Rechtsprechung
| BGH, 16.03.1959 - III ZR 13/58 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
- Baurechtssammlung (Wolters Kluwer)(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- MDR 1959, 558
- DNotZ 1959, 395
- DÖV 1959, 750
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (5)
- BGH, 30.06.1958 - III ZR 72/57
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 16.03.1959 - III ZR 13/58
Denn erst mit dieser letztgenannten Verordnung ist die genaue örtliche Begrenzung des Naturschutzgebietes und damit der endgültige Umfang des Eingriffes festgelegt worden Vom allem kommt hinzu, daß die auf das Eigentum des Klägers einwirkenden Maßnahmen der Naturschutzbehörde Dauer wirkung haben und der hoheitliche Eingriff somit auf jeden Fall in die Geltungszeit des Grundgesetzes fortwirkt , so daß gegen die Anwendung des Art. 14 GG auf den vorliegenden Fall keine Rechtsbedenken bestehen (vgl. hierzu auch Urteile des Senats vom 25. März 1957 III ZR 253/55 = LM Nr. 60 zu Art. 14 GG, und vom 30. Juni 1958 III ZR 72/57 S. 9 mit Nachweisen).Wird dagegen die von der Natur der Sache her gegebene und bisher stets ungestört ausgeübte Benutzungsart oder wirtschaftliche Ausnutzung des Eigentums untersagt oder wesentlich eingeschränkt, so liegt darin im allgemeinen die Auferlegung eines den Gleichheitssatz verletzenden Sonderopfers und somit eine entschädigungspflichtige Enteignung (vgl. Urteile des Senats in BGHZ 23, 30; in LM Nr. 60, 70 und 71 zu Art. 14 GG sowie vom 30. Juni 1958 III ZR 72/57 S. 8).
- BGH, 20.12.1956 - III ZR 82/55
Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk
Auszug aus BGH, 16.03.1959 - III ZR 13/58
Wird dagegen die von der Natur der Sache her gegebene und bisher stets ungestört ausgeübte Benutzungsart oder wirtschaftliche Ausnutzung des Eigentums untersagt oder wesentlich eingeschränkt, so liegt darin im allgemeinen die Auferlegung eines den Gleichheitssatz verletzenden Sonderopfers und somit eine entschädigungspflichtige Enteignung (vgl. Urteile des Senats in BGHZ 23, 30; in LM Nr. 60, 70 und 71 zu Art. 14 GG sowie vom 30. Juni 1958 III ZR 72/57 S. 8). - BGH, 25.03.1957 - III ZR 253/55
Auszug aus BGH, 16.03.1959 - III ZR 13/58
Denn erst mit dieser letztgenannten Verordnung ist die genaue örtliche Begrenzung des Naturschutzgebietes und damit der endgültige Umfang des Eingriffes festgelegt worden Vom allem kommt hinzu, daß die auf das Eigentum des Klägers einwirkenden Maßnahmen der Naturschutzbehörde Dauer wirkung haben und der hoheitliche Eingriff somit auf jeden Fall in die Geltungszeit des Grundgesetzes fortwirkt , so daß gegen die Anwendung des Art. 14 GG auf den vorliegenden Fall keine Rechtsbedenken bestehen (vgl. hierzu auch Urteile des Senats vom 25. März 1957 III ZR 253/55 = LM Nr. 60 zu Art. 14 GG, und vom 30. Juni 1958 III ZR 72/57 S. 9 mit Nachweisen). - BGH, 20.12.1956 - III ZR 113/55
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 16.03.1959 - III ZR 13/58
Denn ein "eingerichteter Gewerbebetrieb" liegt vor, wenn ein planmäßiges Wirtschaften auf Grund einer vorhandenen Organisation erfolgt, oder der Einsatz der erforderlichen sachlichen Mittel und persönlichen Tätigkeit so weit vorbereitet ist, daß mit dem Betrieb jederzeit begonnen werden kann, oder der Betrieb bereits so eingerichtet worden ist, daß er ohne den Eingriff unbeschränkt ausgeübt werden könnte (vgl. Urteile des Senats vom 20. Dezember 1956 III ZR 113/55 = ML Nr. 56 zu Art. 14 GG, vom 24. September 1956 III ZR 178/55 S. 23 und vom 24. Juni 1958 III ZR 217/56 mit weiteren Nachweisen). - BGH, 24.06.1958 - III ZR 217/56
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 16.03.1959 - III ZR 13/58
Denn ein "eingerichteter Gewerbebetrieb" liegt vor, wenn ein planmäßiges Wirtschaften auf Grund einer vorhandenen Organisation erfolgt, oder der Einsatz der erforderlichen sachlichen Mittel und persönlichen Tätigkeit so weit vorbereitet ist, daß mit dem Betrieb jederzeit begonnen werden kann, oder der Betrieb bereits so eingerichtet worden ist, daß er ohne den Eingriff unbeschränkt ausgeübt werden könnte (vgl. Urteile des Senats vom 20. Dezember 1956 III ZR 113/55 = ML Nr. 56 zu Art. 14 GG, vom 24. September 1956 III ZR 178/55 S. 23 und vom 24. Juni 1958 III ZR 217/56 mit weiteren Nachweisen).
- BGH, 13.03.1991 - VIII ZR 373/89
Pflicht des Anschlußnehmers zur Duldung von Versorgungsleitungen/Leitungsanlagen …
Eingriffe in die Eigentümerbefugnisse (§ 903 BGB), die die bisherige Nutzungsart des Grundstücks nicht beeinträchtigen, stellen indessen in der Regel lediglich eine Konkretisierung der sozialen Gebundenheit des Eigentums dar (vgl. für die hier entsprechend heranzuziehende Abgrenzung zwischen der entschädigungslosen Sozialbindung und den entschädigungspflichtigen enteignenden Maßnahmen: BGH, Urteil vom 16. März 1959 - III ZR 13/58 = RdE 1959, 56 = BB 1959, 507 unter I 3 b;… Recknagel aaO. Rdnr. 69). - BGH, 23.06.1988 - III ZR 8/87
Enteignender Eingriff durch Unterbindung des rechtmäßig betriebenen Abbaus von …
Wenn aber die von der Natur der Sache her gegebene und bisher rechtmäßig ausgeübte Benutzungsart eines Grundstücks hoheitlich untersagt wird, so ist das für einen enteignenden Tatbestand kennzeichnend (vgl. Senatsurteil vom 16. März 1959 - III ZR 13/58 = LM GG Art. 14 Cb Nr. 5 "Gipsbruch«;… Kröner, Die Eigentumsgarantie in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes 2. Aufl. S. 72). - BGH, 28.10.1971 - III ZR 142/69
Entschädigung für Verbot von Kiesabbau nach RNatSchG
Dementsprechend hat der Bundesgerichtshof auch in seinem Urteil vom 25. März 1957 - III ZR 253/55 = LM Art. 14 GG Nr. 60 = DVBl 1957, 861 (Buchendom), vom 30. Juni 1958 - III ZR 72/57 = WM 1958, 1371 (betr. Fluchtlinien) und vom 16. März 1959 - III ZR 13/58 = IM Art. 14 (Cb) GG Nr. 5 = MDR 1959, 558 = DÖV 1959, 750 (Gipsbruch) auf die Dauerwirkung des Eingriffs - der im Buchendom = und im Gipsbruchfall von der Naturschutzbehörde vorgenommen worden war - abgestellt.
- BGH, 02.02.1978 - III ZR 15/76
Entschädigung für eine Enteignung und entgangene Vorteile durch Gipsabbau - …
Denn ein Schaden kann schon darin liegen, daß sich durch die Maßnahmen der Verkehrswert ihres Grundbesitzes gemindert hat (Senatsurteil vom 16. März 1959 - III ZR 13/58 = LM Art. 14 C b GG Nr. 5 unter 3 c der Entscheidungsgründe). - BVerwG, 04.04.1963 - I CB 18.62
Rechtsmittel
Der Antrag der Klägerin auf Feststellung, daß die beabsichtigte Unterstellung unter den Landschaftsschutz zu einer Enteignung führe, wirft schon deshalb keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung auf, weil nach der übereinstimmenden Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts und des Bundesgerichtshofs die Unterstellung unter den Landschaftsschutz bei Gestattung der bisher zulässigen Nutzung keine Enteignung darstellt (BVerwGE 2, 172 [179]; 4, 57; 5, 143; BGHZ 23, 30 [32]; BGH, DÖV 1959 S. 750). - BGH, 25.06.1959 - III ZR 114/57
Rechtsmittel
Darauf, ob eine bestimmte Nutzungsart auch tatsächlich schon verwirklicht worden ist, kommt es nicht entscheidend an, wenn nur diese beabsichtigte Nutzungsart bisher rechtlich zulässig und auch tatsächlich möglich war (vgl. die Zusammenstellung in WM 1958 S. 1349, insbesondere S. 1354/55; ferner das zur Veröffentlichung bestimmte Urteil des Senats vom 16. März 1959 - III ZR 13/58 S 9/10). - BGH, 28.05.1962 - III ZR 1/61
Aufhebung der Zweckbestimmung eines Friedhofsteils als Aufhebung der Widmung - …
Die Eigentümer- und Vermögensposition der Klägerin bestand nun, was das Berufungsgericht nicht richtig erkannt hat, darin, daß sie ihr gehörenden Grundbesitz durch die Widmung zu einer Begräbnisstätte zum öffentlichen Gebrauch bestimmt, diesen Grundbesitz zusammen mit den für die Unterhaltung erforderlichen Sachen rechtlich gesehen zu einer Anstalt des öffentlichen Rechts (vgl. BGHZ 25, 200, 206 [BGH 18.09.1957 - V ZR 153/56] ; Gaedke, Handbuch des Friedhofs- und Bestattungsrechts S. 11) gemacht, nach der im Enteignungsrecht gebotenen wirtschaftlichen Betrachtungsweise zu einem ihr nach ihrer Behauptung namhafte Überschüsse abwerfenden Unternehmen derart gestaltet hatte, daß Grundbesitz und "Friedhofs-Unternehmen" eine wirtschaftliche Einheit darstellten (vgl. III ZR 13/58 vom 16. März 1959 = ÖV 1959, 750).
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