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Rechtsprechung
   OLG Karlsruhe, 13.03.1980 - 16 UF 131/79   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1980,17443
OLG Karlsruhe, 13.03.1980 - 16 UF 131/79 (https://dejure.org/1980,17443)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 13.03.1980 - 16 UF 131/79 (https://dejure.org/1980,17443)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 13. März 1980 - 16 UF 131/79 (https://dejure.org/1980,17443)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • familienrecht-deutschland.de PDF

    ZPO §§ 323, 794
    Verfahrensrecht; Möglichkeit rückwirkender Abänderung von gerichtlichen Vergleichen oder vollstreckbaren Urkunden.

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • MDR 1980, 585
  • FamRZ 1980, 896 (Ls.)
 
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Wird zitiert von ... (8)Zitiert selbst (3)

  • BGH, 19.06.1962 - VI ZR 100/61
    Auszug aus OLG Karlsruhe, 13.03.1980 - 16 UF 131/79
    In der Praxis wird hinsichtlich der Abänderung der Höhe nach zwischen Urteil, gerichtlichem Vergleich und vollstreckbarer Urkunde kein Unterschied gemacht (für den gerichtlichen Vergleich anscheinend ebenso BGH NJW 1962, 2147, vgl. im übrigen Heinrichs in Palandt, BGB 39. Aufl.

    Man kann die Auffassung vertreten (BGH NJW 1962, 2147), daß gerichtliche Vergleiche dadurch "ungünstiger gestellt« seien als außergerichtliche, wenn man außer Betracht läßt, daß jeder Vertragspartner auch gegen ein rückwirkendes Abänderungsbegehren des anderen Vertragsteils geschützt ist.

  • OLG Karlsruhe, 05.04.1979 - 5 UF 171/78

    Titulierung einer Unterhaltsforderung; Unterhaltstitel; Klageerhebung

    Auszug aus OLG Karlsruhe, 13.03.1980 - 16 UF 131/79
    Das gilt entsprechend für die Errichtung einer Urkunde gemäß § 794 Abs. 1 Nr. 5 ZPO, durch die ein Unterhaltsprozeß vermieden werden soll (vgl. hierzu OLG Karlsruhe FamRZ 1979, 630).
  • BGH, 09.07.1963 - VI ZR 197/62
    Auszug aus OLG Karlsruhe, 13.03.1980 - 16 UF 131/79
    Die von dem Bundesgerichtshof (NJW 1963, 2076) vertretene (wohl noch herrschende) Auffassung, das Gesetz habe in § 323 ZPO für die Änderung von Urteilen eine eigene materiell-rechtliche Grundlage geschaffen, die bei gerichtlichen Vergleichen von vornherein nach sachlichem Recht gegeben sei, und es sei kein Anhalt dafür gegeben, daß die Grundsätze des materiellen Rechts in bezug auf die Abänderbarkeit gerichtlicher Vergleiche durch § 323 Abs. 4 ZPO hätten eingeengt werden sollen, führt jedoch dazu, daß § 323 Abs. 3 ZPO bei der Abänderung von gerichtlichen Vergleichen und vollstreckbaren Urkunden überhaupt nicht angewandt wird.
  • BGH, 25.02.1981 - IVb ZR 543/80

    Beginn des Trennungs-Vorsorgeunterhaltsanspruchs

    Abweichend vom dargelegten Standpunkt des Berufungsgerichts, der auch sonst - wenn auch teilweise mit Einschränkungen - geteilt wird (vgl. OLG Stuttgart FamRZ 1979, 588; OLG Celle FamRZ 1980, 896;… MünchKomm/Richter, Ergänzung zu § 1578 Rdn. 14 e;… Palandt/Diederichsen, BGB 40. Aufl. § 1361 Anm. 4 a i.V. mit § 1578 Anm. 3;… Rolland, 1. EheRG § 1578 Rdn. 11), kommt es nach anderer Auffassung darauf an, dem Berechtigten monatliche Beiträge zukommen zu lassen, die unter Berücksichtigung bereits vorhandener und noch zu erwartender Anwartschaften im Versicherungsfall zu angemessenen Versorgungsleistungen führen (vgl. OLG Karlsruhe FamRZ 1978, 501;… Bastian/Roth-Stielow/Schmeiduch, 1. EheRG § 1578 Rdn. 13;… Gernhuber, Familienrecht § 30 X 2, S. 415 - nur für den Unterhalt nach § 1578 Abs. 3 BGB; Hampel FamRZ 1979, 249, 252 - für die Fälle unbeschränkter Leistungsfähigkeit; Kuch AnwBl 1980, 90;… Schwab, Handbuch des Scheidungsrechts Rdn. 334 ff,).

    Das ist nicht zu beanstanden (a.A. OLG Celle FamRZ 1980, 896 und Palandt/Diederichsen, aaO, die bei der Umrechnung den Betrag für die Steuern und die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung außer Betracht lassen und davon ausgehen, daß der Nettobetrag 82 % des fiktiven Bruttoeinkommens betrage;… vgl. auch Kalthoener/Haase-Becher/Büttner, Rechtsprechung zur Höhe des Unterhaltsrechts 2. Aufl. Rdn. 186).

  • OLG Düsseldorf, 13.02.1981 - 3 UF 124/80
    Beitragsbemessung in Höhe von 18% (ab dem 1. Januar 1981: 18, 5%) der laufenden Unterhaltsrente des Unterhaltsberechtigten, wobei unterschiedliche konkrete oder pauschale Berechnungsmethoden angewandt werden (vgl. OLG Bremen FamRZ 1979, 121; OLG Stuttgart FamRZ 1979, 588; OLG Celle FamRZ 1980, 896; OLG Köln FamRZ 1981, 43;… Diederichsen in Palandt, BGB 40. Aufl. § 1578 Anm. 3;… Richter in MünchKomm, Ergänzungsband Rdn. 14 Anm. e).

    Der Gleichbehandlungsgrundsatz (Art. 3 Abs. 2 GG) erfordert deshalb, bei der Bemessung des Vorsorgeunterhalts ebenfalls an die Bruttounterhaltsrente anzuknüpfen (vgl. u.a. OLG Bremen FamRZ 1979, 121; OLG Celle FamRZ 1980, 896;… Diederichsen, aaO;… Richter, aaO).

    Insofern ist die Berechnungsmethode des Oberlandesgerichts Celle (FamRZ 1980, 896), wonach zwecks Ermittlung der Bruttounterhaltsrente die Nettounterhaltsrente um 18% zu erhöhen ist, abzulehnen, weil die Bemessungsgrundlage zu Lasten des Unterhaltsberechtigten zu niedrig ist, denn bei dem Unterhaltspflichtigen richtet sich die Bemessungsgrundlage nach seinem Bruttoeinkommen vor dem Abzug der Altersvorsorge-, Krankenversicherungs- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge sowie der Steuern.

    Der Vorsorgeunterhalt ist in der Quote des laufenden Unterhalts, insbesondere in der von dem Senat nach Maßgabe der Düsseldorfer Tabelle angewandten, nicht enthalten und zusätzlich zu berücksichtigen (vgl. u.a. OLG Bremen FamRZ 1979, 121, 122; OLG Stuttgart FamRZ 1979, 588; OLG Celle FamRZ 1980, 896;… Krenzler, aaO; a.A. wohl die Familiensenate des Kammergerichts; vgl. Ehlert, FamRZ 1980, 1083, 1084).

  • OLG Bamberg, 10.03.1981 - 7 UF 96/80
    Die herrschende Meinung vertritt heute den Standpunkt, daß aus dem von dem Unterhaltsschuldner zu zahlenden Grundunterhalt hypothetisch ein Bruttoeinkommen errechnet werden muß, von welchem sodann entsprechend den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteilen zur Sozialversicherung insgesamt 18% als Vorsorgeunterhalt zu zahlen sind (so OLG Bremen FamRZ 1979, 121; OLG Stuttgart FamRZ 1979, 588; OLG Celle FamRZ 1980, 896;… Diederichsen, aaO § 1578 Anm. 3).

    Diesen Vorsorgeunterhalt in Höhe von 734 DM kann die Klägerin zu 1) jedoch erst seit dem 4. Dezember 1980, dem Zeitpunkt der erstmaligen Geltendmachung dieses Anspruchs durch Zustellung der Berufungsbegründungsschrift vom 1. Dezember 1980 verlangen (OLG Celle FamRZ 1980, 896, 897), da dieser Anspruch zwar mit Rechtshängigkeit des Scheidungsverfahrens gesetzlich möglich ist, aber erst mit seiner erstmaligen Geltendmachung fällig wird.

  • BGH, 03.03.1982 - IVb ZR 637/80

    Prozessvergleich über künftig fällig werdende wiederkehrende Leistungen - …

    Insbesondere in neuerer Zeit haben sich die kritischen Stimmen vermehrt (KG FamRZ 1978, 933; OLG Frankfurt (1. Familiensenat) FamRZ 1979, 963; OLG Karlsruhe FamRZ 1980, 896 (LS) und FamRZ 1980, 917; OLG München FamRZ 1980, 922 (Berufungsurteil in der vorliegenden Sache); Bauer, JR 1965, 255;… Brühl/Göppinger/Mutschier, Unterhaltsrecht 3. Aufl. Band 2 Rdn. 1749 ff.; Bull, FamRZ 1961, 518; Gabius, NJW 1976, 313; Grunsky, ZZP 77, 315; Haase, JuS 1967, 457; ders. NJW 1967, 1741 [BGH 29.05.1967 - III ZR 126/66];… Rosenberg/Schwab, Zivilprozeßrecht 13. Aufl. § 132 V = S. 784).
  • OLG Köln, 09.02.1982 - 4 UF 214/81

    Abänderung eines Prozessvergleichs

    Der Senat bejaht die entsprechende Anwendung des § 323 Abs. 3 ZPO auf Prozeßvergleiche (ebenso OLG München FamRZ 1980, 922 mit zahlreichen weiteren Nachweisen; OLG Karlsruhe FamRZ 80, 896 und 917; KG FamRZ 1978, 933; OLG Frankfurt FamRZ 1979, 963; LG Oldenburg MDR 1978, 322 m.w.N.; anderer Ansicht BGH FamRZ 1963, 558 ff.; FamRZ 1979, 210 (211); OLG Saarbrücken FamRZ 1979, 929-930: OLG Köln (21.Zivilsenat) FamRZ 1978, 252; die letzteren Entscheidungen enthalten jedoch keine eigenständigen Begründungen, sondern beziehen sich jeweils auf BGH FamRZ 1963, 558 ff.).
  • OLG Hamm, 17.12.1980 - 5 UF 349/80

    Festsetzung eines an den geschiedenen Ehegatten zu zahlenden Unterhaltsbetrags; …

    Rn. 94 Bei der Bemessung des Vorsorgeunterhalts, über dessen Höhe der Gesetzgeber keine näheren Vorstellungen entwickelt hat (vgl. dazu Hampel, FamRZ 1979, 249; OLG Karlsruhe, FamRZ 1978, 501; OLG Bremen, FamRZ 1979, 121; OLG Stuttgart, FamRZ 1979, 588; OLG Celle, FamRZ 1980, 896), geht der Senat in Übereinstimmung mit dem OLG Bremen und dem OLG Celle (…FamRZ 1979 bzw. 1980 aaO) von dem allgemeinen Unterhaltsbetrag aus, den der Beklagte der Klägerin zu zahlen hat, d. h. von monatlich 347, 78 DM von Oktober bis Dezember 1980 und von 409, 73 DM monatlich ab Januar 1981.
  • OLG Zweibrücken, 09.02.1981 - 2 UF 153/80
    Mit diesem Ausgangspunkt befindet sich der Senat in Übereinstimmung mit der - soweit ersichtlich - überwiegenden obergerichtlichen Rechtsprechung (vgl. OLG Bremen FamRZ 1979, 121, 122; OLG Stuttgart FamRZ 1979, 588, 589; OLG Celle FamRZ 1980, 896; a.A. wohl OLG Karlsruhe FamRZ 1978, 501).
  • OLG Karlsruhe, 26.03.1980 - 2 WF 14/80
    Der Senat schließt sich jedoch der gegenteiligen Ansicht des 16. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Karlsruhe (Urteil vom 13. März 1980 - MDR 1980, 585) an; auch er ist der Auffassung, daß der Wortlaut des Gesetzes und die Bedürfnisse der Praxis eine Gleichstellung von Urteilen und gerichtlichen Vergleichen hinsichtlich der Abänderbarkeit verlangen.
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