Rechtsprechung
| BGH, 23.10.1953 - I ZR 106/52 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- OGH Britisch besetzte Zone Deutschlands, 17.11.1949 - I ZS 36/49
- BGH, 06.11.1951 - I ZR 61/51
- BGH, 23.10.1953 - I ZR 106/52
Papierfundstellen
- NJW 1954, 31
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (22)
- OGH Britisch besetzte Zone Deutschlands, 17.11.1949 - I ZS 36/49
Auszug aus BGH, 23.10.1953 - I ZR 106/52
Auf die hiergegen eingelegte - erste - Revision des Beklagten hat der Oberste Gerichtshof für die britische Zone in Köln dieses Urteil durch Urteil vom 17. November 1949 (abgedruckt in OGHZ 2, 379 ff) aufgehoben und den Rechtsstreit zur anderweiten Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zurückverwiesen.Wie der Oberste Gerichtshof in dieser Sache in seinem Urteil vom 17. November 1949 (OGHZ 2, 379 [382]) ausgeführt hat, betrifft die eingeklagte Forderung unstreitig eine das Deutsche Reich berührende Verbindlichkeit.
Deshalb wurde gemäß einer erneuten Anregung des Beklagten das frühere Passivrubrum "Deutsches Reich" wieder eingeführt (Schriftsätze des Beklagten vom 6. und 29. April und 23. Mai 1949, Bl 13, 17 f, 20-22 SA I ZS 36/49 des Obersten Gerichtshofs).
- BGH, 11.01.1951 - III ZR 83/50
Bundesbahn. Schäden vor Zusammenbruch
Auszug aus BGH, 23.10.1953 - I ZR 106/52
Eine Schadensersatzforderung kann zwar dann eine reine Reichsmarkforderung werden, wenn sie z.B. - wie in dem in BGHZ 1, 34 ff entschiedenen Fall - die Erstattung bestimmter Beträge zum Gegenstand hat, die zum Zwecke der Ersatzbeschaffung in Reichsmark aufgewendet worden sind.Trotzdem läßt sich auch im Hinblick auf die Entscheidung BGHZ 1, 34 ff keine abweichende Beurteilung rechtfertigen.
- BGH, 12.12.1952 - I ZR 57/52
Fiskalvertretung des Deutschen Reichs
Auszug aus BGH, 23.10.1953 - I ZR 106/52
Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß der Bundesgerichtshof eine solche über § 14 Ziff 1 UmstG hinausgehende "allgemeine Sperrwirkung" in ständiger Rechtsprechung abgelehnt hat (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 12. Dezember 1952 - I ZR 57/52 - in BGHZ 8, 197 [201]; Urteil vom 5. Februar 1951 - IV ZR 109/50 - in ÖVerw 1951, 218 = JZ 1951, 230; Urteil vom 20. Dezember 1951 - IV ZR 163/50 in BGHZ 4, 266 [BGH 20.12.1951 - IV ZR 163/50] [277]; Urteil vom 1. Dezember 1952 - III ZR 114/52 - in BGHZ 8, 169 ff; zur Geltendmachung von Forderungen gegen das Deutsche Reich im Wege der Aufrechnung insbesondere BGHZ 2, 300 ff; Reinhardt NJW 1952, 441 ff, 464 [OLG Celle 18.01.1952 - 8 U 228/52] unter Ziff 3, 466 unter Ziff 3; Krüger NJW 1952, 1283).Dementsprechend hat auch der erkennende Senat in der Entscheidung vom 12. Dezember 1952 - I ZR 57/52 - (BGHZ 8, 197 [202]) den örtlich zuständigen Oberfinanzpräsidenten weiterhin zur Vertretung des Fiskus sowohl des Bundes wie des Reiches für berufen gehalten (ebenso Entscheidung des erkennenden Senats vom 12. Dezember 1952 - I ZR 30/52 - in dem in BGHZ 8, 193 nicht mit abgedruckten Schlußabsatz der Entscheidungsgründe; HansOLG Hamburg Urteil vom 1. April 1952 in MDR 1952, 555; abzulehnen ist die vom Rheinschiffahrtsobergericht Köln in der Entscheidung vom 25. September 1952 - NJW 1952, 1301 f - vertretene Auffassung, soweit sie - abgesehen von § 14 Ziff 1 UmstG - "die Verklagung des handlungsunfähigen Deutschen Reiches" für "zur Zeit nicht möglich" hält.
- BGH, 08.11.1951 - IV ZR 55/51
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 23.10.1953 - I ZR 106/52
Daher braucht auch nicht geprüft zu werden, ob der vom Reichsgericht in der bereits angeführten Entscheidung RG HRR 1940 Nr. 1258 vertretenen Ansicht ohne Einschränkung zu folgen ist; der IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat in der Entscheidung vom 8. November 1951 - IV ZR 55/51 - (Lindenmaier-Möhring ZPO § 161 Nr. 1 = BGB § 1421 Nr. 1) ausdrücklich Bedenken getragen, der Ansicht des Reichsgerichts in der allgemein gehaltenen Fassung zu folgen. - BGH, 23.05.1951 - II ZR 126/50
Vermietung von Baugeräten. Umstellung
Auszug aus BGH, 23.10.1953 - I ZR 106/52
Die Revision kann sich schließlich für ihre Rechtsauffassung daß der Schadensersatzanspruch aus unerlaubter Handlung einer Person der Schiffsbesatzung kein echter Wertanspruch sei, auch nicht mit Erfolg auf die Entscheidungen BGHZ 1, 52 ff; 2, 196 ff [BGH 23.05.1951 - II ZR 126/50] berufen. - RG, 22.11.1934 - VI 288/34
1. Ist der Inhalt der Aussage eines vor dem Berufungsgericht vernommenen Zeugen …
Auszug aus BGH, 23.10.1953 - I ZR 106/52
Der Sachverständige L. ist nicht ordnungsmäßig gehört worden, weil Oberlandesgerichtsrat Li. an seiner Vernehmung nicht teilgenommen hat und weil die Sachverständigenvernehmung weder protokolliert noch in einer dem § 161 ZPO entsprechenden Form (RGZ 145, 390 [392]; 151, 239 [250]) festgelegt worden ist. - BGH, 12.01.1951 - I ZR 43/50
Transportschäden. Umstellung
Auszug aus BGH, 23.10.1953 - I ZR 106/52
Die Revision kann sich schließlich für ihre Rechtsauffassung daß der Schadensersatzanspruch aus unerlaubter Handlung einer Person der Schiffsbesatzung kein echter Wertanspruch sei, auch nicht mit Erfolg auf die Entscheidungen BGHZ 1, 52 ff; 2, 196 ff [BGH 23.05.1951 - II ZR 126/50] berufen. - BGH, 12.12.1952 - I ZR 30/52
Rückgriff im Wiedergutmachungsverfahren
Auszug aus BGH, 23.10.1953 - I ZR 106/52
Dementsprechend hat auch der erkennende Senat in der Entscheidung vom 12. Dezember 1952 - I ZR 57/52 - (BGHZ 8, 197 [202]) den örtlich zuständigen Oberfinanzpräsidenten weiterhin zur Vertretung des Fiskus sowohl des Bundes wie des Reiches für berufen gehalten (ebenso Entscheidung des erkennenden Senats vom 12. Dezember 1952 - I ZR 30/52 - in dem in BGHZ 8, 193 nicht mit abgedruckten Schlußabsatz der Entscheidungsgründe; HansOLG Hamburg Urteil vom 1. April 1952 in MDR 1952, 555; abzulehnen ist die vom Rheinschiffahrtsobergericht Köln in der Entscheidung vom 25. September 1952 - NJW 1952, 1301 f - vertretene Auffassung, soweit sie - abgesehen von § 14 Ziff 1 UmstG - "die Verklagung des handlungsunfähigen Deutschen Reiches" für "zur Zeit nicht möglich" hält. - RG, 15.05.1936 - II 196/35
1. Über das Erfordernis der Lückenlosigkeit des Preisbindungssystems für …
Auszug aus BGH, 23.10.1953 - I ZR 106/52
Der Sachverständige L. ist nicht ordnungsmäßig gehört worden, weil Oberlandesgerichtsrat Li. an seiner Vernehmung nicht teilgenommen hat und weil die Sachverständigenvernehmung weder protokolliert noch in einer dem § 161 ZPO entsprechenden Form (RGZ 145, 390 [392]; 151, 239 [250]) festgelegt worden ist. - RG, 18.11.1941 - VI 30/41
Ist eine Klagezurücknahme und infolgedessen keine Unterbrechung der Verjährung …
Auszug aus BGH, 23.10.1953 - I ZR 106/52
Das Verhalten der Parteien im Prozeß unterliegt zwar der freien Nachprüfung des Revisionsgerichts (RGZ 168, 56 [57]). - RG, 20.05.1936 - I 330/35
1. Wie gestaltet sich die Haftung des Staates für den Schaden, den die Besatzung …
- BGH, 20.06.1951 - GSZ 1/51
Aufrechnung gegen das Reich
- BGH, 06.11.1951 - I ZR 61/51
Kollision mit Kriegsschiffen. Währungsreform
- BGH, 01.12.1952 - III ZR 114/52
Funktionsnachfolge der Länder
- BGH, 06.06.1951 - II ZR 24/50
Feststellungsklage gegen offene Handelsgesellschaft
- BGH, 20.12.1951 - IV ZR 163/50
Rechtsweg für Ansprüche aus RLG
- RG, 17.06.1918 - VI 109/18
Beschränkung der Verhandlung und der Entscheidung auf den Grund des Anspruchs; …
- BGH, 05.02.1951 - IV ZR 109/50
Rechtsmittel
- RG, 14.10.1920 - VI 315/20
Negative Feststellungsklage
- RG, 13.05.1930 - III 291/29
1. Ist bei der Klage eines Volksschullehrers gegen den Preußischen Staat auf …
- RG, 21.11.1882 - I 416/82
Statthaftigkeit einer Vorabentscheidung über den Grund der Klage bei …
- RG, 05.01.1931 - VI 455/30
Welche Anforderungen sind an den Führer eines Kraftwagens zu stellen, wenn er ein …
- BGH, 21.06.1954 - IV ZR 45/54
Rechtsmittel
Der herrschenden Auffassung (vgl. insbesondere OGHZ 2, 382, die ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes - insbesondere BGHZ 3, 6 [BGH 28.06.1951 - III ZR 6/50] u. 310; 8, 175; JZ 1951, 231, Urteil des I. Zivilsenats vom 23. Oktober 1953 - I ZR 106/52 - auszugsweise abgedruckt NJW 54, 31 und den Beschluß des Großen Senats für Zivilsachen vom 20. Mai 1954 - GSZ 6/53 - sowie BVGE 3, 288 [S 319 f]) ist darin zu folgen, dass das Deutsche Reich fortbesteht.Gegen die Vertretung des Beklagten durch den örtlich zuständigen Oberfinanzpräsidenten bestehen, wie bereits der I. Zivilsenat in seinen Entscheidungen vom 16. Dezember 1952 (BGHZ 8, 197 f [202]) und vom 23. Oktober 1953 (NJW 1954, 31) ausgesprochen hat, und denen sich auch der erkennende Senat anschließt, keine rechtlichen Bedenken.
- BGH, 21.06.1954 - IV ZR 52/54
Rechtsmittel
Der herrschenden Auffassung (vgl. insbesondere OGHZ 2, 382, die ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs BGHZ 3, 6 [BGH 28.06.1951 - III ZR 6/50] u 310; 8, 175; JZ 1951, 231, Urteil des I. Zivilsenats vom 23. Oktober 1953 - I ZR 106/52 - auszugsweise abgedruckt NJW 54, 31 und den Beschluss des Grossen Senats für Zivilsachen vom 20. Mai 1954 - GSZ 6/53 - sowie BVGZ 3, 288 [319 f]) ist darin zu folgen, dass das Deutsche Reich fortbesteht.Gegen die Vertretung des Beklagten durch den örtlich zuständigen Oberfinanzpräsidenten bestehen, wie bereits der I. Zivilsenat in seinen Entscheidungen vom 16. Dezember 1952 (BGHZ 8, 197 f [202]) und 23. Oktober 1953 (NJW 1954, 31) ausgesprochen hat, und denen sich auch der erkennende Senat anschliesst, keine rechtlichen Bedenken.
- BGH, 31.01.1955 - II ZR 136/54
Londoner Schuldenabkommen. Österreich
Dieser Entscheidung steht auch nicht das Urteil des Bundesgerichtshofs in Sachen I ZR 106/52 vom 23. Oktober 1953 (Fall Bothnia) entgegen (im Auszug abgedruckt in NJW 1954, 31).
- BGH, 14.12.1955 - IV ZR 6/55
Italienischer Friedensvertrag. Forderungsverzicht
Es ist weder durch die bedingungslose Kapitulation noch durch Gesetze der Besatzungsmächte oder der Bundesrepublik oder durch sonstige Maßnahmen untergegangen (BGHZ 3, 1 [BGH 28.06.1951 - III ZR 6/50] [6] und 308 [310]; 13, 265 [294]; Urteil des IV. ZS vom 21.6.1954 IV ZR 45/54 = NJW 54, 1724; Urteil des V. ZS vom 18.2.1955 V ZR 33/54; Urteil des I. ZS vom 23.10.1953 I ZR 106/52; Beschluß des Großen Zivilsenats vom 20.5.1954 GSZ 6/53 = BGHZ 13, 265 [292]; OGHZ 2, 379 [382]; BVerfGE 3, 288 [319 f]). - BGH, 10.12.1953 - IV ZR 227/52
Rechtsmittel
Der Senat hat schon in seinem Urteil vom 20. Dezember 1951 (BGHZ 4, 266 [BGH 20.12.1951 - IV ZR 163/50] [277] = NJW 1952, 466 [468]; vgl. auch die Entscheidung des I. Zivilsenats vom 23. Oktober 1953 - I ZR 106/52 - und die in ihr angeführten Urteile des BGH und das dort angegebene Schrifttum) ausgeführt, die Haftung des Bundes und der Länder für Reichsverbindlichkeiten werde durch die Absicht des Gesetzgebers, diese Frage durch das nach Art. 134 Abs. 4 GrundG zu erlassende Bundesgesetz zu regeln (§ 5 des Gesetzes vom 21. Juli 1951 - BGBl. I, 467), nicht schlechthin ausgeschlossen; eine Entscheidung werde vielmehr schon jetzt möglich sein, wenn der Sachverhalt aus sich heraus genügend Anhaltspunkte dafür biete. - BGH, 27.11.1953 - I ZR 219/52
Rechtsmittel
Findet in der Besetzung des Gerichts ein Wechsel statt, so ist von der Rechtsprechung gelegentlich die Verwertung einer nichtprotokollierten Aussage dann für zulässig gehalten worden, wenn schriftliche Aufzeichnungen über das Beweisergebnis vorliegen und diese Aufzeichnungen den Parteien durch Erteilung von Abschriften zugänglich gemacht worden sind (Urt. des IV. Zivilsenats vom 8. November 1951 - IV ZR 55/51 - = Lindenmaier-Möhring BGB § 1421 Nr. 1; vgl. auch Urt. des Senats vom 23. Oktober 1953 - I ZR 106/52 - mit Nachweisen). - BGH, 06.05.1954 - III ZR 42/53
Rechtsmittel
Bei den Ersatzansprüchen nach § 85 EVO und nach § 11 EMV, auf deren umstellungsrechtliche Behandlung sich die Revision beruft, handelt es sich um besonders geregelte vertragliche Ansprüche, die nach der Art ihrer Beschränkung umstellungsmäßig anders als echte Schadensersatzansprüche aus § 249 BGB zu beurteilen sind (vgl. Urt des I. ZS vom 23. Oktober 1953 - I ZR 106/52 -) und für die Auffassung der Revision nichts ergeben. - BGH, 14.01.1959 - IV ZR 203/58
Rechtsmittel
Das Reich ist darum bis auf weiteres handlungsunfähig (vgl. OGHZ 2, 379, 382, BGHZ 3, 1, 6 [BGH 28.06.1951 - III ZR 6/50]; 3, 308, 310 [BGH 30.10.1951 - I ZR 117/50]; 8, 169, 175, 179 [BGH 01.12.1952 - III ZR 114/52]; 13, 265, 293, 303 [BGH 20.05.1954 - GSZ - 6/53]; NJW 54, 31; BVG 3, 288, 319).
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