Rechtsprechung
| OVG Rheinland-Pfalz, 13.01.2004 - 7 A 10206/03.OVG |
Volltextveröffentlichungen (7)
- blutalkohol
, S. 367
Voraussetzungen für Fahruntüchtigkeit infolge Cannabiskonsums
- archive.org
Drogen - Zur konkreten Anwendung der Anlage 4 Nr.9.2.2 bei der Entziehung der Fahrerlaubnis - Minimum 1 ng/ml THC
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Straßenverkehrsrecht: Entziehung der Fahrerlaubnis nach Drogenkonsum, Cannabis
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (6)
- verkehrslexikon.de (Leitsatz und Auszüge)
Fahren unter Cannabiskonsum - Entziehung der Fahrerlaubnis
- verkehrslexikon.de (Rechtsprechungsübersicht)
Die Rechtsprechung in den verschiedenen Bundesländern zum Komplex Cannabis-Konsum und Fahrerlaubnis
- anwaltonline.com(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Kurzinformation)
Wann wurde unter Cannabiseinfluß gefahren?
- 123recht.net (Kurzinformation, 3.2.2004)
Cannabis am Steuer: Gefahr für den Führerschein // Konsum muss jedoch Auswirkungen auf die Sicherheit des Straßenverkehrs haben
- 123recht.net (Kurzinformation)
MPU und der "verkehrsrechtlich relevante" Einfluss von Cannabis Konsum
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Zum verkehrsrechtlich relevanten Cannabiseinfluss; Entziehung der Fahrerlaubnis; Führen von Kraftfahrzeugen unter Drogeneinfluss
Verfahrensgang
- VG Koblenz, 30.10.2002 - 9 K 1557/02
- OVG Rheinland-Pfalz, 13.01.2004 - 7 A 10206/03.OVG
Papierfundstellen
- DVBl 2004, 524 (Ls.)
Wird zitiert von ... (52) Zitiert selbst (1)
- BVerfG, 20.06.2002 - 1 BvR 2062/96
Verfassungsbeschwerden gegen die Entziehung einer Fahrerlaubnis wegen …
Auszug aus OVG Rheinland-Pfalz, 13.01.2004 - 7 A 10206/03
Dieses Ergebnis werde nicht durch die kürzlich ergangene Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (Beschluss vom 20. Juni 2002 - 1 BvR 2062/96 -, NJW 2002, 2378) in Zweifel gezogen.
- BVerfG, 21.12.2004 - 1 BvR 2652/03
Erfolgreiche Verfassungsbeschwerde gegen die Verurteilung wegen Führens eines …
In Übereinstimmung damit legen die Verwaltungsgerichte ihrer Rechtsprechung zum Fahrerlaubnisrecht ebenfalls den Grenzwert von 1 ng/ml zugrunde, bei dessen Vorliegen die Annahme eines zeitnahen Cannabiskonsums mit einer entsprechenden Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit gerechtfertigt sei (vgl. VG München, Beschluss vom 26. Mai 2004 - M 6a S 04.2632 - ;… Niedersächsisches OVG, NVwZ-RR 2003, S. 899 ; VGH Baden-Württemberg, VRS Bd. 107 , S. 234 ; siehe auch OVG Rheinland-Pfalz, DAR 2004, S. 413). - VGH Bayern, 09.05.2005 - 11 CS 04.2526
behauptete Wiedererlangung der Fahreignung während des Entziehungsverfahrens; …
Nach den im Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz vom 13. Januar 2004 (ZfS 2004, 188/189) wiedergegebenen Ausführungen des in jenem Verfahren gehörten Sachverständigen sind bei einer THC-Konzentration von 2, 0 ng/ml bereits bei ca. 50 % der Cannabiskonsumenten Beeinträchtigungen feststellbar, die negative Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit entfalten. - VGH Bayern, 25.01.2006 - 11 CS 05.1711
Entziehung der Fahrerlaubnis, gelegentlicher Cannabiskonsum, Trennen von Konsum …
Schließlich verweist das BVerfG in seinem Beschluss vom 21. Dezember 2004 noch auf den Beschluss des OVG Koblenz vom 13. Januar 2004 (Az. 7 A 10206/03, DAR 2004, 413).Die Gutachten von Prof. Dr. ******** und Prof. Dr. ******, die in die Entscheidung des BVerfG vom 20. Juni 2002 (…a.a.O.) eingeflossen sind, und das Gutachten von Prof. Dr. Dr. ***** im Verfahren vor dem OVG Koblenz (Az. 7 A 10206/03, a.a.O.) sprechen dafür, weiterhin eine signifikante Erhöhung des Risikos für die Verkehrssicherheit bei gelegentlichem Cannabiskonsum nicht schon ab einer THC-Konzentration von 1, 0 ng/ml anzunehmen.
Dr. Dr. ***** führt in seinem für das OVG Koblenz in dem Verfahren Az. 7 A 10206/03 (…a.a.O.) erstellten schriftlichen Gutachten aus, Grenzwerte, ab denen eine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit betroffener Kraftfahrzeugführer eintrete, könnten, anders als bei Alkohol, bei Drogen nicht angegeben werden.
- VGH Baden-Württemberg, 27.03.2006 - 10 S 2519/05
Entziehung der Fahrerlaubnis wegen Cannabis-Konsums; Trennungsvermögen; …
Denn nach wissenschaftlicher Erkenntnis ist THC im Blut des Konsumenten grundsätzlich lediglich 24 Stunden nachweisbar (vgl. der vom OVG Rh-Pf, Urt. v. 13.01.2004 - 7 A 10206/03 -, Rn. 23, DAR 2004, 413 f. angehörte Sachverständige). - VG Trier, 30.01.2017 - 1 K 2124/16
Fahrerlaubnisentziehung bei gelegentlichem Cannabiskonsum
Zumindest bei einer Verkehrsteilnahme mit einer THC-Konzentration im Blut von über 2ng/mL ist nach der Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz (…vgl. Beschlüsse vom 29. Januar 2010 - 10 B 11226/09.OVG - juris Rn. 12, und vom 7. Dezember 2007 - 10 B 11164/07.OVG - Urteil vom 13. Januar 2004 - 7 A 10206/03.OVG - DAR 2004, 413 = juris Rn. 24) unabhängig von konkreten Ausfallerscheinungen davon auszugehen, dass der Betroffene unter verkehrssicherheitsrelevantem Drogeneinfluss ein Fahrzeug geführt hat. - OVG Nordrhein-Westfalen, 09.07.2007 - 16 B 907/07
Drogenbedingte Fahruntüchtigkeit durch den Konsum von Cannabis (THC)
OVG NRW, Beschluss vom 15.1.2007 - 16 B 2429/06 - unter Bezugnahme auf die im Urteil des OVG Rh.-Pf., Urteil vom 13.1.2004 - 7 A 10206/03 -, VRS 106 (2004), 313 = DAR 2004, 413 = Blutalkohol 41 (2004), 293, zitierte Stellungnahme des Gutachters Prof. Dr. Urban.die im Urteil des OVG Rh.-Pf. vom 13.1.2004 - 7 A 10206/03 - und im Beschluss des Bay. VGH vom 25.1.2006 - 11 CS 05.1711 -, jeweils a.a.O., wiedergegebenen wissenschaftlichen Stellungnahmen,.
- OVG Nordrhein-Westfalen, 07.02.2006 - 16 B 1392/05
Straßenverkehrsrecht: Entziehung der Fahrerlaubnis, gelegentlicher …
Rn. 11 Dieser Befund wird ferner bestätigt durch die im Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz vom 13. Januar 2004 - 7 A 10206/03.OVG -, VRS 106, 313 = DAR 2004, 413, wiedergegebenen Ausführungen des in jenem Verfahren gehörten Sachverständigen. - OVG Nordrhein-Westfalen, 29.07.2009 - 16 B 895/09
Anordnung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens bei wiederholten …
Während überwiegend bereits bei einer Fahrt mit einem Wert von 1, 0 ng/ml THC im Blutserum ein signifikant erhöhtes Risiko für die Verkehrssicherheit mit der Folge eines Verstoßes gegen das Trennungsgebot angenommen wird, vgl. Nds. OVG, Beschluss vom 11.7.2003 - 12 ME 287/03 -, NVwZ-RR 2003, 899 = DAR 2003, 480 = juris (…Rn. 7); OVG Rh.-Pf., Urteil vom 13.1.2004 - 7 A 10206/03 -, VRS 106 (2004), 313 = DAR 2004, 413 = juris (…Rn. 25) - das Gericht verlangt aber darüber hinaus die Feststellung konkreter Ausfallerscheinungen - Thür. - OVG Hamburg, 23.06.2005 - 3 Bs 87/05
Entziehung der Fahrerlaubnis wegen der Weigerung der Beibringung eines …
Einige Verwaltungsgerichte verwenden dementsprechend den Wert von 1 ng/ml als Grenzwert, bei dessen Vorliegen die Annahme eines zeitnahen Cannabiskonsums mit einer entsprechenden Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit gerechtfertigt sei (OVG Koblenz, Urt. v. 13.1.2004, VRS 106 (2004), 313, in juris Rdnr. 25;… OVG Lüneburg, Beschl. v. 11.7.2003, a.a.O.). - OVG Berlin-Brandenburg, 16.06.2009 - 1 S 17.09
Fahrerlaubnis; fehlendes Trennungsvermögen bei Cannabiskonsum
Dies gilt insbesondere im Hinblick darauf, dass der Betroffene den Zeitpunkt, zu dem die THC-Konzentration in seinem Blut einen bestimmten Wert unterschreitet, nicht zu bestimmen vermag, weil nach dem derzeitigen Erkenntnisstand eine exakte Rückrechnung des THC-Wirkstoffgehalts nicht möglich ist (vgl. hierzu VGH Mannheim…, Beschluss vom 27. März 2006 - 10 S 2519/05 -, juris Rn. 7 m.w.N.; von fehlendem Trennungsvermögen bei einer THC-Konzentration von mehr als 1 ng/ml gehen ebenfalls aus: OVG Lüneburg…, Beschluss vom 11. Juli 2003 - 12 ME 287/03 -, juris Rn. 7; OVG Weimar…, Beschluss vom 11. Mai 2004 -2 EO 190/04-, juris Rn. 33; OVG Hamburg…, Beschluss vom 15. Dezember 2005 -3 Bs 214/05-, juris Rn. 20; OVG Schleswig…, Beschluss vom 6. Juli 2007 - 4 MB 46/07 - juris Rn. 2; OVG Koblenz, Beschluss vom 13. Januar 2004 - 7 A 10206/03.OVG -, juris Rn. 25, das allerdings zusätzlich cannabisbedingte Beeinträchtigungen verlangt; a.A. VGH München…, Beschluss vom 25. Januar 2006 - 11 CS 05.1711 -, juris Rn. 38, 45, der bei einer THC-Konzentration zwischen 1 und 2 ng/ml lediglich durch Gutachten zu klärende Eignungsbedenken annimmt; wohl auch OVG Greifswald…, Beschluss vom 19. Dezember 2006 - 1 M 142/06 -, juris Rn. 18; offen gelassen von OVG Bremen…, Beschluss vom 14. August 2007 - 1 B 302/07 - juris Rn. 8). - OLG Köln, 30.06.2005 - 8 Ss OWi 103/05
Fahruntüchtigkeit bei Führen eines Kraftfahrzeugs unter Einwirkung von Cannabis
- OVG Nordrhein-Westfalen, 04.01.2012 - 16 A 2075/11
Fahrungeeignetheit wegen Cannabiskonsums aufgrund fehlender Bereitschaft zum …
- OVG Thüringen, 06.09.2012 - 2 EO 37/11
Fehlendes Trennungsvermögen nach Cannabiskonsum
- VGH Bayern, 11.11.2004 - 11 CS 04.2348
Cannabiskonsum - Fahrtauglichkeit
- VGH Bayern, 21.02.2005 - 11 CS 04.3526
- OVG Saarland, 03.05.2007 - 1 B 23/07
Entziehung der Fahrerlaubnis bei Cannabiskonsum im Zusammenhang mit dem Führen …
- VGH Bayern, 23.01.2007 - 11 CS 06.2228
Straßenverkehrsrecht: Entziehung der Fahrerlaubnis nach gelegentlichem …
- VG Mainz, 20.01.2016 - 3 K 509/15
Fahrerlaubnis; Cannabiskonsum; polizeilicher Einsatzbericht; Serumswert
- VG Saarlouis, 16.07.2010 - 10 K 36/10
Entziehung der Fahrerlaubnis wegen Cannabiskonsum - Zeitdauer des geänderten …
- VGH Bayern, 05.04.2006 - 11 CS 05.2853
Beschwerde gegen die Anordnung zur Erstellung eines medizinisch psychologischen …
- VG Minden, 18.01.2012 - 9 L 712/11
Rechtmäßigkeit einer Entziehung der Fahrerlaubnis; Berücksichtigung einer …
- VG Berlin, 09.02.2018 - 4 K 80.17
Entziehung der Fahrerlaubnis bei gelegentlichem Konsument von Cannabis und …
- OVG Saarland, 01.06.2006 - 1 W 26/06
Gelegentlicher Cannabiskonsum und Kraftfahreignung; sofortige Entziehung der …
- OVG Rheinland-Pfalz, 01.03.2018 - 10 B 10060/18
Nichteignung zum Führen von KFZ bei einer Fahrt nach gelegentlichem …
- VGH Bayern, 27.07.2005 - 11 CS 05.801
Verpflichtung zur "gestuften" Durchführung des Begutachtungsverfahrens nach …
- VG Neustadt, 13.02.2015 - 3 L 110/15
Autofahrt nach Cannabiskonsum mit einer THC-Konzentration von 1 ng/mL …
- OVG Schleswig-Holstein, 17.02.2009 - 4 LB 6/08
Entziehung der Fahrerlaubnis bei gelegentlichem Cannabiskonsum; Fahren unter 1,0 …
- VG Gelsenkirchen, 25.05.2010 - 9 K 3406/09
Zur Entziehung der Fahrerlaubnis bei Cannabiskonsum und zur Berechnung des …
- VGH Bayern, 09.10.2006 - 11 CS 05.2819
Verlust der Fahreignung wegen Verstoßes gegen das "Trennungsgebot" bei einem …
- VG Gelsenkirchen, 20.06.2012 - 9 L 592/12
THC-Konzentration im Blut lässt Rückschlüsse auf Häufigkeit von Cannabis-Konsum …
- OVG Schleswig-Holstein, 06.07.2007 - 4 MB 46/07
Voraussetzungen einer MPU-Auflage - Cannabiskonsum
- VG Augsburg, 25.05.2005 - Au 3 S 05.413
Auch bei einem THC-COOH-Wert von 31 ng/ml ist ein Rückschluss auf regelmäßigen …
- VG Neustadt, 03.09.2012 - 3 K 331/12
Bei Cannabiskonsum MPU auch bezüglich des Führens von erlaubnisfreien …
- VG Stuttgart, 29.11.2005 - 3 K 2989/05
Fahreignung im Zusammenhang mit Cannabiskonsum bei einer Konzentration von 1 …
- VG Mainz, 07.06.2010 - 3 L 655/10
Fahrerlaubnisrecht - Cannabiskonsum, Rebound-Effekt
- VGH Bayern, 30.05.2005 - 11 CS 04.1767
- VG Bayreuth, 29.09.2009 - B 1 K 09.418
Entziehung der Fahrerlaubnis; gelegentlicher Cannabiskonsum; THC-Konzentration …
- VG Saarlouis, 30.05.2008 - 10 L 304/08
Entziehung der Fahrerlaubnis; Cannabiskonsum
- OVG Nordrhein-Westfalen, 26.10.2005 - 16 B 682/05
Cannabiskonsum
- VG Düsseldorf, 04.11.2009 - 6 K 1704/09
Entziehung der Fahrerlaubnis wegen des Konsums von Betäubungsmitteln vor dem …
- VGH Bayern, 09.01.2006 - 11 CS 05.2785
Straßenverkehrsrecht: Entziehung der Fahrerlaubnis nach gelegentlichem …
- VG Saarlouis, 06.03.2009 - 10 L 80/09
Entziehung der Fahrerlaubnis wegen Cannabis-Konsum
- VG Augsburg, 21.05.2008 - Au 3 S 08.514
Entzug der Fahrerlaubnis; Ungeeignetheit; gelegentlicher Cannabiskonsum; …
- VG Saarlouis, 16.01.2007 - 10 L 71/07
Sofortige Entziehung der Fahrerlaubnis wegen Cannabiskonsums.
- VG Aachen, 28.05.2010 - 3 L 98/10
Geeignetheit zum Führen von Kraftfahrzeugen im Straßenverkehr trotz einer …
- VG Saarlouis, 24.02.2009 - 10 K 724/09
Entziehung der Fahrerlaubnis; gelegentlicher Cannabiskonsum; …
- VG Mainz, 23.06.2008 - 7 L 558/08
Entziehung der Fahrerlaubnis bei Führen eines Fahrzeugs unter Cannabiseinfluss …
- VG Saarlouis, 20.02.2007 - 10 L 157/07
Rechtmäßigkeit der Entziehung der Fahrerlaubnis wegen gelegentlichen …
- VG Sigmaringen, 30.09.2005 - 9 K 394/04
Entziehung der Fahrerlaubnis wegen Drogenkonsum
- VG Neustadt, 03.01.2007 - 3 L 1900/06
Gelegentlicher Cannabiskonsum - Fahrtauglichkeit
- VG Neustadt, 24.08.2005 - 3 L 1279/05
- OVG Rheinland-Pfalz, 09.02.2004 - 7 B 12082/03
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Rechtsprechung
| VGH Hessen, 31.10.2003 - 11 N 2952/00 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- openjur.de
- Justiz Hessen
Art 297 StGBEG, § 47 Abs 2 S 1 VwGO
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- hessen.de (Pressemitteilung)
Sperrgebietsverordnung für Darmstadt rechtmäßig
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Besprechungen u.ä.
- Alpmann Schmidt | RÜ(Abo oder Einzelheftbestellung) (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)
Polizei- und Ordnungsrecht - Klage gegen Toleranzzone in Sperrgebietsverordnung
Verfahrensgang
- VGH Hessen, 14.10.2003 - 11 N 2952/00
- VGH Hessen, 31.10.2003 - 11 N 2952/00
Papierfundstellen
- ESVGH 54, 103
- NVwZ-RR 2004, 470
- DVBl 2004, 524 (Ls.)
Wird zitiert von ... (16) Zitiert selbst (5)
- VGH Hessen, 19.02.1990 - 11 N 2596/87
1. Normzweck des StGBEG Art 297 - Sperrgebietsausweisung darf nicht zur …
Auszug aus VGH Hessen, 31.10.2003 - 11 N 2952/00
Für die Gültigkeit der Verordnung genügt es, dass ein Bezug auf die gesetzliche Zweckbestimmung erkennbar vorliegt und dass die Norm geeignet erscheint, dem mit der Ermächtigung verfolgten Zweck zu dienen (vgl. HessVGH vom 19. Februar 1990 - 11 N 2596/87 -, NVwZ-RR 1990, 472; vom 8. Dezember 1992 - 11 N 2041/91 -, NVwZ-RR 1993, 294 [295] m.w.N.).Das kann nach den Umständen des Einzelfalls auch für die Annahme gelten, dass der Schutzzweck der Verordnung im Blick auf die Struktur des Gemeindegebiets nicht anders als mit einer weiträumigen Verbotszone erreicht werden kann (vgl. HessVGH, a.a.O., NVwZ-RR 1990, 472 f.).
- OVG Niedersachsen, 24.10.2002 - 11 KN 4073/01
Berufsausübungsfreiheit; Festlegung; Kasernierung; Prostitution; Sperrbezirk; …
Auszug aus VGH Hessen, 31.10.2003 - 11 N 2952/00
Nach inzwischen allgemeiner Meinung sind Sperrgebietsverordnungen der vorliegenden Art Normen des öffentlichen Rechts und nicht dem materiellen Strafrecht zuzuordnen (vgl. zuletzt Nds.OVG vom 24. Oktober 2002 - 11 KN 4073/01 -, NdsVBl. 2003, 154 [155] m.w.N.). - VerfGH Bayern, 16.11.1982 - 26-VII-80
Auszug aus VGH Hessen, 31.10.2003 - 11 N 2952/00
Rn. 32 a) Die Sperrgebietsverordnung ist auf der Grundlage des Art. 297 EGStGB, der mit höherrangigem Recht vereinbar ist (vgl. BayVerfGH vom 16. November 1982 - Vf. 26 VII/80 u.a. -, NJW 1983, 2188;… Nds.OVG, a.a.O., NdsVBl. 2003, 155 f. m.w.N.), formell ordnungsgemäß zustande gekommen. - VGH Hessen, 08.12.1992 - 11 N 2041/91
Normenkontrolle einer Sperrgebietsverordnung; Bindungswirkung einer …
Auszug aus VGH Hessen, 31.10.2003 - 11 N 2952/00
Für die Gültigkeit der Verordnung genügt es, dass ein Bezug auf die gesetzliche Zweckbestimmung erkennbar vorliegt und dass die Norm geeignet erscheint, dem mit der Ermächtigung verfolgten Zweck zu dienen (vgl. HessVGH vom 19. Februar 1990 - 11 N 2596/87 -, NVwZ-RR 1990, 472; vom 8. Dezember 1992 - 11 N 2041/91 -, NVwZ-RR 1993, 294 [295] m.w.N.). - VGH Hessen, 31.10.2003 - 11 N 424/01
Sperrgebietsverordnung für Darmstadt rechtmäßig
Auszug aus VGH Hessen, 31.10.2003 - 11 N 2952/00
Rn. 25 Das vorliegende Verfahren ist mit der unter dem Az. 11 N 424/01 geführten Normenkontrollsache zur gemeinsamen Verhandlung verbunden worden (§ 93 VwGO).
- BVerfG, 28.04.2009 - 1 BvR 224/07
Ermächtigungsgrundlage für Sperrbezirksverordnungen verfassungsrechtlich …
Vielmehr haben diese - auch schon vor Erlass des Prostitutionsgesetzes - den unbestimmten Rechtsbegriff des öffentlichen Anstandes dahingehend konkretisiert, dass der Erlass einer Sperrbezirksverordnung zum Schutze des öffentlichen Anstandes gerechtfertigt sein kann, wenn die Eigenart des betroffenen Gebietes durch eine besondere Schutzbedürftigkeit und Sensibilität, z.B. als Gebiet mit hohem Wohnanteil sowie Schulen, Kindergärten, Kirchen und sozialen Einrichtungen gekennzeichnet ist (vgl. Hessischer VGH…, Beschluss vom 19. Februar 1990 - 11 N 2596/87 -, NVwZ-RR 1990, S. 472; Urteil vom 31. Oktober 2003 - 11 N 2952/00 -, NVwZ-RR 2004, S. 470 ; Niedersächsisches OVG…, Urteil vom 24. Oktober 2002 - 11 KN 4073/01 -, juris, Rn. 45 ff.) und wenn eine nach außen in Erscheinung tretende Ausübung der Prostitution typischerweise damit verbundene Belästigungen Unbeteiligter und "milieubedingte Unruhe", wie zum Beispiel das Werben von Freiern und anstößiges Verhalten gegenüber Passantinnen und Anwohnerinnen, befürchten lässt (vgl. VGH Baden-Württemberg…, Urteil vom 16. August 1978 - I 2576/77 -, DÖV 1978, S. 848 ;… Urteil vom 15. Dezember 2008, a.a.O. Rn. 72 m.w.N.; Hessischer VGH…, Beschluss vom 19. Februar 1990, a.a.O., S. 472). - VGH Baden-Württemberg, 23.03.2016 - 1 S 410/14
Normenkontrolle einer Sperrgebietsverordnung
Maßgebend für die Beurteilung der Sach- und Rechtslage sind dabei grundsätzlich die Verhältnisse im Zeitpunkt der Bekanntgabe der Verordnung (vgl. HessVGH, Beschl. v. 19.02.1990 - 11 N 2596/87 -, NVwZ-RR 1990, 472, und Urt. v. 31.10.2003 - 11 N 2952/00 -, NVwZ-RR 2004, 470;… NdsOVG, Urt. v. 24.10.2002, a.a.O.).Dabei ist unschädlich, dass sich der Erlass der Verordnung insoweit auch als eine Reaktion auf Anliegerbeschwerden darstellt (vgl. HessVGH, Urt. v. 31.10.2003, a.a.O.).
Angesichts dessen ist die Einschätzung des Regierungspräsidiums, dass mit weiteren Ansiedlungen des Prostitutionsgewerbes in diesem Gebiet eine verstärkte Gefährdung der Belange des Jugendschutzes verbunden wäre, die nunmehr ein verordnungsrechtliches Verbot der Prostitutionsausübung erforderlich macht, nicht zu beanstanden (…vgl. HessVGH, Beschl. v. 19.02.1990, a.a.O., und Urt. v. 31.10.2003, a.a.O.).
Der Erlass einer Sperrgebietsverordnung darf nämlich nicht in Umkehrung des Normzweckes zu relevanten Beeinträchtigungen von Belangen des Jugendschutzes und des öffentlichen Anstandes bei Teilen der Wohnbevölkerung führen, die bisher von solchen Beeinträchtigungen nicht berührt waren (…vgl. Senat, Urt. v. 15.12.2008, a.a.O.;… HessVGH, Beschl. v. 19.02.1990, a.a.O., und Urt. v. 31.10.2003, a.a.O.;… NdsOVG, Urt. v. 24.10.2002, a.a.O.).
Der Ermächtigungsgrundlage des Art. 297 EGStGB ist kein Anhalt dafür zu entnehmen, dass Gewerbegebiete unter dem Gesichtspunkt der Wahrung des Jugendschutzes oder des öffentlichen Anstands von vornherein als schutzbedürftige Gebiete ausfallen (HessVGH, Urt. v. 31.10.2003, a.a.O.).
- BVerwG, 18.04.2013 - 5 CN 1.12
Antragsbefugnis; abstrakte Normenkontrolle; Eigentumsgarantie und …
Rn. 14 Das Auslegungsergebnis steht im Einklang mit der Rechtsprechung der Oberverwaltungsgerichte, die im Rahmen des § 47 Abs. 1 Nr. 2 VwGO die Möglichkeit einer rein inzidenten Prüfung als ausreichend angesehen und insbesondere Normenkontrollanträge gegen Sperrbezirksverordnungen zugelassen haben, auch wenn den Sperrbezirksverordnungen selbst keine Ermächtigungsnorm zu entnehmen ist und die damit verbundenen Verbote auf der Grundlage von Befugnisnormen des allgemeinen Polizeirechts durchgesetzt werden (vgl. VGH Kassel, Urteil vom 31. Oktober 2003 - 11 N 2952/00 - NVwZ-RR 2004, 470; OVG Lüneburg, Urteil vom 24. Oktober 2002 - 11 KN 4073/01 - NdsVBl 2003, 154; OVG Bautzen, Beschluss vom 15. Dezember 1998 - 3 S 428/94 -, SächsVBl 1999, 159; VGH Mannheim, Urteil vom 16. August 1978 - I 2576/77 - DÖV 1978, 848).
- OVG Niedersachsen, 31.01.2024 - 11 KN 284/21
Normenkontrollantrag auf Feststellung bzw. Erklärung der Unwirksamkeit der …
Die Vorschrift verlangt insoweit nur, dass der Verordnungsgeber zum Zwecke des Schutzes der Jugend oder des öffentlichen Anstands tätig geworden sein muss (vgl. HessVGH, Urt. v. 31.10.2003 - 11 N 2952/00 - juris Rn. 37).Allein der Umstand, dass sich der Erlass der Verordnung auch als Reaktion auf Anwohnerbeschwerden darstellt, ist jedoch unschädlich, sofern der erforderliche Bezug der Sperrbezirksverordnung zu den Normzwecken des Art. 297 Abs. 1 EGStGB gegeben ist (vgl. HessVGH, Urt. v. 31.10.2003 - 11 N 2952/00 - juris Rn. 38;… VGH BW, Urt. v. 15.12.2008 - 1 S 2256/07 - juris Rn. 72).
Der Verordnungsgeber kann nach jahrelanger gegenteiliger Einschätzung eine Veränderung der tatsächlichen Situation in besagtem Gebiet annehmen, die nunmehr zum Schutze der Jugend und des öffentlichen Anstands ein verordnungsrechtliches Verbot der Straßenprostitution erforderlich macht (HessVGH, Urt. v. 31.10.2003 - 11 N 2952/00 - juris Rn. 38).
Das erfordert eine der Ausweisung vorangehende, von nachvollziehbaren Erwägungen getragene positive Einschätzung eines Gefährdungspotentials, derzufolge das ordnungsrechtliche Verbot der betreffenden Prostitutionsausübung zum Schutze der Jugend oder des öffentlichen Anstandes notwendig erscheint (HessVGH, Urt. v. 31.10.2003 - 11 N 2952/00 - juris Rn. 46).
Denn der Ermächtigungsgrundlage des Art. 297 EGStGB ist kein Anhalt dafür zu entnehmen, dass Gewerbegebiete unter dem Gesichtspunkt der Wahrung des Schutzes der Jugend oder des öffentlichen Anstands von vornherein als schutzbedürftige Gebiete ausfallen (HessVGH, Urt. v. 31.10.2003 - 11 N 2952/00 - juris Rn. 40;… VGH BW, Urt. v. 23.3.2016 - 1 S 410/14 - juris Rn. 79).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 11.08.2015 - 5 A 1188/13
Verbot der Straßenprostitution in Dortmund rechtmäßig
Rn. 57 Vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Dezember 2014 - 6 C 28.13 -, GewArch 2015, 258 = juris, Rn. 9 ff. Siehe auch VGH Bad.-Württ., Urteil vom 15. Dezember 2008 - 1 S 2256/07 -, VBlBW 2009, 220 = juris, Rn. 71; OVG Rh.-Pf., Beschluss vom 13. März 2006 - 8 A 11599/05 -, DÖV 2006, 519 = juris, Rn. 23, 25, Urteil vom 10. Oktober 2005 - 12 C 11236/05 -, GewArch 2006, 262 = juris, Rn. 16, Urteil vom 17. Juli 2002 - 8 A 10692/02 -, DÖV 2003, 36 = juris, Rn. 29; Hess. VGH, Urteil vom 31. Oktober 2003 - 11 N 2952/00 -, NVwZ-RR 2004, 470 = juris, Rn. 34, Beschluss vom 19. Februar 1990 - 11 N 2596/87 -, NVwZ-RR 1990, 472 = juris, Rn. 70.Rn. 87 Vgl. Hess. VGH, Urteil vom 31. Oktober 2003 - 11 N 2952/00 -, NVwZ-RR 2004, 470 = juris, Rn. 40.
Rn. 98 siehe aber auch Hess. VGH, Urteil vom 31. Oktober 2003 - 11 N 2952/00 -, NVwZ-RR 2004, 407 = juris, Rn. 40,.
Rn. 106 Vgl. Hess. VGH, Urteil vom 31. Oktober 2003 - 11 N 2952/00 -, NVwZ-RR 2004, 407 = juris, Rn. 45.
- VGH Baden-Württemberg, 15.12.2008 - 1 S 2256/07
Normenkontrolle einer Sperrgebietsverordnung
Dem ist durch die Angabe in der Verordnung in ausreichendem Maß Genüge getan (so auch HessVGH, Beschluss vom 19.02.1990 - 11 N 2596/87 -, NVwZ-RR 1990, 472 ; Urteil vom 31.10.2003 - 11 N 2952/00 -, ESVGH 54, 103 , juris Rz. 1, 32).Die gerichtliche Kontrolle ist vielmehr auf die Nachprüfung beschränkt, ob die Abwägungen und Wertungen des Verordnungsgebers sachlich vertretbar sind und mit verfassungsrechtlichen Vorgaben in Einklang stehen (vgl. zur zurückgenommenen Prüfungsdichte zuletzt HessVGH, Urteil vom 31.10.2003 - 11 N 2952/00 -, ESVGH 54, 103 ; Nds. OVG, Urteil vom 24.10.2002 - 11 KN 4073/01 -, NordÖR 2003, 26 , jeweils m.w.N.).
Es ist auch nicht zu befürchten, dass der Erlass der Sperrgebietsverordnung in Umkehrung des Normzwecks zu relevanten Beeinträchtigungen von Belangen des Jugendschutzes und des öffentlichen Anstandes bei Teilen der Wohnbevölkerung führt, die bisher von solchen Belästigungen nicht berührt waren (vgl. HessVGH, Urteil vom 31.10.2003 - 11 N 2952/00 -, ESVGH 54, 103 ).
- VGH Hessen, 31.01.2013 - 8 A 1245/12
Kein Verbot öffentlich nicht wahrnehmbarer Wohnungsprostitution
Vielmehr haben diese - auch schon vor Erlass des Prostitutionsgesetzes - den unbestimmten Rechtsbegriff des öffentlichen Anstandes dahingehend konkretisiert, dass der Erlass einer Sperrbezirksverordnung zum Schutze des öffentlichen Anstandes gerechtfertigt sein kann, wenn die Eigenart des betroffenen Gebietes durch eine besondere Schutzbedürftigkeit und Sensibilität, z.B. als Gebiet mit hohem Wohnanteil sowie Schulen, Kindergärten, Kirchen und sozialen Einrichtungen gekennzeichnet ist (vgl. Hessischer VGH…, Beschluss vom 19. Februar 1990 - 11 N 2596/87 -, NVwZ-RR 1990, S. 472; Urteil vom 31. Oktober 2003 - 11 N 2952/00 -, NVwZ-RR 2004, S. 470 ; Niedersächsisches OVG…, Urteil vom 24. Oktober 2002 - 11 KN 4073/01 -, juris, Rn. 45 ff.) und wenn eine nach außen in Erscheinung tretende Ausübung der Prostitution typischerweise damit verbundene Belästigungen Unbeteiligter und 'milieubedingte Unruhe', wie zum Beispiel das Werben von Freiern und anstößiges Verhalten gegenüber Passantinnen und Anwohnerinnen, befürchten lässt (vgl. VGH Baden-Württemberg…, Urteil vom 16. August 1978 - I 2576/77 -, DÖV 1978, S. 848 ;… Urteil vom 15. Dezember 2008, a.a.O. Rn. 72 m.w.N.; Hessischer VGH…, Beschluss vom 19. Februar 1990, a.a.O., S. 472).". - BVerwG, 17.12.2014 - 6 C 28.13
Keine Einschränkung der Ermächtigung zum Erlass einer Sperrgebietsverordnung …
Rn. 13 Demgemäß kann der Erlass einer Sperrgebietsverordnung zum Schutze des öffentlichen Anstands gerechtfertigt sein, wenn die Eigenart des betroffenen Gebietes durch eine besondere Schutzbedürftigkeit und Sensibilität, z.B. als Gebiet mit hohem Wohnanteil sowie Schulen, Kindergärten, Kirchen und sozialen Einrichtungen gekennzeichnet ist und wenn eine nach außen in Erscheinung tretende Ausübung der Prostitution typischerweise damit verbundene Belästigungen Unbeteiligter und "milieubedingte Unruhe", wie zum Beispiel das Werben von Freiern und anstößiges Verhalten gegenüber Passantinnen und Anwohnerinnen, befürchten lässt (VGH Kassel, Urteil vom 31. Oktober 2003 - 11 N 2952/00 - NVwZ-RR 2004, 470 ; VGH Mannheim, Urteil vom 15. Dezember 2008 - 1 S 2256/07 - VBlBW 2009, 220). - OVG Saarland, 30.06.2020 - 2 C 252/19
Normenkontrollantrag des Betreibers eines sog. "Laufhauses" gegen die Festlegung …
Rn. 32 Nach dem zuvor Gesagten ist der Erlass einer Sperrgebietsverordnung auf der Grundlage des Art. 297 EGStGB[vgl. dazu etwa Wohlfarth, LKRZ 2014, 393, 397, wonach die aus dem Jahre 170 stammende, 2000 nur unwesentlich veränderte Regelung im Art. 297 EGStGB, Bestimmungen aus dem Zeitgeist der Jahre 1927 und 1933 fortführt (§ 361 RGStGB)][vgl. dazu etwa Wohlfarth, LKRZ 2014, 393, 397, wonach die aus dem Jahre 170 stammende, 2000 nur unwesentlich veränderte Regelung im Art. 297 EGStGB, Bestimmungen aus dem Zeitgeist der Jahre 1927 und 1933 fortführt (§ 361 RGStGB)] daher nur gerechtfertigt, wenn die Eigenart des betroffenen Gebietes, in dem die Prostitution untersagt werden soll, durch eine besondere Schutzbedürftigkeit, etwa als Bereich mit hohem Wohnanteil sowie als Standort von Schulen, Kindergärten, Kirchen und sozialen Einrichtungen, gekennzeichnet ist und wenn eine nach außen in Erscheinung tretende Ausübung der Prostitution typischerweise damit verbundene Belästigungen Unbeteiligter und eine "milieubedingte Unruhe", wie zum Beispiel das Werben von Freiern und "anstößiges Verhalten" befürchten lässt.[vgl. VGH Kassel, Urteil vom 31. Oktober 2003 - 11 N 2952/00 - NVwZ-RR 2004, 470; VGH Mannheim, Urteil vom 15. Dezember 2008 - 1 S 2256/07 - VBlBW 2009, 220)][vgl. VGH Kassel, Urteil vom 31. Oktober 2003 - 11 N 2952/00 - NVwZ-RR 2004, 470; VGH Mannheim, Urteil vom 15. Dezember 2008 - 1 S 2256/07 - VBlBW 2009, 220)] Das kann hier nach den vorgelegten Unterlagen nicht für alle in der angegriffenen Verordnung erfassten Bereiche, insbesondere auch nicht für das unmittelbare Umfeld des Betriebs des Antragstellers in einer Seitenstraße am Saarbrücker Hauptbahnhof nicht angenommen werden. - OVG Saarland, 30.06.2020 - 2 C 360/19
Normenkontrollklage gegen Festlegung von Sperrbezirken (Art. 297 EGStGB)
Sie dient vielmehr der lokalen Steuerung der Prostitutionsausübung aus ordnungsrechtlichen Gründen.[vgl. BVerfG, Beschluss vom 28.4.2009 - 1 BvR 224/07 -, NVwZ 2009, 905][vgl. BVerfG, Beschluss vom 28.4.2009 - 1 BvR 224/07 -, NVwZ 2009, 905] Vor dem Hintergrund ist auch der unbestimmte Rechtsbegriff des öffentlichen Anstands dahingehend zu konkretisieren, dass der Erlass einer Sperrbezirksverordnung zu dessen Schutz gerechtfertigt sein kann, wenn die jeweilige Eigenart des betroffenen Gebietes durch eine besondere Schutzbedürftigkeit und Sensibilität etwa als Bereich mit hohem Wohnanteil sowie mit Schulen, Kindergärten, Kirchen und sozialen Einrichtungen gekennzeichnet ist und wenn eine nach außen in Erscheinung tretende Ausübung der Prostitution eine typischerweise damit verbundene Belästigung Unbeteiligter und "milieubedingte Unruhe", wie z.B. das Werben von Freiern und anstößiges Verhalten gegenüber Passantinnen und Anwohnerinnen, befürchten lässt.[vgl. dazu auch BVerfG, Beschluss vom 28.4.2009 - 1 BvR 224/07 - NVwZ 2009, 905 mit einer entsprechenden Zusammenfassung der einschlägigen obergerichtlichen Rechtsprechung, vgl. VGH Kassel, Urteil vom 31.10.2003 - 11 M 2952/00 - NVwZ-RR 2004, 470; VGH Mannheim, Urteil vom 15.12.2008 - 1 S 2256/07 .VBKBW 2009, 220][vgl. dazu auch BVerfG, Beschluss vom 28.4.2009 - 1 BvR 224/07 - NVwZ 2009, 905 mit einer entsprechenden Zusammenfassung der einschlägigen obergerichtlichen Rechtsprechung, vgl. VGH Kassel, Urteil vom 31.10.2003 - 11 M 2952/00 - NVwZ-RR 2004, 470; VGH Mannheim, Urteil vom 15.12.2008 - 1 S 2256/07 .
- OVG Berlin-Brandenburg, 08.01.2021 - 6 B 9.20
Kalkulation von Elternbeiträgen für kommunale Kindertageseinrichtung
- OVG Rheinland-Pfalz, 22.06.2016 - 7 C 11054/15
Straßenprostitution in Koblenz: Sperrgebietsverordnung rechtmäßig
- OVG Saarland, 30.06.2020 - 2 C 70/20
Normenkontrollklage gegen Festlegung von Sperrbezirken (Art. 297 EGStGB)
- VGH Bayern, 23.03.2015 - 15 ZB 13.2246
Berufungszulassung (abgelehnt); Baugenehmigung für Nutzungsänderung eines …
- VG Gelsenkirchen, 21.03.2013 - 16 K 2082/11
Straßenprostitution; Straßenstrich; Prostitution; Sperrbezirk; …
- VG Köln, 07.10.2010 - 20 L 1264/10
Kein einstweiliger Rechtsschutz gegen Sperrbezirksverordnung
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Rechtsprechung
| OVG Sachsen-Anhalt, 16.09.2003 - 1 L 90/03 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Judicialis
StVZO § 31a
- rechtsportal.de
StVZO § 31a
Fahrtenbuch, Firmenwagen, Betriebsplan, Fahrzeugführer, Ermittlungen, Polizei, Zumutbarkeit, Zwei-Wochen-Frist, Kausalität - juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Voraussetzungen für die Auferlegung eines Fahrtenbuchs gegenüber dem Inhaber einer Firma als Fahrzeughalter wegen Zuwiderhandlung gegen Verkehrsvorschriften durch Mitarbeiter
Verfahrensgang
- VG Magdeburg, 18.10.2002 - 1 A 301/02
- OVG Sachsen-Anhalt, 16.09.2003 - 1 L 90/03
Papierfundstellen
- NVwZ-RR 2004, 104 (Ls.)
- DVBl 2004, 524 (Ls.)
- DÖV 2004, 309
Wird zitiert von ... (14) Zitiert selbst (4)
- BVerwG, 25.06.1987 - 7 B 139.87
Fahrtenbuchauflage - Verspätete Anhörung
Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 16.09.2003 - 1 L 90/03
Eine Unmöglichkeit der Feststellung eines Fahrzeugführers ist nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG, U. v. 17.12.1982 - 7 C 3.80 -, Buchholz 442.16 § 31 a StVZO Nr. 12; B. v. 25.6.1987 - 7 B 139.87 -, Buchholz 442.16 § 31 a StVZO Nr. 17) zwar erst dann anzunehmen, wenn die Behörde nach den Umständen des Einzelfalls nicht in der Lage war, den Täter zu ermitteln, obwohl sie alle angemessenen und zumutbaren Maßnahmen ergriffen hat. - BVerwG, 17.12.1982 - 7 C 3.80
Unmöglich - Feststellung - Kraftfahrzeugführer - Geschwindigkeitsüberschreitung - …
Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 16.09.2003 - 1 L 90/03
Eine Unmöglichkeit der Feststellung eines Fahrzeugführers ist nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG, U. v. 17.12.1982 - 7 C 3.80 -, Buchholz 442.16 § 31 a StVZO Nr. 12; B. v. 25.6.1987 - 7 B 139.87 -, Buchholz 442.16 § 31 a StVZO Nr. 17) zwar erst dann anzunehmen, wenn die Behörde nach den Umständen des Einzelfalls nicht in der Lage war, den Täter zu ermitteln, obwohl sie alle angemessenen und zumutbaren Maßnahmen ergriffen hat. - OVG Nordrhein-Westfalen, 31.03.1995 - 25 A 2798/93
Meßergebnisse; Standardisiertes Verfahren; Fahrtenbuch; …
Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 16.09.2003 - 1 L 90/03
Da der Klägerin ohnehin nicht bekannt war, welcher Fahrer den Verkehrstoß begangen hat, ist ihre Rechtsverteidigung als Fahrzeughalterin durch die verzögerte Anhörung nicht beeinträchtigt worden, so dass die Nichteinhaltung der in der Rechtssprechung des Bundesverwaltungsgerichts entwickelten Zwei-Wochen-Frist schon deshalb unschädlich ist (vgl. OVG Münster, U. v. 31.3.1995 - 25 A 2798/93 - NJW 1995, 3336). - VGH Baden-Württemberg, 16.04.1999 - 10 S 114/99
Fahrtenbuchauflage - Fahrerfeststellung bei Firmenfahrzeug
Auszug aus OVG Sachsen-Anhalt, 16.09.2003 - 1 L 90/03
Es fällt vielmehr in die Sphäre der Betriebsleitung, von vornherein organisatorische Vorkehrungen zu treffen, damit festgestellt werden kann, welche Person zu einem bestimmten Zeitpunkt ein bestimmtes Geschäftsfahrzeug benutzt hat (vgl. VGH Mannheim, U. v. 16.4.1999 - 10 S 114/99 -, NZV 1999, 396).
- VG Düsseldorf, 28.11.2013 - 6 K 8846/12
Fahrtenbuch Mietwagen Vorführfahrzeug Mietfahrzeug Autohaus
Rn. 37 Vgl. Urteil der Kammer vom 12. Mai 2011 - 6 K 4345/10 - Gerichtsbescheid vom 25. Juni 2012- 6 K 6286/11 -, juris; OVG NRW, Beschluss vom 11. Oktober 2007 - 8 B 1042/07 -, NZV 2008, 52 (…= juris Rdn. 6); vgl. auch OVG Berl.-Br., Beschluss vom 30. Juni 2010 - 1 N 42.10 -, juris Rdnr. 6, 8 (= NJW 2010, 2743); OVG LSA, Beschluss vom 16. September 2003 - 1 L 90/03 -, juris Rdnr. 4 (= DVBl. 2004, 524); Bay.VGH, Beschluss vom 13. Februar 2007 - 11 CS 06.3395 -, juris Rdnr. 22.Rn. 48 Gleichfalls ablehnend: OVG Berl.-Br., Beschluss vom 30. Juni 2010 - 1 N 42.10 -, juris Rdnr. 6, 8 (= NJW 2010, 2743); OVG LSA, Beschluss vom 16. September 2003 - 1 L 90/03 -, juris Rdnr. 4 (= DVBl. 2004, 524); Bay.VGH, Beschluss vom 13. Februar 2007 - 11 CS 06.3395 -, juris Rdnr. 22.
- OVG Bremen, 12.01.2006 - 1 A 236/05
Firmenfahrzeug; Fahrtenbuchauflage, wenn sich Fahrzeugführer nach …
Denn es kann nicht Aufgabe der Behörde sein, innerbetriebliche Vorgänge aufzuspüren, denen die Geschäftsleitung weitaus näher steht (…OVG Münster, Urt. v. 31.03.1995 - 25 A 2798/93 - NJW 1995, S. 3335;… VGH Mannheim, Urt. v. 16.04.1999 - 10 S 114/99 - VRS 97, S. 389; OVG Magdeburg, B. v. 1609.2003 - 1 L 90/03 - juris). - OVG Niedersachsen, 12.12.2007 - 12 LA 267/07
Anordnung zum Führen eines Fahrtenbuchs bei Überlassung eines Fahrzeugs an einen …
In der Rechtsprechung - auch des Senats - (vgl. z. B. Beschlüsse des Senats v. 30.11.2000 - 12 M 4036/00 -, v. 26.1.2001 - 12 MA 524/01 -, v. 18.11.2004 - 12 ME 450/04 -, v. 9.12.2004 - 12 ME 490/04 -, v. 9.11.2006 - 12 LA 341/06 - , v. 6.12.2006 - 12 LA 54/06 -, v. 15.08.2007 - 12 LA 236/07 - weiterhin OVG Sachsen-Anhalt, Beschl. v. 16.9.2003 - 1 L 90/03 -, DVBl. 2004, 309; OVG Bremen, Beschl. 12.1.2006 - 1 A 236/05 -, VD 2006, 245; Bay. VGH, Beschl. v. 13.2.2007 - 11 CS 06.3395 -, juris) ist für Firmenfahrzeuge anerkannt, dass es Sache der Leitung eines Betriebes ist, die notwendigen organisatorischen Vorkehrungen dafür zu treffen, dass festgestellt werden kann, welche Personen zu einem bestimmten Zeitpunkt ein bestimmtes Firmenfahrzeug benutzt haben.
- VG Braunschweig, 15.02.2017 - 6 A 10/16
Ersatzfahrzeug; Fahrtenbuch; Geschäftsfahrzeug; Mitwirkungsverweigerung
Es liegt in der Sphäre der Betriebsleitung, von vornherein organisatorische Vorkehrungen zu treffen, damit festgestellt werden kann, welche Person zu einem bestimmten Zeitpunkt ein bestimmtes Geschäftsfahrzeug benutzt hat (OVG Sachsen-Anhalt, B. v. 16.09.2003 - 1 L 90/03 -, juris Rn. 4;… VG Braunschweig, a. a. O.).Organisatorische Defizite in der Sphäre des Fahrzeughalters gehen daher zu seinen Lasten (vgl. OVG Sachsen-Anhalt, B. v. 16.09.2003 - 1 L 90/03 -, juris Rn. 4;… VG Braunschweig, U. v. 06.01.2012 - 6 A 142/07 - und v. 31.05.2011 - 6 A 162/10 -, juris Rn. 22).
- OVG Sachsen-Anhalt, 26.02.2024 - 3 M 23/24
Straßenverkehrsrecht: Fahrtenbuchauflage; Unmöglichkeit der Feststellung des …
Kann die Geschäftsleitung den Fahrzeugführer nicht benennen, sind weitere Ermittlungen der Behörde zur Ermittlung des Fahrzeugführers nicht zumutbar (vgl. VGH BW…, Urteil vom 16. April 1999 - 10 S 114/99 - juris Rn. 22; OVG LSA, Beschluss vom 16. September 2003 - 1 L 90/03 - juris Rn. 4 OVG NRW…, Beschluss vom 10. September 2019 - 8 B 774/19 - a.a.O. Rn. 5).". - VG Halle, 07.01.2020 - 1 B 23/20
Fahrtenbuchauflage mangels möglicher Feststellung des Fahrzeugführers
Erfolgen daraufhin keine weiteren Angaben seitens des Halters zu der Person, die im fraglichen Zeitpunkt das Firmenfahrzeug geführt hat, kann die Geschäftsleitung den Fahrzeugführer nicht benennen oder bestreitet die von ihr benannte Person, das Fahrzeug geführt zu haben, ist es der Behörde regelmäßig nicht mehr zuzumuten, noch weitere zeitraubende Ermittlungen zu betreiben (vgl. OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 16. September 2003 - 1 L 90/03 -, OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 13. November 2013 - 8 A 632/13 -, juris). - VG Düsseldorf, 25.06.2012 - 6 K 6286/11
Dienstfahrzeug Mitwirkung Fahrer Verschulden Unaufklärbarkeit Dienstfahrzeug …
Rn. 31 Gleichfalls ablehnend: OVG B-B, Beschluss vom 30. Juni 2010 - 1 N 42.10 -, juris Rdnr. 6, 8 (= NJW 2010, 2743); OVG LSA, Beschluss vom 16. September 2003 - 1 L 90/03 -, juris Rdnr. 4 (= DVBl. 2004, 524); BayVGH, Beschluss vom 13. Februar 2007 - 11 CS 06.3395 -, juris Rdnr. 22. - VG Braunschweig, 31.05.2011 - 6 A 162/10
Autovermietung; Fahrtenbuchauflage; Mitwirkungsverweigerung
Es liegt in der Sphäre der Betriebsleitung, von vornherein organisatorische Vorkehrungen zu treffen, damit festgestellt werden kann, welche Person zu einem bestimmten Zeitpunkt ein bestimmtes Geschäftsfahrzeug benutzt hat (OVG Sachsen - Anhalt, B. v. 16.09.2003 - 1 L 90/03 -, juris Rn. 4). - VGH Bayern, 18.03.2008 - 11 CS 07.2210
Fahrtenbuchauflage; Unmöglichkeit der Fahrerermittlung
Auch die Frage, ob die für Kaufleute im handelsrechtlichen Sinn entwickelte und durch den Senat auf Wirtschaftsbetriebe allgemein ausgedehnte Rechtsprechung zur Dokumentation (vgl. OVG Münster vom 31.3.1995 NJW 1995, 3335; VGH Mannheim vom 16.4.1999 VRS 97, 389; OVG Magdeburg vom 16.9.2003 Az. 1 L 90/03; OVG Bremen vom 12.1.2006, VD 2006, 245 und BayVGH vom 12.11.2007 Az. 11 CS 07.1802) auf in Partnerschaften organisierte Angehörige freier Berufe (die Partnerschaft ist nach § 7 PartGG eine der OHG angenäherte Rechtspersönlichkeit und selbst Trägerin von Rechten und Pflichten) übertragen werden kann, braucht deshalb hier nicht entschieden werden. - VG Leipzig, 11.01.2013 - 1 K 1/12
Anordnung einer Fahrtenbuchauflage aufgrund der Unmöglichkeit der Feststellung …
Es fällt vielmehr in die Sphäre der Betriebsleitung, von vornherein organisatorische Vorkehrungen zu treffen, damit festgestellt werden kann, welche Person zu einem bestimmten Zeitpunkt ein bestimmtes Geschäftsfahrzeug genutzt hat (vgl. OVG Bremen, Beschl. v. 12.1.2006 - 1 A 236/05 - OVG Sachsen-Anhalt, Beschl. v. 16.9.2003 - 1 L 90/03 -, [...] ). - VG Bayreuth, 17.07.2014 - B 1 S 14.412
Fahrtenbuchauflage
- VG Bayreuth, 08.11.2012 - B 1 K 11.557
Fahrtenbuchauflage; Geschwindigkeitsüberschreitung um 31 km/h außerorts; …
- VG Berlin, 25.01.2012 - 11 K 441.11
Rechtsschutz gegen Anordnung einer Fahrtenbuchauflage
- VG Würzburg, 13.12.2012 - W 6 S 12.990
Fahrtenbuchauflage; Firmenfahrzeug; Benennung des Fahrers erst nach Eintritt der …
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Rechtsprechung
| OVG Thüringen, 11.11.2003 - 2 EO 682/03 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Judicialis
VwGO § 80 Abs. 5; ; StVG § 4 Abs. 3 S. 1 Nr. 1; ; StVG § 4 Abs. 3 S. 1 Nr. 2; ; StVG § 4 Abs. 3 S. 1 Nr. 3; ; StVG § 4 Abs. 5 S. 1; ; StVG § 4 Abs. 5 S. 2
- rechtsportal.de
Recht der Fahrerlaubnisse - Punktsystem; Entziehung der Fahrerlaubnis; mehrfaches Erreichen der Punktestände
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
- verkehrslexikon.de (Leitsatz und Auszüge)
§ 4 StVG
Überschreiten der Punktestände - anwaltonline.com (Kurzinformation)
Punktestand von oben erreicht...
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Rechtmäßigkeit einer Entziehung der Fahrerlaubnis; Voraussetzungen einer Reduzierung des Punktestandes; Rechtmäßigkeit der Anordnung eines Aufbauseminars; Wiederholte Überschreitung der Punktestände des Straßenverkehrsgesetzes (StVG)
Besprechungen u.ä.
Verfahrensgang
- VG Meiningen, 30.05.2003 - 2 E 398/03
- OVG Thüringen, 11.11.2003 - 2 EO 682/03
Papierfundstellen
- NJ 2004, 330
- DVBl 2004, 524 (Ls.)
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (5)
- OVG Nordrhein-Westfalen, 21.03.2003 - 19 B 337/03
Punktestand eines Fahrerlaubnisinhabers zwischen 14 und 17 Punkten
Auszug aus OVG Thüringen, 11.11.2003 - 2 EO 682/03
Werden die in § 4 Abs. 3 Satz 1 Nrn. 1 bis 3 StVG geregelten Punktestände zum wiederholten Male erreicht oder überschritten, sind die dann jeweils vorgesehenen Maßnahmen (Punktsystem) erneut zu ergreifen (im Anschluss an das OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 21. März 2003 - 19 B 337/03 -).Der Senat teilt die vom Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen unter Hinweis auf den Wortlaut von § 4 Abs. 3 und Abs. 6 StVG sowie unter Berücksichtigung des Sinns und Zwecks des Punktsystems vertretene Auffassung, dass - und insoweit trifft die Auffassung des Antragstellers zu -die in § 4 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 3 StVG genannten Maßnahmen auch dann (erneut) zu ergreifen sind, wenn sich die in diesen Vorschriften genannten Punktestände zum wiederholten Male ergeben haben (vgl. hierzu im Einzelnen: OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 21. März 2003 -19 B 337/03 -, NVwZ-RR 2003, 681; andere Ansicht für den Fall des Unterlassens behördlicher Maßnahmen: OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 18. Juli 2003 - 7 B 10921/03 OVG -, ZfS 2003, 523).
- OVG Rheinland-Pfalz, 18.07.2003 - 7 B 10921/03
Verringerung des Punktestandes nach dem straßenverkehrsrechtlichen Punktesystem …
Auszug aus OVG Thüringen, 11.11.2003 - 2 EO 682/03
Der Senat teilt die vom Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen unter Hinweis auf den Wortlaut von § 4 Abs. 3 und Abs. 6 StVG sowie unter Berücksichtigung des Sinns und Zwecks des Punktsystems vertretene Auffassung, dass - und insoweit trifft die Auffassung des Antragstellers zu -die in § 4 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 3 StVG genannten Maßnahmen auch dann (erneut) zu ergreifen sind, wenn sich die in diesen Vorschriften genannten Punktestände zum wiederholten Male ergeben haben (vgl. hierzu im Einzelnen: OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 21. März 2003 -19 B 337/03 -, NVwZ-RR 2003, 681; andere Ansicht für den Fall des Unterlassens behördlicher Maßnahmen: OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 18. Juli 2003 - 7 B 10921/03 OVG -, ZfS 2003, 523). - OVG Hamburg, 25.11.1999 - 3 Bs 393/99
Streit über die Rechtmäßigkeit der Entziehung der Fahrerlaubnis; Notwendigkeit …
Auszug aus OVG Thüringen, 11.11.2003 - 2 EO 682/03
Soweit der Antragsteller in diesem Zusammenhang auf die im Ergebnis anders lautende verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung aus den Jahren 1999 und 2000 verweist (vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 25. November 1999 - 3 Bs 393/99 - NJW 2000, 1353; VG Regensburg, Beschluss vom 5. Oktober 1999 - RN 9 S 99.2031 - DAR 2000, 137), verkennt er, dass sie zu einer anderen Gesetzeslage erging. - OVG Nordrhein-Westfalen, 25.06.2001 - 19 B 527/01
Rechtmäßigkeitsvoraussetzungen der Entziehung der Fahrerlaubnis als zu …
- VG Regensburg, 05.10.1999 - RN 9 S 99.2031
Auszug aus OVG Thüringen, 11.11.2003 - 2 EO 682/03
Soweit der Antragsteller in diesem Zusammenhang auf die im Ergebnis anders lautende verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung aus den Jahren 1999 und 2000 verweist (vgl. OVG Hamburg, Beschluss vom 25. November 1999 - 3 Bs 393/99 - NJW 2000, 1353; VG Regensburg, Beschluss vom 5. Oktober 1999 - RN 9 S 99.2031 - DAR 2000, 137), verkennt er, dass sie zu einer anderen Gesetzeslage erging.
- OVG Mecklenburg-Vorpommern, 21.06.2006 - 1 M 10/06
Ergreifen einer vorgesehenen Maßnahme nach dem Punktesystem
Zwar wird in Rechtsprechung und Literatur zutreffend überwiegend davon ausgegangen, dass zunächst die jeweils vorgesehene Maßnahme - erneut - zu ergreifen ist, wenn der Betroffene wiederholt den in § 4 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 oder 2 StVG genannten Punktestand infolge zwischenzeitlicher Reduzierung aufgrund Tilgung und erneuten Anstiegs erreicht (vgl. VGH München, Beschl. v. 14.12.2005 - 11 CS 05.1677 -, DAR 2006, 169 - zitiert nach juris; OVG Münster, Beschl. v. 21.03.2003 - 19 B 337/03 -, DAR 2003, 433 - zitiert nach juris; OVG Weimar, Beschl. v. 11.11.2003 - 2 EO 682/03 -, NJ 2004, 330; OVG Frankfurt/Oder, Beschl. v. 16.07.2003 - 4 B 145/03 -, DAR 2004, 46, 48;… Jagow, in: Janiszewski/Jagow/Burmann, Straßenverkehrsrecht, 19. Aufl., § 4 StVG Rn. 4b;… Bode/Winkler, Fahrerlaubnis, 4. Aufl., § 11 Rn. 92;… unklar Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 38. Aufl., § 4 StVG Rn. 13; a.A. OVG Koblenz, Beschl. v. 18.07.2003 - 7 B 10921/03 -, DAR 2003, 576; dem vom Antragsgegner vorgelegten Beschluss des VG Potsdam vom 16.09.2002 kann jedenfalls explizit nichts Gegenteiliges entnommen werden).Dieser Fall ist aber nicht gegeben, wenn die untere Grenze nicht erneut überschritten wird, sondern sich der Punktestand aufgrund einer weiteren Eintragung nur innerhalb der betreffenden Eingriffsstufe erhöht (vgl. OVG Münster, Beschl. v. 11.12.2003 - 19 B 2526/03 -, DAR 2004, 286 - zitiert nach juris; OVG Weimar, Beschl. v. 11.11.2003 - 2 EO 682/03 -, NJ 2004, 330; Müller, Kommentar zum Beschl. des OVG Weimar, NJ 2004, 331;… Hentschel, Straßenverkehrsrecht, § 4 StVG Rn. 13).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 08.04.2014 - 16 B 207/14
Verwarnung als Maßnahme vor Entziehung der Fahrerlaubnis bei Ungeeignetheit zum …
OVG, Beschluss vom 11. November 2003 - 2 EO 682/03 -, juris, Rn. 46 (= VRS 106 [2004], 315); Sächs. OVG, Beschluss vom 15. August 2006 - 3 BS 241/05 -, juris, Rn. 4 (= NJW 2007, 168); Nds. OVG, Beschluss vom 20. März 2008 - 12 ME 414/07 -, juris, Rn. 15 a.E.; OVG Rh.-Pf., Beschluss vom 15. April 2008 - 10 B 10206/08 -, juris, Rn. 4, 7 (= NJW 2008, 3158); VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 7. Dezember 2010 - 10 S 2053/10 -, juris, Rn. 15 (= NJW 2011, 2311); Dauer, in: Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 42. Aufl. 2013, § 4 StVG Rn. 40 m.w.N. - OVG Rheinland-Pfalz, 15.04.2008 - 10 B 10206/08
Fahrerlaubnisentziehung - Maßnahmesystem - Reduzierung des Punktestandes - …
Dabei geht der Senat in Übereinstimmung mit dem Oberverwaltungsgericht Thüringen (vgl. z.B. Beschluss vom 11. November 2003, ThürVBl 2004, 161) und dem Oberverwaltungsgericht Sachsen (vgl. z.B. Beschluss vom 15. August 2006, NJW 2007, 168; so wohl auch Oberverwaltungsgericht Mecklenburg-Vorpommern, vgl. z.B. Beschluss vom 21. Juni 2006 - 1 M 10/06 -, Juris) davon aus, dass die Maßnahmen gemäß § 4 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 StVG nicht erneut ergriffen werden müssen, wenn die betreffenden Punktestände durch einen Punkteabbau aufgrund Tilgung oder "Punkterabatt" gemäß § 4 Abs. 4 StVG "von oben" erreicht werden.
- OVG Nordrhein-Westfalen, 27.12.2005 - 16 B 1430/05
Regelung über die erweiterte Ablaufhemmung von Tilgungsfristen
OVG , Beschluss vom 11.11.2003 - 2 EO 682/03 -, VRS 2004, 315; Hentschel, Straßenverkehrsrecht, Kommentar, 38. Aufl., § 4 StVG Rn. 13. - OVG Niedersachsen, 20.03.2008 - 12 ME 414/07
Vorläufiger Rechtsschutz gegen die sofortige Vollziehbarkeit der Entziehung einer …
Ergeben sich die Punktestände der jeweiligen Eingriffsstufen zum wiederholten Mal, sind die Maßnahmen jeweils auch erneut zu ergreifen (vgl. Thüringer OVG, Beschluss v. 11.11.2003 - 2 EO 682/03 -, VRS 106, 315; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 9.2.2007 - 16 B 2174/06 -, NJW 2007, 1768;… Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 39. Aufl., § 4 StVG Rdnr. 13, Jagow, in: Janiszewski/Jagow/Burmann, Straßenverkehrsrecht, 19. Aufl., § 4 StVG Rdnr. 4 b; Haus, zfs 2003, 523). - OVG Nordrhein-Westfalen, 03.12.2013 - 16 B 1341/13
Entziehung der Fahrerlaubnis durch Erreichen der relevanten Punkteschwelle ohne …
OVG, Beschluss vom 11. November 2003 - 2 EO 682/03 -, juris, Rdnr. 46 (= VRS 106 [2004], 315); Sächs. OVG, Beschluss vom 15. August 2006 - 3 BS 241/05 -, juris, Rdnr. 4 (= NJW 2007, 168); Nds. OVG, Beschluss vom 20. März 2008 - 12 ME 414/07 -, juris, Rdnr. 15 a. E.; OVG Rh.-Pf., Beschluss vom 15. April 2008 - 10 B 10206/08 -, juris, Rdnr. 4, 7 (= NJW 2008, 3158); VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 7. Dezember 2010 - 10 S 2053/10 -, juris, Rdnr. 15 (= NJW 2011, 2311); Dauer, a. a. O. - VGH Bayern, 12.02.2007 - 11 CS 06.2300 Wurde aber einer dieser beiden Werte nach bereits erfolgten Warnmaßnahmen unterschritten und wächst der Betroffene später aufgrund erneuter Verkehrsverstöße wieder in den Bereich von acht oder mehr bzw. von 14 oder mehr Punkten hinein, so sind die für die jeweilige Stufe vorgeschriebenen Warnmaßnahmen nochmals durchzuführen (vgl. OVG NW vom 21.3.2003 VerkMitt 2003, 63/64; ThürOVG vom 11.11.2003 VRS 106 [2004], 315; OVG MV vom 21.6.2006 Az. 1 M 10/06, zit. nach Juris; SächsOVG vom 15.8.2006 VerkMitt 2006, 94).
- VG Gelsenkirchen, 14.10.2013 - 9 L 911/13
Punkt Punktabbau Punkteabbau Fahrerlaubnisinhaber Punktetilgung Fahrerlaubnis …
Rn. 18 Vgl. OVG Thüringen, Beschluss vom 11. November 2003 - 2 EO 682/03 -, juris Rn 45, 46 = VRS 106, 315; OVG Niedersachsen, Beschluss vom 20. März 2008 - 12 ME 414/07 -, juris Rn 15 (am Ende); OVG Sachsen, Beschluss vom 15. August 2006 - 2 BS 241/05 -, juris Rn 4 = NJW 2007, 168; Dauer, in: Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 41. Auflage 2011, § 4 StVG Rn 40; Ziegert, Rechtsfragen zum Punktsystem, ZfSch 2007, 602, zitiert nach juris Absatz VI.2. - VG Saarlouis, 09.07.2012 - 10 L 561/12
Entziehung der Fahrerlaubnis wegen des Erreichens von 18 Punkten
Rn. 10 Vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 15.04.2008, 10 B 10206/08, NJW 2008, 3158 m. w. N.; OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 21.06.2006, 1 M 10/06, zitiert nach juris; Thüringer OVG, Beschluss vom 11.11.2003, 2 EO 682/03, VRS 106, 315; sowie VG Hamburg, Beschluss vom 23.03.2009, 15 EG 615/09, zitiert nach juris.
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Rechtsprechung
| VGH Bayern, 09.04.2003 - 20 CS 03.525 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Judicialis
GVG § 17 Abs. 1; ; GVG § 17 Abs. 2; ; ZPO § 322 Abs. 1; ; VwGO § 94; ; BayAbfG Art. 31
- rechtsportal.de
Abfallentsorgungsrecht einschließlich des Anschlusses an und der Benutzung von Abfallentsorgungseinrichtungen - Abfallrecht, Verpflichtung zur Entsorgung von kontaminiertem Waschwasser, Ersatzvornahme, zivilrechtliche Vorfrage
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Verpflichtung zur Entsorgung von kontaminiertem Waschwasser; Inanspruchnahme des Eigentümers auf Beseitigung; Bestreiten des Eigentumserwerbs; Klärung zivilrechtlicher Vorfrage durch Verwaltungsbehörden und -gerichte; Fristsetzung zur Erhebung einer Klage vor dem ...
Verfahrensgang
- VG Regensburg, 04.02.2003 - RO 7 S 03.41
- VGH Bayern, 09.04.2003 - 20 CS 03.525
Papierfundstellen
- NVwZ-RR 2003, 542
- DVBl 2004, 524 (Ls.)
- DÖV 2003, 640
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (1)
- BVerwG, 12.02.1987 - 3 C 22.86
Aufrechnung - Gegenforderung - Verfahrensrecht - Geltendmachung - Rechtsweg - …
Auszug aus VGH Bayern, 09.04.2003 - 20 CS 03.525
Diese für die Aufrechnung mit einer rechtswegfremden Gegenforderung entwickelte Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwGE 77, 19) ist im Sinne eines allgemeinen Rechtsgrundsatzes zu verstehen und auch für Fälle der vorliegenden Art fruchtbar zu machen.
- OLG Stuttgart, 11.08.2020 - 20 W 9/20
Rechtswegzuständigkeit bezüglich eines Statusverfahrens zur Zusammensetzung des …
Das Ermessen des über die Aussetzung zu befindenden Gerichts ist dann auf Null reduziert (…BGH Urteil vom 11.1.1955 - I ZR 106/53 - juris Rn. 24 ff. zu § 148 ZPO;… BVerwG Urteil vom 12.2.1987 - 3 C 22/86 - juris Rn. 35 ff., 38 ff. zu § 94 VwGO, jeweils zur Aufrechnung mit rechtswegfremden Gegenforderungen; vgl. auch BayVGH Beschluss vom 9.4.2003 - 20 CS 03.525 - juris Rn. 15 mit kritischer Kommentierung Rudisile in Schoch/Schneider/Bier VwGO Stand Juli 2019 § 94 VwGO Rn. 53 Rn. 124). - VG München, 27.07.2021 - M 2 K 20.1210
Anspruch auf Beseitigung eines verrohrten Grabens und eines Mischwasserkanals
Werden solche Zweifel begründet, muss das Gericht, da § 17 Abs. 2 Satz 1 GVG auf Vorfragen keine Anwendung findet, in analoger Anwendung des § 94 VwGO das Verfahren aussetzen und den Kläger unter Fristsetzung (wohl nach § 926 ZPO analog) dazu anhalten, die Frage der Richtigkeit des Grundbuchs vor den ordentlichen Gerichten klären zu lassen (vgl. BayVGH, B.v. 9.4.2003 - 20 CS 03.525 - juris Rn. 15 unter Bezugnahme auf BVerwG, U.v. 12.2.1987 - 3 C 22/86 - juris Rn. 38;… der dort in Rn. 39 analog angewendete § 151 ZPO bzgl. der Fristsetzung wurde 1998 aufgehoben). - OVG Nordrhein-Westfalen, 26.02.2013 - 2 A 1674/10
Inanspruchnahme einer erbbauberechtigten Gesellschaft bürgerlichen Rechts als …
Rn. 59 Eine allgemeine Pflicht zur Aussetzung des Verfahrens bei zivilrechtlichen Vorfragen nimmt auch nicht der von dem Zulassungsantrag zitierte Bayerische Verwaltungsgerichtshof in seinem Beschluss vom 9. April 2003 - 20 CS 0.3 525 -, NVwZ-RR 2003, 542 = juris Rn. 15, an. - OVG Hamburg, 15.11.2010 - 2 So 155/10
Statthaftigkeit der Beschwerde gegen gerichtlichen Aussetzungsbeschluss - …
Daran ändert auch § 17 Abs. 2 Satz 1 GVG nichts (siehe dazu VGH München, Beschl. v. 9.4.2003, NVwZ-RR 2003, 542).
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