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Rechtsprechung
   BGH, 23.05.2002 - VII ZR 219/01   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2002,962
BGH, 23.05.2002 - VII ZR 219/01 (https://dejure.org/2002,962)
BGH, Entscheidung vom 23.05.2002 - VII ZR 219/01 (https://dejure.org/2002,962)
BGH, Entscheidung vom 23. Mai 2002 - VII ZR 219/01 (https://dejure.org/2002,962)
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Volltextveröffentlichungen (12)

  • Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
    Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen

  • lexetius.com

    BGB § 638 Abs. 1 Satz 1 a. F.

  • openjur.de
  • bundesgerichtshof.de PDF
  • Judicialis

    BGB § 638 Abs. 1 Satz 1 a.F.

  • IWW
  • Wolters Kluwer

    Revision - Bauunternehmer - Vertragsabweichung - Nicht erprobter Baustoff - Arglist - Treuwidrigkeit - Risikoaufklärung

  • grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)

    BGB § 638 Abs. 1 Satz 1 a. F.
    Schadensersatz wegen einer mangelhaften Vollwärmeisolierung; arglistig verschwiegener Mangel eines nicht erprobten Baustoffes

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 638 Abs. 1 S. 1 (a.F.)
    Arglist durch vertragswidrige Verwendung eines nicht erprobten Baustoffs

  • datenbank.nwb.de
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Haftung: Verschweigen der Verwendung eines unerprobten Baustoffs

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Verwendung neuer Baustoffe ohne Einverständnis des Bauherrn: 30-jährige Verjährung! (IBR 2002, 468)

Papierfundstellen

  • NJW 2002, 2776
  • MDR 2002, 1117
  • NZBau 2002, 503
  • WM 2002, 2254
  • DB 2002, 2716 (Ls.)
  • BauR 2002, 1295 (Ls.)
  • BauR 2002, 1401
  • ZfBR 2002, 680
 
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Wird zitiert von ... (25)Zitiert selbst (3)

  • BGH, 12.03.1992 - VII ZR 5/91

    Verjährung der werkvertraglichen Gewährleistungsansprüche bei arbeitsteiliger …

    Auszug aus BGH, 23.05.2002 - VII ZR 219/01
    aa) "Arglistig verschweigt", wer sich bewußt ist, daß ein bestimmter Umstand für die Entschließung seines Vertragspartners erheblich ist, nach Treu und Glauben diesen Umstand mitzuteilen verpflichtet ist und ihn trotzdem nicht offenbart (BGH, Urteile vom 20. Dezember 1973 - VII ZR 184/72, BGHZ 62, 63, 66 und vom 12. März 1992 - VII ZR 5/91, BGHZ 117, 318 f).
  • BGH, 20.12.1973 - VII ZR 184/72

    Zurechnung des arglistigen Verschweigens durch eine Hilfsperson

    Auszug aus BGH, 23.05.2002 - VII ZR 219/01
    aa) "Arglistig verschweigt", wer sich bewußt ist, daß ein bestimmter Umstand für die Entschließung seines Vertragspartners erheblich ist, nach Treu und Glauben diesen Umstand mitzuteilen verpflichtet ist und ihn trotzdem nicht offenbart (BGH, Urteile vom 20. Dezember 1973 - VII ZR 184/72, BGHZ 62, 63, 66 und vom 12. März 1992 - VII ZR 5/91, BGHZ 117, 318 f).
  • BGH, 05.12.1985 - VII ZR 5/85

    Mangel: Arglistiges Verschweigen

    Auszug aus BGH, 23.05.2002 - VII ZR 219/01
    bb) Es liegt auf der Hand, daß die vertragswidrige Verwendung eines neuen, noch nicht erprobten Baustoffes, der für das Gelingen des Werkes und für seine Lebensdauer von ausschlaggebender Bedeutung ist, für die Entschließung des Vertragspartners erheblich ist (vgl. BGH, Urteil vom 5. Dezember 1985 - VII ZR 5/85, BauR 1986, 215 f = ZfBR 1986, 69).
  • BGH, 25.10.2007 - VII ZR 205/06

    Umfang der werkvertraglichen Verpflichtung eines Bauträgers; Berechnung der …

    a) "Arglistig verschweigt", wer sich bewusst ist, dass ein bestimmter Umstand für die Entschließung seines Vertragspartners erheblich ist, nach Treu und Glauben diesen Umstand mitzuteilen verpflichtet ist und ihn nicht offenbart (BGH, Urteil vom 23. Mai 2002 - VII ZR 219/01, BauR 2002, 1401 = ZfBR 2002, 680 = NZBau 2002, 503).
  • OLG Zweibrücken, 27.09.2024 - 7 U 45/23

    Verkauf einer Immobilie: Veränderungen an der Statik sind dem Käufer mitzuteilen

    Bei einer Täuschung durch Verschweigen handelt vorsätzlich, wer eine offenlegungspflichtige Tatsache zumindest für möglich hält, gleichzeitig weiß oder damit rechnet und billigend in Kauf nimmt, dass der Vertragsgegner diesen Umstand nicht kennt und bei Offenlegung den Vertrag nicht oder nicht mit dem vereinbarten Inhalt geschlossen hätte (BGH NJW 2002, 2776; NJW 2007, 2041; NJW-RR 2008, 258, 259).
  • BGH, 08.03.2012 - VII ZR 116/10

    Bauvertrag: Arglistiges Verschweigen eines Gründungsmangels

    Dabei reicht es für die Kenntnis des Mangels aus, dass der Unternehmer die für den Mangel ursächliche, vertragswidrige Ausführung der Werkleistung erkannt hat (BGH, Urteil vom 23. Mai 2002 - VII ZR 219/01, BauR 2002, 1401 = NZBau 2002, 503 = ZfBR 2002, 680; vgl. auch BGH, Urteil vom 20. April 2004 - X ZR 141/01, BauR 2004, 1776 = NJW-RR 2004, 1350).

    Der Senat hat bereits entschieden (BGH, Urteil vom 23. Mai 2002 - VII ZR 219/01, aaO; vgl. auch BGH, Urteil vom 5. Dezember 1985 - VII ZR 5/85, BauR 1986, 215 = ZfBR 1986, 69), dass ein Bauunternehmer, der bewusst abweichend vom Vertrag einen nicht erprobten Baustoff verwendet, arglistig handelt, wenn er den Auftraggeber treuwidrig hierauf und auf das mit der Verwendung dieses Baustoffs verbundene Risiko nicht hinweist.

    Denn für die Annahme des arglistigen Verschweigens eines Mangels ist es nicht erforderlich, dass der Unternehmer bewusst die Folgen der vertragswidrigen Ausführung in Kauf genommen hat (BGH, Urteil vom 23. Mai 2002 - VII ZR 219/01, aaO).

  • OLG Köln, 31.10.2018 - 11 U 166/17

    Keine fiktiven Mängelbeseitigungskosten bei Durchgriffshaftung wegen Baumängeln!

    Verwendet der Unternehmer in bewusster Abweichung von der Vereinbarung einen neuen, nicht erprobten Baustoff, so genügt er seiner Mitteilungspflicht gegenüber dem Besteller nur dadurch, dass er ihn darauf und auf das mit der Verwendung dieses Baustoffes verbundene Risiko hinweist (BGH, Urt. v. 23.05.2002 - VII ZR 219/01 -, Rn. 15, juris;… Kniffka, aaO., Rn. 146).

    Indem sie die Klägerin über das Risiko der Verwendung nicht gütegeprüften Bettungsmaterials nicht aufklärte, handelte sie arglistig (BGH, Urt. v. 23.05.2002 - VII ZR 219/01 -, Rn. 15, juris;… Urt. v. 21.07.2017- V ZR 250/15-, NJW 2018, 389;… Kniffka in: ibr-online-Kommentar, Stand: 12.03.2018, § 634a BGB Rn. 61).

  • OLG Koblenz, 25.09.2023 - 13 U 1768/22

    Arglist bei Verwendung nicht erprobter Baustoffe oder -techniken?

    Allein die nicht offenbarte Verwendung nicht erprobter Baustoffe oder -techniken begründet noch keinen Arglisteinwand (Abgrenzung von BGH, IBR 2002, 468).

    Nichts anderes folgt aus dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 23.05.2002 (Az. VII ZR 219/01).

    Denn dort fußte der Arglistvorwurf darauf, dass der Bauunternehmer einen nicht erprobten Baustoff bewusst abweichend vom Vertrag verwendet und dies dem Auftraggeber verschwiegen hatte (vgl. BGH BauR 2002, 1401: vertraglich geschuldet war eine Vollwärmeisolierung nach der "Wulst-Punkt-Methode" mit Nylongitter, während tatsächlich für die Armierung in den Unterputz kein Gittergewebe eingelegt, sondern eine Faserspachtel verwendet wurde).

    a) Das gilt zunächst in Bezug auf das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 23.05.2002 (Az. VII ZR 219/01).

    Denn wie bereits im Hinweisbeschluss vom 12.07.2023 zu der auf die Revision gegen das Urteil des 7. Zivilsenats ergangenen Entscheidung des Bundesgerichtshofs zu Az. VII ZR 219/01 ausgeführt, war der Bauherr dort von einer vertraglich konkret vereinbarten Ausführungsform (Gittergewebe) abgewichen (verbaut hatte er ein damals nicht erprobtes " flüssiges Netz " aus Faserspachtel).

  • BGH, 05.08.2010 - VII ZR 46/09

    Architektenhaftung wegen mangelhafter Bauüberwachung: Offenbarungspflicht des …

    Es verlangt keine Schädigungsabsicht und keinen eigenen Vorteil (BGH, Urteil vom 23. Mai 2002 - VII ZR 219/01, BauR 2002, 1401 = NZBau 2002, 503 = ZfBR 2002, 680).
  • LG Berlin, 15.04.2014 - 14 O 171/13

    Ausführung entgegen der Herstellerrichtlinie: Verschwiegene Arglist?

    Für die Kenntnis des Mangels reicht es aus, dass der Unternehmer die für den Mangel ursächliche, vertragswidrige Ausführung der Werkleistung erkannt hat (BGH BauR 2002, 1401; vgl. auch BGH NJW-RR 2004, 1350; BGH, Urteil vom 08. März 2012 - VII ZR 116/10 -, ibr-online).

    So hat der Bundesgerichtshof Arglist bejaht, wenn ein Bauunternehmer bewusst abweichend vom Vertrag einen nicht erprobten Baustoff verwendet, er den Auftraggeber treuwidrig hierauf und auf das mit der Verwendung dieses Baustoffs verbundene Risiko jedoch nicht hinweist (BGH, Urteil vom 23. Mai 2002 - VII ZR 219/01 -, ibr-online) oder ohne hierüber aufzuklären entgegen der entsprechenden DIN Vorschrift von der Einholung eines Baugrundgutachtens Abstand genommen hat (BGH NJW 2012, 1653-1656).

  • OLG Düsseldorf, 28.09.2006 - 5 U 17/06

    Schadensersatz aus einem Bauträgervertrag wegen eines arglistigen Verschweigens; …

    Die Beklagte handelte auch arglistig im Sinne des § 638 Abs. 1 BGB a.F. "Arglistig verschweigt", wer sich bewusst ist, dass ein bestimmter Umstand für die Entschließung seines Vertragspartners erheblich ist, nach Treu und Glauben diesen Umstand mitzuteilen verpflichtet ist und ihn trotzdem nicht offenbart (vgl. BGH, Urteile vom 20. Dezember 1973 - VII ZR 184/72, BGHZ 62, 63, 66 und vom 12. März 1992 - VII ZR 5/91, BGHZ 117, 318 f; Urteil vom 23. Mai 2002 - VII ZR 219/01 - NJW 2002, 2776 = BauR 2002, 1401= IBR 2002, 468 mit Anmerkung Hänsel).

    Es verlangt keine Schädigungsabsicht und keinen eigenen Vorteil (vgl. BGH, Urteil vom 23. Mai 2002, a.a.O.).

  • OLG Koblenz, 12.07.2023 - 13 U 1768/22

    Arglist bei Verwendung nicht erprobter Baustoffe oder -techniken?

    Allein die nicht offenbarte Verwendung nicht erprobter Baustoffe oder -techniken begründet noch keinen Arglisteinwand (Abgrenzung von BGH, IBR 2002, 468).

    Nichts anderes folgt aus dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 23.05.2002 (Az. VII ZR 219/01).

    Denn dort fußte der Arglistvorwurf darauf, dass der Bauunternehmer einen nicht erprobten Baustoff bewusst abweichend vom Vertrag verwendet und dies dem Auftraggeber verschwiegen hatte (vgl. BGH BauR 2002, 1401: vertraglich geschuldet war eine Vollwärmeisolierung nach der "Wulst-Punkt-Methode" mit Nylongitter, während tatsächlich für die Armierung in den Unterputz kein Gittergewebe eingelegt, sondern eine Faserspachtel verwendet wurde).

  • OLG Köln, 13.04.2022 - 11 U 22/21

    Mängelbeseitigung bei Werkleistungen Mangelhaftigkeit von Bauleistungen …

    Für die Kenntnis kommt es dabei auf den Auftragnehmer selbst und auf die Personen an, derer er sich für die Durchführung der Abnahme bedient, regelmäßig also die Bauleiter, deren Wissen dem Auftragnehmer zugerechnet wird (vgl. BGH, NJW 2002, 2776; NJW-RR 2010, 1604; NJW 2012, 1653, 1655; NJW-RR 2014, 85 f.).
  • OLG Brandenburg, 02.03.2023 - 12 U 78/22

    Verjährungseintritt gemäß der VOB/B ; Ablauf der Gewährleistungsfrist bei …

  • OLG Bamberg, 11.08.2015 - 5 U 135/14

    Missverhältnis, Verkehrswert, Gegenleistung, Sittenwidrigkeit, Klägers, …

  • LG Bonn, 20.11.2012 - 18 O 169/12

    Wirksamer Gewährleistungsausschluss und Ausschluss der Garantie bei einem …

  • OLG Düsseldorf, 13.02.2007 - 21 U 109/06

    Zur Verjährung des Schadensersatzanspruchs gegen einen bereits verstorbenen …

  • OLG Düsseldorf, 22.09.2006 - 22 U 49/06

    Werkvertrag: Haftung über die 5-jährige Verjährungsfrist hinaus bei …

  • OLG Hamm, 21.05.2010 - 19 U 2/10

    Beginn der Verjährung von Gewährleistungsansprüchen bei Erstellung einer …

  • OLG Zweibrücken, 30.11.2020 - 8 U 85/17

    Keine generelle Aufklärungspflicht des Kfz-Verkäufers über "Reimport"

  • OLG Köln, 09.10.2014 - 7 U 27/14

    Bettungsmaterial gefährdet das Grundwasser: Auftragnehmer haftet auf …

  • OLG München, 25.01.2012 - 27 U 501/10

    Andere Konstruktion ausgeführt: Haftung noch 17 Jahre nach Abnahme!

  • OLG Saarbrücken, 20.06.2007 - 1 U 228/06

    Verlängerung der Architektenhaftung wegen Arglist

  • OLG Düsseldorf, 13.02.2007 - 21 U 117/06

    Anspruch auf Schadensersatz, hilfsweise Vorschuss wegen anscheinend mangelhafter …

  • OLG Köln, 30.08.2017 - 11 U 4/16

    Was ist "Splitt"?

  • OLG Köln, 26.01.2016 - 12 U 69/15
  • LG Hamburg, 25.02.2004 - 417 O 92/02

    Arglist: Haftung des Auftragnehmers für falsche Baustoffe

  • OLG Düsseldorf, 25.11.2003 - 23 U 217/02

    Voraussetzungen für eine 30-jährige Verjährungsfrist aus dem Gesichtspunkt der …

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