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Rechtsprechung
   BFH, 09.04.1964 - II 7/61 S   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1964,465
BFH, 09.04.1964 - II 7/61 S (https://dejure.org/1964,465)
BFH, Entscheidung vom 09.04.1964 - II 7/61 S (https://dejure.org/1964,465)
BFH, Entscheidung vom 09. April 1964 - II 7/61 S (https://dejure.org/1964,465)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Wolters Kluwer

    Anforderungen an Prüfung der Frage des Vorliegens einer Steuerhinterziehung - Verjährungsunterbrechung bei innerdienstlichen Aktenvermerk der Finanzbehörde

  • datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BFHE 79, 241
  • DB 1964, 830
  • BStBl III 1964, 318
 
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Wird zitiert von ... (9)Zitiert selbst (9)

  • BVerfG, 01.07.1953 - 1 BvL 23/51

    Haftentschädigung

    Auszug aus BFH, 09.04.1964 - II 7/61 S
    Es würde nach Auffassung des erkennenden Senats mit dem Grundsatz der Rechtssicherheit, die ein wesentlicher Bestandteil des Rechtsstaatsprinzips ist (vgl. Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts 1 BvL 23/51 vom 1. Juli 1953, Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts - BVerfGE - Bd. 2 S. 380, und 1 BvR 678/57 vom 12. Dezember 1957, BVerfGE 7 S. 194, StRK, Einkommensteuergesetz - 1957 -, § 26, Rechtsspruch 2), schlechterdings nicht vereinbar sein, wollte man bloßen innerdienstlichen Aktenvermerken des Finanzamts die Bedeutung verjährungsunterbrechender Handlungen im Sinne des § 147 Abs. 1 AO beilegen.
  • BVerfG, 12.12.1957 - 1 BvR 678/57

    Ehegattenbesteuerung

    Auszug aus BFH, 09.04.1964 - II 7/61 S
    Es würde nach Auffassung des erkennenden Senats mit dem Grundsatz der Rechtssicherheit, die ein wesentlicher Bestandteil des Rechtsstaatsprinzips ist (vgl. Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts 1 BvL 23/51 vom 1. Juli 1953, Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts - BVerfGE - Bd. 2 S. 380, und 1 BvR 678/57 vom 12. Dezember 1957, BVerfGE 7 S. 194, StRK, Einkommensteuergesetz - 1957 -, § 26, Rechtsspruch 2), schlechterdings nicht vereinbar sein, wollte man bloßen innerdienstlichen Aktenvermerken des Finanzamts die Bedeutung verjährungsunterbrechender Handlungen im Sinne des § 147 Abs. 1 AO beilegen.
  • BFH, 03.07.1958 - IV 156/57 U

    Prüfungsauftrag als verjährungsunterbrechende Handlung im Sinne von § 147 Abs. 1 …

    Auszug aus BFH, 09.04.1964 - II 7/61 S
    In dieser Entscheidung hat der IV. Senat zwar - in teilweiser Abweichung von seinem mit der überwiegenden Meinung des Schrifttums im Einklang stehenden Urteil IV 156/57 U vom 3. Juli 1958 (BStBl 1958 III S. 472, Slg. Bd. 67 S. 519) - ausgesprochen, daß ein Fahndungsersuchen eines Finanzamts schon dann die Verjährung unterbricht, wenn es noch nicht über den Bereich der Behörden der Finanzverwaltung hinaus wirksam geworden ist und die Fahndungsprüfung erst fast zwei Jahre nach dem Ersuchen durchgeführt wird.
  • BFH, 06.12.1963 - IV 169/62 S

    Betriebsprüfungsauftrag als eine verjährungsunterbrechende Handlung

    Auszug aus BFH, 09.04.1964 - II 7/61 S
    Bei der Niederlegung des in Frage stehenden Aktenvermerks handelt es sich jedoch nicht um eine Handlung, die als solche nach außen zu wirken bestimmt war, wie das nach der Auffassung der Mehrheit der Senate des Bundesfinanzhofs von dem Betriebsprüfungsauftrag als solchen in verjährungsunterbrechendem Sinne anzunehmen ist (vgl. neuerdings das Urteil des Bundesfinanzhofs IV 169/62 S vom 6. Dezember 1963, BStBl 1964 III S. 214, und die darin enthaltenen Zitate der Rechtsprechung).
  • BFH, 22.03.1961 - VII 45/60 S

    Benachrichtigungspflicht gegenüber dem Steuerpflichtigen bei einem …

    Auszug aus BFH, 09.04.1964 - II 7/61 S
    Der erkennende Senat braucht nicht zu der Frage Stellung zu nehmen, ob er sich dieser Ansicht des IV. Senats, mit der dieser sich im Einklang mit dem schon angeführten Urteil des V. Senats V 140/57 U vom 20. Februar 1958 und dem Urteil des VII. Senats VII 45/60 S vom 22. März 1961 (BStBl 1961 III S. 244, Slg. Bd. 72 S. 672) befindet, anschließen könnte oder gegebenenfalls gemäß § 66 AO zwecks Abweichung den Großen Senat anrufen müßte.
  • BFH, 03.04.1951 - II 152/50 S

    Voraussetzungen für das Entstehen einer Grunderwerbssteuerschuld - Beginn der …

    Auszug aus BFH, 09.04.1964 - II 7/61 S
    Es gelangt daher die grundsätzlich für alle Steuern geltende Vorschrift des § 145 Abs. 1 AO zur Anwendung, nach dem die Steuerpflicht mit dem Ablauf des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist (vgl. zur Anwendbarkeit dieser allgemeinen Regel des Abs. 1 des § 145 AO in Fällen, in denen die Ziff. 3 des Abs. 3 des § 145 AO nach Lage der Sache nicht Platz greifen kann, die Urteile des Bundesfinanzhofs II 152/50 S vom 3. April 1951, BStBl 1951 III S. 100, Slg. Bd. 55 S. 261; II 95/60 U vom 13. Dezember 1961, BStBl 1962 III S. 87, Slg. Bd. 74 S. 230, sowie II 10/60 U vom 17. Oktober 1962, BStBl 1963 III S. 18, Slg. Bd. 76 S. 48, und dazu Fließbach, Deutsche Steuer-Zeitung - DStZ -, Ausgabe A, 1963 S. 7 8, 112, rechte Spalte unten).
  • BFH, 20.02.1958 - V 140/57 U

    Unterbrechung der Verjährung durch den Auftrag des Finanzamts zur Vornahme der …

    Auszug aus BFH, 09.04.1964 - II 7/61 S
    Es entspricht grundsätzlich der übereinstimmenden Rechtsprechung aller Senate des Bundesfinanzhofs, daß nicht jede innerdienstliche Maßnahme geeignet ist, die Verjährung zu unterbrechen (vgl. insoweit u.a. das Urteil des Bundesfinanzhofs V 140/57 U vom 20. Februar 1958, BStBl 1958 III S. 433, Slg. Bd. 67 S. 421), sondern nur solche Handlungen, die nach außen wirken.
  • BFH, 17.10.1962 - II 10/60 U

    Auslegung des § 145 Abs. 3 Ziff. 3 Abgabenordnung (AO) in der Fassung des § 18 …

    Auszug aus BFH, 09.04.1964 - II 7/61 S
    Es gelangt daher die grundsätzlich für alle Steuern geltende Vorschrift des § 145 Abs. 1 AO zur Anwendung, nach dem die Steuerpflicht mit dem Ablauf des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist (vgl. zur Anwendbarkeit dieser allgemeinen Regel des Abs. 1 des § 145 AO in Fällen, in denen die Ziff. 3 des Abs. 3 des § 145 AO nach Lage der Sache nicht Platz greifen kann, die Urteile des Bundesfinanzhofs II 152/50 S vom 3. April 1951, BStBl 1951 III S. 100, Slg. Bd. 55 S. 261; II 95/60 U vom 13. Dezember 1961, BStBl 1962 III S. 87, Slg. Bd. 74 S. 230, sowie II 10/60 U vom 17. Oktober 1962, BStBl 1963 III S. 18, Slg. Bd. 76 S. 48, und dazu Fließbach, Deutsche Steuer-Zeitung - DStZ -, Ausgabe A, 1963 S. 7 8, 112, rechte Spalte unten).
  • BFH, 13.12.1961 - II 95/60 U

    Beginn der Verjährung der Grunderwerbssteuer bei Vereinigung aller Anteile in …

    Auszug aus BFH, 09.04.1964 - II 7/61 S
    Es gelangt daher die grundsätzlich für alle Steuern geltende Vorschrift des § 145 Abs. 1 AO zur Anwendung, nach dem die Steuerpflicht mit dem Ablauf des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist (vgl. zur Anwendbarkeit dieser allgemeinen Regel des Abs. 1 des § 145 AO in Fällen, in denen die Ziff. 3 des Abs. 3 des § 145 AO nach Lage der Sache nicht Platz greifen kann, die Urteile des Bundesfinanzhofs II 152/50 S vom 3. April 1951, BStBl 1951 III S. 100, Slg. Bd. 55 S. 261; II 95/60 U vom 13. Dezember 1961, BStBl 1962 III S. 87, Slg. Bd. 74 S. 230, sowie II 10/60 U vom 17. Oktober 1962, BStBl 1963 III S. 18, Slg. Bd. 76 S. 48, und dazu Fließbach, Deutsche Steuer-Zeitung - DStZ -, Ausgabe A, 1963 S. 7 8, 112, rechte Spalte unten).
  • BFH, 10.10.1972 - VII R 117/69

    Verjährung hinterzogener Steuern; Geltung des Grundsatzes in dubio pro reo

    Der Grundsatz in dubio pro reo sei zwar auch im Steuerprozeß anwendbar, gelte jedoch nur, wenn zu prüfen sei, ob eine Steuerhinterziehung im steuerstrafrechtlichen Sinne vorliege (Urteil des BFH II 7/61 S vom 9. April 1964, BFH 79, 241, BStBl III 1964, 318).

    Dasselbe Recht steht im Finanzrechtsstreit dem FG zu (vgl. BFH-Urteil II 7/61 S vom 9. April 1964 (a. a. O.)).

    Im Urteil II 7/61 S vom 9. April 1964 (a. a. O.) hat der BFH die Anwendbarkeit dieses Grundsatzes im Steuerrecht besonders hervorgehoben für die strafrechtliche Verschuldensfrage, sie damit aber nicht auf diese Frage begrenzt.

  • BFH, 14.08.1991 - X R 86/88

    Bei der Festsetzung von Hinterziehungszinsen aufgrund geschätzter …

    Entgegen der Auffassung des FG ist indessen auch im Besteuerungs- und Finanzgerichtsverfahren der strafverfahrensrechtliche Grundsatz in dubio pro reo zu beachten (BFH-Urteile vom 9. April 1964 II 7/61 S, BFHE 79, 241, BStBl III 1964, 318; vom 10. Oktober 1972 VII R 117/69, BFHE 107, 168, BStBl II 1973, 68; vom 16. Januar 1973 VIII R 52/69, BFHE 108, 286, 289, BStBl II 1973, 273).
  • BFH, 16.01.1973 - VIII R 52/69

    Zehnjährige Verjährungsfrist - Tatbestandsmerkmale einer Steuerhinterziehung - …

    Es trifft zwar zu, daß für die Begehung einer Steuerhinterziehung nach § 396 AO a. F. der bedingte Vorsatz ausreicht (vgl. Urteile des BFH vom 6. April 1962 III 339/59, HFR 1963, 371, und vom 9. April 1964 II 7/61 S, BFHE 79, 241, BStBl III 1964, 318).
  • BFH, 21.02.1991 - V R 11/91

    Beurteilung einer Tätigkeit als Unternehmerisch - Rechtmäßigkeit der Schätzung …

    Der Senat war weder an die abweichende Beurteilung der Leistungsverhältnisse durch den BGH im Urteil vom 20. Mai 1981 2 StR 784/80 (Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1981, 2071, HFR 1981, 430) im Strafprozeß gegenüber dem Kläger gebunden (vgl. zur Bindung der FG an Entscheidungen im Strafverfahren: BFH-Urteile vom 10. Oktober 1972 VII R 117/69, BFHE 107, 168, BStBl II 1973, 68; vom 9. April 1964 II 7/61 S, BFHE 79, 241, BStBl III 1964, 318) noch zur Vorlage an den Gemeinsamen Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes gemäß § 2 Abs. 1 des Gesetzes zur Wahrung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 19. Juni 1968 - Rechtsprechungseinheitlichkeitsgesetz - (BGBl I 1968, 661) verpflichtet.
  • FG Baden-Württemberg, 24.04.1997 - 3 K 345/93

    Verzinsung hinterzogener Steuern bei vollendeter Steuerhinterziehung in …

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  • FG Düsseldorf, 01.12.1995 - 4 V 5144/95

    Einfuhr von Zigaretten in das Steuergebiet aus dem freien Verkehr eines …

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  • BFH, 10.03.1970 - II B 7/70

    Nacherhebung von Grunderwerbsteuer - Aufgabe des begünstigten Zwecks - …

    Bei der gemäß Art. 5 Abs. 2 AOÄG 1965 gebotenen Anwendung der §§ 143 ff. AO in der vor dem 1. Januar 1966 geltenden Fassung begann die Verjährung (abweichend von der insoweit nicht anwendbaren Sondervorschrift des § 145 Abs. 3 Nr. 3 AO a. F.) gemäß § 145 Abs. 1 AO a. F. mit Ablauf des Jahres 1965 und endete nach § 144 Abs. 1 AO a. F. nicht vor Ablauf des 31. Dezember 1970 (Urteil II 7/61 S vom 9. April 1964, BFH 79, 241, BStBl III 1964, 318;… vgl. die weiteren Rechtsprechungsnachweise bei Boruttau-Klein, Grunderwerbsteuergesetz, Kommentar, 9. Aufl., § 18 Tz. 4).
  • BFH, 26.01.1973 - VI R 201/69
    Die Frage, ob - als Voraussetzung der zehnjährigen Verjährungsfrist - eine Steuerhinterziehung vorliegt, kann im Besteuerungsverfahren geprüft werden, auch wenn ein Strafverfahren nicht oder noch nicht durchgeführt ist (BFH-Urteile vom 9. April 1964 II 7/61 S, BFHE 79, 241, BStBl III 1964, 318; vom 6. April 1962 III 339/59, Steuerrechtsprechung in Karteiform - StRK - Reichsabgabenordnung, § 396, Rechtsspruch 37).
  • BFH, 02.02.1966 - II 169/63
    Die Erteilung des Auftrags ist mehr als eine bloß innerdienstliche Maßnahme des FA im Sinne des Urteils des BFH II 7/61 S vom 9. April 1964 (BStBl 1964 III S. 318, Slg. Bd. 79 S. 241); sie ist geeignet, die Verjährung hinsichtlich der Steuern, auf die sich der Auftrag bezieht, zu unterbrechen (vgl. zum Ersuchen um Steuerfahndung Urteil des BFH IV 171/62 S vom 12. Dezember 1963. BStBl 1964 III S. 215, Slg. Bd. 78 S. 567, unter Aufgabe des vom selben Senat im Urteil IV 156/57 U vom 3. Juli 1958, BStBl 1958 III S. 472, Slg. Bd. 67 S. 519, vertretenen Standpunktes).
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