Rechtsprechung
| OLG Koblenz, 27.11.2007 - 13 WF 955/07 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Erstattungspflicht hinsichtlich Prozesskosten nach Bewilligung von Prozesskostenhilfe
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Geltendmachung eines Vergütungsanspruchs der Staatskasse i.R.d. Bewilligung von Prozesskostenhilfe ohne Raten gegenüber der unterlegenen Partei
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- lawgistic.de (Kurzmitteilung/Auszüge)
§ 59 RVG, § 123 ZPO
Übergangsanspruch kann auch gegen den erstattungspflichtigen Gegner geltend gemacht werden, wenn diese volle PKH erhalten hat.
Verfahrensgang
- AG Koblenz, 21.08.2007 - 19 F 348/06
- OLG Koblenz, 27.11.2007 - 13 WF 955/07
Papierfundstellen
- MDR 2008, 172
- FamRZ 2008, 805
- Rpfleger 2008, 144
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (5)
- BGH, 11.06.1997 - XII ZR 254/94
Inanspruchnahme des Prozeßgegners
Auszug aus OLG Koblenz, 27.11.2007 - 13 WF 955/07
Es kann aber keinen Unterschied machen, ob dem Gegner seinerseits Prozesskostenhilfe bewilligt ist und der Erstattungsanspruch auf die Staatskasse übergegangen ist oder ob der Gegner den Erstattungsanspruch im eigenen Namen geltend machen kann (ebenso OLG Karlsruhe, FamRZ 2005, 2002, 2003;… Hartmann, Kostengesetze, § 59 RVG , Rn. 6; BGH, MDR 1997, 887 ; OLG Köln, FamRZ 2004, 37 ;… vgl. auch Kalthoener/Büttner/Wrobel/Sachs, Prozesskostenhilfe und Beratungshilfe, 3. Aufl., Rn. 805). - OLG Karlsruhe, 24.01.2005 - 16 WF 171/04
Prozesskostenhilfe: Geltendmachung eines übergangenen Kostenerstattungsanspruchs …
Auszug aus OLG Koblenz, 27.11.2007 - 13 WF 955/07
Es kann aber keinen Unterschied machen, ob dem Gegner seinerseits Prozesskostenhilfe bewilligt ist und der Erstattungsanspruch auf die Staatskasse übergegangen ist oder ob der Gegner den Erstattungsanspruch im eigenen Namen geltend machen kann (ebenso OLG Karlsruhe, FamRZ 2005, 2002, 2003;… Hartmann, Kostengesetze, § 59 RVG , Rn. 6; BGH, MDR 1997, 887 ; OLG Köln, FamRZ 2004, 37 ;… vgl. auch Kalthoener/Büttner/Wrobel/Sachs, Prozesskostenhilfe und Beratungshilfe, 3. Aufl., Rn. 805). - OLG Köln, 05.05.2003 - 14 WF 64/03
Aufrechnung und Einrede durch die Staatskasse bei beigeordnetem Rechtsanwalt
Auszug aus OLG Koblenz, 27.11.2007 - 13 WF 955/07
Es kann aber keinen Unterschied machen, ob dem Gegner seinerseits Prozesskostenhilfe bewilligt ist und der Erstattungsanspruch auf die Staatskasse übergegangen ist oder ob der Gegner den Erstattungsanspruch im eigenen Namen geltend machen kann (ebenso OLG Karlsruhe, FamRZ 2005, 2002, 2003;… Hartmann, Kostengesetze, § 59 RVG , Rn. 6; BGH, MDR 1997, 887 ; OLG Köln, FamRZ 2004, 37 ;… vgl. auch Kalthoener/Büttner/Wrobel/Sachs, Prozesskostenhilfe und Beratungshilfe, 3. Aufl., Rn. 805). - BVerfG, 23.06.1999 - 1 BvR 984/89
Zur Kostenerstattungspflicht eines Beklagten, dem Prozeßkostenhilfe gewährt …
Auszug aus OLG Koblenz, 27.11.2007 - 13 WF 955/07
Die von der Beklagten angeführte Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (Beschluss vom 23. Juni 1999, Az.: 1 BvR 984/89) rechtfertigt ebenfalls keine abweichende Beurteilung. - OLG Karlsruhe, 18.12.1998 - 20 WF 37/98
Auszug aus OLG Koblenz, 27.11.2007 - 13 WF 955/07
Zwar wird in Rechtsprechung und Literatur teilweise die Auffassung vertreten, dass in den Fällen, in denen der unterlegenen Partei Prozesskostenhilfe ohne Raten bewilligt wurde, die Staatskasse den auf sie übergegangenen Vergütungsanspruch nicht gegenüber dieser Partei geltend machen könne (…vgl. Zöller/Philippi, ZPO , 26. Aufl., § 123 Rn. 5 sowie § 122 Rn. 6; OLG Karlsruhe, JurBüro 1999, 370 ; ebenso OLG Koblenz, Beschluss vom 7.11.83 - 13 WF 723/83, Kostenrechtsprechung, § 122 Nr. 21).
- OLG Celle, 20.05.2014 - 2 W 106/14
Grundsätze zur Geltendmachung der auf die Staatskasse übergegangenen …
Dieser Rechtsprechung sind die Oberlandesgerichte Köln (FamRZ 2004, 37), Koblenz (MDR 2008, 172), Nürnberg (FamRZ 2002, 479 und MDR 2008, 233), Zweibrücken (FamRZ 2008, 2140), Oldenburg (FamRZ 2009, 622) und Dresden (FamRZ 2010, 583) gefolgt. - OLG München, 01.08.2013 - 11 WF 1178/13
Geltendmachung von Kostenerstattungsansprüchen durch die Staatskasse bei …
Die Regelung in § 122 Abs. 1 Nr. 1 b ZPO beziehe sich nur auf das originäre Verhältnis der Staatskasse zu der Partei, der Prozesskostenhilfe gewährt worden sei (BGH NJW-RR 1998, 70 = FamRZ 1997, 1141 = MDR 1997, 887 ; OLG Dresden FamRZ 2010, 583 ; OLG Karlsruhe FamRZ 2005, 2002 ; OLG Zweibrücken FamRZ 2008, 2140 ; OLG Köln NJW-RR 2004, 439 = FamRZ 2004, 37 ; OLG Nürnberg MDR 2008, 233 ; OLG Koblenz MDR 2008, 172 ;… MünchKomm ZPO/Motzer, 4. Auflage, § 122 Rn. 13). - OLG Zweibrücken, 26.05.2008 - 5 WF 42/08
Geltendmachung übergegangener Kostenerstattungsansprüche durch die Justizkasse …
Es ist weiterhin umstritten, ob diese Wirkung der Bewilligung von Prozesskostenhilfe nur die Gebührenansprüche der eigenen Rechtsanwälte der Partei betrifft (so insb. BGH FamRZ 1997, 1141; OLG Köln FamRZ 2004, 37; OLG Karlsruhe FamRZ 2005, 202; OLG Nürnberg FamRZ 2008, 803; OLG Koblenz FamRZ 2008, 805;… Münchener Kommentar/Motzer, ZPO, 3. Aufl., § 123 Rdnr. 1 und § 123 Rdnr. 13;… Zimmermann, Prozesskostenhilfe, 3. Aufl. Rdnr. 544). - OLG Oldenburg, 07.11.2008 - 11 WF 248/08
Einfluss der Pflicht zur Kostenerstattung des Rechtsstreits im Verhältnis zum …
Der Senat sieht daher keine Veranlassung, seine in dem Beschluss 11 WF 110/03 vom 23.09.2003 zum Ausdruck gebrachte Rechtsauffassung, mit der er dem Bundesgerichtshof gefolgt ist (s. BGH JurBüro 1997, 648), zu ändern sondern bestätigt diese ausdrücklich (im Ergebnis ebenso Baumbach/Lauterbach u.a., ZPO, 66.Aufl., § 123 Rdn 4 a.E.. Motzer: in Münchener Kommentar ZPO, 3.Aufl., § 123 Rdn1. OLG Koblenz FamRZ 2008, 805. - OLG Schleswig, 01.07.2009 - 15 WF 116/09
Geltendmachung von übergegangenen Ansprüchen des beigeordneten Rechtsanwalts …
Auch stehen weder die Gesetzesmaterialien noch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in FamRZ 2000, 474 der Geltendmachung entgegen (vgl. BGH MDR 1997, 887 ; OLG Oldenburg, FamRZ 2009, 633 ; OLG Koblenz, FamRZ 2008, 805 , unter Aufgabe der früheren Rechtssprechung; OLG Nürnberg, FamRZ 2008, 803 ; OLG Zweibrücken, OLGR 2008, 658; OLG Karlsruhe, FamRZ 2005, 2002 ; OLG Köln, FamRZ 2004, 37 ; KG, MDR 1988, 420; OLG Düsseldorf, Rpfleger 1986, 448 ;… Baumbach/Lauterbach, 67. Aufl., Rn. 4 a. E. zu § 123 ZPO ;… MünchKomm-Motzer, 3. Aufl., Rn. 1 zu § 123 ZPO und Rn. 13 zu § 122 ZPO ;… Wieczorek/Schütze, 3. Aufl., Rn. 7 zu § 122 ZPO ;… Hartmann, Kostengesetze, 38. Aufl., Rn. 6 zu § 59 RVG ).
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Rechtsprechung
| OLG Frankfurt, 19.07.2007 - 5 WF 81/07 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- Justiz Hessen
§ 1600b Abs 1 S 2 BGB
Vaterschaftsanfechtung: Vererbung des Rhesus-Merkmals; Anfechtungsfrist bei Kenntnis von objektiv ungeeigneten Umständen zur Begründung von Zweifeln an der Abstammung - Judicialis
BGB § 1600 Abs. 1
- hefam (Datenbank hessische Familiengerichte)
BGB 1600b Abs. 1 S. 2
Anfangsverdacht Rhesusfaktor
- rechtsportal.de
BGB § 1600b Abs. 1 Satz 2
Vaterschaftsanfechtung: Lauf der Anfechtungsfrist nur bei Kenntnis objektiv geeigneter Umstände zur Infragestellung der Vaterschaft - Wolters Kluwer (Leitsatz und Volltext)
Beginn der Vaterschaftsanfechtungsfrist durch objektiv (naturwissenschaftlich) nicht geeignete Umstände zur Begründung eines Zweifels an der Abstammung; Begründeter Anfangsverdacht für eine Vaterschaftsanfechtungsklage bei biologisch unmöglicher Blutgruppenkonstellation
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- AG Büdingen, 20.03.2007 - 51 F 182/07
- OLG Frankfurt, 19.07.2007 - 5 WF 81/07
Papierfundstellen
- NJW Spezial 2008, 133
- NJW-RR 2008, 377
- FamRZ 2008, 805
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (2)
- BGH, 01.03.2006 - XII ZR 210/04
Gerichtliches Abstammungsgutachten auch dann verwertbar, wenn es nicht hätte …
Auszug aus OLG Frankfurt, 19.07.2007 - 5 WF 81/07
Für die Schlüssigkeit der Anfechtungsklage (Anfangsverdacht) und gleichlaufend damit für den Fristbeginn, verlangt der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung, dass der Anfechtungsberechtigte von Umständen erfahren muss, die unter Zugrundelegung der Würdigung durch einen verständigen Laien gegen eine Vaterschaft sprechen und im Hinblick auf die Vaterschaft auch objektiv erheblich sind (BGH FamRZ 2006 686, 687). - OLG Koblenz, 23.02.2006 - 7 UF 457/05
Vaterschaftsanfechtungsverfahren: Verwertbarkeit einer heimlich eingeholten …
Auszug aus OLG Frankfurt, 19.07.2007 - 5 WF 81/07
Die Umstände, die der Kläger -noch aufgrund einer falschen ärztlichen Auskunft- laienhaft unzutreffend würdigte, sind aber für sich genommen objektiv ungeeignet, Zweifel an der Vaterschaft zu begründen (vergleiche zu der Unterscheidung der Frage, ob für den Fristbeginn die Wahrnehmung des Klägers oder die hypothetischen Wahrnehmung eines verständigen Laien maßgeblich ist und/oder eine unzutreffende Wahrnehmung solcher Umstände oder eine unzutreffende Wertung, die Entscheidungsbesprechung von Dr. Thomas Richter FamRZ 2006 1220).
- OLG Bremen, 02.03.2012 - 4 WF 20/12
Voraussetzungen der Vaterschaftsanfechtung; Begründung des Anfangsverdachts i.S. …
Das OLG Koblenz und das OLG Frankfurt a.M. sind daher in ihren Entscheidungen vom 09.03.2007 (FamRZ 2007, 1675) bzw. 19.07.2007 (FamRZ 2008, 805) davon ausgegangen, dass die ständige Rechtsprechung des BGH zu den an eine Vaterschaftsanfechtung zu stellenden Voraussetzungen fort gilt und auch weiterhin eine Anfechtungsklage nicht auf bloße Gerüchte, Vermutungen oder unbestimmte Äußerungen dritter Personen gestützt werden kann (…so auch OLG Koblenz, a.a.O.). - OLG Celle, 16.12.2024 - 21 WF 178/23
Anfangsverdacht für eine Anfechtung der Vaterschaft wegen der unterschiedlichen …
Da die laienhaft falsche Bewertung von Umständen, die objektiv naturwissenschaftlich nicht geeignet sind, Zweifel an der Abstammung zu begründen, die Anfechtungsfrist nicht in Gang setzt (vgl. OLG Frankfurt FamRZ 2008, 805 [zur naturwissenschaftlich falschen Aussage eines Hausarztes zur Vererbung des Rhesusfaktors]), kann mit Kenntnis der mit einem Elternteil übereinstimmenden Hautfarbe die Anfechtungsfrist nicht beginnen.
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