Rechtsprechung
| OLG Hamm, 26.02.2004 - 15 W 486/03 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- Deutsches Notarinstitut
BGB §§ 2269, 2270
Pflichtteilsstrafklausel in einem gemeinschaftlichen Ehegattentestament - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 2269; BGB § 2270
Pflichtteilsstrafklausel in einem gemeinschaftlichen Ehegattentestament - rechtsportal.de
BGB § 2269 ; BGB § 2270
Auslegung einer Pflichtteilsstrafklausel in einem gemeinschaftlichen Ehegattentestament bei unterbliebener ausdrücklicher Einsetzung der gemeinsamen Kinder als Schlusserben - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Anordnung der Einziehung eines Erbscheins; Schlusserbeneinsetzung der gemeinschaftlichen Kinder durch ein gemeinschaftliches Ehegattentestament; Ermittlung des subjektiven Erblasserwillens; Wechselbezüglichkeit einer Verfügung; Verwendung von Zeugenanssagen für einen ...
Verfahrensgang
- AG Paderborn - 32 VI 135/02
- LG Paderborn, 21.11.2003 - 5 T 85/03
- OLG Hamm, 26.02.2004 - 15 W 486/03
Papierfundstellen
- NJW-RR 2004, 1520
- FamRZ 2004, 1998
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (7)
- BGH, 07.10.1992 - IV ZR 160/91
Auslegung eines gemeinschaftlichen Testaments
Auszug aus OLG Hamm, 26.02.2004 - 15 W 486/03
Jeder Ehegatte muss die Möglichkeit haben, sich bei seinen Verfügungen auf diejenigen des anderen Teils einzustellen und umgekehrt (BGH NJW 1993, 256). - OLG Frankfurt, 28.08.2001 - 20 W 432/00
Schlusserbenbestimmung - notarielles Testament - Auslegung
Auszug aus OLG Hamm, 26.02.2004 - 15 W 486/03
1 Z 191/59">1960, 216, 221; OLG Köln NJW-RR 1994, 397, 398; OLG Saarbrücken NJW-RR 1994, 844, 845; OLG Bremen ZEV 1994, 365; OLG Karlsruhe BWNotZ 1995, 168, 169; OLG Frankfurt FGPrax 2001, 246; Staudinger/Kanzleiter, BGB 13. Bearb., § 2269, Rdnr. 24; MK/BGB-Musielak, 3. Aufl., § 2269, Rdnr. 12; RGRK/BGB-Johannsen, 12. Aufl., § 2269, Rdnr. 5). - OLG Saarbrücken, 06.01.1994 - 5 W 119/93
Auslegung eines Erbvertrages durch das Tatsachengericht und Bindung des …
Auszug aus OLG Hamm, 26.02.2004 - 15 W 486/03
1 Z 191/59">1960, 216, 221; OLG Köln NJW-RR 1994, 397, 398; OLG Saarbrücken NJW-RR 1994, 844, 845; OLG Bremen ZEV 1994, 365; OLG Karlsruhe BWNotZ 1995, 168, 169; OLG Frankfurt FGPrax 2001, 246; Staudinger/Kanzleiter, BGB 13. Bearb., § 2269, Rdnr. 24; MK/BGB-Musielak, 3. Aufl., § 2269, Rdnr. 12; RGRK/BGB-Johannsen, 12. Aufl., § 2269, Rdnr. 5).
- OLG Köln, 30.04.1993 - 2 Wx 58/92
Enterbung des Schlußerben - §§ 2269, 2270 Abs. 2, 2271 Abs. 2 BGB, doppelte …
Auszug aus OLG Hamm, 26.02.2004 - 15 W 486/03
1 Z 191/59">1960, 216, 221; OLG Köln NJW-RR 1994, 397, 398; OLG Saarbrücken NJW-RR 1994, 844, 845; OLG Bremen ZEV 1994, 365; OLG Karlsruhe BWNotZ 1995, 168, 169; OLG Frankfurt FGPrax 2001, 246; Staudinger/Kanzleiter, BGB 13. Bearb., § 2269, Rdnr. 24; MK/BGB-Musielak, 3. Aufl., § 2269, Rdnr. 12; RGRK/BGB-Johannsen, 12. Aufl., § 2269, Rdnr. 5). - OLG Celle, 11.02.2003 - 6 W 9/03
Auslegung einer Sanktionsklausel in gemeinschaftlichem Testament; Verlangen des …
Auszug aus OLG Hamm, 26.02.2004 - 15 W 486/03
Dies ist jedoch nicht der Fall (OLG Hamm, 7. Zivilsenat, DNotZ 1951, 41, 44;… OLG Bremen, a.a.O.;… OLG Karlsruhe, a.a.O.; OLG Celle MDR 2003, 813;… Staudinger/Kanzleiter, a.a.O.;… J. Mayer in: Dittmann/Reimann/Bengel, Testament und Erbvertrag, 4. Aufl., § 2269, Rdnr. 13). - OLG Hamm, 23.06.1994 - 15 W 265/93
Rechtsfolgen einer Wiederverheiratungsklausel im gemeinschaftlichen Testament
Auszug aus OLG Hamm, 26.02.2004 - 15 W 486/03
1 Z 191/59">1960, 216, 221; OLG Köln NJW-RR 1994, 397, 398; OLG Saarbrücken NJW-RR 1994, 844, 845; OLG Bremen ZEV 1994, 365; OLG Karlsruhe BWNotZ 1995, 168, 169; OLG Frankfurt FGPrax 2001, 246; Staudinger/Kanzleiter, BGB 13. Bearb., § 2269, Rdnr. 24; MK/BGB-Musielak, 3. Aufl., § 2269, Rdnr. 12; RGRK/BGB-Johannsen, 12. Aufl., § 2269, Rdnr. 5). - OLG Karlsruhe, 31.01.1995 - 11 Wx 63/93
Aufnahme der sogenannten Pflichtteilsstrafklausel in das gemeinschaftliche …
Auszug aus OLG Hamm, 26.02.2004 - 15 W 486/03
1 Z 191/59">1960, 216, 221; OLG Köln NJW-RR 1994, 397, 398; OLG Saarbrücken NJW-RR 1994, 844, 845; OLG Bremen ZEV 1994, 365; OLG Karlsruhe BWNotZ 1995, 168, 169; OLG Frankfurt FGPrax 2001, 246; Staudinger/Kanzleiter, BGB 13. Bearb., § 2269, Rdnr. 24; MK/BGB-Musielak, 3. Aufl., § 2269, Rdnr. 12; RGRK/BGB-Johannsen, 12. Aufl., § 2269, Rdnr. 5).
- OLG Frankfurt, 02.08.2010 - 20 W 49/09
Auslegung eines gemeinschaftlichen Testaments: Anwendbarkeit einer …
Dies entspricht der in Rechtsprechung und Literatur einhellig vertretenen Auffassung, dass eine Regelung, wie sie hier getroffen worden war, einen Anhaltspunkt dafür darstellen kann, dass die Ehegatten damit zugleich die pflichtteilsberechtigten Abkömmlinge als Erben des Letztversterbenden berufen wollten, weil sie dies als selbstverständliche Voraussetzung erachtet haben, die Erbeinsetzung sich gewissermaßen hinter der Strafklausel verbirgt (OLG Hamm, FamRZ 2004, 1998 ff = NJW-RR 2004, 1520 ff = OLGR Hamm 2004, 210 ff, m. w. V; OLG Frankfurt am Main, FamRZ 2002, 352 ff = = FGPrax 2001, 246 ff = NJWE-FER 2001, 293 ff = OLGR Frankfurt 2001, 289 ff = ZEV 2002, 109 ff) und ist auch hier nicht Gegenstand der Beanstandung der Beteiligten zu 1). - OLG Düsseldorf, 14.01.2014 - 3 Wx 64/13
Zur Auslegung eines Erbvertrages mit Pflichtteilsstrafklausel aber ohne …
Andererseits ist der Pflichtteilsklausel allein nicht zwingend eine stillschweigende Schlusserbeneinsetzung zu entnehmen (OLG Hamm NJW-RR 2004, 1520; OLG Karlsruhe ZEV 2006, 409); kann nicht festgestellt werden, dass Eheleute die sich gegenseitig als Erben eingesetzt und im Hinblick auf ihre Kinder eine Pflichtteilsstrafklausel in den Erbvertrag aufgenommen haben, die Kinder als Schlusserben einsetzen wollten, so darf ein solcher Wille nicht unterstellt werden (…vgl. OLG Karlsruhe, a.a.O. für das Ehegattentestament). - OLG Hamm, 11.09.2015 - 15 W 142/15
Keine Erbeinsetzung bei unklarer Testamentsbestimmung
Rn. 7 Hinsichtlich der sog. Pflichtteilsstrafklausel ist allgemein anerkannt, dass diese zwar Ansatzpunkt für die Auslegung im Sinne einer Schlusserbeneinsetzung sein kann, die Pflichtteilsstrafklausel selbst hierfür aber regelmäßig nicht ausreicht, da sich ihr Sinn eben auch in der bloßen Sanktionierung einer Inanspruchnahme des überlebenden Ehegatten erschöpfen kann (OLG München NJW-RR 2015, 775 Textziff. 12; OLG Düsseldorf ZEV 2014, 308 Textziff. 25; Senat NJW-RR 2004, 1520 Textziff. 27).
- OLG Hamm, 19.10.2010 - 10 U 79/10
Neuregelung der gemeinschaftlichen ordnungsgemäßen Verwaltung des Nachlasses …
Es besteht aber gerade kein zwingender Erfahrungssatz des Inhalts, dass eine solche Regelung allein auf einen übereinstimmenden Willen der Ehegatten schließen lässt, die Kinder als Adressaten der Strafklausel zu Schlusserben nach dem Tode des Letztversterbenden zu berufen (OLG Hamm NJW-RR 2004, 1520 (1521/1522)). - OLG Hamm, 25.11.2004 - 15 W 384/04
Wechselbezüglichkeit einer Ersatzerbenberufung in einem gemeinschaftlichen …
Die Feststellung der Bedeutung, die die Ehegatten mit einer Pflichtteilstrafklausel haben verbinden wollen, ist zwar eine Frage der Testamentsauslegung im Einzelfall (vgl. Senat OLGR 2004, 210). - OLG Frankfurt, 04.05.2012 - 8 U 62/11
Zur Wirksamkeit einer im Erbvertrag getroffenen Schiedsanordnung
Die Feststellung der Bedeutung, die die Ehegatten mit einer Pflichtteilstrafklausel haben verbinden wollen, ist eine Frage der Testamentsauslegung im Einzelfall (vgl. OLG Hamm OLGR 2004, 210). - OLG Frankfurt, 24.03.2026 - 20 W 170/23
Zur Auslegung einer Pflichtteilsstrafklausel in einem Ehegattentestament
aa) Zwar ist in der obergerichtlichen Rechtsprechung anerkannt, dass hinter einer Pflichtteilsstrafklausel, ausweislich derer ein pflichtteilsberechtigter Abkömmling, der nach dem ersten Todesfall seinen Pflichtteil verlangt, auch nach dem Letztversterbenden nur den Pflichtteil erhalten soll, eine mit der Geltendmachung des Pflichtteils auflösend (bzw. mit der Nichtgeltendmachung aufschiebend) bedingte Einsetzung dieses Abkömmlings zum gewillkürten Schlusserben verborgen sein kann; diese Frage ist dann unter Würdigung aller für die Testamentsauslegung in Betracht kommenden Umstände des Einzelfalls zu beantworten (so z. B. KG Berlin, Beschluss vom 06.04.2018, 6 W 13/18, Tz. 31; Senat, Beschluss vom 02.08.2010, 20 W 49/09 , Tz. 16 ; OLG München, Beschluss vom 29.03.2006, 31 Wx 7/06, 31 Wx 8/06, Tz. 26; OLG Hamm, Beschluss vom 26.02.2004, 15 W 486/03, Tz. 22; OLG Saarbrücken, Beschluss vom 06.01.1994, 5 W 119/93, Tz. 29). - OLG Düsseldorf, 11.03.2025 - 3 W 4/25
Bindungswirkung der Schlusserbeneinsetzung: Wann ist ein Testament änderbar?
Es ist deshalb auch bei der Verwendung einer Strafklausel ohne weiteres möglich, dass Ehegatten im Rahmen ihrer Vorstellungen größeres Gewicht darauf legen, dem Überlebenden die freie Verfügung über den gemeinschaftlichen Nachlass einzuräumen, weil sie sich gegenseitig das Vertrauen entgegengebracht haben, der Überlebende werde unter Berücksichtigung der weiteren Entwicklung eine gerechte Regelung für die Schlusserbfolge treffen (OLG Hamm, Beschluss vom 26.02.2004 - 15 W 486/03, NJW-RR 2004, 1520, 1522, beck-online).
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