Rechtsprechung
| BGH, 10.03.1976 - III ZR 130/73 |
Verfahrensgang
- BGH, 19.02.1976 - III ZR 130/73
- BGH, 10.03.1976 - III ZR 130/73
- BGH, 11.03.1976 - III ZR 130/73
Papierfundstellen
- BGHZ 66, 118
- NJW 1976, 1687
- NJW 1977, 1519
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (5)
- BGH, 23.10.1975 - III ZR 97/73
Wehrdienst eines nicht Dienstfähigen
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BVerwG, 15.11.1972 - VIII C 148.71
Einberufung eines anerkannten Kriegsdienstverweigerers zum zivilen Ersatzdienst …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BGH, 30.04.1953 - III ZR 268/51
Masseur-Praxis - Bindung der Zivilgerichte an ein rechtskräftiges …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BGH, 25.04.1960 - III ZR 55/59
fahrendes Kaufhaus - Enteignungsgleicher Eingriff, Enteignungsschwelle
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BGH, 17.05.1956 - III ZR 280/54
Gründe des Urteils eines Verwaltungsgerichts
Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BGH, 13.02.2025 - III ZR 63/24
Darlegungs- und Beweislast im Amtshaftungsprozess bei Beschränkungsmaßnahmen nach …
Dies gilt insbesondere bei einem Eingriff in Leben, Gesundheit und Freiheit (Senat, Urteile vom 10. März 1976 - III ZR 130/73, BGHZ 66, 118, 119 f; vom 23. Oktober 1975 - III ZR 97/73, BGHZ 65, 196, 206 …und vom 31. Januar 1966 aaO), also in die von Art. 2 Abs. 2 GG geschützten Rechtsgüter, nicht aber für einen Eingriff in das Grundrecht aus Art. 12 Abs. 1 GG (Senat, Beschlüsse vom 21. Oktober 1993 - III ZR 14/93, NJW 1994, 2229, 2230 und vom 27. Mai 1993 - III ZR 142/92, NJW 1994, 1468). - OLG Stuttgart, 23.02.2022 - 4 U 70/21
Schadensersatz aufgrund Veranstaltungsverbot infolge Corona-Pandemie Anspruch auf …
Ein Sonderopfer kann nicht angenommen werden, weil die CoronaVO für alle Bürger oder einen unbestimmten Kreis von ihnen die gleiche Pflichtenlage geschaffen und bestimmte Opfer gefordert und gewollt hat (BGHZ 66, 118; BGHZ 65, 196 [206 ff.]). - LG Bonn, 16.01.2004 - 1 O 278/03
Anforderungen an die Substantiierung eines Entschädigungsanspruchs eines …
Denn ein aus den §§ 74, 75 der Einleitung zum Allgemeinen Landrecht für die Preußischen Staaten von 1794 ("Einl. ALR") abgeleiteter und heute gewohnheitsrechtlich anerkannter Anspruch bildet in seinem heutigen Anwendungsbereich nach herrschender höchstrichterlicher Rechtsprechung die Entschädigungsgrundlage für hoheitliche Eingriffe in immaterielle Rechtsgüter, wie insbesondere Leben, Gesundheit und Bewegungsfreiheit, nicht aber in den durch Art. 12 GG gewährleisteten Erwerbsschutz und das durch Art. 14 GG geschützte Eigentumsrecht (vgl. BGHZ 66, 118; BGH NJW 1994, 1468 und 2229 sowie BGH NJW 1996, 2422). - BayObLG, 01.12.1987 - AR 1 Z 92/87
Voraussetzungen für eine Zuständigkeitsbestimmung in entsprechender Anwendung von …
Alle außer den Ansprüchen aus Amtshaftung genannten Ansprüche setzen eine hoheitliche Betätigung voraus (für den Anspruch aus Enteignung: Art. 14 Abs. 3 Satz 2 GG , aus enteignendem Eingriff: BGH NJW 1980, 770, aus enteignungsgleichem Eingriff: BGHZ 90, 17 , aus Aufopferung: BGHZ 66, 118/119, aus öffentlich-rechtlicher Verwahrung: BGHZ 4, 192/193, nach dem StrEG : Schätzler StrEG 2. Aufl. Einl. RdNr. 23).
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Rechtsprechung
| BGH, 19.02.1976 - III ZR 130/73 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Schadensersatz wegen rechtswidriger Einberufung zum Ersatzdienst - Voraussetzungen eines Aufopferungsanspruchs - Vorliegen eines Amtshaftungsanspruchs
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Verfahrensgang
- BGH, 19.02.1976 - III ZR 130/73
- BGH, 10.03.1976 - III ZR 130/73
- BGH, 11.03.1976 - III ZR 130/73
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (5)
- BGH, 23.10.1975 - III ZR 97/73
Wehrdienst eines nicht Dienstfähigen
Auszug aus BGH, 19.02.1976 - III ZR 130/73
Bei einem hoheitlichen Eingriff in nicht Vermögenswerte Güter, insbesondere in Leben, Gesundheit und Freiheit, steht dem Betroffenen ein Aufopferungsanspruch zu, wenn der Eingriff ihn im Verhältnis zu anderen ungleich belastet, ihm also ein Sonderopfer aufgebürdet hat, und wenn der Eingriff ihm einen Vermögensschaden zugefügt hat (st.Rspr. des erkennenden Senats; vgl. zuletzt Senatsurteil in BGHZ 65, 196).Im vorliegenden Fall scheitert der Aufopferungsanspruch des Klägers aber bereits daran, daß die Einberufung nicht in ein insoweit geschütztes Rechtsgut eingegriffen hat (vgl. hierzu Senatsurteil in BGHZ 65, 196).
- BVerwG, 15.11.1972 - VIII C 148.71
Einberufung eines anerkannten Kriegsdienstverweigerers zum zivilen Ersatzdienst …
Auszug aus BGH, 19.02.1976 - III ZR 130/73
Der erkennende Senat braucht nicht zu entscheiden, ob die Einberufung des Klägers zum 1. Oktober 1968 noch "unverzüglich" im Sinne des § 19 Abs. 1 Satz 2 ErsDiG war, nachdem er am 1. April 1968 von der Bundeswehr beurlaubt und am 21. Mai 1968 entlassen worden war (vgl. dazu BVerwG NJW 1973, 636; Harrer/Haberland Kommentar zum Zivildienstgesetz 1974 § 19 Anm. 2 unter Hinweis auf einen Beschluß des VG Köln vom 4. Mai 1973 - 8 L 283/73, wonach eine Einberufung nicht länger als drei Monate nach der Entlassung noch unverzüglich ist).Die Ansicht des erkennenden Senats, daß ein Verstoß gegen § 19 Abs. 1 Satz 2 ErsDiG eine völlige Befreiung des Dienstpflichtigen nicht zur Folge hat, entspricht der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteil vom 15. November 1972 - VIII C 148.71 - NJW 1973, 636, 637) und wird auch im Schrifttum vertreten (…Harrer/Haberland a.a.O. § 19 Anm. 2).
- BGH, 30.04.1953 - III ZR 268/51
Masseur-Praxis - Bindung der Zivilgerichte an ein rechtskräftiges …
Auszug aus BGH, 19.02.1976 - III ZR 130/73
Davon abgesehen bindet das Urteil des Verwaltungsgerichts die Zivilgerichte in dieser Sache nur insofern, als diese ihrer Entscheidung die Rechtswidrigkeit des Einberufungsbescheides vom 25. September 1968 zugrundezulegen haben (vgl. Senatsurteile BGHZ 9, 329; 20, 379). - BGH, 25.04.1960 - III ZR 55/59
fahrendes Kaufhaus - Enteignungsgleicher Eingriff, Enteignungsschwelle
Auszug aus BGH, 19.02.1976 - III ZR 130/73
Zwar hat der erkennende Senat in BGHZ 32, 208, 211 f ein Sonder opfer mit der Erwägung bejaht, der damals zu beurteilende Eingriff sei rechtswidrig erfolgt. - BGH, 17.05.1956 - III ZR 280/54
Gründe des Urteils eines Verwaltungsgerichts
Auszug aus BGH, 19.02.1976 - III ZR 130/73
Davon abgesehen bindet das Urteil des Verwaltungsgerichts die Zivilgerichte in dieser Sache nur insofern, als diese ihrer Entscheidung die Rechtswidrigkeit des Einberufungsbescheides vom 25. September 1968 zugrundezulegen haben (vgl. Senatsurteile BGHZ 9, 329; 20, 379).
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Rechtsprechung
| BGH, 11.03.1976 - III ZR 130/73 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- ibr-online
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- BGH, 19.02.1976 - III ZR 130/73
- BGH, 10.03.1976 - III ZR 130/73
- BGH, 11.03.1976 - III ZR 130/73
Papierfundstellen
- NJW 1976, 1687
- MDR 1976, 741
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (5)
- BGH, 23.10.1975 - III ZR 97/73
Wehrdienst eines nicht Dienstfähigen
Auszug aus BGH, 11.03.1976 - III ZR 130/73
... II. 1. Bei einem hoheitlichen Eingriff in nicht vermögenswerte Güter, insbesondere in Leben, Gesundheit und Freiheit, steht dem Betroffenen ein Aufopferungsanspruch zu, wenn der Eingriff ihn im Verhältnis zu anderen ungleich belastet, ihm also ein Sonderopfer aufgebürdet hat, und wenn der Eingriff ihm einen Vermögensschaden zugefügt hat (st. Rspr. des erk. Senats; vgl. zuletzt BGHZ 65, 196 = NJW 1976, 186).Im vorliegenden Fall scheitert der Aufopferungsanspruch des Kl. aber bereits daran, daß die Einberufung nicht in ein insoweit geschütztes Rechtsgut eingegriffen hat (vgl. hierzu BGHZ 65, 196).
- BVerwG, 15.11.1972 - VIII C 148.71
Einberufung eines anerkannten Kriegsdienstverweigerers zum zivilen Ersatzdienst …
Auszug aus BGH, 11.03.1976 - III ZR 130/73
Der erk. Senat braucht nicht zu entscheiden, ob die Einberufung des Kl. zum 1.10.1968 noch "unverzüglich" i.S. des § 19 I 2 ErsDiG war, nachdem er am 1.4.1968 von der Bundeswehr beurlaubt und am 21.5.1968 entlassen worden war (vgl. dazu BVerwG, NJW 1973, 636; Harrer-Haberland, ZDG, 1974, § 19 Anm. 2 unter Hinw. auf einen Beschl. des VG Köln v. 4.5. 1973 - 8 L 283/73, wonach eine Einberufung nicht länger als drei Monate nach der Entlassung noch unverzüglich ist).Die Ansicht des erkennenden Senats, daß ein Verstoß gegen § 19 I 2 ErsDiG eine völlige Befreiung des Dienstpflichtigen nicht zur Folge hat, entspricht der Rechtsprechung des BVerwG (NJW 1973, 636 [637]) und wird auch im Schrifttum vertreten (Harrer-Haberland, § 19 Anm. 2).
- BGH, 30.04.1953 - III ZR 268/51
Masseur-Praxis - Bindung der Zivilgerichte an ein rechtskräftiges …
Auszug aus BGH, 11.03.1976 - III ZR 130/73
Davon abgesehen bindet das Urteil des VG die Zivilgerichte in dieser Sache nur insofern, als diese ihrer Entscheidung die Rechtswidrigkeit des Einberufungsbescheides vom 25.9.1968 zugrunde zu legen haben (vgl. BGHZ 9, 329 = NJW 1953, 1103; BGHZ 20, 379 = NJW 1950, 1357). - BGH, 25.04.1960 - III ZR 55/59
fahrendes Kaufhaus - Enteignungsgleicher Eingriff, Enteignungsschwelle
Auszug aus BGH, 11.03.1976 - III ZR 130/73
Zwar hat der erkennende Senat in BGHZ 32, 208 (211 f.) = NJW 1960, 1149 ein Sonderopfer mit der Erwägung bejaht, der damals zu beurteilende Eingriff sei rechtswidrig erfolgt. - BGH, 17.05.1956 - III ZR 280/54
Gründe des Urteils eines Verwaltungsgerichts
Auszug aus BGH, 11.03.1976 - III ZR 130/73
Davon abgesehen bindet das Urteil des VG die Zivilgerichte in dieser Sache nur insofern, als diese ihrer Entscheidung die Rechtswidrigkeit des Einberufungsbescheides vom 25.9.1968 zugrunde zu legen haben (vgl. BGHZ 9, 329 = NJW 1953, 1103; BGHZ 20, 379 = NJW 1950, 1357).
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