt sein mußte (vgl. dazu die BFH-Urteile für Bayern vom 9. Dezember 1964 II 89/62, HFR 1965, 276; vom 1. August 1967 II 92/65, BFHE 89, 545, BStBl III 1967, 709; vom 8. August 1973 II R 92/66, BFHE 110, 373, BStBl II 1974, 38; für Bremen vom 25. November 1964 II 79/62 U, BFHE 81, 270, BStBl III 1965, 98; für Rheinland-Pfalz vom 25. November 1964 II 14/62, HFR 1965, 225; für Niedersachsen vom 21. Januar 1976 II R 30/71, BFHE 118, 241, BStBl II 1976, 348), und ob dies durch die Veräußerer bzw. zu deren Gunsten oder (nachträglich) durch die Ersterwerber bzw. zu deren Gunsten zu geschehen hatte. - BFH, 15.12.1976 - II R 58/76
Steuerfreiheit - Ersterwerb einer Eigentumswohnung - Vertragsschluß vor …
Der Senat hat es dort zwar hinsichtlich der aus Art. 1 Nr. 4 GrESWG abgeleiteten Voraussetzung, daß die Grundsteuervergünstigung tatsächlich gewährt werden muß, für ausreichend erklärt, es genüge, daß der Steuerpflichtige die Grundsteuervergünstigung zum nächsten Stichtag nach der Fertigstellung bzw. nach seinem Erwerb beantragt und tatsächlich erhält (vgl. zum niedersächsischen Recht auch das Urteil vom 21. Januar 1976 II R 30/71, BFHE 118, 241, BStBl II 1976, 348).
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