Rechtsprechung
| BVerfG, 03.06.1959 - 1 BvR 150/59 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
GG Art. 103 Abs. 1; StPO § 308 Abs. 1
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör im Beschwerdeverfahren - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Beschwerdegericht - Beschwerdevorbringen - Beschwerdeentscheidung - Beschwerdegegner - Anspruch auf rechtliches Gehör
Verfahrensgang
- LG Ravensburg, 28.01.1959 - Qs 396/58
- BVerfG, 03.06.1959 - 1 BvR 150/59
Papierfundstellen
- BVerfGE 9, 303
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (5)
- BGH, 05.01.1954 - 1 StR 476/53
Grundsatz der Mündlichkeit und Unmittelbarkeit der Hauptverhandlung - Wiedergabe …
Auszug aus BVerfG, 03.06.1959 - 1 BvR 150/59
Dieser erhielt es erst nach der Beschlußfassung des Landgerichts und beantragte daraufhin Einstellung des Verfahrens wegen unheilbarer Mängel des Eröffnungsbeschlusses, welcher das rechtliche Gehör verletze und mit seiner eingehenden Würdigung des Sachverhalts gegen den Grundsatz der Mündlichkeit und Unmittelbarkeit der Hauptverhandlung verstoße (BGHSt 5, 261). - BVerfG, 25.10.1956 - 1 BvR 440/54
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör im Beschwerdeverfahren
Auszug aus BVerfG, 03.06.1959 - 1 BvR 150/59
Denn der Beschluß des Landgerichts muß jedenfalls deshalb aufgehoben werden, weil er - und zwar entscheidend - auf einem Sachverständigengutachten beruht, das dem Beschwerdeführer nicht mitgeteilt war; einer Entscheidung dürfen aber nur solche Tatsachen und Beweisergebnisse zugrunde gelegt werden, zu denen die Beteiligten sich äußern konnten (BVerfGE 6, 12; BVerfGE 7, 239; BVerfGE 7, 275). - BVerfG, 23.01.1958 - 1 BvR 271/57
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör
Auszug aus BVerfG, 03.06.1959 - 1 BvR 150/59
Denn der Beschluß des Landgerichts muß jedenfalls deshalb aufgehoben werden, weil er - und zwar entscheidend - auf einem Sachverständigengutachten beruht, das dem Beschwerdeführer nicht mitgeteilt war; einer Entscheidung dürfen aber nur solche Tatsachen und Beweisergebnisse zugrunde gelegt werden, zu denen die Beteiligten sich äußern konnten (BVerfGE 6, 12; BVerfGE 7, 239; BVerfGE 7, 275). - BVerfG, 13.02.1958 - 1 BvR 56/57
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör im strafrechtlichen …
Auszug aus BVerfG, 03.06.1959 - 1 BvR 150/59
Denn der Beschluß des Landgerichts muß jedenfalls deshalb aufgehoben werden, weil er - und zwar entscheidend - auf einem Sachverständigengutachten beruht, das dem Beschwerdeführer nicht mitgeteilt war; einer Entscheidung dürfen aber nur solche Tatsachen und Beweisergebnisse zugrunde gelegt werden, zu denen die Beteiligten sich äußern konnten (BVerfGE 6, 12; BVerfGE 7, 239; BVerfGE 7, 275). - BVerfG, 01.10.1957 - 1 BvR 92/57
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör im Beschwerdevrfahren
Auszug aus BVerfG, 03.06.1959 - 1 BvR 150/59
Die Verfassungsbeschwerde ist zulässig (BVerfGE 7, 109) und begründet.
- OLG Koblenz, 05.09.2007 - 12 U 514/07
Anhörungsrüge: Zulässigkeit eines im Umlaufverfahren erlassenen gerichtlichen …
Einer gerichtlichen Entscheidung dürfen - auch beim Freibeweis in einem Beschlussverfahren - nur solche Tatsachen und Beweisergebnisse zu Grunde gelegt werden, zu denen sich die Parteien äußern konnten (vgl. BVerfGE 6, 12, 14; 7, 275, 278; 9, 303, 304 f.; 13, 132, 145; 16, 283, 285; 17, 194, 196; 18, 147, 150; 18, 399, 404; 20, 281, 282; 24, 56, 61; 25, 40, 43; 26, 37, 40; 28, 378, 384; 29, 345, 347; 55, 95, 98; 57, 250, 274; 63, 45, 59; 67, 96, 99). - BGH, 22.03.1961 - IV ZB 308/60
Beschwerderecht eines Geisteskranken
Daher muß in der Regel jeder an einem gerichtlichen Verfahren Beteiligte, gleichgültig, ob die Verfahrensordnungen dies vorsehen, vor Erlaß einer seine Rechtsposition nachteilig beeinflussenden gerichtlichen Entscheidung gehört werden oder Gelegenheit zur Stellungnahme erhalten (vgl. BVerfGE 5, 22, 24 [BVerfG 25.05.1956 - 1 BvR 128/56]; 6, 12, 14 [BVerfG 25.10.1956 - 1 BvR 440/54]; 7, 239, 240 [BVerfG 23.01.1958 - 1 BvR 271/57]; 7, 275, 278, 279 [BVerfG 13.02.1958 - 1 BvR 56/57]; 9, 303, 304 [BVerfG 03.06.1959 - 1 BvR 150/59]; BGHZ 3, 215, 218) [BGH 10.10.1951 - II ZR 99/51]. - BGH, 01.12.1966 - KRB 1/66
Wettbewerbsrechtliche Zulässigkeit einer Vereinbarung zur Minderung bzw. …
Es ist einzuräumen, daß nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts Art. 103 Abs. 1 GG verletzt ist, wenn ein Gericht seiner Entscheidung Tatsachen und Beweisergebnisse zugrunde legt, zu denen sich die Beteiligten nicht vorher äußern konnten (BVerfGE 5, 22, 24 [BVerfG 25.05.1956 - 1 BvR 128/56] ; 6, 12, 14 [BVerfG 25.10.1956 - 1 BvR 440/54] ; 7, 239, 240 [BVerfG 23.01.1958 - 1 BvR 271/57] ; 7, 275, 278 [BVerfG 13.02.1958 - 1 BvR 56/57] ; 7, 340, 341 [BVerfG 27.03.1958 - 1 BvR 577/57] ; 8, 184, 185 [BVerfG 22.09.1958 - 1 BvR 268/58] ; 8, 208 [BVerfG 14.10.1958 - 1 BvR 510/52] ; 9, 303, 305 [BVerfG 03.06.1959 - 1 BvR 150/59] ; 10, 177, 182 [BVerfG 03.11.1959 - 1 BvR 13/59] ; 13, 132, 145 [BVerfG 03.10.1961 - 2 BvR 4/60] ; 16, 283, 285 [BVerfG 15.07.1963 - 2 BvR 6/63] ; 17, 86, 95 [BVerfG 24.07.1963 - 1 BvR 103/60] ; 17, 139, 143 [BVerfG 15.10.1963 - 2 BvR 563/62] ; 17, 194, 196 [BVerfG 10.12.1963 - 2 BvR 647/62] ; 18, 147, 150) [BVerfG 21.07.1964 - 2 BvR 223/64] . - BGH, 08.10.1975 - VIII ZR 114/74
Tilgung eines Darlehens durch Scheckeinlösungen - Fälligkeit einer …
Dieser Grundsatz verpflichtet das Gericht, seinen Entscheidungen nur solche Tatsachen und Beweisergebnisse zugrunde zu legen, zu denen Stellung zu nehmen den Prozeßbeteiligten Gelegenheit gegeben war (BVerfGE 9, 303/305). - BayObLG, 20.10.1960 - BReg. 1 Z 213/59
Konkludente Befreiung des Vorerben von der Verfügungsbeschränkung über ein …
Nach diesen Bestimmungen muß den Beteiligten Gelegenheit gegeben werden, sich vor einer ihnen ungünstigen Entscheidung zu dem dieser Entscheidung zugrunde liegenden Sachverhalt zu äußern (BayVerfGH in VGH n.F. 12 II 64/69; 11 II 190/194; 10 II 1/3; BVerfGE 7, 275/278; 9, 303 f.).
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