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Rechtsprechung
   BGH, 21.09.1970 - II ZR 13/69   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1970,5990
BGH, 21.09.1970 - II ZR 13/69 (https://dejure.org/1970,5990)
BGH, Entscheidung vom 21.09.1970 - II ZR 13/69 (https://dejure.org/1970,5990)
BGH, Entscheidung vom 21. September 1970 - II ZR 13/69 (https://dejure.org/1970,5990)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Anforderungen an die Rechtmäßigkeit der Kündigung eines Gesellschaftsvorstandes - Umfang der Rechte des Aufsichtsrates einer Aktiengesellschaft - Verlust der Ansprüche aus dem Anstellungsvertrag

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz/Kurzinformation)

    Abwägung der Interessen beider Vertragsteile, Aufgabe früherer Stellung, Außerordentliche Kündigung, Grad der wirtschaftlichen Abhängigkeit, Kündigungsgrund, Verlust der Pension und höheres Alter, Weiterbeschäftigungsmöglichkeit an anderer Stelle

Papierfundstellen

  • WM 1970, 1394
  • BB 1970, 1460
  • DB 1970, 2325
 
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Wird zitiert von ... (5)Zitiert selbst (11)

  • BGH, 06.04.1964 - II ZR 75/62

    Faktisches Anstellungsverhältnis eines Vorstandsmitglieds

    Auszug aus BGH, 21.09.1970 - II ZR 13/69
    Aufsichtsratsbeschlüsse können nur ausdrücklich, nicht stillschweigend gefaßt werden (BGHZ 41, 282, 286 [BGH 06.04.1964 - II ZR 75/62] m.w.N.).

    Nach den zutreffenden Ausführungen des Berufungsgerichts krankt das Schreiben vom 25. August 1965 nicht daran, daß sein Verfasser sich einer ihm nicht zustehenden Vertretungsmacht berühmt hätte, wie sie nur für den Ausspruch einer vom Aufsichtsrat schon beschlossenen Kündigung, aber nicht für die Beschlußfassung selbst in Frage gekommen wäre (§ 95 Abs. 6 AktG 1937 = § 111 Abs. 5 AktG 1965; BGHZ 41, 282, 285) [BGH 06.04.1964 - II ZR 75/62].

  • BGH, 14.07.1966 - II ZR 212/64

    Wirksamkeit der Abberufung eines Vorstandsmitglieds und der Kündigung eines …

    Auszug aus BGH, 21.09.1970 - II ZR 13/69
    Dabei geht es, insoweit in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Senats, davon aus, daß Gründe, auf die sich ein Widerruf der Bestellung zum Vorstandsmitglied stützen läßt, wie insbesondere ein Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung, nicht ohne weiteres zugleich die vorzeitige Kündigung des Dienstverhältnisses zu rechtfertigen brauchen; eine solche setzt vielmehr voraus, daß der Gesellschaft bei sorgfältiger Abwägung aller Umstände und der beiderseitigen Interessen eine Weiterbeschäftigung des Vorstandsmitglieds, gegebenenfalls auch in einer ändern Stellung, bis zum ordentlichen Ablauf des Anstellungsvertrags nicht mehr zugemutet werden kann (BGHZ 15, 71, 75 [BGH 20.10.1954 - II ZR 280/53]; BGH WM 1966, 968 = LM AktG § 75 Nr. 17; WM 1961, 569, 570; vgl. auch § 626 Abs. 1 BGB i. d. Neufassung v. 14.8.1969).

    Liegen solche oder ähnliche besonderen Umstände vor, so kann ausnahmsweise eine außerordentliche Kündigung sogar dann unzulässig sein, wenn der Betroffene schuldhaft zur Zerstörung des Vertrauensverhältnisses beigetragen hat (BGHZ 20, 239, 249 [BGH 26.03.1956 - II ZR 57/55]; BGH WM 1966, 968 zu I 4).

  • BGH, 17.02.1954 - II ZR 63/53

    Entlassung eines Vorstandsmitgliedes

    Auszug aus BGH, 21.09.1970 - II ZR 13/69
    Über den Anstellungsvertrag eines Vorstandsmitglieds und damit auch über seine Kündigung entscheidet der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit (§ 75 Abs. 1 Satz 4 AktG 1937 = § 84 Abs. 1 Satz 4 AktG 1965; BGHZ 12, 327, 333 [BGH 24.02.1954 - II ZR 63/53]; 41, 382, 385), [BGH 17.03.1964 - Ia ZR 177/63]Zu einer solchen Entscheidung war es hier, wie das Berufungsgericht feststellt, bis zu dem Kündigungsschreiben vom 25. August 1965 nicht gekommen.
  • BGH, 21.12.1962 - I ZB 27/62

    "Nicht mit Gründen versehen"

    Auszug aus BGH, 21.09.1970 - II ZR 13/69
    Diese Vorschrift greift nicht schon dann ein, wenn der Tatrichter es unterläßt, auf einen offenbar unbegründeten Einwand ausdrücklich einzugehen (BGHZ 39, 333, 339, 340) [BGH 21.12.1962 - I ZB 27/62].
  • BGH, 24.02.1954 - II ZR 88/53

    Kündigung eines Geschäftsführers

    Auszug aus BGH, 21.09.1970 - II ZR 13/69
    So kann unter den Gesichtspunkten von Treu und Glauben und der nachwirkenden Fürsorgepflicht selbst einem fristlos Entlassenen das vertraglich vorgesehene Ruhegehalt ganz oder mit einem angemessenen Teilbetrag zuzubilligen sein, auch wenn dies nicht ausdrücklich vereinbart ist (vgl. BGHZ 8, 348, 367, 368 [BGH 28.01.1953 - II ZR 265/51]; 12, 337, 342) [BGH 24.02.1954 - II ZR 88/53].
  • BGH, 26.03.1956 - II ZR 57/55

    Abberufung des Vorstands nach Vertrauensentzug

    Auszug aus BGH, 21.09.1970 - II ZR 13/69
    Liegen solche oder ähnliche besonderen Umstände vor, so kann ausnahmsweise eine außerordentliche Kündigung sogar dann unzulässig sein, wenn der Betroffene schuldhaft zur Zerstörung des Vertrauensverhältnisses beigetragen hat (BGHZ 20, 239, 249 [BGH 26.03.1956 - II ZR 57/55]; BGH WM 1966, 968 zu I 4).
  • BGH, 28.01.1953 - II ZR 265/51

    Entlassung eines Vorstandsmitglieds

    Auszug aus BGH, 21.09.1970 - II ZR 13/69
    So kann unter den Gesichtspunkten von Treu und Glauben und der nachwirkenden Fürsorgepflicht selbst einem fristlos Entlassenen das vertraglich vorgesehene Ruhegehalt ganz oder mit einem angemessenen Teilbetrag zuzubilligen sein, auch wenn dies nicht ausdrücklich vereinbart ist (vgl. BGHZ 8, 348, 367, 368 [BGH 28.01.1953 - II ZR 265/51]; 12, 337, 342) [BGH 24.02.1954 - II ZR 88/53].
  • BGH, 05.05.1958 - II ZR 245/56

    Nachträgliche Geltendmachung vorhandener, dem Kündigenden aber nicht bekannter …

    Auszug aus BGH, 21.09.1970 - II ZR 13/69
    Wie das Berufungsgericht zutreffend darlegt und der Kläger mit seiner Revision zu Unrecht bezweifelt, war diese Erklärung nicht deshalb unwirksam, weil sie, anstatt die einzelnen Gründe noch einmal ausdrücklich anzuführen, auf die Gründe Bezug nahm, die dem Kläger teils durch das frühere Kündigungsschreiben, teils durch die Klageerwiderung der Beklagten vom 17. Januar 1966 bereits bekannt waren (BGHZ 27, 220, 223 ff) [BGH 05.05.1958 - II ZR 245/56].
  • BGH, 20.10.1954 - II ZR 280/53

    Vorstandsmitglied und Mehrheitsaktionär

    Auszug aus BGH, 21.09.1970 - II ZR 13/69
    Dabei geht es, insoweit in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Senats, davon aus, daß Gründe, auf die sich ein Widerruf der Bestellung zum Vorstandsmitglied stützen läßt, wie insbesondere ein Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung, nicht ohne weiteres zugleich die vorzeitige Kündigung des Dienstverhältnisses zu rechtfertigen brauchen; eine solche setzt vielmehr voraus, daß der Gesellschaft bei sorgfältiger Abwägung aller Umstände und der beiderseitigen Interessen eine Weiterbeschäftigung des Vorstandsmitglieds, gegebenenfalls auch in einer ändern Stellung, bis zum ordentlichen Ablauf des Anstellungsvertrags nicht mehr zugemutet werden kann (BGHZ 15, 71, 75 [BGH 20.10.1954 - II ZR 280/53]; BGH WM 1966, 968 = LM AktG § 75 Nr. 17; WM 1961, 569, 570; vgl. auch § 626 Abs. 1 BGB i. d. Neufassung v. 14.8.1969).
  • BGH, 17.03.1964 - Ia ZR 177/63

    Allgemeiner Erfindungsgedanke bei der Identitätsprüfung

    Auszug aus BGH, 21.09.1970 - II ZR 13/69
    Über den Anstellungsvertrag eines Vorstandsmitglieds und damit auch über seine Kündigung entscheidet der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit (§ 75 Abs. 1 Satz 4 AktG 1937 = § 84 Abs. 1 Satz 4 AktG 1965; BGHZ 12, 327, 333 [BGH 24.02.1954 - II ZR 63/53]; 41, 382, 385), [BGH 17.03.1964 - Ia ZR 177/63]Zu einer solchen Entscheidung war es hier, wie das Berufungsgericht feststellt, bis zu dem Kündigungsschreiben vom 25. August 1965 nicht gekommen.
  • RG, 19.10.1934 - II 85/34

    1. Für welchen Fall ist in der Rechtsprechung des Reichsgerichts die …

  • OLG Stuttgart, 08.01.2001 - 6 U 57/00

    Verbraucherkredit - verbundenes Geschäft - Beitritt zu Anlage-Fonds und …

    Diese Grundsätze gelten auch für die Anfechtung des Gesellschaftsbeitritts wegen arglistiger Täuschung, da die grundsätzlich zulässige Anfechtung (BGH NJW 73, 1604) nach ständiger Rechtsprechung des BGH im Regelfall nur zu einem Ausscheiden des Gesellschafters ex nunc führt (BGH BB 70, 1460; BGHZ 55, 5; WM 92, 490; WM 2000, 1685).

    Rückwirkung auf den Eintrittszeitpunkt kommt der Anfechtung nur ausnahmsweise dann zu, wenn ganz überwiegende Interessen der Allgemeinheit oder überragende schutzwürdige Belange einzelner Personen in Rede stehen (BGH BB 70, 1460).

  • OLG Koblenz, 05.09.2002 - 5 U 1886/01

    Haftung der finanzierenden Bank und Verlust einer Kapitalanlage

    Diese Grundsätze gelten auch für die Anfechtung des Gesellschaftsbeitritts wegen arglistiger Täuschung, da die grundsätzlich zulässige Anfechtung (BGH NJW 73, 1604) nach ständiger Rechtsprechung des BGH im Regelfall nur zu einem Ausscheiden des Gesellschafters ex nunc führt (BGH BB 70, 1460; BGHZ 55, 5; WM 92, 490; WM 2000, 1685 ).

    Rückwirkung auf den Eintrittszeitpunkt kommt der Anfechtung nur ausnahmsweise dann zu, wenn ganz überwiegende Interessen der Allgemeinheit oder überragende schutzwürdige Belange einzelner Personen in Rede stehen (BGH BB 70, 1460).

  • BGH, 24.11.1980 - II ZR 182/79

    Zuständigkeit für Verträge über Ausscheiden von Vorstandsmitgliedern

    Eine stillschweigende Genehmigung des Vergleichs durch den Verwaltungsrat scheidet schon deshalb aus, weil es zur Genehmigung eines förmlichen Beschlusses bedurft hätte (vgl. für den Aufsichtsrat: BGHZ 41, 282, 286; Urt. d. Sen. v. 21.9.70 - II ZR 13/69, WM 1970, 1394 zu I 2); selbst wenn man eine gegenüber dem Kläger außerhalb einer Sitzung abgegebene übereinstimmende Äußerung sämtlicher 27 Verwaltungsratsmitglieder als ausreichend ansehen wollte, fehlt es hierzu an einem konkreten Vortrag.
  • BGH, 21.03.2005 - II ZR 16/03

    Unwirksamkeit der Kündigung des Anstellungsverhältnisses eines Vorstandes

    Da nach allem der Aufsichtsrat der Beklagten als Gesamtorgan über die fristlose Kündigung weder selbst abschließend entschieden hat noch einzelne Mitglieder hierzu wirksam ermächtigen konnte, fehlt es an einer gemäß § 11 Abs. 2 lit. k der Satzung erforderlichen Entscheidung des zuständigen Organs über die Kündigung, was zu deren Unwirksamkeit führt (vgl. Sen.Urt. v. 21. September 1970 - II ZR 13/69, WM 1970, 1394 f. zu I 3; v. 4. November 1968 - II ZR 63/67, WM 1968, 1350; v. 1. Februar 1968 - II ZR 212/65, WM 1968, 570).
  • OLG Köln, 07.09.2000 - 18 U 58/00

    Gleichlauf der Zuständigkeit für die Bestellung und Anstellung eines …

    Nur der in einem Beschluß zum Ausdruck gekommene einheitliche Wille der abstimmenden Aufsichtsratsmitglieder stellt den Willen des Aufsichtsrates dar (BGHZ 41, 283, 285 f; BGH, WM 1970, 1394, 1395).
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