Rechtsprechung
| BVerwG, 14.10.1958 - I CB 149.58 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Anforderungen an den Widerruf einer Gewerbezulassung - Persönliche Unzuverlässigkeit als Versagungsgrund der Gewerbezulassung - Anfechtbarkeit eines Widerrufs der Gewerbezulassung - Voraussetzungen der Gewährung einer Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - ...
Papierfundstellen
- NJW 1959, 404
- MDR 1959, 61
- DVBl 1959, 284
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (1)
- BVerwG, 17.01.1957 - I C 34.56
Auszug aus BVerwG, 14.10.1958 - I CB 149.58
Der erkennende Senat hat in seiner - auch in der Begründung des Berufungsurteils angeführten - Entscheidung vom 17. Januar 1957 (BVerwGE 4, 233) ausgesprochen, daß § 79 Abs. 2 des Güterkraftverkehrsgesetzes vom 17. Oktober 1952 (BGBl. I S. 697), demzufolge die in Abs. 1 dieser Vorschrift vorgesehene Verwaltungsbeschwerde binnen einer bestimmten Frist zu begründen ist, nicht als zwingende Formvorschrift, sondern als eine Ordnungsvorschrift anzusehen, folglich die Behörde nicht gehindert sei, im Einzelfall über eine Versäumung der Begründungsfrist hinwegzusehen und in der Sache selbst zu entscheiden.
- BVerwG, 26.05.1967 - VII B 107.64
Rechtsmittel
Zum gleichen Ergebnis kamen der V. Senat in seinemUrteil vom 27. November 1963 (BVerwG V CB 76.63 = DVBl. 1964, 190) und der VIII. Senat in demUrteil vom 16. Januar 1964 (BVerwG VIII C 72.62 = DVBl. 1965, 89 = JZ 1965, 289 [BVerwG 16.01.1964 - VIII C 72/62] = MDR 1964, 782 [BVerwG 16.01.1964 - VIII C 72/62]) sowie bereits früher die Urteile des I. Senats vom 17. Januar 1957 (BVerwGE 4, 233) undvom 14. Oktober 1958 (BVerwG I CB 149.58 = DVBl. 1959, 284).Soweit die Beschwerde vorträgt, die Erwägungen des I. Senats in dem Urteil vom 17. Januar 1957 (BVerwGE 4, 233) träfen für den zu entscheidenden Fall nicht zu, weil die Vorschriften des § 70 VwGO in Verbindung mit § 60 Abs. 1 bis 4 VwGO anders als § 79 GüKG zwingende Formvorschriften im Sinne desUrteils des gleichen Senats vom 14. Oktober 1958 (BVerwG I CB 149.58 = DVBl. 1959, 284) darstellten, so kann dem nach dem Urteil des VIII. Senats vom 16. Januar 1964 keine Bedeutung mehr zukommen.
- BVerwG, 29.10.1968 - IV B 7.68
Baugenehmigung für eine geplante Tankstelle - Rücknahme rechtswidrig …
Denn jedenfalls ist dies - wie bereits in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zu erkennen gegeben ist (vgl. Urteil vom 14. Oktober 1958 - BVerwG I CB 149.58 - in DVBl. 1959, 284 [285]) - dann der Fall, wenn durch eine Änderung des Verwaltungsakts auf Grund eines unzulässigen Widerspruchs Rechte Dritter verletzt würden; insoweit ist die "Sachherrschaft" der Widerspruchsbehörde eingeschränkt. - BVerwG, 24.02.1959 - I C 160.57
Widerspruch/Zulassung, nachträgliche; Wertermittlung/Wertermittlungsfeststellung; …
Insbesondere sind sie nicht gehindert, belastende Verwaltungsakte auf Gegenvorstellungen aufzuheben, wenn sie zu der Überzeugung gelangen, daß sie nicht gerechtfertigt waren (vgl. BVerwGE 4, 233 und Urteil des erkennenden. Senatsvom 14. Oktober 1958 - BVerwG I CB 149.58 - [NJW 1959 S. 404 = DVBl. 1959 S. 284]).
- BVerwG, 04.10.1965 - IV C 27.65
Rechtmäßigkeit einer in einer Baugenehmigung auferlegten Verpflichtung zur …
Der I. Senat des Bundesverwaltungsgerichts hat in ständiger Rechtsprechung die Auffassung vertreten, daß § 2 der Reichsgaragenordnung - RGaO - nicht zum Bodenrecht, sondern in den Bereich des Bauordnungsrechts gehört (BVerwG I C 86.54 in NJW 1955, 1452; BVerwG I C 125.56 und BVerwG I CB 32.58 in MDR 1959, 61). - BVerwG, 17.04.1968 - IV B 91.67
Versäumung der Beschwerdefrist wegen Abfindung - Nachträglicher Ausgleich für …
Die Ansicht des Klägers, das Urteil des Flurbereinigungsgerichts weiche von der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts in den Entscheidungen vom 14. Oktober 1958 - BVerwG I CB 149.58 -, vom 26. November 1959 - BVerwG VII CB 165.59 -, vom 24. Juni 1960 - BVerwG VII C 53.60 -, vom 21. Oktober 1960 - BVerwG IV C 368.59 -, vom 16. Januar 1964 - BVerwG VIII C 72.62 - ab, ist nicht zutreffend. - BVerwG, 26.10.1961 - III C 204.59
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Es kann im übrigen dahingestellt bleiben, ob in jedem Fall eine sachliche Beschwerdeentscheidung als Wiedereinsetzung anzusehen ist, ob die Verwaltungsgerichte, falls keine Rüge von dritter Seite vorliegt, die Rechtzeitigkeit der Beschwerde zu überprüfen haben (vgl. Hamb. OVG, Urteil vom 8. Juli 1958 [MDR 1959 S. 609]; BVerwG, Urteil vom 14. Oktober 1958 - BVerwG I CB 149.58 - [NJW 1959 S. 404 = GewArch. - BVerwG, 02.11.1961 - I B 34.61
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Die Reichsgaragenordnung geht davon aus, daß die öffentlichen Straßen und Wege dem fließenden Verkehr dienen und nicht dazu bestimmt sind, auch den ruhenden Verkehr aufzunehmen (Beschluß vom 12. Mai 1959 - BVerwG I B 159.58 - vom 14. Oktober 1958 - BVerwG I CB 32.58 - [MDR 1959 S. 61]; Urteil vom 30. Oktober 1958 - BVerwG I C 104.57 - [DVBl. 1959 S. 99]). - BVerwG, 04.07.1961 - I B 61.61
Einordnung einer Bedingung zur Errichtung von Kraftfahrzeugstellplätzen als …
Daß die Reichsgaragenordnung mit Art. 14 GG in Einklang steht und § 2 Abs. 1 und 2 nicht gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen, hat der Senat im Urteil vom 26. Mai 1955 (BVerwGE 2, 122) und im Beschluß vom 14. Oktober 1958 - BVerwG I CB 32.58 - (MDR 1959 S. 61) bereits ausgesprochen. - BVerwG, 22.12.1958 - V B 165.58
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In einem ähnlichen Fall, in dem es sich zwar nicht um eine verspätet eingelegte, sondern um eine verspätet begründete Beschwerde handelte - nach der dort maßgebenden Rechtslage bestand eine Beschwerdebegründungsfrist -, hat das Bundesverwaltungsgericht durchUrteil vom 14. Oktober 1958 - BVerwG I CB 149.58 - eine Entscheidung getroffen, die folgenden Leitsatz trägt: "Hat die Beschwerdebehörde über eine nicht fristgerecht ... begründete Beschwerde sachlich entschieden, so darf dem Beschwerdeführer die Verspätung der Begründung grundsätzlich auch im anschließenden Verwaltungsstreitverfahren nicht mehr entgegengehalten werden." Es bedarf der Prüfung, ob diese Erwägungen auch in Fällen der vorliegenden Art maßgebend sein müssen. - BVerwG, 22.01.1959 - V B 161.58
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Im Revisionsverfahren wird voraussichtlich die grundsätzliche Rechtsfrage geklärt werden können, ob die Gewährung der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand durch die Einspruchs- oder Beschwerdebehörde von den Verwaltungsgerichten nachzuprüfen ist (BVerwGE 4, 233;Urteil vom 14. Oktober 1958 - BVerwG I CB 149.58 -).
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