Rechtsprechung
| BFH, 04.03.1964 - II 162/62 U |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Grunderwerbsteuerfreiheit für die Eingliederung der Vertriebenen und Flüchtlinge in die Landwirtschaft
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BFHE 79, 210
- NJW 1964, 1694
- BStBl III 1964, 308
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (8)
- RFH, 23.09.1927 - II A 399/27
Auszug aus BFH, 04.03.1964 - II 162/62 U
Wegen der Rückwirkung sei vielmehr der Rechtskraft des Steuerbescheids der Boden entzogen (Urteil des Obersten Finanzgerichtshofs II 9/50 S vom 12. Mai 1950, BayFMBl 1950 S. 275), so daß - ähnlich wie im Falle des Urteils des Reichsfinanzhots II A 399/27 vom 23. September 1927 (RStBl 1927 S. 226, Slg. Bd. 22 S. 55) - die Steuerbefreiung durch Berichtigung nach § 1 StAnpG ermöglicht werden müsse.Aus den gleichen Erwägungen lassen sich die vom Finanzgericht aus dem Urteil des Reichsfinanzhofs II A 399/27 a.a.O. gezogenen Rechtsfolgerungen als Möglichkeit der Berichtigung nach § 1 StAnpG nicht rechtfertigen.
- BVerfG, 12.12.1957 - 1 BvR 678/57
Ehegattenbesteuerung
Auszug aus BFH, 04.03.1964 - II 162/62 U
Insbesondere kann es unter diesen Umständen ohne Rücksicht auf die Zahl der bereits unanfechtbar gewordenen Steuerfestsetzungen auch keinen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Art. 3 GG bedeuten, wenn wegen Fehlens einer ausdrücklichen gesetzlichen Regelung in einer rückwirkenden Befreiungsvorschrift die unanfechtbar gewordenen Steuerbescheide nicht berichtigt werden können (vgl. auch Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts 1 BvL 28/62 vom 14. März 1963, BB 1963 S. 420 mit weiteren Zitaten; 2 BvR 51/63 vom 28. Februar 1963, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1963 Nr. 157 S. 159; 1 BvR 678/57 vom 12. Dezember 1957, BStBl 1958 I S. 52;… Becker-Riewald-Koch, a.a.O., § 4 Anm. 2 Abs. 7, S. 647;… Tipke-Kruse, a.a.O., § 4 Tz. 6 a am Ende, S. 625;… Wetter-Barske, a.a.O.). - BVerfG, 14.03.1963 - 1 BvL 28/62
Rückwirkende Gewerbesteuer
Auszug aus BFH, 04.03.1964 - II 162/62 U
Insbesondere kann es unter diesen Umständen ohne Rücksicht auf die Zahl der bereits unanfechtbar gewordenen Steuerfestsetzungen auch keinen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Art. 3 GG bedeuten, wenn wegen Fehlens einer ausdrücklichen gesetzlichen Regelung in einer rückwirkenden Befreiungsvorschrift die unanfechtbar gewordenen Steuerbescheide nicht berichtigt werden können (vgl. auch Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts 1 BvL 28/62 vom 14. März 1963, BB 1963 S. 420 mit weiteren Zitaten; 2 BvR 51/63 vom 28. Februar 1963, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1963 Nr. 157 S. 159; 1 BvR 678/57 vom 12. Dezember 1957, BStBl 1958 I S. 52;… Becker-Riewald-Koch, a.a.O., § 4 Anm. 2 Abs. 7, S. 647;… Tipke-Kruse, a.a.O., § 4 Tz. 6 a am Ende, S. 625;… Wetter-Barske, a.a.O.).
- BVerwG, 31.01.1964 - II B 1.63
Zulässigkeit und Begründetheit einer Beschwerde gegen die Nichtzulassung der …
Auszug aus BFH, 04.03.1964 - II 162/62 U
Der Betrieb - DB - 1962 S. 587; vgl. auch Falk, Deutsche Steuer-Zeitung, Ausgabe A, 1957 S. 228; Nake, RWP 14 Steuer-R D StÄnpG II B 1/63. - BFH, 21.12.1960 - II 244/56 U
Anerkennung der Rechtswirkungen einer gesetzlichen Ehe nach dem Gesetz über die …
Auszug aus BFH, 04.03.1964 - II 162/62 U
In diesem Sinne hat der erkennende Senat z.B. den nachträglichen Wegfall der fehlenden ehelichen Verbindung als Wegfall eines Sachverhaltsmerkmals und damit als Grund für die Berichtigung eines Erbschaftsteuerbescheides gemäß § 4 Abs. 3 Ziff. 2 StAnpG in dem Falle anerkannt, daß auf Grund des außersteuerrechtlichen Gesetzes über die Anerkennung freier Ehen rassisch und politisch Verfolgter vom 23. Juni 1950 (BGBl 1950 S. 226) einer freien Verbindung nachträglich (1951) mit Rückwirkung ab 1936 die rechtlichen Wirkungen einer gesetzlichen Ehe durch Verwaltungsakt zuerkannt wurden (Urteil II 244/56 U vom 21. Dezember 1960, BStBl 1961 III S. 77, Slg. Bd. 72 S. 203). - BVerwG, 29.06.1962 - II B 2.62
Darlegung der grundlegenden Bedeutung einer Rechtsfrage in der …
Auszug aus BFH, 04.03.1964 - II 162/62 U
Die Ehegattenbesteuerung, Forkel-Verlag 1957 B Tz. 13; Hippe, Finanz-Rundschau - FR - 1962 S. 199, 204; Kirmse, Rechts- und Wirtschaftspraxis - RWP - 14 Steuer-R D GewSt II B 2/62; Maassen, FR 1961 S. 125; Merkel, Steuer und Wirtschaft 1963 Sp. 435 ff., 444; Thiel. - BVerfG, 28.02.1963 - 2 BvR 51/63
Auszug aus BFH, 04.03.1964 - II 162/62 U
Insbesondere kann es unter diesen Umständen ohne Rücksicht auf die Zahl der bereits unanfechtbar gewordenen Steuerfestsetzungen auch keinen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Art. 3 GG bedeuten, wenn wegen Fehlens einer ausdrücklichen gesetzlichen Regelung in einer rückwirkenden Befreiungsvorschrift die unanfechtbar gewordenen Steuerbescheide nicht berichtigt werden können (vgl. auch Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts 1 BvL 28/62 vom 14. März 1963, BB 1963 S. 420 mit weiteren Zitaten; 2 BvR 51/63 vom 28. Februar 1963, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1963 Nr. 157 S. 159; 1 BvR 678/57 vom 12. Dezember 1957, BStBl 1958 I S. 52;… Becker-Riewald-Koch, a.a.O., § 4 Anm. 2 Abs. 7, S. 647;… Tipke-Kruse, a.a.O., § 4 Tz. 6 a am Ende, S. 625;… Wetter-Barske, a.a.O.). - BFH, 14.02.1958 - III 45/57 U
Möglichkeit der Berichtigung der Feststellungen vom Einheitswert des …
Auszug aus BFH, 04.03.1964 - II 162/62 U
Umgekehrt hat der III. Senat es für unzulässig erklärt, die unanfechtbaren Feststellungen des Einheitswertes des Betriebsvermögens auf den Währungsstichtag gemäß § 4 Abs. 3 Ziff. 2 StAnpG nur wegen rückwirkender Änderung des § 206 LAG zu berichtigen (Urteil III 45/57 U vom 14. Februar 1958, BStBl 1958 III S. 222, Slg. Bd. 66 S. 574).
- BFH, 18.07.1990 - I R 165/86
Auswirkungen einer gestundeten Steuer auf Bescheid über Stundungszinsen
Für den Streitfall kann der Senat offenlassen, ob der Steueränderungsbescheid nicht nur ein rückwirkendes Ereignis i. S. des § 175 Abs. 1 Nr. 2 AO 1977 darstellt, sondern darüber hinaus als Grundlagenbescheid i. S. des § 171 Abs. 10 AO 1977 mit Bindungswirkung für den Zinsbescheid nach der - spezielleren - Vorschrift des § 175 Abs. 1 Nr. 1 AO 1977 anzusehen ist (vgl. zur Abgrenzung von § 175 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 AO 1977 bzw. § 218 Abs. 4 der Reichsabgabenordnung und §§ 4, 5, insbesondere § 4 Abs. 3 Nr. 2 des Steueranpassungsgesetzes, BFH-Urteile vom 24. November 1965 VI 128/65 U, BFHE 84, 365, 367, BStBl III 1966, 131, 132 a. E. m. w. N.; vom 4. März 1964 II 162/62 U, BFHE 79, 210, BStBl III 1964, 308). - BFH, 11.03.1981 - I R 158/80
Aufhebung eines Verwaltungsaktes - Änderung eines Verwaltungsaktes - …
Dies entspricht der Rechtsprechung des BFH zu dem inzwischen außer Kraft getretenen § 4 Abs. 3 StAnpG (vgl. Urteil vom 4. März 1964 II 162/62 U, BFHE 79, 210, BStBl III 1964, 308). - BFH, 08.07.1971 - V R 51/68
Umsätze von Versicherungsvertretern - Steuerbefreiung - Verwaltende Tätigkeit - …
Das gilt auch für den Fall eines rückwirkend zugunsten des Steuerpflichtigen in Kraft getretenen Gesetzes (Urteil des BFH II 162/62 U vom 4. März 1964, BFH 79, 210, BStBl III 1964, 308).
- BFH, 17.08.1967 - IV R 80/67
Gewerbebetrieb - Entgeltlicher Erwerb - Unwirksamkeit des Erwerbvorgangs - …
Unter dem dort gebrauchten Begriff des weggefallenen Merkmals sei nach der Rechtsprechung des BFH das konkrete Sachverhaltsmerkmal zu verstehen, d. h. das konkrete Merkmal eines tatsächlichen Lebensvorganges oder der durch den Steuerpflichtigen vollzogene außersteuerrechtliche (z. B. bürgerlich-rechtliche) gesetzliche Tatbestand (vgl. BFH-Urteil II 162/62 U vom 4. März 1964, BFH 79, 210, BStBl III 1964, 308; I 143/64 S vom 28. Oktober 1964, BFH 81, 542 BStBl III 1965, 196). - BFH, 28.10.1964 - I 143/64 S
Vereinbarkeit der Regelung, dass Entscheidungen bestehen bleiben die auf nichtig …
Unter "Merkmalen" im Sinne dieser Vorschrift seien - entgegen der Auffassung des II. Senats im Urteil II 162/62 U vom 4. März 1964, BStBl 1964 III S. 308 - nach dem eindeutigen Wortlaut der Vorschrift sowohl Tatbestands- wie auch Sachverhaltsmerkmale zu verstehen. - BFH, 21.11.1968 - V 235/65
Rückforderung von gewährten Ausfuhrhändlervergütungen nach rückwirkender …
Merkmal im Sinne des § 4 Abs. 3 Nr. 2 StAnpG ist nicht das abstrakte Tatbestandsmerkmal eines Steuergesetzes, sondern das konkrete Sachverhaltsmerkmal im Sinne eines rein tatsächlichen Lebensvorganges (BFH-Urteil II 162/62 U vom 4. März 1964, BFH 79, 210, BStBl III 1964, 308; dieser Definition hat sich der V. Senat im Urteil V 215/62 vom 10. Dezember 1964, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1965 S. 233, Steuerrechtsprechung in Karteiform, Reichsabgabenordnung, § 246, Rechtsspruch 38 angeschlossen). - BFH, 12.03.1965 - III 93/64 U
Zur Frage der Nichtigkeit eines unanfechtbar gewordenen Vermögensabgabebescheids …
Wie der Bundesfinanzhof in den Urteilen II 162/62 U vom 4. März 1964 (BStBl 1964 III S. 308, Slg. Bd. 79 S. 210) und I 143/64 S vom 28. Oktober 1964 (Slg. Bd. 81 S. 542) ausgesprochen hat, ist eine gesetzliche Vorschrift selbst kein Merkmal im Sinne des § 4 Abs. 3 Ziff. 2 StAnpG, dessen Vorliegen das Gesetz für die Steuerschuld, Steuerbefreiung oder Steuerermäßigung oder eine sonstige Steuervergünstigung fordert. - BFH, 22.08.1969 - VI R 306/67
Rechtskräftiger Abschluß - Lohnsteuerjahresausgleich - Amtsärztliche …
Merkmal im Sinne der vorgenannten Vorschrift ist nicht das abstrakte Tatbestandsmerkmal eines Steuergesetzes selbst, sondern das konkrete Sachverhaltsmerkmal im Sinne eines rein tatsächlichen Lebensvorgangs bzw. des Einmündens eines solchen Lebensvorgangs in einen außersteuerrechtlichen gesetzlichen Tatbestand als eines steuerrechtlich bedeutsamen Sachverhalts (vgl. die Urteile des BFH II 162/62 U vom 4. März 1964, BFH 79, 210, BStBl III 1964, 308; I 143/64 S vom 28. Oktober 1964, BFH 81, 542, BStBl III 1965, 196). - BFH, 07.10.1964 - I 294/62 U
Vorliegen einer Verfahrensrüge - Feststellung eines Gewerbesteuermeßbetrages
Im Urteil II 162/62 U vom 4. März 1964 (BStBl 1964 III S. 308) hat sich der II. Senat mit der Frage befaßt, was unter Merkmal der Besteuerung im Sinne dieser Vorschrift zu verstehen ist.
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