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   BGH, 21.02.1990 - XII ZB 203/87   

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BGH, 21.02.1990 - XII ZB 203/87 (https://dejure.org/1990,1063)
BGH, Entscheidung vom 21.02.1990 - XII ZB 203/87 (https://dejure.org/1990,1063)
BGH, Entscheidung vom 21. Februar 1990 - XII ZB 203/87 (https://dejure.org/1990,1063)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • Kanzlei Prof. Schweizer

    Anerkennung einer in Thailand ausgesprochenen Privatscheidung

  • Wolters Kluwer

    Privatscheidung - Vollzug im Ausland - Anerkennungsfähigkeit - Deutsches Recht

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz und Auszüge)

    FamRÄndG Art. 7 § 1
    Anerkennung einer im Ausland vollzogenen Privatscheidung

Papierfundstellen

  • BGHZ 110, 267
  • NJW 1990, 2194
  • NJW-RR 1990, 1093 (Ls.)
  • MDR 1990, 624
  • FamRZ 1990, 607
  • Rpfleger 1990, 293
 
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Wird zitiert von ... (23)

  • OLG München, 13.03.2018 - 34 Wx 146/14

    Ehescheidung durch Scharia-Gericht wird nicht anerkannt

    Eine bloß deklaratorische Registrierung oder gerichtliche Beurkundung genügt (ständige Rechtsprechung, vgl. OLG Düsseldorf vom 19.10.2015, Az 13 VA 2/15 in juris; MüKo/Rauscher ZPO 3. Aufl. § 107 FamFG Rn. 15 und 25 ff.; Holzer/Dubiel § 107 Rn. 4; Zöller/Geimer § 107 FamFG Rn. 24; Hau in Prütting/Helms § 107 Rn. 26; zu Art. 7 § 1 FamRÄndG: BGHZ 82, 34/41; 110, 267/270; BayObLGZ 1981, 353/355 und BayObLG NJW-RR 1994, 771).

    aa) Von einer Privatscheidung ist auszugehen, wenn sie nur auf der Willenserklärung eines oder auf einem vertragsähnlichen rechtsgeschäftlichen Konsens beider Ehegatten beruht, selbst wenn sie unter Mitwirkung einer ausländischen Behörde, etwa durch Registrierung oder Beurkundung, zustande gekommen ist (BayObLG NJW-RR 1994, 771; BGH NJW 1990, 2194, 2195; Musielak/Borth FamFG 5. Aufl. § 107 Rn. 2).

    Eine Privatscheidung ist dem deutschen Recht fremd; insoweit hat die Bestimmung auch einen materiellen Gehalt (BGHZ 110, 267/276; BayObLG FamRZ 2003, 381/383).

  • OLG München, 29.06.2016 - 34 Wx 146/14

    Anwendung der Rom III-VO auf die Anerkennung einer im Ausland ausgesprochenen

    bb) Nach der deutschen Rechtspraxis unterfallen dem Anwendungsbereich des § 107 FamFG auch Scheidungen, bei denen eine behördliche Mitwirkung konstitutiver oder auch nur deklaratorisch-registrierender Art stattgefunden hat oder stattfinden könnte (BGH FamRZ 1990, 607/608; BGHZ 82, 34/41 f.; Keidel/Zimmermann FamFG 18. Auflage § 107 Rn. 13; Hau in Prütting/Helms FamFG 3. Auflage § 107 Rn. 26; Musielak/Borth FamFG 5. Auflage § 107 Rn. 2; Münchener Kommentar/Rauscher FamFG 3. Auflage § 107 Rn. 15 und 25 ff.; Dimmler FamRB 2015, 367).

    Eine Privatscheidung ist dem deutschen Recht fremd; insoweit hat die Bestimmung auch materiellen Gehalt (BGHZ 110, 267/276; BayObLG FamRZ 2003, 381/383).

  • BGH, 26.08.2020 - XII ZB 158/18

    Kollisionsrechtliche Behandlung einer im Wege der einseitigen Verstoßung nach

    b) Eine Privatscheidung unterliegt - unabhängig davon, ob sie auf einem einseitigen oder einem zweiseitigen Rechtsgeschäft beruht - dem Anerkennungsverfahren nach § 107 FamFG jedenfalls dann, wenn daran eine ausländische Behörde entsprechend den von ihr zu beachtenden Normen in irgendeiner Form, und sei es auch nur registrierend, mitgewirkt hat (vgl. Senatsbeschluss vom 28. November 2018 - XII ZB 217/17 - FamRZ 2019, 371 Rn. 15; vgl. zu Art. 7 § 1 Abs. 1 Satz 1 FamRÄndG: Senatsbeschlüsse BGHZ 110, 267, 270 = FamRZ 1990, 607, 608 und BGHZ 82, 34, 41 f. = FamRZ 1982, 44, 45).

    Vielmehr ist die Anerkennungsfähigkeit einer ausländischen Privatscheidung nach ständiger Rechtsprechung des Senats anhand der materiellen Voraussetzungen des kollisionsrechtlich berufenen Scheidungsrechts zu beurteilen (vgl. Senatsurteil vom 2. Februar 1994 - XII ZR 148/92 - FamRZ 1994, 434, 435 und Senatsbeschluss BGHZ 110, 267, 272 = FamRZ 1990, 607, 608).

    Bei Geltung deutschen Scheidungsstatuts ist eine im Ausland vollzogene rechtsgeschäftliche Scheidung nach ständiger Rechtsprechung des Senats deshalb unwirksam und nicht anerkennungsfähig (vgl. Senatsurteile BGHZ 176, 365 = FamRZ 2008, 1409 Rn. 37 und vom 2. Februar 1994 - XII ZR 148/92 - FamRZ 1994, 434; Senatsbeschluss BGHZ 110, 267, 277 f. = FamRZ 1990, 607, 610).

  • BGH, 28.05.2008 - XII ZR 61/06

    Rechtsnatur einer Scheidung nach mosaischem Recht; Anerkennung in der

    bb) Maßstab für die Anerkennung einer solchen ausländischen Privatscheidung sind daher nicht die prozessualen Anerkennungsvoraussetzungen, sondern Art. 17 EGBGB, da es nicht um die Anerkennung eines konstitutiven Hoheitsakts (hier: Statusentscheidung) geht, sondern um die Anerkennung eines privaten Rechtsgeschäfts (h.M.; Senatsbeschluss BGHZ 110, 267, 272; MünchKomm-BGB/Winkler von Mohrenfels BGB 4. Aufl. Art. 17 EGBGB Rdn. 354; Herfarth aaO S. 438; Henrich Internationales Scheidungsrecht 2. Aufl. Rdn. 27; Rauscher IPrax 2000, 391, 392).

    Bei Geltung deutschen Scheidungsstatuts ist eine im Ausland vollzogene rechtsgeschäftliche Scheidung stets unwirksam und nicht anerkennungsfähig (vgl. Senatsbeschluss BGHZ 110, 267, 277 m.w.N.; BayObLG FamRZ 1994, 1263, 1264; Erman/Hohloch aaO Art. 17 EGBGB Rdn. 81 m.w.N.).

  • OLG München, 02.06.2015 - 34 Wx 146/14

    Anerkennung einer Scharia-Scheidung in Syrien

    Eheauflösungen aufgrund einseitiger Akte mit anschließender urkundlicher Registrierung fallen nach überwiegender und vom Senat geteilter Ansicht (vgl. BGH FamRZ 1990, 607/608; BGHZ 82, 34/41 f.; Keidel/ Zimmermann FamFG 18. Aufl. § 107 Rn. 13) in den Anwendungsbereich der Vorschrift.

    Eine Privatscheidung ist dem deutschen Recht fremd; insoweit hat die Bestimmung auch materiellen Gehalt (BGHZ 110, 267/276; BayObLG FamRZ 2003, 381/383).

  • BGH, 02.02.1994 - XII ZR 148/92

    Ausländische Rechtshängigkeit eines Ehescheidungsantrages

    Auch die Auffassung des Berufungsgerichts, daß eine im Ausland vollzogene Privatscheidung nicht anerkennungsfähig ist, wenn für die Scheidung der Ehe (auch) deutsches Recht maßgebend ist, befindet sich in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Senats (Senatsbeschluß vom 21. Februar 1990 - XII ZB 203/87 - FamRZ 1990, 607 = BGHZ 110, 267).

    Ist daher die Scheidung nach israelischem Recht als Privatscheidung anzusehen, richtet sich ihre Anerkennung nicht nach § 328 ZPO, sondern nach den Normen des internationalen Privatrechts (Senatsbeschluß vom 21. Februar 1990 aaO S. 608 re.Sp. unten = BGHZ 110, aaO S. 272).

    Da dieses deutsches Recht ist (vgl. unten 3.) und nach deutschem Recht die Scheidung durch ein gerichtliches Urteil erfolgt, wäre im vorliegenden Fall eine von den Parteien vor dem Rabbinatsgericht durch Übergabe und Entgegennahme des Scheidebriefs vollzogene Scheidung nicht anerkennungsfähig (Senatsbeschluß vom 21. Februar 1990 aaO).

  • BayObLG, 12.09.2002 - 3Z BR 136/02

    Einverständliche Privatscheidung durch jordanisches Scharia-Gericht - Anerkennung

    Eine bloße deklaratorische Registrierung oder gerichtliche Beurkundung genügt (vgl. BayObLGZ 1998, 103/105; BGHZ 110, 267/270; jeweils m. w. N.; Zöller/Geimer ZPO 23. Aufl. § 328 Rn. 239).

    Die Wirksamkeit der Scheidung ist daher nach den materiellen Voraussetzungen des Rechts zu beurteilen, das nach den Regeln des internationalen Privatrechts auf ein solches Rechtsgeschäft anzuwenden ist (vgl. BGHZ 110, 267/272; BayObLGZ 1998, 103/106; OLG Frankfurt NJW 1990, 646; Palandt/Heldrich BGB 61. Aufl. Art. 17 EGBGB Rn. 35).

    a) Auf die Scheidung, deren Anerkennung beantragt worden ist, kommt nach den Anknüpfungsregeln des Art. 17 und Art. 14 EGBGB (vgl. Zöller/Geimer aaO; BGHZ 110, 267; BayObLG FamRZ 1994, 1263) deutsches Recht zur Anwendung.

    Deshalb kann eine im Ausland vorgenommene Privatscheidung bei deutschem Scheidungsstatut nicht als wirksam anerkannt werden (vgl. BGHZ 110, 267/276; BayObLG 1994, 1263/1264; OLG Braunschweig FamRZ 2001, 561).

    Fehlt es an diesem Erfordernis, scheidet eine Anerkennung aus (vgl. BGHZ 110, 267/277; BGH FamRZ 1994, 434; BayObLGZ 1981, 353; Zöller/Geimer § 328 Rn. 237).

  • BGH, 26.08.2020 - XII ZB 158/18 (Rechtssache

    Kollisionsrechtliche Behandlung einer im Wege der einseitigen Verstoßung nach

    b) Eine Privatscheidung unterliegt - unabhängig davon, ob sie auf einem einseitigen oder einem zweiseitigen Rechtsgeschäft beruht - dem Anerkennungsverfahren nach § 107 FamFG jedenfalls dann, wenn daran eine ausländische Behörde entsprechend den von ihr zu beachtenden Normen in irgendeiner Form, und sei es auch nur registrierend, mitgewirkt hat (vgl. Senatsbeschluss vom 28. November 2018 - XII ZB 217/17 - FamRZ 2019, 371 Rn. 15; vgl. zu Art. 7 § 1 Abs. 1 Satz 1 FamRÄndG: Senatsbeschlüsse BGHZ 110, 267, 270 = FamRZ 1990, 607, 608 und BGHZ 82, 34, 41 f. = FamRZ 1982, 44, 45).

    Vielmehr ist die Anerkennungsfähigkeit einer ausländischen Privatscheidung nach ständiger Rechtsprechung des Senats anhand der materiellen Voraussetzungen des kollisionsrechtlich berufenen Scheidungsrechts zu beurteilen (vgl. Senatsurteil vom 2. Februar 1994 - XII ZR 148/92 - FamRZ 1994, 434, 435 und Senatsbeschluss BGHZ 110, 267, 272 = FamRZ 1990, 607, 608).

    Bei Geltung deutschen Scheidungsstatuts ist eine im Ausland vollzogene rechtsgeschäftliche Scheidung nach ständiger Rechtsprechung des Senats deshalb unwirksam und nicht anerkennungsfähig (vgl. Senatsurteile BGHZ 176, 365 = FamRZ 2008, 1409 Rn. 37 und vom 2. Februar 1994 - XII ZR 148/92 - FamRZ 1994, 434; Senatsbeschluss BGHZ 110, 267, 277 f. = FamRZ 1990, 607, 610).

  • OLG Düsseldorf, 19.10.2015 - 13 VA 2/15

    Wirksamkeit einer im Ausland vollzogenen Privatscheidung

    Nach der BGH-Entscheidung vom 21.02.1990 (XII ZB 203/87; BGHZ 110. Band S. 267 ff.) ist eine im Ausland vollzogene Privatscheidung nicht anerkennungsfähig, wenn für die Scheidung der Ehe (auch) deutsches Recht anzuwenden ist.

    Eine bloß deklaratorische Registrierung oder gerichtliche Beurkundung genügt (BGHZ 82, 34, 41; 110, 267, 270; BayObLGZ 1981, 353, 355; BayObLG NJW-RR 1994, 771).

    Das deutsche Recht kennt nur eine gerichtliche Ehescheidung (BGHZ 110, 267, 272).

  • BayObLG, 07.04.1998 - 1Z BR 16/98

    Konkludente Rechtswahl des Ehewirkungsstatuts

    Eine bloß deklaratorische Registrierung oder gerichtliche Beurkundung genügt (ständige Rechtsprechung, vgl. BGHZ 82, 34/41; 110, 267/270; BayObLGZ 1981, 353/355 und BayObLG NJW-RR 1994, 771).

    Das deutsche Recht kennt nur eine gerichtliche Ehescheidung (BGHZ 110, 267/272; BayObLGZ 1982, 389/393 und BayObLG NJW-RR 1994, 771; Palandt/Heldrich BGB 57. Aufl. Art. 17 EGBGB Rn. 35).

  • OLG Düsseldorf, 28.08.2002 - 3 VA 3/02

    Voraussetzungen der Anerkennung einer libanesischen Privatscheidung;

  • OLG Frankfurt, 26.10.2004 - 4 WF 97/04

    Auskunftserzwingung im Versorgungsausgleichsverfahren marokkanischer

  • OLG Schleswig, 05.05.2008 - 12 VA 5/07

    Anerkennung der Ehescheidung durch eine norwegische Verwaltungsbehörde

  • KG, 01.12.2020 - 1 VA 1001/20

    Voraussetzungen der Anerkennung einer "Privatscheidung" im Ausland

  • KG, 19.03.2013 - 1 VA 12/12

    Anerkennung einer in Thailand registrierten Privatscheidung

  • KG, 03.01.2013 - 1 VA 9/12

    Anerkennung ägyptischen Scheidung: Voraussetzungen für eine schlüssige Wahl des

  • OLG München, 01.04.2015 - 34 Wx 15/13

    Keine Anerkennung bangladeschischer Privatscheidung nach deutschem Recht

  • OLG Stuttgart, 27.01.2009 - 17 UF 54/08

    Versorgungsausgleich: Berücksichtigungsfähigkeit von Anrechten aus einer

  • KG, 06.11.2001 - 1 VA 11/00

    Keine Anerkennung einer in Marokko ausgesprochenen Privatscheidung

  • OLG Hamburg, 25.10.2019 - 12 UF 220/17

    Islamische Hochzeit

  • KG, 03.11.2020 - 1 VA 1010/20
  • OLG Hamm, 27.01.1992 - 4 UF 170/91

    Änderung einer früheren (antragsabweisenden) Entscheidung zum

  • OLG Hamm, 09.01.1992 - 4 UF 123/90
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