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Rechtsprechung
   BGH, 16.09.1968 - III ZR 137/67   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1968,3901
BGH, 16.09.1968 - III ZR 137/67 (https://dejure.org/1968,3901)
BGH, Entscheidung vom 16.09.1968 - III ZR 137/67 (https://dejure.org/1968,3901)
BGH, Entscheidung vom 16. September 1968 - III ZR 137/67 (https://dejure.org/1968,3901)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Beeinträchtigung eines Grundeigentums durch die hoheitliche Untersagung des Wiederaufbaus eines Grundstücks und Inanspruchnahme des Betriebsgeländes für eine Trümmeraufbereitungsanlage - Eingriff in das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb - Verhältnis ...

 
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Wird zitiert von ...Zitiert selbst (13)

  • BGH, 30.05.1963 - III ZR 11/62

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 16.09.1968 - III ZR 137/67
    Auf die Revision der Klägerin hob der erkennende Senat mit Urteil vom 30. Mai 1963 - III ZR 11/62 = WM 1963, 1029 - das oberlandesgerichtliche Urteil auf und verwies die Sache zur anderweiten Verhandlung und Entscheidung an das Oberlandesgericht zurück.

    Derartige hoheitliche Maßnahmen, als richtig unterstellt, erscheinen allerdings - wie der Senat in seinem Urteil vom 30. Mai 1963 - III ZR 11/62 - ausgeführt hat - in erster Linie als Beeinträchtigung des Grundeigentums (§ 903 BGB); sie können aber rechtlich zugleich einen Eingriff in das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb bedeuten.

    Diese Prüfung hat das Berufungsgericht zu dem Ergebnis geführt, daß die Klägerin, nachdem sie früher stets, noch in den Verfahren 1 OH 118/59 und 1 O 1025/60, ihre Ansprüche aus einem mit der Belegung verbundenen Bauverbot vom 23. April 1946 hergeleitet habe, erstmals nach dem Erlaß des Revisionsurteils vom 30. Mai 1963 - III ZR 11/62 - im Schriftsatz vom 22. Oktober 1963 die Behauptung aufgestellt habe, ihr sei schon im August 1945 ein Bauverbot erteilt worden.

    Der Tatbestand des Berufungsurteils führt dieses Schreiben, das im übrigen in dem ersten Revisionsurteil vom 30. Mai 1963 - III ZR 11/62 - in vollem Wortlaut wiedergegeben ist, unter Angabe seines wesentlichen Inhalts ausdrücklich an.

  • BGH, 25.06.1959 - III ZR 220/57

    Bausperre aus Planungsgründen

    Auszug aus BGH, 16.09.1968 - III ZR 137/67
    Richtig ist auch der weitere Ausgangspunkt des Berufungsurteils, daß der Eigentumsschutz hinsichtlich eines Gewerbebetriebes lediglich das Recht auf Fortsetzung des Betriebs auf Grund der schon getroffenen betrieblichen Veranstaltungen zum Gegenstande hat; es muß sich, wenn ein entschädigungspflichtiger Eingriff gegeben sein soll, um einen Eingriff in bereits vorhandene konkrete, im Rahmen des Betriebes wirkende Werte handeln (vgl. BGHZ 30, 338, 356 [BGH 25.06.1959 - III ZR 220/57]; 34, 188, 190 [BGH 23.01.1961 - III ZR 8/60]; LM zu GG Art. 14 Ce Nr. 33).

    Zu der Frage, ob ein Eingriff in den Gewerbebetrieb vorliegt, wenn der Inhaber des Gewerbebetriebes durch ein Bauverbot gehindert wird, Betriebsbauten auf einem in seinem Besitz stehenden Gelände zu errichten, hat der Senat im "Freiburger Bausperren-Urteil" (BGHZ 30, 338, 356) [BGH 25.06.1959 - III ZR 220/57] ausgeführt, das von dem Bauverbot betroffene Grundstück müsse bereits in die Organisation des Betriebes einbezogen sein, es müsse schon zu der den Betrieb bildenden "Einheit sachlicher und anderer Mittel" gehören; solange das nicht der Fall sei, handele es sich noch nicht um einen "konkreten Wert", sondern erst um eine Chance, eine Aussicht, eine Entwicklungsmöglichkeit.

  • BGH, 27.09.1951 - IV ZR 155/50

    Öffentlichrechtliche Verwahrung. Rechtsweg

    Auszug aus BGH, 16.09.1968 - III ZR 137/67
    Einer besonderen Erwähnung und Behandlung bedurfte das behördliche Schreiben vom 26. April 1946 bei der Prüfung der Absichten der Klägerin nicht (BGHZ 3, 162, 175) [BGH 27.09.1951 - IV ZR 155/50].
  • BGH, 30.09.1954 - III ZR 134/54

    Wahlweiser Haftungsgrund

    Auszug aus BGH, 16.09.1968 - III ZR 137/67
    Ein in erst zu errichtenden Räumen vorgesehener Gewerbebetrieb oder die Verwertungsmöglichkeit künftiger Räume stellt einen solchen konkreten Wert grundsätzlich noch nicht dar (BGHZ 14, 363, 367 [BGH 30.09.1954 - III ZR 134/54]; BGH Urteil vom 10. Dezember 1957 - III ZR 160/56 = WM 1958, 359).
  • BGH, 14.07.1965 - III ZR 2/64

    Enteignender Eingriff durch mit einem Umlegungsverfahren verbundenen …

    Auszug aus BGH, 16.09.1968 - III ZR 137/67
    Diese Grundsätze gelten in gleicher Weise sinngemäß für einen "Betrieb im Wiederaufbau" (vgl. LM zu GG Art. 14 Ce Nr. 33 = NJW 1965, 2101 [BGH 14.07.1965 - III ZR 2/64]), um den es hier geht.
  • BGH, 08.06.1959 - III ZR 66/58

    Berechnung der Enteignungsentschädigung für ein Grundstück

    Auszug aus BGH, 16.09.1968 - III ZR 137/67
    Die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts vom 25. Juli 1960 (NJW 1960, 2091) und des Bundesgerichtshofs in BGHZ 30, 281, 286 [BGH 08.06.1959 - III ZR 66/58] kommen hier aus tatbestandlichen Gründen nicht in Betracht, Die Zeitspanne von der Zerstörung der Betriebsgebäude im Oktober 1944 bis zur Inanspruchnahme des Grundstücks im April 1946 ist bei Berücksichtigung der zeitbedingten Schwierigkeiten nicht derart, daß sie für sich allein darauf schließen ließe, die Betriebsleitung habe von einem Wiederaufbau auf dem alten Gelände absehen wollen.
  • BGH, 20.04.1967 - III ZR 59/65

    Inanspruchnahme aus einem selbstständigen Schuldversprechen - Auslegung einer …

    Auszug aus BGH, 16.09.1968 - III ZR 137/67
    Allein der Tatrichter hat nach freier Überzeugung zu entscheiden, ob er die Zweifel an der Richtigkeit einer Behauptung überwinden und ob oder wieweit er einem Zeugen Glauben schenken kann (BGH DRiZ 1967, 239).
  • BGH, 10.12.1957 - III ZR 160/56

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 16.09.1968 - III ZR 137/67
    Ein in erst zu errichtenden Räumen vorgesehener Gewerbebetrieb oder die Verwertungsmöglichkeit künftiger Räume stellt einen solchen konkreten Wert grundsätzlich noch nicht dar (BGHZ 14, 363, 367 [BGH 30.09.1954 - III ZR 134/54]; BGH Urteil vom 10. Dezember 1957 - III ZR 160/56 = WM 1958, 359).
  • BGH, 23.01.1961 - III ZR 8/60

    Rezeptsammelstelle

    Auszug aus BGH, 16.09.1968 - III ZR 137/67
    Richtig ist auch der weitere Ausgangspunkt des Berufungsurteils, daß der Eigentumsschutz hinsichtlich eines Gewerbebetriebes lediglich das Recht auf Fortsetzung des Betriebs auf Grund der schon getroffenen betrieblichen Veranstaltungen zum Gegenstande hat; es muß sich, wenn ein entschädigungspflichtiger Eingriff gegeben sein soll, um einen Eingriff in bereits vorhandene konkrete, im Rahmen des Betriebes wirkende Werte handeln (vgl. BGHZ 30, 338, 356 [BGH 25.06.1959 - III ZR 220/57]; 34, 188, 190 [BGH 23.01.1961 - III ZR 8/60]; LM zu GG Art. 14 Ce Nr. 33).
  • BGH, 21.12.1959 - III ZR 137/58
    Auszug aus BGH, 16.09.1968 - III ZR 137/67
    Wird von hoher Hand, etwa durch Versagung einer Baugenehmigung oder durch eine Sperre oder durch Belegung, die Nutzung eines Grundstücks beeinträchtigt, das einem Gewerbebetrieb dient, so können daraus zwei selbständige Ansprüche auf Entschädigung, jeder inhaltlich vom Objekt des Eingriffs her bestimmt, erwachsen, also ein Anspruch wegen Eingriffs in das Grundeigentum und ein weiterer Anspruch wegen des Eingriffs in den Gewerbebetrieb (BGH Urteil vom 21. Dezember 1959 - III ZR 137/58 = MDR 1960, 384 = WM 1960, 463).
  • BGH, 28.05.1962 - III ZR 33/60
  • BVerfG, 25.07.1960 - 1 BvL 11/57

    Verfassungsrechtliche Prüfung des rheinland-pfälzischen Aufbaugesetzes

  • BGH, 27.06.1968 - III ZR 71/66

    Pflichtverletzung aus öffentlich-rechtlicher Verwahrung durch Herausgabe eines …

  • BGH, 26.06.1972 - III ZR 203/68

    Umfang des Eigentumsschutzes für einen Gewerbebetrieb - Berechtigung zur …

    Dieses Ergebnis entspricht auch den Grundsätzen, die der Senat in dem nach Erlaß des Berufungsurteils gefällten, ebenfalls einen Bremer Streitfall betreffenden Urteil vom 16. September 1968 - III ZR 137/67 - vgl. auch Urteil vom 20. November 1967 - III ZR 161/65 = WM 1968, 121 - dargelegt hat.
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