Rechtsprechung
| VGH Baden-Württemberg, 28.01.1999 - 13 S 1616/96 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- openjur.de
Zum Aufnahmeakt im Sinne des GG Art 116 Abs 1 hinsichtlich der Abkömmlinge eines Vertriebenen deutscher Volkszugehörigkeit
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Karlsruhe, 18.04.1996 - 13 K 3347/94
- VGH Baden-Württemberg, 28.01.1999 - 13 S 1616/96
Papierfundstellen
- FamRZ 2000, 485 (Ls.)
- DVBl 1999, 1216
Wird zitiert von ... (11) Zitiert selbst (8)
- BVerwG, 12.11.1997 - 9 B 597.97
Grundsätzliche Bedeutung einer Rechtssache bei der anderweitigen Eingliederung …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 28.01.1999 - 13 S 1616/96
Rn. 20 In der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist geklärt, daß jemand im Sinne des Art. 116 Abs. 1 GG in Deutschland Aufnahme gefunden hat, wenn er einen ständigen Aufenthalt im Bundesgebiet erstrebte und diesen aufgrund eines Tätigwerdens oder sonstigen Verhaltens der Behörden mit deren Billigung in Deutschland genommen hat (BVerwG, Beschluß vom 12.11.1997 - 9 B 597.97 - unter Hinweis auf die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts vom 21.10.1959, BVerwGE 9, 231, vom 24.6.1971, BVerwGE 38, 224 und vom 12.5.1992, BVerwGE 90, 173).Die in §§ 105 c BVFG a.F., 100 Abs. 4 Satz 1 BVFG zum Ausdruck kommende funktionale Gleichwertigkeit von Übernahmegenehmigung und Aufnahmebescheid rechtfertigt die Annahme, sie auch hinsichtlich ihrer Qualität als Aufnahmeakt im Sinne von Art. 116 Abs. 1 GG gleichzusetzen (so offenbar auch BVerwG, Beschluß vom 12.11.1997, a.a.O. sowie OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 7.12.1995 - 2 A 4116/94).
- BVerwG, 12.05.1992 - 1 C 54.89
Deutscher; Statusdeutscher, Statusdeutscheneigenschaft; Vertriebener; Aufnahme; …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 28.01.1999 - 13 S 1616/96
Rn. 20 In der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist geklärt, daß jemand im Sinne des Art. 116 Abs. 1 GG in Deutschland Aufnahme gefunden hat, wenn er einen ständigen Aufenthalt im Bundesgebiet erstrebte und diesen aufgrund eines Tätigwerdens oder sonstigen Verhaltens der Behörden mit deren Billigung in Deutschland genommen hat (BVerwG, Beschluß vom 12.11.1997 - 9 B 597.97 - unter Hinweis auf die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts vom 21.10.1959, BVerwGE 9, 231, vom 24.6.1971, BVerwGE 38, 224 und vom 12.5.1992, BVerwGE 90, 173).Rn. 22 Zwischen der Aufnahme der Kläger im Bundesgebiet und ihrer Eigenschaft als Abkömmlinge einer vertriebenen Volksdeutschen besteht auch der erforderliche kausale Zusammenhang (vgl. BVerwG, Urteil vom 12.5.1992, a.a.O.).
- BVerwG, 29.04.1997 - 9 C 4.96
Staatsangehörigkeitsrecht - Begriff des "Deutschen" und der "Aufnahme" i.S. von …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 28.01.1999 - 13 S 1616/96
Aus dem Beschluß des Bundesverwaltungsgerichts vom 29.4.1997 - 9 C 4.96 - ergebe sich nichts anderes.Weiterhin ist geklärt, daß nach Einführung des Aufnahmeverfahrens im Sinne der §§ 26f. BVFG (Art. 1 des Aussiedleraufnahmegesetzes vom 28.6.1990, BGBl. I S. 1247) die Aufnahme im Sinne des Art. 116 Abs. 1 GG durch die Erteilung eines Aufnahmebescheids nach §§ 26f. BVFG erfolgt, wobei dahinstehen kann, ob dies der einzige Weg ist, um Aufnahme im Sinne des Art. 116 Abs. 1 GG finden zu können (BVerwG, Beschluß vom 29.4.1997 - 9 C 4.96 -, EZAR 270 Nr. 8).
- BVerwG, 19.04.1994 - 9 C 20.93
Vertriebene - Volkszugehörigkeit - Ausreise - Aufnahme - Spätgeborene - Zweite …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 28.01.1999 - 13 S 1616/96
Eine Prägung durch die Überlieferung volksdeutschen Bewußtseins (vgl. BVerwG, Urteil vom 19.4.1994, BVerwGE 95, 311) ließ sich bei ihnen als Kindern im Übernahmeverfahren nämlich noch nicht feststellen. - BVerwG, 25.08.1976 - 8 C 64.75
Vertriebenenausweis - Aussiedlergebiete - D1-Verfahren
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 28.01.1999 - 13 S 1616/96
Darin lag eine ausländerrechtliche Entscheidung im Sinne von § 22 AuslG a.F., im Zusammenhang mit der die Vertriebeneneigenschaft gem. § 1 Abs. 2 Nr. 3 BVFG und damit die deutsche Volkszugehörigkeit lediglich als Vorfrage zur Abgrenzung des begünstigten Personenkreises geprüft wurde (vgl. zu alledem BVerwG, Urteil vom 25.8.1976, BVerwGE 51, 101). - OVG Nordrhein-Westfalen, 07.12.1995 - 2 A 4116/94
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 28.01.1999 - 13 S 1616/96
Die in §§ 105 c BVFG a.F., 100 Abs. 4 Satz 1 BVFG zum Ausdruck kommende funktionale Gleichwertigkeit von Übernahmegenehmigung und Aufnahmebescheid rechtfertigt die Annahme, sie auch hinsichtlich ihrer Qualität als Aufnahmeakt im Sinne von Art. 116 Abs. 1 GG gleichzusetzen (so offenbar auch BVerwG…, Beschluß vom 12.11.1997, a.a.O. sowie OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 7.12.1995 - 2 A 4116/94). - BVerwG, 24.06.1971 - I C 26.69
Begriff der Aufnahme "in dem Gebiet des Deutschen Reiches nach dem Stande vom …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 28.01.1999 - 13 S 1616/96
Rn. 20 In der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist geklärt, daß jemand im Sinne des Art. 116 Abs. 1 GG in Deutschland Aufnahme gefunden hat, wenn er einen ständigen Aufenthalt im Bundesgebiet erstrebte und diesen aufgrund eines Tätigwerdens oder sonstigen Verhaltens der Behörden mit deren Billigung in Deutschland genommen hat (BVerwG, Beschluß vom 12.11.1997 - 9 B 597.97 - unter Hinweis auf die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts vom 21.10.1959, BVerwGE 9, 231, vom 24.6.1971, BVerwGE 38, 224 und vom 12.5.1992, BVerwGE 90, 173). - BVerwG, 21.10.1959 - V C 163.57
Rechtsmittel
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 28.01.1999 - 13 S 1616/96
Rn. 20 In der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist geklärt, daß jemand im Sinne des Art. 116 Abs. 1 GG in Deutschland Aufnahme gefunden hat, wenn er einen ständigen Aufenthalt im Bundesgebiet erstrebte und diesen aufgrund eines Tätigwerdens oder sonstigen Verhaltens der Behörden mit deren Billigung in Deutschland genommen hat (BVerwG, Beschluß vom 12.11.1997 - 9 B 597.97 - unter Hinweis auf die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts vom 21.10.1959, BVerwGE 9, 231, vom 24.6.1971, BVerwGE 38, 224 und vom 12.5.1992, BVerwGE 90, 173).
- BVerfG, 10.08.2001 - 2 BvR 569/01
Zur Bewilligung von Prozesskostenhilfe
Rn. 22 a) Das Verwaltungsgericht sieht es unter Bezugnahme auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwGE 90, 173) sowie auf ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 28. Januar 1999 (DVBl 1999, S. 1216) als geklärt an, dass für die Zeit vor Inkrafttreten des Bundesvertriebenengesetzes in seiner Fassung vom 2. Januar 1993 eine im sog. D-1-Verfahren erteilte Übernahmegenehmigung des Bundesverwaltungsamtes - wie sie den Beschwerdeführern erteilt worden ist - als Aufnahmeakt in Betracht kommen kann. - VGH Baden-Württemberg, 12.09.2002 - 13 S 2321/01
Statusfeststellung - Deutsche ohne deutsche Staatsangehörigkeit - Stichtag
In die Übernahmegenehmigung im D1-Verfahren, die ihrem Vater bzw. Großvater erteilt worden ist, sind sie nicht einbezogen worden (vgl. in diesem Zusammenhang das Senatsurteil vom 28.1.1999 - 13 S 1616/96 -, DVBl. 1999, 140). - VGH Baden-Württemberg, 04.03.1999 - 13 S 313/97
Feststellung der Deutscheneigenschaft - Aufnahmeakt iSd GG Art 116 Abs 1 - …
Der nach Art. 116 Abs. 1 GG erforderliche Kausalzusammenhang zwischen der Eigenschaft als Abkömmling eines aufgenommenen vertriebenen Volksdeutschen und der eigenen Aufnahme ist nicht gegeben, wenn der Abkömmling vom Bundesverwaltungsamt im sogenannten D1-Verfahren gerade im Hinblick auf eine von der Behörde angenommene eigene deutsche Volkszugehörigkeit übernommen worden ist (im Anschluß an das Senatsurteil vom 27.01.1999 - 13 S 1616/96).Zwar kann sie sich auf einen Aufnahmeakt im Sinne des Art. 116 Abs. 1 GG berufen; denn ihre Einreise in das Bundesgebiet erfolgte aufgrund einer im sogenannten D1-Verfahren erteilten Übernahmegenehmigung des Bundesverwaltungsamts, die nach der Rechtsprechung des Senats Aufnahmeakt im Sinne des Art. 116 Abs. 1 GG ist (vgl. im einzelnen Urteil vom 27.1.1999 - 13 S 1616/96).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 03.07.2002 - 19 A 199/01
Ausstellung eines deutschen Staatsangehörigkeitsausweises für einen polnischen …
Rn. 50 Ebenso VGH Baden-Württemberg, Urteile vom 3. März 1999 - 13 S 313/97 -, und vom 27. Januar 1997 - 13 S 1616/96 -, DVBl 1999, 1216 (1217), m. w. N.Rn. 54 Vgl. BVerwG, Beschluss vom 29. April 1997 - 9 C 4.96 - VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 27. Januar 1999 - 13 S 1616/96 -, a. a. O.
- VGH Hessen, 20.02.2001 - 12 TG 1564/99
Verhältnis zwischen Aufnahmebescheid und Spätaussiedlerbescheinigung
Teilweise wurde die Übernahmegenehmigung des Bundesverwaltungsamts im D 1-Verfahren als Aufnahmeakt anerkannt (VGH Baden-Württemberg, 27.01.1999 - 13 S 1616/96 -, EZAR 280 Nr. 1 = DVBl. 1999, 1216).3. Aufl., 2001, Art. 116 GG Rdnr. 4, 29, 31, 63, 71 ff., § 7 StAG Rdnr. 16 ff., § 40a StAG Rdnr. 4; Lübbe-Wolff, a.a.O., Art. 116 Rdnr. 37; Peters, NVwZ 2000, 1372; Renner, Ausländerrecht in Deutschland, 1998, Rdnr. 3 /4, 6/87 ff.; v. Schenkendorff, Vertriebenen- und Flüchtlingsrecht, § 26 BVFG n. F. Anm. 1 a; Silagi, ZAR 2000, 3; Vedder in von Münch/Kunig, GG; 3. Aufl., 1996, Art. 116 Rdnr. 49; BVerwG, 29.04.1997 - 9 C 4.96 -, EZAR 270 Nr. 8; ebenso wohl auch BVerwG, 21.12.1992 - 9 B 466/97 - VGH Baden-Württemberg, 28.01.1999 - 13 S 1616/96 - VGH Baden-Württemberg, 04.03.1999 - 13 S 1228/96 -, Ls. in DVBl. 1999, 1231 u. FamRZ 2000, 485; VGH Baden-Württemberg, 11.03.1998 - 13 S 1855/96 - betr.
- VGH Bayern, 11.12.2003 - 5 B 00.1739
Abkömmling; Aufnahme finden; Übernahmegenehmigung; D 1 Verfahren; Zusammenhang
Eine Übernahmegenehmigung steht mit Blick auf Art. 116 Abs. 1 GG in ihren Rechtswirkungen einem Aufnahmebescheid in nichts nach (vgl. OVG Münster vom 24.10.1994, Az. 22 E 465/95 und vom 7.12.1995, Az.: 2 A 4116/94, UA S. 7 und 10; VGH Mannheim vom 27.1.1999, DVBl. 1999, 1216/1217; BVerwG vom 12.11.1997, Az.: 9 B 597.97, BA S. 4).Die darin zum Ausdruck kommende funktionale Gleichwertigkeit von Übernahmegenehmigung und Aufnahmebescheid rechtfertigt die Annahme einer auch qualitativen Äquivalenz in ihrer Wirkung als Aufnahmeakt i.S. des Art. 116 Abs. 1 GG (vgl. VGH Mannheim vom 27.1.1999, a.a.O. S. 1217).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 13.09.2002 - 19 A 5370/00
Verpflichtung zur Ausstellung eines Ausweises über die Rechtsstellung als …
Rn. 33 BVerwG, Beschluss vom 29. April 1997 - 9 C 4.96 - OVG NRW, Beschluss vom 3. Juli 2002 - 19 A 199/01 - VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 27. Januar 1999 - 13 S 1616/96 -, DVBl 1999, 1216 (1216 f.).Rn. 41 Offen gelassen BVerwG, Beschlüsse vom 17. August 1999 - 1 B 47/99 -, juris, und vom 17. Juli 1998 - 1 B 68.98 - a. A. VGH Baden-Württemberg, Urteile vom 4. März 1999 - 13 S 313/97 -, juris, vom 4. März 1999 - 13 S 1228/96 -, juris = DVBl 1999, 1231 f. (nur Leitsätze), und vom 27. Januar 1999 - 13 S 1616/96 -, a. a. O., 1217; vgl. auch für Fälle, in denen den Abkömmlingen eine Übernahmegenehmigung erteilt worden ist: OVG NRW, Beschluss vom 3. Juli 2002 - 19 A 199/01 -.
- OVG Nordrhein-Westfalen, 13.09.2002 - 19 A 467/01
Voraussetzungen des Anspruchs auf Ausstellung eines Ausweises über die …
Rn. 29 BVerwG, Beschluss vom 29. April 1997 - 9 C 4.96 - OVG NRW, Beschluss vom 3. Juli 2002 - 19 A 199/01 - VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 27. Januar 1999 - 13 S 1616/96 -, DVBl 1999, 1216 (1216 f.).Rn. 37 Offen gelassen BVerwG, Beschlüsse vom 17. August 1999 - 1 B 47/99 -, juris, und vom 17. Juli 1998 - 1 B 68.98 - a. A. VGH Baden-Württemberg, Urteile vom 4. März 1999 - 13 S 313/97 -, juris, vom 4. März 1999 - 13 S 1228/96 -, juris = DVBl 1999, 1231 f. (nur Leitsätze), und vom 27. Januar 1999 - 13 S 1616/96 -, a. a. O., 1217; vgl. auch für Fälle, in denen den Abkömmlingen eine Übernahmegenehmigung erteilt worden ist: OVG NRW, Beschluss vom 3. Juli 2002 - 19 A 199/01 -.
- VGH Hessen, 16.07.1999 - 12 UE 2818/98
Feststellungsklage - Statusdeutscher
Sie besaßen damals, da Aufnahmebescheide im Sinne von § 27 ff. BVFG erst später eingeführt worden sind (vgl. dazu v. Schenkendorff, Vertriebenen- und Flüchtlingsrecht, B 2, Anm. zu §§ 26 ff. BVFG n. F.), keinen derartigen Aufnahmebescheid und wurden auch sonst nicht förmlich als deutsche Volkszugehörige aufgenommen (zur Aufnahme durch Erteilung einer Übernahmegenehmigung im D 1-Verfahren vgl. VGH Baden-Württemberg, 27.01.1999 -- 13 S 1616/96 --, EZAR 280 Nr. 1). - OVG Nordrhein-Westfalen, 11.02.2004 - 19 B 1396/02
D (A), Aussiedler, D1-Verfahren, Übernahmeerklärung, unbefristete …
Rn. 12 BVerwG, Urteil vom 25. August 1976 - VIII C 64.75 -, a. a. O.; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 27. Januar 1999 - 13 S 1616/96 -, DVBl 1999, 1216 (1217). - OVG Schleswig-Holstein, 27.09.2000 - 2 L 103/99
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Rechtsprechung
| VGH Baden-Württemberg, 04.03.1999 - 13 S 1228/96 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- openjur.de
Feststellung der Deutscheneigenschaft - Aufnahmeakt iSd GG Art 116 Abs 1 - Abkömmlinge eines aufgenommenen vertriebenen Volksdeutschen
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Voraussetzungen der Rechtsstellung eines Statusdeutschen; Abkömmling eines Vertriebenen deutscher Volkszugehörigkeit; negative Feststellungswirkung der Entscheidung nach § 15 BVFG (Bundesvertriebenengesetzes); Aufnahmeakt im Sinne von Art. 116 Abs. 1 GG (Grundgesetz); ...
Verfahrensgang
- VG Stuttgart, 14.03.1996 - 7 K 3240/94
- VGH Baden-Württemberg, 04.03.1999 - 13 S 1228/96
Papierfundstellen
- FamRZ 2000, 485 (Ls.)
- DVBl 1999, 1231 (Ls.)
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (4)
- BVerwG, 29.04.1997 - 9 C 4.96
Staatsangehörigkeitsrecht - Begriff des "Deutschen" und der "Aufnahme" i.S. von …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 04.03.1999 - 13 S 1228/96
Ein vom Bundesverwaltungsamt nach §§ 26ff BVFG (idF des Aussiedleraufnahmegesetzes) erteilter Aufnahmebescheid ist Aufnahmeakt im Sinne des Art. 116 Abs. 1 GG (im Anschluß an BVerwG, Beschluß vom 29.4.1997 - 9 C 4/96).Zwar kann er sich auf einen Aufnahmeakt im Sinne des Art. 116 Abs. 1 GG berufen; denn seine Einreise in das Bundesgebiet erfolgte aufgrund eines Aufnahmebescheids nach § 26 BVFG (i.d.F. von Art. 1 Nr. 5 des Aussiedleraufnahmegesetzes vom 28.6.1990, BGBl. I S. 1247), der nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Beschluß vom 29.4.1997 - 9 C 4.96 -, EZAR 270 Nr. 8) und des Senats (Urteil vom 11.3.1998 - 13 S 1855/96) Aufnahmeakt im Sinne des Art. 116 Abs. 1 GG ist.
- BVerwG, 29.08.1995 - 9 C 391.94
Vertriebene - Volkstum - Bekenntnis - Beruflicher Nachteil - Erklärung - …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 04.03.1999 - 13 S 1228/96
Beispielhaft sei auf die Neuregelung der Anforderungen an die Volkszugehörigkeit bei nach dem 31.12.1923 geborenen Personen hingewiesen (§ 6 Abs. 2 BVFG; vgl. dazu BVerwG, Urteil vom 29.8.1995, BVerwGE 99, 133). - BVerwG, 12.05.1992 - 1 C 54.89
Deutscher; Statusdeutscher, Statusdeutscheneigenschaft; Vertriebener; Aufnahme; …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 04.03.1999 - 13 S 1228/96
Rn. 20 Zwischen der Aufnahme des Klägers im Bundesgebiet und seiner Eigenschaft als Abkömmling einer vertriebenen Volksdeutschen besteht aber nicht der erforderliche kausale Zusammenhang (vgl. BVerwG, Urteil vom 12.5.1992, BVerwGE 90, 173). - VGH Baden-Württemberg, 11.10.1995 - 13 S 1805/95
Feststellungsklage zur Deutscheneigenschaft iSd GG Art 116 Abs 1 - keine …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 04.03.1999 - 13 S 1228/96
Insbesondere schließt die Möglichkeit einer Verpflichtungsklage auf Ausstellung eines Ausweises, der den Status des Klägers - deklaratorisch - bescheinigt, die mit Blick auf die Bindungswirkung weitergehende Feststellungsklage nicht aus (Senatsurteil vom 11.10.1995 - 13 S 1805/95).
- VGH Baden-Württemberg, 26.06.2001 - 13 S 2555/99
Statusdeutscheneigenschaft - Erwerb im Wege des Aufnahmeverfahrens nach dem BVFG
Seit dem Inkrafttreten des Kriegsfolgenbereinigungsgesetzes am 1.1.1993 kann die Statusdeutscheneigenschaft i.S.v. Art. 116 Abs. 1 GG nicht mehr aufgrund einer ausländerrechtlichen Entscheidung, sondern nur noch im Wege des Aufnahmeverfahrens nach dem Bundesvertriebenengesetz erworben werden (Aufgabe der bisherigen Rechtsprechung, Senatsurteil vom 3.3.1999 - 13 S 1228/96 -).Der Senat hat bisher in seinen Entscheidungen die Auffassung vertreten (z.B. Senatsurteil vom 3.3.1999 - 13 S 1228/96 -), dass auch nach dem 31.12.1992 ein "Aufnahmefinden" im Sinne des Art. 116 Abs. 1 GG auch außerhalb des Aufnahmeverfahrens nach dem Bundesvertriebenengesetz durch Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung nach dem Ausländergesetz möglich ist.
- VG Köln, 21.02.2002 - 10 K 3934/99
Voraussetzungen des Vorliegens der Spätaussiedlereigenschaft; Ausgestaltung der …
Rn. 27 so VGH BW, Urteil vom 20.06.2001 - 13 S 2555/99 -, EZAR 280 Nr. 9, anders noch VGH BW, Urteil vom 04.03.1999 - 13 S 1228/96 - offenlassend BVerwG, Urteil vom 19.06.2001 - 1 C 26.00 -, DVBl. 2002, 50 (51).Rn. 37 vgl. ?VerwG, a.a.O., S. 176 f.; VGH BW, Urteil vom 04.03.1999 - 13 S 1228/96 -.
- VGH Bayern, 29.07.2004 - 5 B 02.1224
Statusdeutscher; Aufnahme; Abkömmling; Vertriebener; Aussiedler; Spätaussiedler
Dieses erforderte über die subjektive Motivation der Wahrung der familiären Verbundenheit seitens des Betroffenen hinaus, dass die Aufnahme auch seitens der Behörde mit Blick auf die familiäre Einheit erfolgte (so auch VGH Mannheim, U.v. 4.3.1999 - 13 S 1228/96, juris Rdnr. 20).
- VGH Baden-Württemberg, 14.11.2001 - 13 S 1784/99
Feststellung der deutschen Staatsangehörigkeit - Ehegatte eines Vertriebenen
Dies gilt jedenfalls deshalb, weil ihm bereits zuvor - am 11.12.1990 - erkennbar im Hinblick auf die Lebensgemeinschaft mit seiner deutschen Ehefrau eine befristete Aufenthaltserlaubnis erteilt worden war, die im übrigen auch als eigenständiger Aufnahmeakt im Sinne von Art. 116 Abs. 1 GG angesehen werden könnte (vgl. Senatsurteil vom 3.3.1999 - 13 S 1228/96 -). - VGH Hessen, 20.02.2001 - 12 TG 1564/99
Verhältnis zwischen Aufnahmebescheid und Spätaussiedlerbescheinigung
3. Aufl., 2001, Art. 116 GG Rdnr. 4, 29, 31, 63, 71 ff., § 7 StAG Rdnr. 16 ff., § 40a StAG Rdnr. 4; Lübbe-Wolff, a.a.O., Art. 116 Rdnr. 37; Peters, NVwZ 2000, 1372; Renner, Ausländerrecht in Deutschland, 1998, Rdnr. 3 /4, 6/87 ff.; v. Schenkendorff, Vertriebenen- und Flüchtlingsrecht, § 26 BVFG n. F. Anm. 1 a; Silagi, ZAR 2000, 3; Vedder in von Münch/Kunig, GG; 3. Aufl., 1996, Art. 116 Rdnr. 49; BVerwG, 29.04.1997 - 9 C 4.96 -, EZAR 270 Nr. 8; ebenso wohl auch BVerwG, 21.12.1992 - 9 B 466/97 - VGH Baden-Württemberg, 28.01.1999 - 13 S 1616/96 - VGH Baden-Württemberg, 04.03.1999 - 13 S 1228/96 -, Ls. in DVBl. 1999, 1231 u. FamRZ 2000, 485; VGH Baden-Württemberg, 11.03.1998 - 13 S 1855/96 - betr. - OVG Nordrhein-Westfalen, 13.09.2002 - 19 A 5370/00
Verpflichtung zur Ausstellung eines Ausweises über die Rechtsstellung als …
Rn. 41 Offen gelassen BVerwG, Beschlüsse vom 17. August 1999 - 1 B 47/99 -, juris, und vom 17. Juli 1998 - 1 B 68.98 - a. A. VGH Baden-Württemberg, Urteile vom 4. März 1999 - 13 S 313/97 -, juris, vom 4. März 1999 - 13 S 1228/96 -, juris = DVBl 1999, 1231 f. (nur Leitsätze), und vom 27. Januar 1999 - 13 S 1616/96 -, a. a. O., 1217; vgl. auch für Fälle, in denen den Abkömmlingen eine Übernahmegenehmigung erteilt worden ist: OVG NRW, Beschluss vom 3. Juli 2002 - 19 A 199/01 -. - OVG Nordrhein-Westfalen, 13.09.2002 - 19 A 467/01
Voraussetzungen des Anspruchs auf Ausstellung eines Ausweises über die …
Rn. 37 Offen gelassen BVerwG, Beschlüsse vom 17. August 1999 - 1 B 47/99 -, juris, und vom 17. Juli 1998 - 1 B 68.98 - a. A. VGH Baden-Württemberg, Urteile vom 4. März 1999 - 13 S 313/97 -, juris, vom 4. März 1999 - 13 S 1228/96 -, juris = DVBl 1999, 1231 f. (nur Leitsätze), und vom 27. Januar 1999 - 13 S 1616/96 -, a. a. O., 1217; vgl. auch für Fälle, in denen den Abkömmlingen eine Übernahmegenehmigung erteilt worden ist: OVG NRW, Beschluss vom 3. Juli 2002 - 19 A 199/01 -. - VG Gießen, 17.10.2003 - 10 E 2503/03
Feststellung der deutschen Staatsangehörigkeit
Rn. 17 Der Kläger ist auch nicht Deutscher ohne deutsche Staatsangehörigkeit (sog. Statusdeutscher), denn er hat weder als Vertriebener deutscher Volkszugehörigkeit noch als Abkömmling eines Vertriebenen deutscher Volkszugehörigkeit im Sinne des Art. 116 Abs. 1 GG Aufnahme in dem Reichsgebiet von 1937 gefunden (vgl. hierzu VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 20.06.2001, 13 S 1228/96). - OVG Schleswig-Holstein, 27.09.2000 - 2 L 103/99 Im Zulassungsantrag werden drei Fragen als "noch nicht geklärt" angegeben, ohne auf ihre Entscheidungsrelevanz im vorliegenden Fall näher einzugehen und im Hinblick auf bereits vorliegende (einschlägige) Rechtsprechung (…vgl. BVerwG, Urt. v. 12.05.1992, a.a.O.; BVerwG, Beschl. v. 17.08.1999, 1 B 47.99, Buchholz 11 Art. 116 GG Nr. 27; VGH Mannheim, Urt. v. 27.1.1999, 13 S 1616/96, DVBl. 1999, 1216, Urt. v. 03.03.1999, 13 S 1228/96, DVBl. 1999, 1231 [Ls.] …sowie Urt. v. 04.03.1999; 13 S 313/97, Juris) darzulegen, ob und ggf. inwieweit noch - grundsätzlich bedeutsamer - Klärungsbedarf besteht.
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Rechtsprechung
| BayObLG, 17.06.1999 - 1Z BR 140/98 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- vfst.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Rechtliches Gehör
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- FamRZ 2000, 485
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (6)
- KG, 10.07.1970 - 1 VA 2/70
Auszug aus BayObLG, 17.06.1999 - 1Z BR 140/98
Dies entspricht allgemeiner Meinung und folgt aus dem Rechtsstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 3 GG ; KG, OLGZ 1970, 429;… Staudinger/Spellenberg, BGB , 13. Aufl., Rdn. 792 ff., Jansen, FGG , 2. Aufl., Rdn. 38 jeweils zu Art. 7 § 1 FamRÄndG ;… Stein/Jonas/Roth, ZPO , 21. Aufl., Rdn. 223, MünchKomm/Gottwald, ZPO , Rdn. 178, Zöller/Geimer, ZPO , 21. Aufl., Rdn. 232 jeweils zu § 328; Geimer, NJW 1967, 1398, 1403, NJW 1969, 1649, 1651, NJW 1974, 1026, 1031, 1630, 1632; Reinl, FamRZ 1969, 453, 454;… Maunz/Dürig/Schmidt-Aßmann, aaO., Rdn. 62 f.).Wie die in einem gerichtlichen Verfahren geschehene Versagung rechtlichen Gehörs dadurch geheilt werden kann, daß die im Rechtsmittelzug übergeordnete Tatsacheninstanz die unterbliebene Gehörsgewährung nachholt (…Keidel/Kayser, FGG , 14. Aufl., § 12 Rdn. 150), kann auch die im Verwaltungsverfahren unterlassene Anhörung im gerichtlichen Verfahren nachgeholt werden, wenn das Gericht Tatsacheninstanz ist und es sich nicht um eine Ermessensentscheidung der Verwaltung handelt, das Gericht also in vollem Umfang an die Stelle der Verwaltungsbehörde tritt wie hier (KG, OLGZ 1970, 429, 433 f.).
- BVerfG, 09.10.1973 - 2 BvR 482/72
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör
Auszug aus BayObLG, 17.06.1999 - 1Z BR 140/98
Auf die Frage, ob eine formlose Mitteilung im Verwaltungsverfahren, die an die zutreffende Anschrift gerichtet ist, eine Zugangsvermutung begründet (für das gerichtliche Verfahren vgl. BVerfGE 36, 85, 88 und NJW 1995, 2095 ), kommt es daher hier nicht an. - BGH, 04.11.1981 - IVb ZB 517/80
Berufung - Zurückverweisung - Irrige Rechtsauffassung - Versorgungsausgleich - …
Auszug aus BayObLG, 17.06.1999 - 1Z BR 140/98
Es ist anerkannt, daß das Beschwerdegericht im Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit die angefochtene Entscheidung auch aufheben und die Sache an die erste Instanz zur weiteren Ermittlung und anderweitigen Entscheidung zurückverweisen kann, wenn im ersten Rechtszug nur eine völlig unzureichende Sachaufklärung stattgefunden hat (BGH, FamRZ 1982, 152, 153; BayObLG, FamRZ 1987, 98, 99; WuM 1994, 295, 296; OLG Frankfurt, NJW-RR 1989, 5 f.;… Keidel/Kayser, § 12 Rdn. 37, Keidel/Kahl, § 25 Rdn. 7).
- BVerfG, 10.02.1995 - 2 BvR 893/93
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör
Auszug aus BayObLG, 17.06.1999 - 1Z BR 140/98
Auf die Frage, ob eine formlose Mitteilung im Verwaltungsverfahren, die an die zutreffende Anschrift gerichtet ist, eine Zugangsvermutung begründet (für das gerichtliche Verfahren vgl. BVerfGE 36, 85, 88 und NJW 1995, 2095 ), kommt es daher hier nicht an. - BayObLG, 05.11.1985 - BReg. 1 Z 48/85
Weitere Beschwerde der Kinder des Erblassers gegen die Ernennung eines …
Auszug aus BayObLG, 17.06.1999 - 1Z BR 140/98
Es ist anerkannt, daß das Beschwerdegericht im Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit die angefochtene Entscheidung auch aufheben und die Sache an die erste Instanz zur weiteren Ermittlung und anderweitigen Entscheidung zurückverweisen kann, wenn im ersten Rechtszug nur eine völlig unzureichende Sachaufklärung stattgefunden hat (BGH, FamRZ 1982, 152, 153; BayObLG, FamRZ 1987, 98, 99; WuM 1994, 295, 296; OLG Frankfurt, NJW-RR 1989, 5 f.;… Keidel/Kayser, § 12 Rdn. 37, Keidel/Kahl, § 25 Rdn. 7). - OLG Frankfurt, 11.03.1988 - 1 UF 280/87
Hausrat; Aufklärung des Sachverhalts; Unentschuldigtes Fernbleiben; Anordnung …
Auszug aus BayObLG, 17.06.1999 - 1Z BR 140/98
Es ist anerkannt, daß das Beschwerdegericht im Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit die angefochtene Entscheidung auch aufheben und die Sache an die erste Instanz zur weiteren Ermittlung und anderweitigen Entscheidung zurückverweisen kann, wenn im ersten Rechtszug nur eine völlig unzureichende Sachaufklärung stattgefunden hat (BGH, FamRZ 1982, 152, 153; BayObLG, FamRZ 1987, 98, 99; WuM 1994, 295, 296; OLG Frankfurt, NJW-RR 1989, 5 f.;… Keidel/Kayser, § 12 Rdn. 37, Keidel/Kahl, § 25 Rdn. 7).
- OLG Bremen, 24.04.2023 - 4 VA 1/22
Voraussetzungen der Anerkennung einer Ehescheidung nach iranischem Recht
Soweit die Antragstellerin rügt, ihr sei im Verwaltungsverfahren rechtliches Gehör versagt worden, ist dies zwar zutreffend, wirkt sich aber im Ergebnis deswegen nicht aus, weil die Gewährung rechtlichen Gehörs im vorliegenden gerichtlichen Verfahren nachgeholt worden ist (vgl. BayObLG, FamRZ 2000, 485;… Prütting/Helms/Hau, FamFG, 6. Auflage, § 107 Rn. 42;… Staudinger/Spellenberg, BGB (2016), § 107 FamFG Rn. 184).
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