Rechtsprechung
| BGH, 03.06.1982 - III ZR 107/78 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- Wolters Kluwer
Erfordernis einer wasserrechtlichen Erlaubnis für die Durchführung einer Trockenauskiesung - Maßgeblichkeit einer nicht nur ganz entfernten Möglichkeit einer schädlichen Einwirkung auf das Grundwasser für das Erfordernis einer wasserrechtlichen Erlaubnis - Anspruch auf ...
- Baurechtssammlung (Wolters Kluwer)(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- Juristenzeitung(kostenpflichtig)
Kein Eingriff in das Eigentum durch Versagung der Erlaubnis zum Kiesabbau ("Trockenauskiesung")
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- BGH, 17.01.1980 - III ZR 107/78
- BGH, 03.06.1982 - III ZR 107/78
Papierfundstellen
- BGHZ 84, 230
- NJW 1982, 2489
- MDR 1982, 913
- NVwZ 1982, 644 (Ls.)
- DVBl 1982, 950
Wird zitiert von ... (19) Zitiert selbst (11)
- BVerfG, 15.07.1981 - 1 BvL 77/78
Naßauskiesung
Auszug aus BGH, 03.06.1982 - III ZR 107/78
Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem auf den Vorlagebeschluß des erkennenden Senats vom 13. Juli 1978 (III ZR 28/76 = NJW 1978, 2290 = DVBl. 1979, 58) ergangenen Beschluß vom 15. Juli 1981 (BVerfGE 58, 300 = NJW 1982, 745 [BVerfG 15.07.1981 - 1 BvL 77/78] = DVBl. 1982, 340 = ZfBR 1982, 80) ausgeführt:.Sie ergeben sich aus der rechtlichen Überlagerung des Grundeigentums durch die wasserrechtliche Benutzungsordnung, die im Umfang ihrer Geltung die Rechtsposition des Grundeigentümers von vornherein beschränkt (BVerfG NJW 1982, 745, 749 [BVerfG 15.07.1981 - 1 BvL 77/78]/750).
- BGH, 10.06.1952 - GSZ 2/52
Enteignung. Maßnahmen des Wohnungsamts
Auszug aus BGH, 03.06.1982 - III ZR 107/78
Der enteignungsgleiche Eingriff setzt voraus, daß der Eingriff - von seiner rechtmäßigen oder rechtswidrigen Vornahme abgesehen - überhaupt, seiner Natur nach, bezogen auf seine Art und Wirkung, den Tatbestand eines enteignenden Akts bildet (BGHZ 6, 270, 290; Senatsurteile BGHZ 32, 208, 210/211; 58, 124, 127). - BVerwG, 10.02.1978 - 4 C 71.75
Planfeststellung für Baggersee
Auszug aus BGH, 03.06.1982 - III ZR 107/78
Die sich aus einer fehlerhaften Abwägung oder sonstigen fehlerhaften Handhabung des Ermessens (s. dazu auch BVerwG NJW 1978, 2311) für den Gebrauch des Grundeigentums ergebenden nachteiligen Folgen haben nicht die Bedeutung eines den Schutzbereich des Art. 14 GG berührenden (unmittelbaren) "Eingriffs in das Grundeigentum".
- BGH, 03.06.1982 - III ZR 28/76
Kein Anspruch auf Enteignungsentschädigung bei Versagung der wasserrechtlichen …
Auszug aus BGH, 03.06.1982 - III ZR 107/78
Die Ablehnung einer wasserrechtlichen Erlaubnis (Bewilligung) zur Trockenauskiesung berechtigt den Grundeigentümer auch dann nicht zu einer Entschädigung nach Enteignungsgrundsätzen, wenn die Ablehnung im Einzelfall den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verletzt und daher rechtswidrig ist, jedoch der Eigentümer hiergegen den Verwaltungsrechtsweg nicht beschreitet (Ergänzung zum Senatsurteil vom 3. Juni 1982 - III ZR 28/76 -). - BGH, 10.07.1980 - III ZR 160/78
Reklamefahrten
Auszug aus BGH, 03.06.1982 - III ZR 107/78
Das ist nur der Fall, wenn der Eingriff eine vom Schutz des Art. 14 GG umfaßte Rechtsposition betrifft (Senatsurteile BGHZ 78, 41, 44 [BGH 10.07.1980 - III ZR 160/78] und vom 11. März 1982 - III ZR 174/80 -, zum Abdruck in BGHZ vorgesehen). - BGH, 10.02.1972 - III ZR 188/69
Enteignungsentschädigung bei faktischer Bausperre
Auszug aus BGH, 03.06.1982 - III ZR 107/78
Der enteignungsgleiche Eingriff setzt voraus, daß der Eingriff - von seiner rechtmäßigen oder rechtswidrigen Vornahme abgesehen - überhaupt, seiner Natur nach, bezogen auf seine Art und Wirkung, den Tatbestand eines enteignenden Akts bildet (BGHZ 6, 270, 290; Senatsurteile BGHZ 32, 208, 210/211; 58, 124, 127). - BGH, 13.07.1978 - III ZR 28/76
Anspruch auf Enteignungsentschädigung bei Versagung der wasserrechtlichen …
Auszug aus BGH, 03.06.1982 - III ZR 107/78
Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem auf den Vorlagebeschluß des erkennenden Senats vom 13. Juli 1978 (III ZR 28/76 = NJW 1978, 2290 = DVBl. 1979, 58) ergangenen Beschluß vom 15. Juli 1981 (BVerfGE 58, 300 = NJW 1982, 745 [BVerfG 15.07.1981 - 1 BvL 77/78] = DVBl. 1982, 340 = ZfBR 1982, 80) ausgeführt:. - BGH, 25.04.1960 - III ZR 55/59
fahrendes Kaufhaus - Enteignungsgleicher Eingriff, Enteignungsschwelle
Auszug aus BGH, 03.06.1982 - III ZR 107/78
Der enteignungsgleiche Eingriff setzt voraus, daß der Eingriff - von seiner rechtmäßigen oder rechtswidrigen Vornahme abgesehen - überhaupt, seiner Natur nach, bezogen auf seine Art und Wirkung, den Tatbestand eines enteignenden Akts bildet (BGHZ 6, 270, 290; Senatsurteile BGHZ 32, 208, 210/211; 58, 124, 127). - BGH, 25.09.1980 - III ZR 18/79
Enteignungsentschädigung bei Veränderungssperre; Rechtswidrigkeit einer …
Auszug aus BGH, 03.06.1982 - III ZR 107/78
Das Berufungsgericht hat in dem Verhalten des Landratsamts und der übergeordneten Verwaltungsbehörden zutreffend eine "faktische" Verweigerung der Abbaugenehmigung und damit einen "Eingriff" im Sinne des Enteignungsrechts gesehen (Senatsurteil vom 25. September 1980 - III ZR 18/79 = NJW 1981, 458 [BGH 25.09.1980 - III ZR 18/79], insoweit in BGHZ 78, 152 nicht abgedruckt). - BGH, 11.03.1982 - III ZR 174/80
Bardepot I - Enteignungsgleicher Eingriff, Folgenbeseitigungsanspruch
Auszug aus BGH, 03.06.1982 - III ZR 107/78
Das ist nur der Fall, wenn der Eingriff eine vom Schutz des Art. 14 GG umfaßte Rechtsposition betrifft (Senatsurteile BGHZ 78, 41, 44 [BGH 10.07.1980 - III ZR 160/78] und vom 11. März 1982 - III ZR 174/80 -, zum Abdruck in BGHZ vorgesehen). - BGH, 07.02.1980 - III ZR 44/78
- OVG Rheinland-Pfalz, 21.10.2009 - 1 A 10481/09
Notwegerecht für Sandabbau am Laurenziberg nur über Binger Gebiet
Durchgängig findet sich in diesen Entscheidungen, die den Trockenabbau von Sand und Kies als Gewässerbenutzung i.S. von § 3 Abs. 2 Nr. 2 einordnen, die Formulierung, dass der Trockenabbau eine Gewässerbenutzung darstelle, wenn (Hervorhebung durch den Senat) er nach Art und Umfang die nicht nur ganz entfernt liegende (theoretische) Möglichkeit einer schädlichen Einwirkung auf das Grundwasser mit sich bringe (BGH, Urteil vom 3. Juni 1982, BGHZ 84, 230 ff.; BayVGH…, Urteil vom 19. Januar 1998 in juris Rn. 34; BayVGH, Urteil vom 31. März 2001, BayVBl. 2002, 698 ff.).Dem kann entgegen der Auffassung der Beklagten auch nicht das Urteil des BGH vom 3. Juni 1982 (a.a.O.) entgegengehalten werden.
- OVG Nordrhein-Westfalen, 18.11.2015 - 11 A 3048/11
Rechtmäßigkeit eines bergrechtlichen Hauptbetriebsplanes für die Gewinnung von …
Rn. 292 Vgl. BVerfG, Beschluss vom 15. Juli 1981 - 1 BvL 77/78 - , BVerfGE 58, 300 (345); BGH, Urteil vom 3. Juni 1982 - III ZR 107/78 -, BGHZ 84, 230 (232 ff.); Piens, in: Piens/Schulte/Graf Vitzthum, Bundesberggesetz, Kommentar, 2. Aufl. 2013, § 56 Anhang Rn. 702, m. w. N.Rn. 299 Vgl. zu § 3 Abs. 2 Nr. 2 WHG a. F.: BGH, Urteil vom 3. Juni 1982 - III ZR 107/78 -, BGHZ 84, 230 (234); BVerwG, Beschluss vom 14. Dezember 2001- 4 B 80.01 -, BRS 64 Nr. 104 (2001), S. 460.
- BVerwG, 13.04.1983 - 4 C 21.79
Auskiesungsverbot im Landschaftsschutzgebiet
Das trifft im Ergebnis so nicht zu: Soweit die Revision sich auf frühere Entscheidungen des Bundesgerichtshofs zur Naßauskiesung beruft, sind diese inzwischen durch den Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 15. Juli 1981 (…a.a.O.) und die in dessen Folge ergangenen Urteile des Bundesgerichtshofs vom 3. Juni 1982 (III ZR 28/76 - NJW 1982, 2488; III ZR 107/78 - NJW 1982, 2489 -) überholt.
- BGH, 14.04.2011 - III ZR 229/09
Grundeigene Bodenschätze
Als eine derartige Inhalts- und Schrankenregelung, die dem Grundeigentum von vornherein nur eine eingeschränkte Rechtsposition einräumt, sieht die Rechtsprechung etwa den Genehmigungsvorbehalt für eine Gewässerbenutzung an (BVerfGE 58, 300, 328 f; Senatsurteil vom 3. Juni 1982 - III ZR 107/78, BGHZ 84, 230, 233). - BGH, 26.01.1984 - III ZR 179/82
Rechtsfolgen der Versagung einer wasserrechtlichen Planfeststellung; …
Soweit der Senat in seinem Urteil vom 25. Januar 1973 (III ZR 113/70 - BGHZ 60, 126) eine abweichende Ansicht vertreten hat, hält er daran nicht fest (Senatsurteile vom 3. Juni 1982 - III ZR 28/76 = BGHZ 84, 223 [BGH 03.06.1982 - III ZR 28/76]; III ZR 170/77 - NVwZ 1982, 646 = WM 1982, 966 und III ZR 107/78 - BGHZ 84, 230 [BGH 03.06.1982 - III ZR 107/78] - NJW 1982, 2489 - UPR 1982, 342 - WM 1982, 964).Insoweit ist auch für die Frage nach dem Bestehen einer enteignungsfähigen Rechtsposition darauf abzustellen, ob die jeweils zu schützenden öffentlichen Belange - wie z.B. die des Landschaftsschutzes - (regelmäßig) nur die Sozialbindung des Grundeigentums zum Ausdruck bringen, also einen Eingriff in den durch Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG gewährleisteten Bereich nur unter Enteignungsvoraussetzungen (Art. 14 Abs. 3 Satz 1 GG) gestatten, oder ob sie - wie etwa die wasserwirtschaftlichen Belange - die aus dem Grundeigentum fließenden Befugnisse so begrenzen, daß die Nutzbarkeit des Oberflächeneigentums vor vornherein beschränkt ist (vgl. Senatsurteil BGHZ 84, 230, 236) [BGH 03.06.1982 - III ZR 107/78].
- BGH, 01.07.1982 - III ZR 10/81
Bemessung der Grundstückspreise bei Verkäufen an die öffentliche Hand
Soweit der Senat in seinemUrteil vom 25. Januar 1973 (III ZR 113/70 = BGHZ 60, 126) eine abweichende Ansicht vertreten hat, hält er daran nicht fest (s. auch die zur Veröffentlichung bestimmten Senatsurteilevom 3. Juni 1982 - III ZR 28/76 , III ZR 170/77 und III ZR 107/78). - BVerwG, 14.12.2001 - 4 B 80.01
Ausprägung des Rücksichtnahmegebots; Verhältnis zwischen bauplanungsrechtlicher …
Ist das Grundwasser betroffen, so reicht hierfür schon die nicht ganz entfernte, nur theoretische Möglichkeit einer schädlichen Einwirkung aus (vgl. BGH, Urteil vom 3. Juni 1982 - III ZR 107/78 - BGHZ 84, 230). - VGH Bayern, 31.03.2001 - 15 B 96.1537
Baurecht: Im Außenbereich privilegierter Sandabbau, Auswirkungen auf eine private …
Hierzu gehört auch der Abbau von Kies oder Sand, der grundwasserschützende Deckschichten oberhalb des Grundwasserspiegels abträgt, wenn er nach Art und Umfang die nicht nur ganz entfernt liegende (theoretische) Möglichkeit einer schädlichen Einwirkung auf das Grundwasser mit sich bringt (vgl. BGH vom 3.6.1982 BGHZ 84, 230/234 = ZfW 1983, 25; OVG Münster vom 29.12.1971 ZfW 1973, 56; BayVGH vom 19.1.1998 Az. 1 B 94.3694; VGH BW vom 3.8.1998 Az. 3 S 990/98; Knopp in SZDK, RdNr. 29 zu § 3 WHG ; Drost, Das Wasserrecht in Bayern, RdNr. 14 zu § 3 WHG ; Czychowski a.a.O., RdNr. 76 zu § 3 WHG ; Jäde a.a.O., RdNr. 8 zu Art. 87 BayBO ; 1998; vgl. ferner Nr. 2.2.2 der Richtlinien für Anlagen zur Gewinnung von Kies, Sand, Steinen und Erden, Bek. - BGH, 03.06.1982 - III ZR 170/77
Rechtmäßige Versagung einer Erlaubnis oder Bewilligung zum Kiesabbau als Ausdruck …
Dasselbe gilt für die rechtmäßige Versagung der wasserrechtlichen Erlaubnis (Bewilligung) zur Kiesentnahme oberhalb des Grundwassers (sog. Trockenauskiesung), wenn diese Maßnahme die nicht nur ganz entfernte (theoretische) Möglichkeit einer schädlichen Einwirkung auf das Grundwasser mit sich bringt (vgl. dazu auchSenatsurteil vom 3. Juni 1982 - III ZR 107/78 -).Dazu rechnet auch die Trockenauskiesung, wenn sie im Einzelfall die nicht nur ganz entfernte (theoretische) Möglichkeit einer schädlichen Einwirkung auf das Grundwasser mit sich bringt (Vorlagebeschluß des Senatsvom 17. Januar 1980 - III ZR 107/78 - unveröffentlicht - Sieder/Zeitler WHG § 3 Rdn. 29; Gieseke/Wiedemann WHG 3. Aufl. § 3 Rdn. 11 a, anders noch die Vorauflage; Breuer, Öffentl.
- BGH, 26.01.1984 - III ZR 178/82
Entschädigungslosigkeit eines Auskiesungsverbots
Insoweit ist auch für die Frage nach dem Bestehen einer enteignungsfähigen Rechtsposition darauf abzustellen, ob die jeweils zu schützenden öffentlichen Belange - wie z.B. die des Landschaftsschutzes - (regelmäßig) nur die Sozialbindung des Grundeigentums zum Ausdruck bringen, also einen Eingriff in den durch Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG gewährleisteten Bereich nur unter Enteignungsvoraussetzungen (Art. 14 Abs. 3 Satz 1 GG) gestatten, oder ob sie - wie etwa die wasserwirtschaftlichen Belange - die aus dem Grundeigentum fließenden Befugnisse so begrenzen, daß die Nutzbarkeit des Oberflächeneigentums von vornherein beschränkt ist (vgl. Senatsurteil BGHZ 84, 230, 236) [BGH 03.06.1982 - III ZR 107/78]. - BGH, 23.05.1985 - III ZR 39/84
Enteignung eines Fährbetriebes durch Inbetriebnahme einer Flußbrücke
- BGH, 03.06.1982 - III ZR 98/79
Enteignung - Enteignungsgleicher Eingriff - Grundstück - Kiesvorkommen - …
- VGH Baden-Württemberg, 03.08.1998 - 3 S 990/98
Ersatzansprüche wegen rechtswidriger zeitweiliger Versagung einer Baugenehmigung …
- VG Augsburg, 23.09.2019 - Au 9 K 19.144
Beseitigungsanordnung für Brunnenbohrung in tertiäres Grundwasservorkommen
- BGH, 03.06.1982 - III ZR 189/80
Grundabtretung zur bergbaulichen Nutzung als Enteignung - Rechtsnatur der …
- BGH, 29.03.1984 - III ZR 4/83
Voraussetzungen für das Entfallen der Selbstbindung eines Gerichts an ein …
- BGH, 21.12.1982 - III ZR 82/82
Enteignungsentschädigung wegen Festsetzung des Wasserschutzgebiets - …
- BGH, 14.07.1982 - III ZR 181/81
Nichtzulassung der Revision mangels grundsätzlicher Bedeutung
- LG Bonn, 25.05.1983 - 1 O 693/82
Vorliegen eines Enteignungsgesetzes als Voraussetzung für einen Anspruch auf …
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Rechtsprechung
| BGH, 17.01.1980 - III ZR 107/78 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Anspruch auf Entschädigung wegen enteignendem oder enteignungsgleichem Eingriff - Gültigkeit der §§ 1a Abs. 3, 2 Abs. 1, 3 Abs. 2 Nr. 2 und § 6 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) - Vorenthaltung der Genehmigung zur Trockenauskiesung als rechtswidriger Eingriff in das Grundeigentum - ...
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- BGH, 17.01.1980 - III ZR 107/78
- BGH, 03.06.1982 - III ZR 107/78
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (9)
- BGH, 13.07.1978 - III ZR 28/76
Anspruch auf Enteignungsentschädigung bei Versagung der wasserrechtlichen …
Auszug aus BGH, 17.01.1980 - III ZR 107/78
Andernfalls muß der Senat zuwarten, bis der Gesetzgeber für den hier zu prüfenden Anwendungsbereich der Vorschriften eine mit Art. 14 GGübereinstimmende, auch die vermögensrechtlichen Folgen zwischenzeitlicher Anwendung der verfassungswidrigen Normen durch die Verwaltung einbeziehende Regelung trifft (vgl. dazu Vorlagebeschluß des Senats vom 13. Juli 1978 - III ZR 28/76 - S. 23 = NJW 1978, 2290, 2294 - DVBl 1979, 58 = ZfW 1979, 33).Einen im Grundeigentum wurzelnden Rechtsanspruch auf Verleihung dieser Rechtsposition gewährt das Wasserhaushaltsgesetz nicht (vgl. die Nachweise im Beschluß des Senats vom 13. Juli 1978 - III ZR 28/76 aaO).
Auch die Verletzung des Rechts auf fehlerfreie Handhabung des behördlichen Ermessens stellt in diesem Zusammenhang keinen Eingriff in den durch Art. 14 GG geschützten Bereich dar; es umschreibt nämlich nur die rechtsstaatlichen Bindungen der Verwaltung an eine auch im Individualinteresse eingeführte gesetzliche Regelung der Zuteilung von öffentlich-rechtlichen Sondernutzungsrechten, die nicht im Eigentum selbst wurzeln (Beschluß des Senats vom 13. Juli 1978 - III ZR 28/76 aaO).
Diese Frage ist bereits Gegenstand eines durch den Vorlagebeschluß des Senats vom 13. Juli 1978 - III ZR 28/76 - eingeleiteten Normenkontrollverfahrens vor dem Bundesverfassungsgericht.
- BVerwG, 29.04.1964 - I C 30.62
Außenbereich
Auszug aus BGH, 17.01.1980 - III ZR 107/78
Die Eigentumsgarantie gebietet es, dem Grundeigentümer einen Anspruch aus Eigentum jedenfalls dann nicht abzuschneiden, wenn im Einzelfall feststeht, daß sein Vorhaben das Wohl der Allgemeinheit nicht beeinträchtigt (vgl. BVerwGE 18, 247 für Bebauung im Außenbereich; HessVGH ZfW 1974, 362, 368). - BGH, 10.06.1952 - GSZ 2/52
Enteignung. Maßnahmen des Wohnungsamts
Auszug aus BGH, 17.01.1980 - III ZR 107/78
Dieser setzt voraus, daß der Eingriff - von seiner rechtmäßigen oder unrechtmäßigen Vornahme abgesehen - überhaupt, seiner Natur nach, bezogen auf seine Art und seine Wirkung, den Tatbestand eines enteignenden Aktes bildet (BGHZ 6, 270, 290; 32, 208, 210/211; 58, 124, 127).
- BGH, 10.02.1972 - III ZR 188/69
Enteignungsentschädigung bei faktischer Bausperre
Auszug aus BGH, 17.01.1980 - III ZR 107/78
Dieser setzt voraus, daß der Eingriff - von seiner rechtmäßigen oder unrechtmäßigen Vornahme abgesehen - überhaupt, seiner Natur nach, bezogen auf seine Art und seine Wirkung, den Tatbestand eines enteignenden Aktes bildet (BGHZ 6, 270, 290; 32, 208, 210/211; 58, 124, 127). - BGH, 25.04.1960 - III ZR 55/59
fahrendes Kaufhaus - Enteignungsgleicher Eingriff, Enteignungsschwelle
Auszug aus BGH, 17.01.1980 - III ZR 107/78
Dieser setzt voraus, daß der Eingriff - von seiner rechtmäßigen oder unrechtmäßigen Vornahme abgesehen - überhaupt, seiner Natur nach, bezogen auf seine Art und seine Wirkung, den Tatbestand eines enteignenden Aktes bildet (BGHZ 6, 270, 290; 32, 208, 210/211; 58, 124, 127). - BGH, 23.10.1975 - III ZR 97/73
Wehrdienst eines nicht Dienstfähigen
Auszug aus BGH, 17.01.1980 - III ZR 107/78
Das ist nur der Fall, wenn der (rechtmäßige oder rechtswidrige) Eingriff eine in die Eigentumsgarantie des Art. 14 GG einbezogene Rechtsposition betrifft (BGHZ 65, 196, 208 für die insoweit gleiche Rechtslage bei der Aufopferung). - BGH, 03.07.1972 - III ZR 134/71
Enteignungsentschädigung bei faktischer Bausperre
Auszug aus BGH, 17.01.1980 - III ZR 107/78
Ein einer solchen Maßnahme gleichstehender "faktischer" Eingriff liegt vor, wenn der Betroffene mit Rücksicht auf die Erklärung der Behörde in vernünftiger Weise überhaupt davon absieht, ein förmliches Gesuch um Erteilung der Erlaubnis einzureichen; dabei ist ein eindeutiges Verhalten der Behörde zu fordern, das als Ausdruck ihrer in dieser Frage verbindlichen Haltung aufgefaßt werden kann (vgl. Urteile vom 3. Juli 1972 - III ZR 134/71 = NJW 1972, 1713; vom 10. Juli 1975 - III ZR 161/72 = NJW 1975, 1783, 1784). - BGH, 10.07.1975 - III ZR 161/72
Behandlung von Entschädigungsansprüchen, die aus einem dauernden Bauverbot …
Auszug aus BGH, 17.01.1980 - III ZR 107/78
Ein einer solchen Maßnahme gleichstehender "faktischer" Eingriff liegt vor, wenn der Betroffene mit Rücksicht auf die Erklärung der Behörde in vernünftiger Weise überhaupt davon absieht, ein förmliches Gesuch um Erteilung der Erlaubnis einzureichen; dabei ist ein eindeutiges Verhalten der Behörde zu fordern, das als Ausdruck ihrer in dieser Frage verbindlichen Haltung aufgefaßt werden kann (vgl. Urteile vom 3. Juli 1972 - III ZR 134/71 = NJW 1972, 1713; vom 10. Juli 1975 - III ZR 161/72 = NJW 1975, 1783, 1784). - BGH, 22.06.1978 - III ZR 135/76
Haftung nach den Grundsätzen des Verschuldens bei Vertragsschluss - …
Auszug aus BGH, 17.01.1980 - III ZR 107/78
Sie setzt auch nicht voraus, daß der Betroffene einen "Rechtsanspruch" auf Erteilung einer Erlaubnis oder Bewilligung hat (vgl. Senatsurteil vom 22. Juni 1978 - III ZR 135/76 - betr. wasserrechtl. Genehmigung).
- BGH, 10.07.1980 - III ZR 160/78
Reklamefahrten
Fehlt es an einer solchen Rechtsposition, so kann die Rechtswidrigkeit des staatlichen Vorgehens allein eine "enteignungsgleiche" Wirkung nicht haben (Vorlagebeschluß des Senats vom 17. Januar 1980 - III ZR 107/78 -). - BGH, 28.02.1980 - III ZR 131/77
Fluglotsenstreik II - § 7 RBHaftG; Enteignungsgleicher Eingriff, eingerichteter …
Das würde hier der Annahme eines enteignungsgleichen Eingriffs entgegenstehen, weil auch dieser einen Eingriff in eine des Eigentumsschutzes fähige Rechtsposition voraussetzt (Vorlagebeschl. des Senats vom 17. Januar 1980 - III ZR 107/78). - BGH, 22.05.1980 - III ZR 175/78
Sand- und Kiesabbau - Art. 14 GG, Ausgleichsanspruch
Er hat deshalb mit Beschluß vom 17. Januar 1980 in der Sache III ZR 107/78 diese Frage dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung vorgelegt (vgl. auch Vorlagebeschluß vom 13. Juli 1978 - III ZR 28/76 = NJW 1978, 2290 - DVBl 1979, 58 [BGH 13.07.1978 - III ZR 28/76] ).
- BGH, 07.02.1980 - III ZR 44/78 Er hat deshalb mit Beschluß vom 17. Januar 1980 in der Sache III ZR 107/78 diese Frage dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung vorgelegt (vgl. auch Vorlagebeschluß vom 13. Juli 1978 - III ZR 28/76 = NJW 1978, 2290 = DVBl 1979, 58 = ZfW 1979, 33).
- BVerfG - 1 BvL 6/80 (anhängig) 1 BvL 6/80 Bundesgerichtshof ob § 1 a Abs. 3, § 2 Abs. 1, § 3 Abs. 2 Nr. 2 und § 6 des 17.1.1980 Wasserhaushaltsgesetzes in der Fassung der Bekannt III ZR 107/78 machung vom 16. Oktober 1976 (BGBl. I S. 3017) mit Artikel 14 Abs. 1 Satz 2 Grundgesetz insoweit vereinbar sind, als sie den Inhalt des Grundeigentums im Verhältnis zum Grundwasser regeln und dem Grundeigentümer einen Rechtsanspruch auf Erlaubnis oder Bewilligung auch dann versagen, wenn die von ihm beabsichtigte Maßnahme im Einzelfall eine Beeinträchtigung des Wohls der Allgemeinheit nicht erwarten läßt.
- BGH, 12.06.1980 - III ZR 39/79 Selbst wenn die Rechtslage seinerzeit so gewesen wäre, daß Caribou-Frischfleischteile wie sonstiges "Wild" hätten eingeführt werden dürfen, würde ein enteignungsgleicher Eingriff zu verneinen sein, weil er nicht eine durch Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG geschützte "Rechtsposition" betroffen hätte (zu dieser Vorauss. vgl. u.a. Beschluß des Senats vom 17. Januar 1980 - III ZR 107/78 -).
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