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Rechtsprechung
   BGH, 15.11.1971 - III ZR 162/69   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1971,329
BGH, 15.11.1971 - III ZR 162/69 (https://dejure.org/1971,329)
BGH, Entscheidung vom 15.11.1971 - III ZR 162/69 (https://dejure.org/1971,329)
BGH, Entscheidung vom 15. November 1971 - III ZR 162/69 (https://dejure.org/1971,329)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Voraussetzungen der Enteignung eines Mietrechts bei einem für das innerstädtische Straßennetz benötigten Grundstück - Ordnungsgemäße Bemessung der Höhe einer Abstandssumme bei einer Entschädigung für die Enteignung eines Mietrechts - Wirkungen der Veräußerung eines ...

  • Baurechtssammlung (Wolters Kluwer)(kostenpflichtig, Leitsatz frei)

    §§ 86 Abs. 1 Nr. 3, 95, 96 BBauG.

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BBauG § 86 Abs. 1 Nr. 3; BBauG § 95; BBauG § 96
    Umfang der Entschädigung bei Enteignung eines Mietrechts

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1972, 528
  • MDR 1972, 306
  • DVBl 1972, 217
  • DB 1972, 530
  • BauR 1972, 166
 
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Wird zitiert von ... (14)Zitiert selbst (9)

  • BGH, 01.07.1968 - III ZR 214/65

    Mietverhältnis und Eigentumsgarantie

    Auszug aus BGH, 15.11.1971 - III ZR 162/69
    Die Stärke dieser Rechtsposition wird rechtlich dadurch bestimmt und begrenzt, daß das Mietverhältnis - sofern nicht besondere gesetzliche Schutzvorschriften eingreifen - unter Wahrung der gesetzlichen oder vertraglichen Frist gekündigt werden kann, ohne daß besondere sachliche Voraussetzungen für die Ausübung des Kündigungsrechts durch den Vermieter vorzuliegen brauchen (BGHZ 50, 284, 289) [BGH 01.07.1968 - III ZR 214/65] .

    Dies würde auch dann gelten, wenn der frühere Eigentümer das Grundstück zur Abwendung einer sonst drohenden Enteignung veräußert hätte (BGHZ 50, 284, 287) [BGH 01.07.1968 - III ZR 214/65] .

    Es ist danach für den Umfang der zu leistenden Entschädigung zu beachten, daß die Stadt nicht bereit war, den Mietvertrag über den 30. September 1969 hinaus fortzusetzen, daß also der Mieter zu einem 18 1/2 Monate nach dem tatsächlichen Entzug des Besitzes liegenden Zeitpunkt ohne Aussicht auf Mieterschutz (vgl. das Berliner Geschäftsraum-Mietengesetz in der Fassung des Einführungsgesetzes vom 10. Januar 1961 - GVBl S. 161 i.V.m. BGBl I S. 13 - s. dazu bereits BGHZ 50, 284) die Mieträume ohnehin hätte aufgeben müssen, ohne hierfür eine Enteignungsentschädigung beanspruchen zu können (vgl. BGH JR 1969, 259).

  • BGH, 19.09.1966 - III ZR 216/63

    Begriff des "Nutzungsberechtigten" i.S.d. § 11 Preußisches Gesetz über die …

    Auszug aus BGH, 15.11.1971 - III ZR 162/69
    Zutreffend geht das Berufungsgericht davon aus, daß das Recht des Mieters zu den in § 86 Abs. 1 Nr. 3 BBauG genannten, gesondert entziehbaren Besitzrechten gehört (Urteil des Senats vom 11. Mai 1967 - III ZR 21/66 = WM 1967, 866), deren Enteignung zu einer nach Maßgabe der §§ 95, 96 BBauG festzusetzenden Entschädigung führen kann (vgl. BGH NJW 1967, 1085; JR 1969, 259, 260 = LM GG Art. 14 Bb Nr. 41).

    Das in dem vorzeitigen Entzug einer vertraglich gesicherten und rechtlich geschützten Nutzungsmöglichkeit liegende Sonderopfer bestimmt sich bei solchen vorübergehenden Nutzungsrechten nach dem Umfang dessen, was der Mieter "von seinem Recht hat abgeben müssen" (BGH NJW 1967, 1085, 1086) [BGH 19.09.1966 - III ZR 216/63] .

    Schon dies macht deutlich, daß die Höhe der so bestimmten Abstandssumme nicht nur durch Wertvorstellungen beeinflußt wird, die den Umfang des Rechtsverlustes nach einem rein objektiven Maßstab bestimmen, also den Wert des Mietrechts "für jedermann" festlegen (vgl. BGH NJW 1967, 1085, 1086) [BGH 19.09.1966 - III ZR 216/63] .

  • BGH, 06.12.1965 - III ZR 172/64

    Bemessung der Enteignungsentschädigung

    Auszug aus BGH, 15.11.1971 - III ZR 162/69
    Soweit das Berufungsgericht dem Mieter - unter Berücksichtigung seiner Stellung in der K.-Q. oHG - eine Entschädigung für andere Vermögensnachteile (§ 96 BBauG) zuerkannt hat, weist die Revision zutreffend darauf hin, daß der Aufwand, der erforderlich war, um das Ersatzgrundstück so herzurichten, daß es in der gleichen Weise genutzt werden konnte wie das frühere (§ 96 Abs. 1 Nr. 1 BBauG, vgl. dazu u.a. BGH NJW 1966, 493, 495) [BGH 06.12.1965 - III ZR 172/64] , zu wesentlichen Teilen nur insoweit eine zu entschädigende Folge der Enteignung ist, als er vorzeitig (18 1/2 Monate vor dem Vertragsende) entstanden ist.

    Es ist also darauf abzustellen, welche Nachteile und Kosten entstanden wären, wenn der Betroffene alle diejenigen Maßnahmen (sogleich) ergriffen hätte, die ein verständiger Mieter in der gegebenen Lage vernünftigerweise getroffen haben würde (BGH NJW 1966, 493, 496 [BGH 06.12.1965 - III ZR 172/64] /497).

  • BGH, 27.01.1969 - III ZR 73/68

    Teileinigung über zu enteignendes Recht - Vorzeitige Besitzeinweisung des …

    Auszug aus BGH, 15.11.1971 - III ZR 162/69
    Zutreffend geht das Berufungsgericht davon aus, daß das Recht des Mieters zu den in § 86 Abs. 1 Nr. 3 BBauG genannten, gesondert entziehbaren Besitzrechten gehört (Urteil des Senats vom 11. Mai 1967 - III ZR 21/66 = WM 1967, 866), deren Enteignung zu einer nach Maßgabe der §§ 95, 96 BBauG festzusetzenden Entschädigung führen kann (vgl. BGH NJW 1967, 1085; JR 1969, 259, 260 = LM GG Art. 14 Bb Nr. 41).

    Es ist danach für den Umfang der zu leistenden Entschädigung zu beachten, daß die Stadt nicht bereit war, den Mietvertrag über den 30. September 1969 hinaus fortzusetzen, daß also der Mieter zu einem 18 1/2 Monate nach dem tatsächlichen Entzug des Besitzes liegenden Zeitpunkt ohne Aussicht auf Mieterschutz (vgl. das Berliner Geschäftsraum-Mietengesetz in der Fassung des Einführungsgesetzes vom 10. Januar 1961 - GVBl S. 161 i.V.m. BGBl I S. 13 - s. dazu bereits BGHZ 50, 284) die Mieträume ohnehin hätte aufgeben müssen, ohne hierfür eine Enteignungsentschädigung beanspruchen zu können (vgl. BGH JR 1969, 259).

  • BGH, 11.05.1967 - III ZR 21/66

    Enteignung eines Grundstücks - Vorzeitige Beendigung der Mietzeit durch Abbruch …

    Auszug aus BGH, 15.11.1971 - III ZR 162/69
    Zutreffend geht das Berufungsgericht davon aus, daß das Recht des Mieters zu den in § 86 Abs. 1 Nr. 3 BBauG genannten, gesondert entziehbaren Besitzrechten gehört (Urteil des Senats vom 11. Mai 1967 - III ZR 21/66 = WM 1967, 866), deren Enteignung zu einer nach Maßgabe der §§ 95, 96 BBauG festzusetzenden Entschädigung führen kann (vgl. BGH NJW 1967, 1085; JR 1969, 259, 260 = LM GG Art. 14 Bb Nr. 41).

    Hier führt erst der Verlust des Besitzes (nach ausgesprochener Enteignung, vgl. Urteil des Senats vom 11. Mai 1967 - III ZR 21/66 - S. 8) zum Untergang des Besitzrechts (BGHZ 26, 248, 250) [BGH 20.01.1958 - III ZR 40/57] .

  • BGH, 26.02.1954 - V ZR 68/52

    Enteignung zwecks Wohnungsbau

    Auszug aus BGH, 15.11.1971 - III ZR 162/69
    Der Senat hat zwar für den Anwendungsbereich des Preußischen Enteignungsgesetzes ausgesprochen, daß für die Bemessung der Entschädigung der Zeitpunkt der Entschädigungsfestsetzung maßgebend ist, wenn die tatsächliche Einwirkung erst nach der administrativen Festsetzung erfolgt (BGH LM PrEnteigG Nr. 5; vgl. auch BGHZ 12, 357, 374, 375) [BGH 26.02.1954 - V ZR 68/52] .
  • BGH, 29.03.1971 - III ZR 108/67

    Voraussetzungen für das Vorliegen von Baulandqualität - Anforderungen an die …

    Auszug aus BGH, 15.11.1971 - III ZR 162/69
    Die von dem Berufungsgericht für die Charakterisierung dieser Abstandssumme angegebenen wertbildenden Faktoren weisen indessen nicht alle die Merkmale der hier festzulegenden Substanzentschädigung auf (vgl. Urteil des Senats vom 29. März 1971 - III ZR 108/67 = WM 1971, 829).
  • BGH, 20.01.1958 - III ZR 40/57

    Enteignung bei Pachtvertrag auf unbestimmte Zeit

    Auszug aus BGH, 15.11.1971 - III ZR 162/69
    Hier führt erst der Verlust des Besitzes (nach ausgesprochener Enteignung, vgl. Urteil des Senats vom 11. Mai 1967 - III ZR 21/66 - S. 8) zum Untergang des Besitzrechts (BGHZ 26, 248, 250) [BGH 20.01.1958 - III ZR 40/57] .
  • BGH, 11.05.1959 - III ZR 18/58

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 15.11.1971 - III ZR 162/69
    Für Kosten dieser Art, die der Mieter ohnehin bei Ablauf des Mietvertrages aufzuwenden hätte, kann er eine Kapitalentschädigung, wie sie ihm das Berufungsgericht zuerkannt hat, nicht verlangen (Urteil des Senats vom 11. Mai 1959 - III ZR 18/58 = LM GG Art. 14 Ch Nr. 16).
  • BGH, 23.02.2001 - V ZR 389/99

    Ausgleichsanspruch in Geld bei verbotener Eigenmacht

    Zu ersetzen sind diese Aufwendungen allerdings nur insoweit, als sie nicht auch bei Beendigung des Mietverhältnisses angefallen wären (BGH, Urt. v. 15. November 1971, III ZR 162/69, NJW 1972, 528; BGHZ 83, 1, 6 ff).
  • BGH, 07.01.1982 - III ZR 114/80

    Enteignungsfähigkeit von Rechten des Mieters

    Das Berufungsgericht geht zunächst zutreffend davon aus, daß das Recht des Mieters zu den in § 86 Abs. 1 Nr. 3 BBauG genannten, gesondert entziehbaren Besitzrechten gehört, deren Enteignung zu einer nach Maßgabe der §§ 95, 96 BBauG festzusetzenden Entschädigung führen kann (Senatsurteil v. 15. November 1971 - III ZR 162/69 = NJW 1972, 528 m.w.Nachw.).

    Deshalb bestimmt sich auch beim vorzeitigen Entzug eines Mietrechts die Enteignungsentschädigung für Folgeschäden nur nach dem, was der Mieter von seinem Recht, d.h. von seiner rechtlich gesicherten und geschützten Nutzungsmöglichkeit hat abgeben müssen (Senatsurteile vom 19. September 1966 - III ZR 216/63 = NJW 1967, 1085, 1086; vom 15. November 1971 aaO.; BGHZ 50, 284, 290).

    Für den enteignungsbedingten Wegfall der rechtlich nicht gesicherten Erwartung, das Mietverhältnis werde über die nach dem Mietvertrag und möglichen gesetzlichen Kündigungs- und Räumungsfristen zu bestimmende Zeit hinaus fortgesetzt werden, kann daher auf der Grundlage des Art. 14 GG eine Entschädigung nicht zugebilligt werden (Senatsurteil vom 15. November 1971 aaO; BGHZ 50, 284, 290;… Gelzer/Busse, Umfang des Entschädigungsanspruchs, 2. Aufl., Rdz. 606; Aust/Jacobs, Enteignungsentschädigung, S. 106).

    An der in BGHZ 26, 248 bei der Anwendung des § 11 PrEnteigG noch vertretenen Auffassung, die Entschädigung errechne sich nach der enteignungsbedingten Verschlechterung der konkreten Vermögenslage, und hierbei sei zugunsten des Mieters zu berücksichtigen, daß er mit einer Kündigung tatsächlich nicht habe rechnen müssen (…a.a.O. S. 251, 252), hat der Senat später nicht mehr festgehalten (vgl. Senatsurteile BGHZ 50, 284, 290; vom 15. November 1971 a.a.O. und vom 27. Januar 1969 - III ZR 73/68 = WM 1969, 635).

    Von der Eigentumsgarantie des Art. 14 GG umfaßt ist daher nur der rechtliche Bestand (Inhalt) des Mietverhältnisses (unter Berücksichtigung des dem Vermieter zustehenden Kündigungsrechts und einschlägiger Kündigungsschutzvorschriften) im Zeitpunkt des Besitzverlustes nach ausgesprochener Enteignung (vgl. Senatsurteil vom 15. November 1971 a.a.O. S. 529).

    Die Entschädigung hat sich vielmehr auf einen Ausgleich der durch die vorzeitige Verdrängung aus dem Mietverhältnis entstandenen Vermögensnachteile zu beschränken (vgl. dazu Senatsurteil vom 15. November 1971 aaO;… Gelzer/Busse a.a.O. Rdz. 608).

  • BGH, 07.01.1982 - III ZR 141/80

    Berechnung der Eintschädigung bei Enteignung eines Pachtrechts

    Das Berufungsgericht geht zunächst zutreffend davon aus, daß das Recht des Pächters oder Mieters zu den in § 86 Abs. 1 Nr. 3 BBauG genannten, gesondert entziehbaren Besitzrechten gehört, deren Enteignung zu einer nach Maßgabe der §§ 95, 96 BBauG festzusetzenden Entschädigung führen kann (Senatsurteil vom 15. November 1971 - III ZR 162/69 - NJW 1972, 528 m.w.Nachw..).

    Deshalb bestimmt sich auch beim vorzeitigen Entzug eines Pachtrechts die Enteignungsentschädigung für Folgeschäden nur nach dem, was der Pächter von seinem Recht , d.h. von seiner rechtlich gesicherten und geschützten Nutzungsmöglichkeit hat abgeben müssen (Senatsurteile vom 19. September 1966 - III ZR 216/63 = NJW 1967, 1085, 1086; vom 15. November 1971 aaO; BGHZ 50, 284, 290).

    Für den enteignungsbedingten Wegfall der rechtlich nicht gesicherten Erwartung, das Pachtverhältnis werde über die nach dem Pachtvertrag und möglichen gesetzlichen Kündigungs- und Räumungsfristen zu bestimmende Zeit hinaus fortgesetzt werden, kann daher auf der Grundlage des Art. 14 GG eine Entschädigung nicht zugebilligt werden (Senatsurteil vom 15. November 1971 aaO; BGHZ 50, 284, 290;… Gelzer/Busse, Umfang des Entschädigungsanspruchs, 2. Aufl., Rdz. 606; Aust/Jacobs, Enteignungsentschädigung, S. 106).

    An der in BGHZ 26, 248 bei der Anwendung des § 11 PrEnteigG noch vertretenen Auffassung, die Entschädigung errechne sich nach der enteignungsbedingten Verschlechterung der konkreten Vermögenslage, und hierbei sei zugunsten des Pächters (Mieters) zu berücksichtigen, daß er mit einer Kündigung tatsächlich nicht habe rechnen müssen (…a.a.O. S. 251, 252), hat der Senat später nicht mehr festgehalten (vgl. Senatsurteile BGHZ 50, 284, 290; vom 15. November 1971 a.a.O. und vom 27. Januar 1969 - III ZR 73/68 - WM 1969, 635).

    Von der Eigentumsgarantie des Art. 14 GG umfaßt ist daher nur der rechtliche Bestand (Inhalt) der Pachtverhältnisse (unter Berücksichtigung des dem Verpächter zustehenden Kündigungsrechts und einschlägiger Kündigungsschutzvorschriften) im Zeitpunkt des Besitzverlustes nach ausgesprochener Enteignung (vgl. Senatsurteil vom 15. November 1971 a.a.O. S. 529).

    Die Entschädigung hat sich vielmehr auf einen Ausgleich der durch die vorzeitige Verdrängung aus dem Pachtverhältnis entstandenen Vermögensnachteile zu beschränken (vgl. dazu Senatsurteil vom 15. November 1971 aaO;… Gelzer/Busse a.a.O. Rdz. 608).

  • BGH, 08.07.1993 - III ZR 146/92

    Entschädigungsanspruch bei straßenbaubedingter Verlegung von Erdleitungen

    Die der Beklagten zu leistende Entschädigung beschränkt sich deshalb insoweit grundsätzlich auf den Zwischenzins (vgl. Senatsurteil vom 15. November 1971 - III ZR 162/69 = BGHWarn 1971 Nr. 261 = NJW 1972, 528, 529 f.).
  • OVG Berlin-Brandenburg, 07.04.2022 - 10 B 9.22

    Berufung; Teilstattgabe; vorzeitige Besitzeinweisung nach Bundesfernstraßenrecht; …

    Rn. 48 Für Nachteile, die ohne den hoheitlichen Eingriff nicht oder in geringerer Höhe eingetreten wären, erfolgt ein voller Ersatz; für Aufwendungen, die auch bei späterer Vertragsbeendigung entstanden wären, liegt der durch die Enteignung verursachte Nachteil allein darin, dass diese vorzeitig angefallen sind und erfolgt deshalb lediglich ein Ersatz des Zinsnachteils (BGH, Urteil vom 15. November 1971 - III ZR 162/69 -, juris Rn. 17 f.;… Pasternak in: Aust/Jacobs/Pasternak, Enteignungsentschädigung, 7. Aufl. 2017, Rn. 539, 547).

    Rn. 49 Der Verkehrswert des Mietrechtsverlustes i.S.d § 95 BauGB ist abweichend vom Grundsatz zu dem Zeitpunkt zu ermitteln, an dem der Mieter tatsächlich den Besitz verloren hat (BGH, Urteil vom 15. November 1971 - III ZR 162/69 -, juris Rn. 14).

    Er bestimmt sich nicht nach dem individuellen Affektionsinteresse, sondern nach dem objektiven Wert des Restmietrechts für jedermann (BGH, Urteil vom 15. November 1971 - III ZR 162/69 -, juris Rn. 12).

  • OVG Berlin-Brandenburg, 07.04.2022 - 10 B 8.22

    Berufung - Teilstattgabe - vorzeitige Besitzeinweisung nach …

    Rn. 47 Für Nachteile, die ohne den hoheitlichen Eingriff nicht oder in geringerer Höhe eingetreten wären, erfolgt ein voller Ersatz; für Aufwendungen, die auch bei späterer Vertragsbeendigung entstanden wären, liegt der durch die Enteignung verursachte Nachteil allein darin, dass diese vorzeitig angefallen sind und erfolgt deshalb lediglich ein Ersatz des Zinsnachteils (BGH, Urteil vom 15. November 1971 - III ZR 162/69 -, juris Rn. 17 f. ;… Pasternak in: Aust/Jacobs/Pasternak, Enteignungsentschädigung, 7. Aufl. 2017, Rn. 539, 547).

    Rn. 48 Der Verkehrswert des Mietrechtsverlustes i.S.d. § 95 BauGB ist abweichend vom Grundsatz zu dem Zeitpunkt zu ermitteln, an dem der Mieter tatsächlich den Besitz verloren hat (BGH, Urteil vom 15. November 1971 - III ZR 162/69 -, juris Rn. 14).

    Er bestimmt sich nicht nach dem individuellen Affektionsinteresse, sondern nach dem objektiven Wert des Restmietrechts für jedermann (BGH, Urteil vom 15. November 1971 - III ZR 162/69 -, juris Rn. 12).

  • OLG Brandenburg, 06.10.2015 - 6 U 79/14

    Kleingartenpachtvertrag: Entschädigungsanspruch des Pächters bei …

    Der Anspruch richtet sich auf einen Ausgleich der durch die vorzeitige Entziehung des Nutzungsrechts entstehenden Nachteile (vgl. BGH, Urteil v. 15.11.1971 - III ZR 162/69, NJW 1972, 528 zur Entschädigung bei Enteignung eines Mietrechts;… Mainczyk/Nessler, Bundeskleingartengesetz, 11. Aufl. § 11 BKleingG Rn. 11 a m.w.N.).
  • BFH, 05.12.1995 - VIII R 10/91

    § 71 Abs. 2 des Landbeschaffungsgesetzes (LBG) vom 23. 2. 1957 enthält keine …

    Unerheblich ist, wofür die Entschädigung im einzelnen geleistet worden ist, nämlich für aus dem Betriebsvermögen ausscheidende Wirtschaftsgüter, nicht aktivierungsfähige obligatorische Besitz- und Nutzungsrechte (vgl. Urteile des Bundesgerichtshofs - BGH - vom 10. Juli 1986 III ZR 269/85, Wertermittlungsforum 1987, 70; vom 15. November 1971 III ZR 162/69, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1972, 528), den Wegfall künftiger gewerblicher Einnahmen (vgl. BFH-Urteile vom 7. November 1991 IV R 14/90, BFHE 166, 527, BStBl II 1992, 457; vom 21. September 1982 VIII R 140/79, BFHE 137, 407, BStBl II 1983, 289) oder schließlich als Ersatz für Betriebsausgaben (vgl. BFH-Urteile vom 11. März 1982 IV R 25/79, BFHE 136, 204, BStBl II 1982, 707; vom 17. Dezember 1975 I R 29/74, BFHE 117, 483, BStBl II 1976, 224).
  • BGH, 19.01.1989 - III ZR 6/87

    Bewertung eines Pachtrechts

    Das kann nicht gebilligt werden, da dieser Betrag in der Regel über den durch vorzeitige Aufgabe des Nutzungsrechts erlittenen Substanzverlust hinausgreift (Senatsurteil vom 15. November 1971 - III ZR 162/69 = WM 1972, 509).

    Daher ist die Differenz zwischen dem bisher gezahlten günstigen und dem marktüblichen Zins zu entschädigen (Senatsurteile vom 19. September 1966 und 15. November 1971 aaO).

  • BGH, 28.09.1972 - III ZR 44/70

    Berechnung der Enteignungsentschädigung bei vorzeitiger Aufhebung eines …

    "Abstandssummen" können mithin für die Bewertung eines Pachtrechts nur beachtlich sein, soweit sie diesem objektiven Wert des Pachtrechts "für jedermann" entsprechen und nicht etwa andere Wertvorstellungen oder sonstige enteignungsrechtlich unbeachtliche Faktoren bei der Bemessung der "Abstandssummen" eine Rolle spielen (vgl. dazu die Entscheidung des Senats vom 15. November 1971 - III ZR 162/69 = NJW 1972, 528).
  • FG Hessen, 26.02.2019 - 4 K 537/16

    Verdeckte Gewinnausschüttung bei zum Zwecke des Straßenausbaus gewährten …

  • BVerwG, 30.10.2002 - 4 A 5.02

    Klage einer Agrargenossenschaft gegen den Planfeststellungsbeschluss betreffend …

  • BGH, 10.07.1986 - III ZR 269/85

    Entschädigungsanspruch für den Eingriff in ein Pachtrecht - Bauarbeiten auf dem …

  • BAG, 21.06.1978 - 4 AZR 787/76

    Regelung der Krankenhauspflegesätze - Änderung des Liquidationsrechts - Änderung …

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