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Rechtsprechung
   FG Köln, 14.11.2001 - 7 K 6625/00   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2001,15502
FG Köln, 14.11.2001 - 7 K 6625/00 (https://dejure.org/2001,15502)
FG Köln, Entscheidung vom 14.11.2001 - 7 K 6625/00 (https://dejure.org/2001,15502)
FG Köln, Entscheidung vom 14. November 2001 - 7 K 6625/00 (https://dejure.org/2001,15502)
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Volltextveröffentlichung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Anordnung von Säumniszuschlägen aufgrund eines Versehens; Möglichkeit des Erlasses bei Unbilligkeit; Selbstbindung der Verwaltung; Vorliegen kurzfristiger Säumnis; Unerheblichkeit von Verschulden; Auslegung einer Verwaltungsvorschrift; Abstellen auf den Zweck eines ...

Papierfundstellen

  • EFG 2002, 238
 
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Wird zitiert von ... (2)Zitiert selbst (15)

  • BFH, 16.07.1997 - XI R 32/96

    Das FA ist regelmäßig nicht verpflichtet, bei Zahlungsunfähigkeit und …

    Auszug aus FG Köln, 14.11.2001 - 7 K 6625/00
    Denn ein Erlass nach § 227 AO ist insgesamt - sowohl bezüglich der Voraussetzung der Unbilligkeit als auch hinsichtlich der Rechtsfolge ("kann") - in das Ermessen der Finanzbehörde im Sinne des § 5 AO gestellt (Beschluss des gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 19. Oktober 1971 GmS OGB 3/70, BFHE 105, 101, BStBl II 1972, 603; BFH, Urteil vom 16. Juli 1997 XI R 32/96, BFHE 184, 193, BStBl II 1998, 7).

    Der Zweck eines Säumniszuschlages besteht darin, auf den Steuerpflichtigen Druck zur rechtzeitigen Zahlung auszuüben, außerdem für das Hinausschieben der fälligen Zahlung eine Gegenleistung zu erlangen und schließlich die durch die Säumnis entstehenden Verwaltungsaufwendungen abzugelten (BFH-Urteil vom 16. Juli 1997 XI R 32/96, BFHE 184, 193, BStBl II 1998, 7).

  • BFH, 29.08.1991 - V R 78/86

    Erhebung der vollen Säumniszuschläge kann - nach vorher abgelehnter Aussetzung …

    Auszug aus FG Köln, 14.11.2001 - 7 K 6625/00
    c) Unbilligkeit im Sinne des § 227 AO liegt vor, wenn trotz Erfüllung des gesetzlichen Tatbestandes die Einziehung des Säumniszuschlages im Einzelfall den Wertungen des Gesetzgebers zuwiderläuft (vgl. BFH-Urteile vom 29. August 1991 V R 78/86, BFHE 165, 173, BStBl II 1991, 906 und vom 18. April 1996 V R 55/95, BFHE 180, 516, BStBl II 1996, 561).
  • GemSOGB, 19.10.1971 - GmS-OGB 3/70

    Voraussetzungen für den Erlass der Gewerbesteuer; Rechte des Generalvertreters …

    Auszug aus FG Köln, 14.11.2001 - 7 K 6625/00
    Denn ein Erlass nach § 227 AO ist insgesamt - sowohl bezüglich der Voraussetzung der Unbilligkeit als auch hinsichtlich der Rechtsfolge ("kann") - in das Ermessen der Finanzbehörde im Sinne des § 5 AO gestellt (Beschluss des gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 19. Oktober 1971 GmS OGB 3/70, BFHE 105, 101, BStBl II 1972, 603; BFH, Urteil vom 16. Juli 1997 XI R 32/96, BFHE 184, 193, BStBl II 1998, 7).
  • BFH, 23.05.1985 - V R 124/79

    Beim Erlaß von Säumniszuschlägen wegen sachlicher Unbilligkeit ist zu …

    Auszug aus FG Köln, 14.11.2001 - 7 K 6625/00
    Das Gericht folgt insoweit der ganz herrschenden Ansicht in der Rechtsprechung (vgl. BFH-Urteil vom 7. Mai 1981 VII R 64/79, BStBl II 133, 262, BStBl II 1981, 608, mit dem die anderslautende Entscheidung Finanzgericht Hamburg, Urteil vom 5. Juli 1979 IV 61/78 S-H, EFG 1980, 4 aufgehoben wurde; ferner die BFH-Urteile vom 23. Mai 1985 V R 124/79, BFHE 143, 512, BStBl II 1985, 489 und vom 26. Januar 1988 VIII R 151/84, BFH/NV 1988, 695 sowie FG Hamburg, Urteil vom 17. April 1985 II 335/82, EFG 1985, 591 rkr.
  • BFH, 13.01.2000 - VII R 91/98

    Säumniszuschläge bei Aufrechnung

    Auszug aus FG Köln, 14.11.2001 - 7 K 6625/00
    Die durch eine solche Verwaltungsvorschrift bewirkte Selbstbindung der Finanzverwaltung muss aufgrund des Gleichheitssatzes aus Art. 3 Grundgesetz (GG) von den Finanzbehörden bei der Ausübung ihres Ermessens berücksichtigt werden, sofern wie hier keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die tatsächliche Verwaltungspraxis grundsätzlich anders verfährt (vgl. BFH-Urteile vom 5. September 1989 VII R 39/87, BFHE 158, 182 und vom 13. Januar 2000 VII R 91/98, BFHE 191, 5, BStBl II 2000, 246).
  • BFH, 15.05.1990 - VII R 7/88

    - Keine Billigkeitsgründe für den Erlaß von Säumniszuschlägen nach laufender …

    Auszug aus FG Köln, 14.11.2001 - 7 K 6625/00
    Schließlich spricht die in der Fallgruppe b unter Hinweis auf das BFH-Urteil vom 15. Mai 1990 (VII R 7/88, BFHE 161, 395, BStBl II 1990, 1007) angesprochene Besonderheit bei Fällen mit laufender Ausnutzung der Schonfrist dafür, dass damit nicht nur die allgemeine Einstufung des Steuerpflichtigen als pünktlicher Steuerzahler verlorengeht, sondern dass ein solcher Erlass auf kurze Überschreitungen der Schonfrist beschränkt bleibt und einem bisher pünktlichen Steuerzahler mit längerfristiger Säumnis von vornherein nicht gewährt werden kann.
  • BFH, 18.04.1996 - V R 55/95

    Zum (teilweisen) Erlaß von Säumniszuschlägen, wenn ein Konkursverwalter fällige …

    Auszug aus FG Köln, 14.11.2001 - 7 K 6625/00
    c) Unbilligkeit im Sinne des § 227 AO liegt vor, wenn trotz Erfüllung des gesetzlichen Tatbestandes die Einziehung des Säumniszuschlages im Einzelfall den Wertungen des Gesetzgebers zuwiderläuft (vgl. BFH-Urteile vom 29. August 1991 V R 78/86, BFHE 165, 173, BStBl II 1991, 906 und vom 18. April 1996 V R 55/95, BFHE 180, 516, BStBl II 1996, 561).
  • BFH, 10.06.1992 - I R 142/90

    Prüfungszeitraum bei Umstufung vom Mittelbetrieb zum Großbetrieb

    Auszug aus FG Köln, 14.11.2001 - 7 K 6625/00
    Es ist ihnen lediglich verwehrt, ermessensregulierende interne Anweisungen der Verwaltung zu erweitern und damit ihr eigenes Ermessen an die Stelle der dafür nach dem Prinzip der Gewaltenteilung berufenen Exekutive zu setzen (BFH-Urteile vom 10. September 1976 VI R 220/75, BFHE 120, 191, BStBl II 1977, 17; vom 28. Oktober 1977 VI R 194/74, BFHE 123, 558, BStBl II 1978, 151, vom 10. Juni 1992 I R 142/90, BFHE 168, 226, BStBl II 1992, 784 und vom 18. Oktober 1994 IX R 128/92, BFHE 176, 298, BStBl II 1995, 291).
  • BFH, 18.10.1994 - IX R 128/92

    Eine Außenprüfung kann mehr als drei Besteuerungszeiträume umfassen

    Auszug aus FG Köln, 14.11.2001 - 7 K 6625/00
    Es ist ihnen lediglich verwehrt, ermessensregulierende interne Anweisungen der Verwaltung zu erweitern und damit ihr eigenes Ermessen an die Stelle der dafür nach dem Prinzip der Gewaltenteilung berufenen Exekutive zu setzen (BFH-Urteile vom 10. September 1976 VI R 220/75, BFHE 120, 191, BStBl II 1977, 17; vom 28. Oktober 1977 VI R 194/74, BFHE 123, 558, BStBl II 1978, 151, vom 10. Juni 1992 I R 142/90, BFHE 168, 226, BStBl II 1992, 784 und vom 18. Oktober 1994 IX R 128/92, BFHE 176, 298, BStBl II 1995, 291).
  • BFH, 26.01.1988 - VIII R 151/84

    Erlass von Säumniszuschlägen wegen Unbilligkeit - Ordnungsgemäße Ermittlung und …

    Auszug aus FG Köln, 14.11.2001 - 7 K 6625/00
    Das Gericht folgt insoweit der ganz herrschenden Ansicht in der Rechtsprechung (vgl. BFH-Urteil vom 7. Mai 1981 VII R 64/79, BStBl II 133, 262, BStBl II 1981, 608, mit dem die anderslautende Entscheidung Finanzgericht Hamburg, Urteil vom 5. Juli 1979 IV 61/78 S-H, EFG 1980, 4 aufgehoben wurde; ferner die BFH-Urteile vom 23. Mai 1985 V R 124/79, BFHE 143, 512, BStBl II 1985, 489 und vom 26. Januar 1988 VIII R 151/84, BFH/NV 1988, 695 sowie FG Hamburg, Urteil vom 17. April 1985 II 335/82, EFG 1985, 591 rkr.
  • BFH, 07.05.1981 - VII R 64/79

    Schonfrist - Säumniszuschläge - Billigkeitsrichtlinien

  • BFH, 17.02.1989 - III R 35/85

    1. Zum Begriff der Zuwiderhandlung gegen die Kontensperre (§ 72 AO 1977) und zum …

  • BFH, 28.10.1977 - VI R 194/74

    Vereinfachungsregelung - Ansatz der AfA - Anlagegüter - Betriebsvermögen - …

  • BFH, 05.09.1989 - VII R 39/87

    Berechnung der Höhe der erforderlichen Sicherheit

  • BFH, 10.09.1976 - VI R 220/75

    Feststellung der wöchentlichen Beschäftigungsdauer zur Pauschalierung der …

  • FG Hamburg, 27.05.2015 - 3 K 297/14

    Erlass von Säumniszuschlägen zur Grunderwerbsteuer wegen sachlicher Unbilligkeit

    Rn. 15 Nach dem Urteil des FG Köln vom 14.11.2011 (7 K 6625/00, EFG 2002, 238) seien Säumniszuschläge nach Ziff. 5 Abs. 2 Buchst. b AEAO zu § 240 bei einem offenbaren Versehen eines ansonsten pünktlichen Steuerzahlers vollständig zu erlassen, wenn die Schonfrist nur kurz überschritten und die Steuer spätestens nach der ersten Mahnung unverzüglich gezahlt werde.

    Diese Auslegung des Begriffes "offenbares Versehen" ist möglich (vgl. zur unterlassenen Nachfrage beim Steuerberater in Kenntnis der Zahlungsfrist FG Köln, Urteil vom 14.11.2001 7 K 6625/00, EFG 2002, 238).

    Rn. 44 (a) Wenn nach Ziff. 5 Abs. 2 Buchst. b AEAO zu § 240 die Möglichkeit eines vollständigen und nicht nur hälftigen Erlasses der Säumniszuschläge als ermessensgerechte Entscheidung vorgesehen wird, ist das mit der gesetzlichen Voraussetzung der sachlichen Unbilligkeit i. S. des § 227 AO nur vereinbar, wenn lediglich eine geringfügige Überschreitung der Frist vorliegt, bei der der Gegenleistungscharakter des Säumniszuschlages von ganz untergeordneter Bedeutung ist (FG Köln, Urteil vom 14.11.2001 7 K 6625/00, EFG 2002, 238; Baum, BB 1994, 695).

    Rn. 45 (b) In der Rechtsprechung wurde eine Überschreitung der Schonfrist des § 240 Abs. 3 Satz 1 AO um sechs Wochen als nicht mehr geringfügig angesehen (FG Köln, Urteil vom 14.11.2001 7 K 6625/00, EFG 2002, 238); eine Überschreitung um zwei Tage (FG Baden-Württemberg…, Urteil vom 11.06.2002 11 K 363/01, n. v., nachgehend BFH-Beschluss vom 11.03.2003 VII B 208/02, BFH/NV 2003, 816) bzw. einen Tag (FG Hamburg, Urteil vom 04.08.2004 IV 360/02, DStRE 2005, 176) hingegen schon.

    Säumniszuschläge werden gemäß § 240 Abs. 1 Satz 1 AO für jeden angefangenen Monat der Säumnis verwirkt und erfüllen sogleich beide Funktionen und nicht erst, wenn bei einer Stundung Zinsen entstanden wären (vgl. FG Köln, Urteil vom 14.11.2001 7 K 6625/00, EFG 2002, 238).

  • BFH, 11.03.2003 - VII B 208/02

    NZB: grundsätzliche Bedeutung, Divergenz

    Die Vorentscheidung weiche von dem Urteil des FG Köln vom 14. November 2001 7 K 6625/00 (Entscheidungen der Finanzgerichte --EFG-- 2002, 238) ab, wonach unter einem offenbaren Versehen i.S. des AEAO zu § 240 Nr. 5 Abs. 2 Buchst. b allenfalls ein leichter Verstoß gegen die bei der Steuerzahlung gebotene Sorgfaltspflicht zu verstehen sei.

    Dabei kann offen bleiben, ob das HZA die von ihm geltend gemachte Abweichung der Vorentscheidung von dem Urteil des FG Köln in EFG 2002, 238 durch die Gegenüberstellung abstrakter Rechtssätze dargelegt hat, wie dies nach § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO erforderlich ist (…vgl. etwa Senatsbeschluss vom 11. Juli 2001 VII B 348/00, BFH/NV 2002, 33).

    Der Sachverhalt, der dem Urteil des FG Köln in EFG 2002, 238 zugrunde lag, ist mit dem Streitfall jedoch nicht zu vergleichen.

    Das FG Köln hat sein Urteil in EFG 2002, 238 maßgeblich darauf gestützt, dass in dem entschiedenen Fall keine nur geringfügige Überschreitung der Schonfrist des § 240 Abs. 3 der Abgabenordnung (AO 1977), sondern eine Säumnis von mehr als sechs Wochen vorlag.

    b) Unbeschadet dessen hat das FG in der Vorentscheidung auch keinen abstrakten Rechtssatz aufgestellt, der in Widerspruch zu den Ausführungen des FG Köln in seinem Urteil in EFG 2002, 238 stehen würde, wonach ein offenbares Versehen i.S. des AEAO zu § 240 Nr. 5 Abs. 2 Buchst. b allenfalls bei einem leichten Verstoß gegen die bei der Steuerzahlung gebotene Sorgfaltspflicht angenommen werden könne.

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