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| BDH, 05.11.1957 - I D 26/57 |
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- Wolters Kluwer
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- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (14)
- BGH, 13.02.1951 - 4 StR 32/50
Verurteilung wegen im Dritten Reich begangener Straftaten - Anwendung des § 47 …
Auszug aus BDH, 05.11.1957 - I D 26/57
§ 47 Abs. 1 MStGB auf Taten noch anzuwenden, die unter seiner Geltung begangen worden sind (BGH NJW 1951, 323).Jedenfalls hätten die Versuche Klarheit darüber geschaffen, ob der Vorgesetzte gewillt war, mit schärfsten Mitteln gegen die Untergebenen einzuschreiten, und dann erst zu einer Zwangslage im Sinne der §§ 52, 54 StGB führen können (vgl. auch BGH NJW 1951, 323 und KG in HESt 1, 89).
Daß ein schuldhaftes Tötungsdelikt in solchen Fällen gegeben ist, entspricht den Ergebnissen der deutschen Rechtsprechung und Rechtslehre nach dem Zusammenbruch (…vgl. von Weber a.a.O. S. 34 ff: ergänzend hierzu Würtenberger NDR 1948, 271 ff;… "Der verbrecherische Befehl" a.a.O.;… zur Erschießung gefangen genommener Feindflieger: BGHSt 6, 1205 von Weber a.a.O. S. 38;… Würtenberger a.a.O. S. 271; zur Tötung auf Befehl: BGHSt 2, 251; BGH NJW 1951, 323; BGH Lind./Möhr Nr. 3 zu § 47 MstGB; KG in HESt 1, 85; OLG Hamburg MDR 1947, 241 [OLG Hamburg 18.06.1947 - Ss 37/47]; OLG Bremen MDR 1948, 28 [OLG Bremen 18.09.1947 - Ss 1/47]; OLG Frankfurt a.M. HESt 1, 67; OLG Stuttgart HESt 1, 21; OLG Freiburg HESt 2, 365; zum sonstigen Handeln auf Befehl: OGH Br Z 1, 310).
- BGH, 22.01.1952 - 1 StR 485/51
Auszug aus BDH, 05.11.1957 - I D 26/57
In BGHSt 2, 251 hat der Bundesgerichtshof ausgesprochen:.Daß ein schuldhaftes Tötungsdelikt in solchen Fällen gegeben ist, entspricht den Ergebnissen der deutschen Rechtsprechung und Rechtslehre nach dem Zusammenbruch (…vgl. von Weber a.a.O. S. 34 ff: ergänzend hierzu Würtenberger NDR 1948, 271 ff;… "Der verbrecherische Befehl" a.a.O.;… zur Erschießung gefangen genommener Feindflieger: BGHSt 6, 1205 von Weber a.a.O. S. 38;… Würtenberger a.a.O. S. 271; zur Tötung auf Befehl: BGHSt 2, 251; BGH NJW 1951, 323; BGH Lind./Möhr Nr. 3 zu § 47 MstGB; KG in HESt 1, 85; OLG Hamburg MDR 1947, 241 [OLG Hamburg 18.06.1947 - Ss 37/47]; OLG Bremen MDR 1948, 28 [OLG Bremen 18.09.1947 - Ss 1/47]; OLG Frankfurt a.M. HESt 1, 67; OLG Stuttgart HESt 1, 21; OLG Freiburg HESt 2, 365; zum sonstigen Handeln auf Befehl: OGH Br Z 1, 310).
- BGH, 14.10.1952 - 1 StR 791/51
Notstandshandlung - Rettungshandlung - Abwehr einer drohenden Gefahr - Strafbare …
Auszug aus BDH, 05.11.1957 - I D 26/57
Fehlt dem Täter, infolge eines Verbotsirrtums das Unrechtsbewußtsein, hätte er es aber bei gehöriger Anspannung seines Gewissens haben können, so bleibt die mit Wissen und Willen begangene Tat ein vorsätzliches Delikt, dessen Schuldumfang sich nach dem Umfang der Vermeidbarkeit des Irrtums bestimmt (vgl. BGHSt 2, 194 [BGH 18.03.1952 - GSSt - 2/51]; 3, 271 [BGH 10.10.1952 - 1 ARs 118/52]/277; OGHBrZSt 2, 129; 3, 10;… Schönke-Schröder StGB 7. Aufl. § 59 Anm. IX 2, 3;… Schwarz StGB 16. Aufl. § 59 Anm. 3 B).Die Anwendung der §§ 52, 54 StGB setzt überdies außer einer Gefahrenlage voraus, daß sich der Täter in dem Bewußtsein der ihm selbst drohenden Gefahr und dem Bestreben, ihr auszuweichen, zu der befohlenen Handlung entschlossen hat (BGHSt 3, 271; OGH Br Z 1, 310), im Falle des § 52 StGB muß der Wille durch Drohung gebeugt worden sein (BGHSt 3, 275 [BGH 14.10.1952 - 1 StR 791/52]; OGHBrZSt 1, 313).
- BGH, 19.03.1953 - 3 StR 765/52
Erschiessung eines aufgegriffenen russischen Kriegsgefangenen wegen angeblicher …
Auszug aus BDH, 05.11.1957 - I D 26/57
Bei einem solchen sind aber im Rahmen des § 47 Abs. 1 Nr. 2 MStGB nach dem Wortlaut dieser Vorschrift und der Eigenart der militärischen Befehlsverhältnisse die allgemeinen Grundsätze über den Verbotsirrtum nicht anwendbar (BGHSt 5, 239; BGH Lind./Mohr. Nr. 3 zu § 47 MStGB).Die Ordnungspolizei galt als in besonderem Einsatz befindlich (BGHSt 5, 239).
- BGH, 18.03.1952 - GSSt 2/51
Bewußtsein der Rechtswidrigkeit
Auszug aus BDH, 05.11.1957 - I D 26/57
Während das frühere Reichsgericht dem Bewußtsein der Rechtswidrigkeit nicht allgemeine Bedeutung beimaß, tritt nach der sogenannten Schuldtheorie, die auch in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Beschluß des Großen Senats für Strafsachen BGHSt 2, 194 [BGH 18.03.1952 - GSSt - 2/51]) eine Rolle spielt, das Unrechtsbewußtsein als selbständiges Schuldelement neben den Vorsatz.Fehlt dem Täter, infolge eines Verbotsirrtums das Unrechtsbewußtsein, hätte er es aber bei gehöriger Anspannung seines Gewissens haben können, so bleibt die mit Wissen und Willen begangene Tat ein vorsätzliches Delikt, dessen Schuldumfang sich nach dem Umfang der Vermeidbarkeit des Irrtums bestimmt (vgl. BGHSt 2, 194 [BGH 18.03.1952 - GSSt - 2/51]; 3, 271 [BGH 10.10.1952 - 1 ARs 118/52]/277; OGHBrZSt 2, 129; 3, 10;… Schönke-Schröder StGB 7. Aufl. § 59 Anm. IX 2, 3;… Schwarz StGB 16. Aufl. § 59 Anm. 3 B).
- BDH, 05.11.1957 - I D 107/56
Rechtsmittel
Auszug aus BDH, 05.11.1957 - I D 26/57
Bei dem Verfahren nach § 9 handelt es sich, wie der Senat in ständiger Rechtsprechung angenommen (BDH 1, 55; 255; 2, 59) und auch gegenüber der Rechtsauffassung des Bundesverfassungsgerichts (Beschluß vom 16. Oktober 1957 - I BvL 13/56, - I BvL 46/56 -) in seinem Urteil vom heutigen Tage - I D 107/56 - wieder eingehend begründet hat, um ein echtes Disziplinarverfahren.Zur Feststellung des Fortfalls bereits entstandener Rechte nach dieser allgemein gefaßten Vorschrift bedarf es jedoch, wie der Senat in seinem Urteil vom heutigen Tage - I D 107/56 - eingehend ausgeführt hat, unabhängig von der Frage, ob die Vorschrift überhaupt in ein schwebendes disziplinargerichtliches Verfahren eingreifen kann, eines besonderen, auf Verwirklichung im Einzelfalle gerichteten Verwaltungsaktes der obersten Dienstbehörde.
- BDH, 31.03.1955 - I DB 19/54
Rechtsmittel
Auszug aus BDH, 05.11.1957 - I D 26/57
Auf Grund von Verfahrensmängeln, die Gegenstand der Beschlüsse der Bundesdisziplinarkammer IV (...) vom 22. Juni 1954 und des Bundesdisziplinarhofs vom 31. März 1955 - I DB 19/54 - waren, wurde die Anschuldigungsschrift dem Bundesdisziplinaranwalt gemäß § 53 Abs. 6 BDO zurückgegeben.Er ist verdrängter Beamter nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b G 131 und erfüllt jetzt die zeitlichen Voraussetzungen nach § 4 Abs. 1 Nr. 2 G 131. Seine zur Zeit des Beschlusses vom 31. März 1955 - I DB 19/54 - nur bestehende Anwartschaft hat sich erweitert.
- BGH, 10.01.1956 - 5 StR 529/55
Beil - §§ 25, 27 StGB, Abgrenzung Täterschaft und Teilnahme, Mitbeherrschung des …
Auszug aus BDH, 05.11.1957 - I D 26/57
Unabhängig von der strafrechtlichen Qualifikation als Mittäterschaft oder Beihilfe zu der vorsätzlichen Tötung (vgl. BGHSt 8, 393 [BGH 10.01.1956 - 5 StR 529/55]) enthält die schuldhafte Beteiligung des Beschuldigten an der rechtswidrigen Erschießung der drei Flieger einen Verstoß gegen seine nach dem damaligen Deutschen Beamtengesetz (§ 3 Abs. 3 DBG, vgl. auch §§ 1, 2 PBG v. 24. Juni 1937 - RGBl I S. 653 - u. DVO Nr. 1 d zu § 1 v. 26. Juli 1937 - RGBL I S. 858 -) bestehende Pflicht, sich im Amte der Achtung und des Vertrauens würdig zu zeigen, die seinem Berufe entgegengebracht werden. - BGH, 06.05.1952 - 1 StR 414/51
Vorsätzliche Tötung eines Kriegsgefangenen, der sich beim Arbeitseinsatz nach …
Auszug aus BDH, 05.11.1957 - I D 26/57
Dies gehört "bei allen zivilisierten Völkern zu jenem unantastbaren und keine Ausnahmen duldenden Kernbereich des Rechts, der unabhängig von ausdrücklicher Anerkennung in völkerrechtlichen Abkommen und innerstaatlichen Gesetzen und Anordnungen gilt" (BGHSt 2, 334 [BGH 06.05.1952 - 1 StR 414/51]). - BGH, 27.08.1953 - 1 StR 791/52
Rechtsmittel
Auszug aus BDH, 05.11.1957 - I D 26/57
Die Anwendung der §§ 52, 54 StGB setzt überdies außer einer Gefahrenlage voraus, daß sich der Täter in dem Bewußtsein der ihm selbst drohenden Gefahr und dem Bestreben, ihr auszuweichen, zu der befohlenen Handlung entschlossen hat (BGHSt 3, 271; OGH Br Z 1, 310), im Falle des § 52 StGB muß der Wille durch Drohung gebeugt worden sein (BGHSt 3, 275 [BGH 14.10.1952 - 1 StR 791/52]; OGHBrZSt 1, 313). - OLG Hamburg, 18.06.1947 - Ss 37/47
Erschiessung eines SA-Mannes wegen Plünderung nach den schweren Bombenangriffen …
- BDH, 04.06.1957 - I D 30/55
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- BDH, 29.05.1956 - I D 37/55
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- BGH, 10.10.1952 - 1 ARs 118/52
Zulässigkeit der Auslieferung zum Zwecke der Verwahrung nach Art. 14 Schweiz. …
- BDH, 14.11.1960 - II D 70/60
Berufung eines Bundesdisziplinaranwaltes - Verpflichtung zur Überprüfung von …
Der Bundesdisziplinarhof habe sich in zwei Urteilen vom 5. November 1957 - I D 107/56 - und - I D 26/57 - mit dem Verhältnis des § 3 Nr. 3 a G 131 zu einem förmlichen Disziplinarverfahren nach § 9 des Gesetzes befaßt.Der Erste Senat des Bundesdisziplinarhofes hat sich mit der rechtlichen Bedeutung der durch das 2. Änderungsgesetz zum G 131 vom 11. September 1957 eingeführten Bestimmung des § 3 Nr. 3 a G 131 in den beiden Urteilen vom 5. November 1957 - I D 26/57 - und - I D 107/56 - befaßt (BDH 3, 32 ff, 142 ff).
- BDH, 01.06.1961 - I D 43/61
Entlassung aus dem Berufssoldatenverhältnis
Diese beeinträchtigt auch nicht die Rechtsstellung des Beschuldigten, weil, wie der Senat bereits in den Urteilen vom 5. November 1957 - I D 107/56 und I D 26/57 - entschieden hat, die Disziplinargerichte zwar den Status eines Beamten oder Berufssoldaten als Prozeßvoraussetzung zu prüfen haben, ihre Entscheidung aber insoweit eine bindende Wirkung nach § 119 Abs. 2 BDO nicht hat, vielmehr die letzte Entscheidung dieser Frage den Verwaltungsgerichten zustehe. - BDH, 19.05.1960 - II D 21/59
Rechtsmittel
Die Kammer folge insoweit dem Urteil des Bundesdisziplinarhofes vom 5. November 1957 - I D 26/57 -, daß, solange es an einer Feststellung des Tatbestandes dieser Vorschrift durch die Dienstbehörde fehle, der Beschuldigte seine Rechte aus dem Gesetz nicht verloren habe.
- BDH, 20.12.1961 - I D 86/61
Rechtsmittel
Der Senat kann zur Begründung, dieser Auffassung auf die ständige Rechtsprechung aller Senate des Bundesdisziplinarhofes verweisen (Urteile des I. Senats vom 5. November 1957 - I D 26/57 und I D 107/56 = BDH 3, 32 ff; 3, 142 ff - Beschlüsse des II. Senats vom 1. März 1960 - II D 12/60 - und 14. November 1960 - II D 70/60 - Beschluß des III. Senats vom 18. Oktober 1961 - III D 71/61 -). - BDH, 12.10.1961 - II D 42/61
Rechtsmittel
Der in diesen Vorschriften zum Ausdruck kommende Rechtsgedanke läßt sich aber auch im Disziplinarrecht verwerten, muß jedoch bereits bei der Feststellung des Dienstvergehens berücksichtigt werden (Behnke, BDO Einführung III A 4 S. 92; Urteile vom 4. Juni 1957 - I D 30/55 = BDH 3, 125 (129) und vom 5. November 1957 - I D 107/56, I D 26/57 = BDH 3, 142 (152) und Beschluß vom 13. Dezember 1957 - II DV 6/57 -). - BVerwG, 23.02.1961 - BDH I D 12.61
Mißhandlung internierter Ausländer als schwere Beamtenpflichtverletzung - …
Der Senat hat sich mit der Bedeutung dieser Bestimmung in seinen Urteilen vom 5. November 1957 - I D 26/57 und I D 107/56 - (BDH 3, 32 ff, 142 ff) befaßt.
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