Rechtsprechung
| OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - I-21 U 41/10 |
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BGB § 631
Zustandekommen eines Architektenvertrages - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Akquise oder Auftrag? Maßgeblich sind Einzelumstände!
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Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Anforderungen an die prozessuale Darlegung des Zustandekommens eines Architektenvertrages; Indizien für das Vorliegen eines konkludenten Abschlusses eines Architektenvertrages; Voraussetzungen für die Geltendmachung von Honoraransprüchen aus einem Architektenvertrag
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Bauherr verwertet Planungsleistungen: Architektenhonorar auch ohne Vertragsschluss! (IBR 2013, 155)
Verfahrensgang
- LG Wuppertal - 17 O 259/97
- OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - I-21 U 41/10
- BGH, 05.12.2012 - VII ZR 18/12
- BGH, 06.12.2012 - VII ZR 18/12
Papierfundstellen
- IBR 2013, 155
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (14)
- BGH, 05.06.1997 - VII ZR 124/96
Zustandekommen eines Architektenvertrages; Akquisitorische Tätigkeit eines …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 21 U 41/10
Rn. 39 Legt der Architektenhonorar fordernde Architekt keinen schriftlichen Architektenvertrag vor, so hat er, da er für den Abschluss des Architektenvertrages darlegungs- und beweispflichtig ist (vgl. BGH, Urteil vom 5.6.1997, VII ZR 124/96, BauR 1997, 1060f = NJW 1997, 3017f ; Urteil vom 8.6.2004 - X ZR 211/02 - NJW-RR 2005, 19, 20; OLG Celle, Urteil vom 17.2.2010 - 14 138/09 - BeckRS 2010, 04940; OLG Düsseldorf, Urteil vom 19.4.2007 - I 5 U 113/06 - BeckRS 2008, 02951), schlüssig und nachvollziehbar darzulegen und gegebenenfalls zu beweisen, dass eine mündliche Beauftragung erfolgt ist.Hierbei kann sich der Anspruchsteller nicht darauf beschränken, auf ein Tätigwerden des Architekten bzw. auf die Erbringung von Architektenleistungen zu verweisen, denn hieraus allein kann nicht der Abschluss eines Vertrages hergeleitet werden (vgl. BGH, Urteil vom 5.6.1997, a.a.O.; OLG Hamm, Urteil vom 20. April 2010, 19 U 12/08, NZBau 2010, 569, 570).
- BGH, 05.11.1992 - VII ZR 52/91
Treuwidriges Verhalten bei Nachforderung zur Schlußrechnung eines Architekten
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 21 U 41/10
Rn. 103 Nach der Rechtsprechung des BGH besteht eine Bindung an die erteilte Schlussrechnung nicht in jedem Fall, vielmehr ist eine umfassende Abwägung der beiderseitigen Interessen vorzunehmen (vgl. BGH, Urteil vom 05.11.1992, VII ZR 52/91, NJW 1993, 660 = BauR 1993, 236, 238).Der Auftraggeber kann nur dann Vertrauensschutz auf die (Angaben in der ) Schlussrechnung geltend machen, wenn sich das Verhalten des Auftragnehmers unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände des Einzelfalles insgesamt deshalb als treuwidrig nach § 242 BGB darstellt, weil sich der Bauherr auf die ursprüngliche Schlussrechnung im Vertrauen auf deren Richtigkeit in einer Weise eingerichtet hat, dass ihm eine Nachforderung nach Treu und Glauben nicht mehr zugemutet werden kann (vgl. BGH, Beschluss vom 23.11.2006, VII ZR 249/05, NZBau 2007, 252; Urteil vom 05.11.1992, VII ZR 52/91, NJW 1993, 660 = BauR 1993, 236, 238]), im Einzelnen auch Koeble in Kniffka/Koebele, a.a.O., Rz. 322ff).
- BGH, 08.06.2004 - X ZR 211/02
Voraussetzungen eines Vergütungsanspruchs bei fehlender Vereinbarung
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 21 U 41/10
Rn. 39 Legt der Architektenhonorar fordernde Architekt keinen schriftlichen Architektenvertrag vor, so hat er, da er für den Abschluss des Architektenvertrages darlegungs- und beweispflichtig ist (vgl. BGH, Urteil vom 5.6.1997, VII ZR 124/96, BauR 1997, 1060f = NJW 1997, 3017f ; Urteil vom 8.6.2004 - X ZR 211/02 - NJW-RR 2005, 19, 20; OLG Celle, Urteil vom 17.2.2010 - 14 138/09 - BeckRS 2010, 04940; OLG Düsseldorf, Urteil vom 19.4.2007 - I 5 U 113/06 - BeckRS 2008, 02951), schlüssig und nachvollziehbar darzulegen und gegebenenfalls zu beweisen, dass eine mündliche Beauftragung erfolgt ist.
- BGH, 11.10.2007 - VII ZR 143/06
Aufhebung des Berufungsurteils und Zurückverweisung wegen Verletzung des …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 21 U 41/10
Als Indiz für einen konkludenten Abschluss eines Architektenvertrages kommt die Entgegennahme bestimmter Leistungen und deren Verwertung durch den Leistungsempfänger in Betracht, wenn ein entsprechender Wille des Leistungsempfängers festgestellt werden kann (vgl. BGH, Urteil vom 11.10.2007, VII ZR 143/06, NJW-RR 2008, 110, 111 Tz. 10, 13). - OLG Hamm, 23.04.2010 - 19 U 12/08
Zustandekommen eines Architektenvertrages
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 21 U 41/10
Hierbei kann sich der Anspruchsteller nicht darauf beschränken, auf ein Tätigwerden des Architekten bzw. auf die Erbringung von Architektenleistungen zu verweisen, denn hieraus allein kann nicht der Abschluss eines Vertrages hergeleitet werden (vgl. BGH…, Urteil vom 5.6.1997, a.a.O.; OLG Hamm, Urteil vom 20. April 2010, 19 U 12/08, NZBau 2010, 569, 570). - OLG Celle, 17.02.2010 - 14 U 138/09
Abgrenzung von Akquisitionen und zu vergütender Tätigkeit eines Architekten
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 21 U 41/10
Rn. 39 Legt der Architektenhonorar fordernde Architekt keinen schriftlichen Architektenvertrag vor, so hat er, da er für den Abschluss des Architektenvertrages darlegungs- und beweispflichtig ist (vgl. BGH, Urteil vom 5.6.1997, VII ZR 124/96, BauR 1997, 1060f = NJW 1997, 3017f ; Urteil vom 8.6.2004 - X ZR 211/02 - NJW-RR 2005, 19, 20; OLG Celle, Urteil vom 17.2.2010 - 14 138/09 - BeckRS 2010, 04940; OLG Düsseldorf, Urteil vom 19.4.2007 - I 5 U 113/06 - BeckRS 2008, 02951), schlüssig und nachvollziehbar darzulegen und gegebenenfalls zu beweisen, dass eine mündliche Beauftragung erfolgt ist. - BGH, 23.11.2006 - VII ZR 249/05
Umfang des rechtlichen Gehörs im Zivilverfahren; Bindung eines Architekten an …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 21 U 41/10
Der Auftraggeber kann nur dann Vertrauensschutz auf die (Angaben in der ) Schlussrechnung geltend machen, wenn sich das Verhalten des Auftragnehmers unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände des Einzelfalles insgesamt deshalb als treuwidrig nach § 242 BGB darstellt, weil sich der Bauherr auf die ursprüngliche Schlussrechnung im Vertrauen auf deren Richtigkeit in einer Weise eingerichtet hat, dass ihm eine Nachforderung nach Treu und Glauben nicht mehr zugemutet werden kann (vgl. BGH, Beschluss vom 23.11.2006, VII ZR 249/05, NZBau 2007, 252; Urteil vom 05.11.1992, VII ZR 52/91, NJW 1993, 660 = BauR 1993, 236, 238]), im Einzelnen auch Koeble in Kniffka/Koebele, a.a.O., Rz. 322ff). - OLG Stuttgart, 10.02.2005 - 13 U 147/04
Architektenhonorar: Gemeinschaftsrechtskonforme Bestimmungen über die Vergütung …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 21 U 41/10
Da es sich bei einem mündlich abgeschlossenen Architektenvertrag um ein zweiseitiges Rechtsgeschäft handelt, sind für die Bestimmung dessen Zustandekommens die allgemeinen rechtsgeschäftlichen Auslegungskriterien unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles, die bei der Ermittlung eines gemeinsamen übereinstimmenden rechtsgeschäftlichen Willens von Bedeutung sind, heranzuziehen (vgl. OLG Stuttgart, Urteil vom 10.02.2005, 13 U 147/04, BauR 2005, 1202 = NZBau 2005, 350, Koeble in Kniffka/ Koeble, Kompendium des Baurechts, 3. Aufl. 2008, 12. Teil, Architektenrecht, Rz. 9). - OLG Düsseldorf, 12.05.2000 - 22 U 191/99
Bindung des Architekten an die Schlussrechnung; Verjährung von …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 21 U 41/10
Dabei ist unerheblich, ob die Rechnung für die Beklagte nicht prüffähig war, denn das ist grundsätzlich nicht Voraussetzung für die Bindungswirkung (vgl. OLG Düsseldorf, Urteil vom 12.5. 2000 - 22 U 191/99, NZBau 2000, 526). - OLG Düsseldorf, 19.04.2007 - 5 U 113/06
Honoraranspruch des Architekten wegen erbrachter Planungsleistungen nur bei …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 21 U 41/10
Rn. 39 Legt der Architektenhonorar fordernde Architekt keinen schriftlichen Architektenvertrag vor, so hat er, da er für den Abschluss des Architektenvertrages darlegungs- und beweispflichtig ist (vgl. BGH, Urteil vom 5.6.1997, VII ZR 124/96, BauR 1997, 1060f = NJW 1997, 3017f ; Urteil vom 8.6.2004 - X ZR 211/02 - NJW-RR 2005, 19, 20; OLG Celle, Urteil vom 17.2.2010 - 14 138/09 - BeckRS 2010, 04940; OLG Düsseldorf, Urteil vom 19.4.2007 - I 5 U 113/06 - BeckRS 2008, 02951), schlüssig und nachvollziehbar darzulegen und gegebenenfalls zu beweisen, dass eine mündliche Beauftragung erfolgt ist. - OLG München, 11.10.1995 - 27 U 12/95
Einordnung der Vereinbarungen über die Erbringung von Vorschlägen als Abschluss …
- BGH, 05.11.1981 - VII ZR 216/80
Rückabwicklung eines wegen Verstoßes gegen das Kopplungsverbot nichtigen …
- OLG Köln, 25.01.2006 - 11 U 57/03
Anspruch eines Architekten auf Werklohn; Vorliegen eines Verfahrensfehlers wegen …
- OLG Celle, 20.02.2003 - 14 U 195/02
Vertraglicher Anspruch auf Zahlung eines Architektenhonorars; Abschluss eines …
- AG Brandenburg, 14.09.2018 - 31 C 39/17
Der Reparaturauftrag lt. Gutachten enthält gleichzeitig eine dem Gutachten …
Darlegungs- und Beweispflichtig für den Inhalt des vom Kläger erteilten Auftrags hinsichtlich der streitigen Kfz-Reparatur - mithin auch für die Höhe des vereinbarten Werklohns - ist grundsätzlich aber zunächst die beklagte Kfz-Werkstatt gewesen, da sie eine konkrete Vergütung für die von ihr erbrachten Leistungen von dem Kläger eingefordert hat (BGH, Urteil vom 05.06.1997, Az.: VII ZR 124/96, u.a. in: NJW 1997, Seiten 3017 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 20.12.2011, Az.: I-21 U 41/10, u.a. in: IBR 2013, 155 = "juris"; OLG Celle, Urteil vom 23.05.2006, Az.: 14 U 240/05, u.a. in: MDR 2007, Seite 86; OLG Düsseldorf, OLG-Report 2008, Seiten 372 ff.; OLG Düsseldorf, BauR 2002, Seite 1726; OLG Koblenz, NZBau 2001, Seite 510). - OLG Düsseldorf, 14.12.2021 - 23 U 81/21
Abrechnung der Leistungen mit zwei Schlussrechnungen i.R.e. Anspruchs auf …
Im Ausgangspunkt zu Recht hat das Landgericht der auch von ihm vorgenommenen Auslegung zugrunde gelegt, dass der Architekt die Darlegungs- und Beweislast für den Vertragsschluss trägt (vgl. OLG Düsseldorf, Urteil v. 20.12.2011 - I-21 U 41/10, juris, Rdnr. 28 ff.; OLG Frankfurt, Urteil v. 29.08.2003 - 19 U 237/02, BauR 2004, 112 f.; jew. m.w.Nw.). - OLG Dresden, 11.01.2018 - 10 U 763/16
Was denn nun?
Denn auch in diesem Fall wäre Voraussetzung für das Zustandekommen eines Architektenvertrages zwischen der Zedentin und dem Beklagten, dass aus dem - objektiven - Empfängerhorizont der Zedentin ein solches Verhalten des Beklagten auf dessen Bindungswillen als Vertragspartner schließen lässt (siehe hierzu BGH…, Urteil vom 11. Oktober 2007 - VII ZR 143/06 - NJW-RR 2008, 110, 111, juris Rn. 10, 13; OLG Düsseldorf, Urteile vom 20. Dezember 2011 - 21 U 41/10 - juris Rn. 30 f., …und vom 20. August 2001 - 23 U 214/00 - BauR 2002, 1726, juris Rn. 32; OLG Celle…, Urteil vom 17. Februar 2010 - 14 138/09 - BauR 2010, 926, juris Rn. 17).
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Rechtsprechung
| BGH, 06.12.2012 - VII ZR 18/12 |
Kurzfassungen/Presse
- baunetz.de (Kurzinformation)
Bauherr verwertet Leistungen: Architekt bekommt Geld
Besprechungen u.ä.
- ibr-online (Entscheidungsbesprechung)
Bauherr verwertet Planungsleistungen: Architektenhonorar auch ohne Vertragsschluss! (IBR 2013, 155)
Verfahrensgang
- LG Wuppertal - 17 O 259/97
- OLG Düsseldorf, 20.12.2011 - 21 U 41/10
- BGH, 05.12.2012 - VII ZR 18/12
- BGH, 06.12.2012 - VII ZR 18/12
Papierfundstellen
- IBR 2013, 155
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