Rechtsprechung
| OLG Brandenburg, 18.11.2013 - 3 UF 15/13 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- OLG Brandenburg, 12.11.2013 - 3 UF 15/13
- OLG Brandenburg, 18.11.2013 - 3 UF 15/13
Papierfundstellen
- FamRZ 2014, 1302
Wird zitiert von ... (6)
- OLG Hamm, 09.03.2016 - 2 UF 226/15
Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes; gleichartige Anrechte
Eine Wertidentität ist nicht erforderlich, ausreichend ist eine strukturelle Übereinstimmung in den wesentlichen Fragen, z.B. beim Leistungsspektrum, bei der Finanzierungsart, bei der Anpassung von Anrechten und bei den laufenden Versorgungen (…vgl. BGH, FamRZ 2013, 1636, 1637 Rn. 13; OLG Brandenburg, FamRZ 2014, 1302, bei juris Langtext Rn. 11;… Breuers, in: juirsPK-BGB, Band 4, 7. Auflage 2014, Stand: 04.01.2016, § 18 VersAusglG Rn 44).Auf dieser Grundlage werden die Anrechte aus den verschiedenen Zusatzversorgungen des öffentlichen Dienstes regelmäßig als gleichartig angesehen (vgl. OLG Stuttgart, FamRZ 2015, 1502f, bei juris Langtext Rn 11ff; KG, FamRZ 2015, 929f, bei juris Langtext Rn 8ff; OLG Brandenburg, FamRZ 2014, 1302, bei juris Langtext Rn. 11; OLG Schleswig, FamRZ 2014, 789, 790, bei juris Langtext Rn 26; OLG Hamm, Beschluss vom 21.08.2013, AZ: 8 UF 126/13, bei juris Langtext Rn 3; OLG Köln, FamRZ 2012, 1806;… Breuers, in: juirsPK-BGB, a.a.O., § 18 VersAusglG Rn 52 m.w.N.; Ruland, NJW 2009, 2781, 2783).
Denn die Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst stellt eine besondere Form eines Anrechts in der betrieblichen Altersversorgung dar, wobei der Gesetzgeber für die Ermittlung des Ehezeitanteils in § 45 Abs. 3 VersAusglG eine Sondervorschrift geschaffen hat (vgl. hierzu: OLG Brandenburg, FamRZ 2014, 1302, bei juris Langtext Rn. 11;… Holzwarth, in: Johannsen/Henrich, Kommentar zum Familienrecht, 6. Auflage 2015, § 45 VersAusglG Rn. 69ff).
Die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes ist überwiegend umlagefinanziert (vgl. OLG Brandenburg, FamRZ 2014, 1302, bei juris Langtext Rn. 11; OLG Karlsruhe, FamRZ 2011, 641, 642;… Holzwarth, in: Johannsen/Henrich, Kommentar zum Familienrecht, 6. Auflage 2015, § 45 VersAusglG Rn. 92).
Bei der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes werden Versorgungspunkte erworben, zu deren Ermittlung das individuelle Entgelt des Versicherten zum Durchschnittsentgelt aller Versicherten mittels eines festgesetzten statischen Referenzentgelts ins Verhältnis gesetzt und sodann mit einem Altersfaktor multipliziert wird (vgl. OLG Brandenburg, FamRZ 2014, 1302, bei juris Langtext Rn. 11; OLG Karlsruhe, FamRZ 2011, 641, 642).
Zwischen den Satzungen der einzelnen Versorgungsträger besteht weitgehend Übereinstimmung (vgl. OLG Brandenburg, FamRZ 2014, 1302, bei juris Langtext Rn. 11).
- OLG Hamm, 15.02.2016 - 5 UF 139/15
Zulässigkeit der Beschwerde eines Versorgungsträgers gegen den …
Rügt ein Versorgungsträger, obwohl er nicht zu den Regelsicherungssystemen im Sinne des § 32 VersAusglG zählt, die fehlerhafte Durchführung des Versorgungsausgleichs in Bezug auf ein Anrecht bei einem anderen Versorgungsträger, fehlt es regelmäßig an der Beschwerdebefugnis (OLG Brandenburg, FamRZ 2011, 38; FamRZ 2014, 1302).Rn. 25 Ein Versorgungsträger kann zwar in den Fällen einer unrichtigen Beurteilung der gesetzlichen Anwendungsvoraussetzungen von § 18 VersAusglG die Beeinträchtigung einer eigenen Rechtsposition geltend machen (vgl. BGH, FamRZ 2013, 612; OLG Brandenburg, FamRZ 2014, 1302).
- OLG Frankfurt, 30.01.2025 - 4 UF 138/24
Verorgungsausgleich: Gleichartigkeit gem. § 18 Abs. 1 VersAusglG
Eine Wertidentität ist nicht erforderlich, ausreichend ist eine strukturelle Übereinstimmung in den wesentlichen Fragen, zum Beispiel bei Leistungsspektrum, Finanzierungsart, Anpassung von Anrechten und den laufenden Versorgungen (vgl. BGH FamRZ 2013, 1636; OLG Brandenburg FamRZ 2014, 1302).Die Ermittlung des Ehezeitanteils würde sich bei Anrechten aus einer Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes stets nach § 45 Abs. 3 VersAusglG richten (vgl. OLG Brandenburg FamRZ 2014, 1302), die Versorgung sei überwiegend umlagefinanziert und für die Ermittlung der auszugleichenden Versorgungspunkte sei stets das individuelle Entgelt des Versicherten mittels eines festgesetzten statischen Referenzentgelts in ein Verhältnis zum Durchschnittsentgelt aller Versicherten zu setzen und sodann mit einem Altersfaktor zu multiplizieren.
- OLG Schleswig, 31.01.2025 - 15 UF 197/24
Bagatellprüfung im Versorgungsausgleichsverfahren bei Anrechten in der …
Rn. 18 (1) In der Vergangenheit ist in der obergerichtlichen Rechtsprechung überwiegend angenommen worden, dass Anrechte in der Pflichtversicherung unterschiedlicher Träger der Zusatzversorgung des öffentlichen und kirchlichen Dienstes grundsätzlich gleichartig im Sinne von § 18 Abs. 1 VersAusglG seien (OLG Köln FamRZ 2012, 1806; OLG Hamm, Beschluss vom 21. August 2013, Az. II-8 UF 126/13, zitiert nach juris; OLG Schleswig FamRZ 2014, 789; OLG Brandenburg FamRZ 2014, 1302; OLG Frankfurt FamRZ 2015, 505; OLG Stuttgart FamRZ 2015, 1502; OLG Hamm NJW-RR 2016, 774; OLG Koblenz, Beschluss vom 6. April 2017, Az. 7 UF 127/17, zitiert nach juris; OLG Frankfurt FamRZ 2019, 1781). - OLG Düsseldorf, 31.10.2019 - 1 UF 145/19 Geht es um eine fehlerhafte Anwendung des § 18 Abs. 1 VersAusglG, gilt dies nicht nur für das bei dem betreffenden Versorgungsträger bestehende, sondern gleichermaßen für das bei dem anderen Versorgungsträger bestehende gleichartige Anrecht (BGH FamRZ 2016, 794; OLG Brandenburg, FamRZ 2014, 1302 f., juris Tz. 6).
- AG Gemünden/Main, 17.03.2025 - 2 F 268/24
Vergleichbarkeit und Differenz der Ausgleichswerte von Anrechten bei der …
Vor diesem Hintergrund sind die Anrechte aus den verschiedenen Zusatzversorgungen des öffentlichen Dienstes gleichartig (OLG Brandenburg 12.11.2013 - 3 UF 100/12, FamRZ 2014, 1302 LS = juris Rn. 8).
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