Rechtsprechung
| BFH, 30.11.1976 - VII R 121/75 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
Beschränkung der gerichtlichen Nachprüfung - Rechtmäßigkeit einer Prüfungsentscheidung - Beurteilungsspielraum - Uneingeschränkte Geltung - Gründe - Nachvollziehbarkeit der Erwägungen
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
Gerichtliche Nachprüfung einer Steuerberaterprüfung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 120, 462
- BStBl II 1977, 215
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (6)
- BFH, 26.06.1973 - VII R 43/72
Schriftliche Prüfungsarbeit - Steuerbevollmächtigtenprüfung - Neue Bewertung - …
Auszug aus BFH, 30.11.1976 - VII R 121/75
Diese könne sich neben der Frage, ob die formellen Prüfungsvorschriften beachtet worden seien, nur darauf erstrecken, ob die Prüfer von unzutreffenden Tatsachen ausgegangen seien, sich von sachfremden Erwägungen hätten leiten lassen oder allgemeingültige Bewertungsgrundsätze nicht beachtet hätten (vgl. u. a. Urteil des BVerwG vom 26. Oktober 1973 VII C 73/70, HFR 1974, 500; Beschluß des BFH vom 13. Dezember 1972 VII B 71/72, BFHE 107, 560, BStBl II 1973, 253; BFH-Urteil vom 26. Juni 1973 VII R 43/72, BFHE 110, 94, BStBl II 1973, 747).Das FG ist zwar zutreffend davon ausgegangen, daß Prüfungsentscheidungen höchstpersönliche Werturteile sind, die gerichtlich nur dahin nachgeprüft werden können, ob allgemeingültige Bewertungsmaßstäbe außer acht gelassen worden sind, ob sachfremden Erwägungen Raum gegeben worden ist, ob die Prüfungsanforderungen in bezug auf die Aufgabenstellung und die Bewertung der Arbeiten überspannt worden sind, ob von unzutreffenden Tatsachen ausgegangen worden ist und ob die für die Prüfung maßgeblichen Verfahrensbestimmungen eingehalten worden sind (vgl. BFH-Urteile VII R 43/72 und vom 24. August 1976 VII R 17/74, BFHE 120, 106, BStBl II 1976, 797).
- BFH, 16.11.1971 - VIII R 37/68
Überprüfung der Würdigung - Würdigung auf tatsächlichem Gebiet - Fehler der …
Auszug aus BFH, 30.11.1976 - VII R 121/75
Deshalb muß das Urteil aufgehoben und die Sache gemäß § 126 Abs. 3 Nr. 2 FGO an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zurückverwiesen werden (vgl. BFH-Urteil vom 16. November 1971 VIII R 37/68, BFHE 104, 277, BStBl II 1972, 349). - BFH, 24.08.1976 - VII R 17/74
Mangel im Verfahren der Steuerberaterprüfung - Bewertung einer schriftlichen …
Auszug aus BFH, 30.11.1976 - VII R 121/75
Das FG ist zwar zutreffend davon ausgegangen, daß Prüfungsentscheidungen höchstpersönliche Werturteile sind, die gerichtlich nur dahin nachgeprüft werden können, ob allgemeingültige Bewertungsmaßstäbe außer acht gelassen worden sind, ob sachfremden Erwägungen Raum gegeben worden ist, ob die Prüfungsanforderungen in bezug auf die Aufgabenstellung und die Bewertung der Arbeiten überspannt worden sind, ob von unzutreffenden Tatsachen ausgegangen worden ist und ob die für die Prüfung maßgeblichen Verfahrensbestimmungen eingehalten worden sind (vgl. BFH-Urteile VII R 43/72 und vom 24. August 1976 VII R 17/74, BFHE 120, 106, BStBl II 1976, 797).
- BVerwG, 26.10.1973 - VII C 73.70
Auszug aus BFH, 30.11.1976 - VII R 121/75
Diese könne sich neben der Frage, ob die formellen Prüfungsvorschriften beachtet worden seien, nur darauf erstrecken, ob die Prüfer von unzutreffenden Tatsachen ausgegangen seien, sich von sachfremden Erwägungen hätten leiten lassen oder allgemeingültige Bewertungsgrundsätze nicht beachtet hätten (vgl. u. a. Urteil des BVerwG vom 26. Oktober 1973 VII C 73/70, HFR 1974, 500; Beschluß des BFH vom 13. Dezember 1972 VII B 71/72, BFHE 107, 560, BStBl II 1973, 253; BFH-Urteil vom 26. Juni 1973 VII R 43/72, BFHE 110, 94, BStBl II 1973, 747). - BFH, 22.04.1966 - III 46/62
Auszug aus BFH, 30.11.1976 - VII R 121/75
Als solche Gründe kommen nur nachvollziehbare konkrete Gesichtspunkte und Erwägungen in Betracht (vgl. BFH-Urteil vom 22. April 1966 III 46/62, BFHE 86, 219;… Hübschmann-Hepp-Spitaler, Kommentar zur Reichsabgabenordnung/Finanzgerichtsordnung, 1. bis 6. Aufl. § 96 FGO Rdnr. 52;… Tipke-Kruse, Reichsabgabenordnung/Finanzgerichtsordnung, Kommentar, 7. Aufl. § 96 FGO Rdnr. 17). - BFH, 13.12.1972 - VII B 71/72
Prüfungsentscheidungen - Gerichtliche Nachprüfung - Steuerberaterprüfung - …
Auszug aus BFH, 30.11.1976 - VII R 121/75
Diese könne sich neben der Frage, ob die formellen Prüfungsvorschriften beachtet worden seien, nur darauf erstrecken, ob die Prüfer von unzutreffenden Tatsachen ausgegangen seien, sich von sachfremden Erwägungen hätten leiten lassen oder allgemeingültige Bewertungsgrundsätze nicht beachtet hätten (vgl. u. a. Urteil des BVerwG vom 26. Oktober 1973 VII C 73/70, HFR 1974, 500; Beschluß des BFH vom 13. Dezember 1972 VII B 71/72, BFHE 107, 560, BStBl II 1973, 253; BFH-Urteil vom 26. Juni 1973 VII R 43/72, BFHE 110, 94, BStBl II 1973, 747).
- BGH, 13.12.1988 - VI ZR 235/87
Subventionsbetrug als Schutzgesetz
Die blindlings vorgenommene Unterzeichnung von Erklärungen, die von einer Hilfskraft vorbereitet worden sind, kann ein grob fahrlässiges Verhalten ausmachen (vgl. BayObLG DStR 1977, 226; OLG Stuttgart DStR 1985, 48, 49;… Dreher/Tröndle aaO § 264 Rdn. 24). - BFH, 27.08.1980 - VII R 40/80
Steuerbevollmächtigtenprüfung - Benutzung von Hilfsmitteln - Prüfungsbedingung
Als solche Gründe kommen nur nachvollziehbare konkrete Gesichtspunkte und Erwägungen in Betracht (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 30. November 1976 VII R 121/75, BFHE 120, 462, BStBl II 1977, 215, und vom 5. März 1980 II R 148/76, BFHE 130, 179, BStBl II 1980, 402).Deshalb muß das FG-Urteil aufgehoben und die Sache gemäß § 126 Abs. 3 Nr. 2 FGO an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zurückverwiesen werden (vgl. BFHE 120, 462, BStBl II 1977, 215).
- BFH, 31.07.1978 - VII R 15/78
Prüfungsentscheidung - Prüfungsarbeit - Allgemeiner Bewertungsgrundsatz
Nach ständiger Rechtsprechung des erkennenden Senats sind Prüfungsentscheidungen höchstpersönliche Werturteile, die, soweit es für den Streitfall von Bedeutung ist, gerichtlich nur dahin überprüft werden können, ob allgemeingültige Bewertungsmaßstäbe außer acht gelassen worden sind, ob unsachgemäßen Erwägungen Raum gegeben und ob von unzutreffenden Tatsachen ausgegangen worden ist (vgl. Urteil vom 30. November 1976 VII R 121/75, BFHE 120, 462, BStBl II 1977, 215). - BFH, 17.07.1984 - VII R 3/83 NV: Hat das FG seine Pflicht verletzt, im Urteil die Gründe anzugeben, die für die richterliche Überzeugung leitend gewesen sind (§ 96 Abs. 1 S. 3 FGO), so hat der BFH dies auch ohne ausdrückliche Rüge von Amts wegen zu beachten (vgl. BFH-Urteile vom 30.11.1976 VII R 121/75 und vom 5.5.1982 VII R 28/80).
- BFH, 28.06.1983 - VII R 79/82 NV: Als Gründe, die für die richterliche Überzeugung leitend gewesen sind (§ 96 Abs. 1 S. 3 FGO), kommen nur nachvollziehbare konkrete Gesichtspunkte und Erwägungen in Betracht (vgl. BFH-Urteil vom 30.11.1976 VII R 121/75).2.
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