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Rechtsprechung
   BGH, 24.06.1982 - III ZR 169/80   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1982,120
BGH, 24.06.1982 - III ZR 169/80 (https://dejure.org/1982,120)
BGH, Entscheidung vom 24.06.1982 - III ZR 169/80 (https://dejure.org/1982,120)
BGH, Entscheidung vom 24. Juni 1982 - III ZR 169/80 (https://dejure.org/1982,120)
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Volltextveröffentlichungen (7)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Schadensersatz nach den Grundsätzen der Amtshaftung - Voraussetzungen einer Amtspflichtverletzung - Anspruch auf Ersatz für im Vertrauen auf die Gültigkeit eines Bebauungsplans gemachte Aufwendungen

  • rabüro.de

    Zu Ersatzansprüchen bei nichtigem Bebauungsplan

Kurzfassungen/Presse (2)

Papierfundstellen

  • BGHZ 84, 292
  • NJW 1983, 215
  • MDR 1982, 911
  • NVwZ 1983, 177 (Ls.)
  • VersR 1982, 954
  • DVBl 1982, 1092
  • BauR 1982, 457
 
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Wird zitiert von ... (91)Zitiert selbst (23)

  • BGH, 30.01.1975 - III ZR 18/72

    Amtspflichten der Gemeinde bei Beschlußfassung über einen Bebauungsplan; Begriff …

    Auszug aus BGH, 24.06.1982 - III ZR 169/80
    Jedem Mitglied des Gemeinderates ist nach der ständigen Rechtsprechung des Senats ein "öffentliches Amt" im Sinne von Art. 34 GG anvertraut; es gilt daher als "Beamter" im haftungsrechtlichen Sinne (Senatsurteile vom 18. Juni 1970 - III ZR 13/67 = VersR 1970, 100, 1009; vom 30. Januar 1975 - III ZR 18/72 = WM 1975, 630, 633 = DVBl 1976, 173 [BGH 30.01.1975 - III ZR 18/72]; BGHZ 65, 182/3; BGHZ 11, 192, 197 für Kreistagsmitglieder).

    Der Senat hat im Urteil vom 30. Januar 1975 (III ZR 18/72 = WM 1975, 630) erwogen, ob die Mitglieder eines Gemeinderates bei der Verabschiedung von Bebauungsplänen Amtspflichten zu erfüllen haben, die ihnen den Planbetroffenen als "Dritten" gegenüber obliegen.

    Jedenfalls können - wie bereits im Senatsurteil vom 30. Januar 1975 (aaO) erwogen - von den bei der Verabschiedung eines Bebauungsplanes zu beachtenden Amtspflichten nur solche als "drittgerichtet" in Betracht kommen, die eine Berücksichtigung konkreter besonderer Interessen des einzelnen Bürgers oder einer Gruppe von Bürgern erfordern.

  • BGH, 29.03.1971 - III ZR 110/68

    Untätigbleiben des Gesetzgebers als Enteignung

    Auszug aus BGH, 24.06.1982 - III ZR 169/80
    Es muß mithin eine besondere Beziehung zwischen der verletzten Amtspflicht und dem geschädigten "Dritten" bestehen (Senatsurteile BGHZ 69, 128, 136; 65, 196, 198; 63, 35, 39; 56, 40, 45).

    Nur ausnahmsweise - etwa bei sogenannten Maßnahmegesetzen oder Einzelfallgesetzen könne etwas anderes in Betracht kommen und könnten Belange bestimmter einzelner berührt werden, so daß sie als "Dritte" im Sinne des § 839 BGB angesehen werden könnten (vgl. Senatsurteile vom 29. März 1971 - III ZR 110/68 = BGHZ 56, 40, 46 und vom 30. November 1953 - III ZR 275/52).

  • BGH, 23.10.1975 - III ZR 97/73

    Wehrdienst eines nicht Dienstfähigen

    Auszug aus BGH, 24.06.1982 - III ZR 169/80
    Es muß mithin eine besondere Beziehung zwischen der verletzten Amtspflicht und dem geschädigten "Dritten" bestehen (Senatsurteile BGHZ 69, 128, 136; 65, 196, 198; 63, 35, 39; 56, 40, 45).

    Vielmehr ist jeweils zu prüfen, ob gerade das im Einzelfall berührte Interesse nach dem Zweck und der rechtlichen Bestimmung des Amtsgeschäfts geschützt werden soll (Senatsurteile BGHZ 63, 35, 41; 65, 196, 198; vom 9. Oktober 1975 - III ZR 84/73 = NJW 1976, 103 f.).

  • BGH, 31.01.1966 - III ZR 127/64

    Knäckebrot - Schutzzollherabsenkung im Rahmen des GATT, Art. 14 GG, …

    Auszug aus BGH, 24.06.1982 - III ZR 169/80
    Der Senat hat bisher die Frage des Aufwendungsersatzes für enttäuschtes Vertrauen in den Bestand einer gesetzlichen Regelung nur erörtert im Zusammenhang mit der weiteren Frage, ob eine vom Schutz des Art. 14 GG umfaßte Rechtsposition betroffen war (s. Senatsurteile BGHZ 45, 83: "Knäckebrot"; NJW 1968, 293: "Änderung der KfzAusrüstung"; BGHZ 78, 41 [BGH 10.07.1980 - III ZR 160/78]: "Werbefahrten").

    Er hat allerdings (s. BGHZ 45, 83, 87 f.) einen Entschädigungsanspruch aus Enteignung für möglich gehalten, wenn durch besondere Umstände des Einzelfalles ein Vertrauenstatbestand begründet wird, aufgrund dessen der Betroffene mit dem Fortbestand der gegebenen Rechtslage rechnen darf (s. auch Urteil vom 30. September 1963 - III ZR 125/62 = BGHZ 40, 355, 367).

  • BGH, 04.07.1974 - III ZR 61/72

    Erteilung eines unrichtigen Zeugnisses über die Fortsetzung der ehelichen …

    Auszug aus BGH, 24.06.1982 - III ZR 169/80
    Es muß mithin eine besondere Beziehung zwischen der verletzten Amtspflicht und dem geschädigten "Dritten" bestehen (Senatsurteile BGHZ 69, 128, 136; 65, 196, 198; 63, 35, 39; 56, 40, 45).

    Vielmehr ist jeweils zu prüfen, ob gerade das im Einzelfall berührte Interesse nach dem Zweck und der rechtlichen Bestimmung des Amtsgeschäfts geschützt werden soll (Senatsurteile BGHZ 63, 35, 41; 65, 196, 198; vom 9. Oktober 1975 - III ZR 84/73 = NJW 1976, 103 f.).

  • BVerwG, 29.09.1978 - 4 C 30.76

    Entwicklung des Bebauungsplanes aus dem Flächennutzungsplan; Zulässigkeit der …

    Auszug aus BGH, 24.06.1982 - III ZR 169/80
    Ein Bebauungsplan ist dann "aus einem Flächennutzungsplan entwickelt", wenn er sich zur Zeit seiner Inkraftsetzung als inhaltliche Konkretisierung des zu dieser Zeit wirksamen Flächennutzungsplanes darstellt (BVerwG DÖV 1979, 214).
  • BVerwG, 28.02.1975 - IV C 74.72

    Entwicklungsgebot aus vorgegebenen Flächennutzungsplänen bei Bebauungsplänen; …

    Auszug aus BGH, 24.06.1982 - III ZR 169/80
    Der Bebauungsplan Nr. 14 der Gemeinde W. ist - wie das Berufungsgericht zutreffend angenommen hat - ungültig, da er nicht gemäß § 8 Abs. 2 Satz 1 BBauG aus einem Flächennutzungsplan entwickelt worden ist und eine der im Gesetz vorgesehenen Ausnahmen, nach denen ein Flächennutzungsplan entbehrlich ist (s. § 2 Abs. 2 und § 8 Abs. 2 Satz 2 BBauG), nicht vorgelegen hat (BVerwGE 48, 70, 72; BVerwG BayVBl 1975, 564).
  • BGH, 16.06.1977 - III ZR 179/75

    Fluglotsenstreik I - § 839 BGB, 'go sick, go slow', eingerichteter und ausgeübter …

    Auszug aus BGH, 24.06.1982 - III ZR 169/80
    Es muß mithin eine besondere Beziehung zwischen der verletzten Amtspflicht und dem geschädigten "Dritten" bestehen (Senatsurteile BGHZ 69, 128, 136; 65, 196, 198; 63, 35, 39; 56, 40, 45).
  • BGH, 08.06.1978 - III ZR 48/76

    Haftung einer Gemeinde aus Verschulden beim Vertragsschluß im Zusammenhang mit …

    Auszug aus BGH, 24.06.1982 - III ZR 169/80
    Auch im Urteil vom 8. Juni 1978 (III ZR 48/76 = BGHZ 71, 386, 390) hat der Senat diese Frage nicht zu entscheiden brauchen.
  • BGH, 03.12.1953 - III ZR 66/52

    Rechtsnatur eines Hilfsantrages

    Auszug aus BGH, 24.06.1982 - III ZR 169/80
    Jedem Mitglied des Gemeinderates ist nach der ständigen Rechtsprechung des Senats ein "öffentliches Amt" im Sinne von Art. 34 GG anvertraut; es gilt daher als "Beamter" im haftungsrechtlichen Sinne (Senatsurteile vom 18. Juni 1970 - III ZR 13/67 = VersR 1970, 100, 1009; vom 30. Januar 1975 - III ZR 18/72 = WM 1975, 630, 633 = DVBl 1976, 173 [BGH 30.01.1975 - III ZR 18/72]; BGHZ 65, 182/3; BGHZ 11, 192, 197 für Kreistagsmitglieder).
  • BGH, 29.09.1975 - III ZR 40/73

    Amtspflichten der Gemeinde bei Erteilung bzw. Versagung des Einvernehmens

  • BGH, 10.07.1980 - III ZR 160/78

    Reklamefahrten

  • BGH, 02.10.1978 - III ZR 9/77

    Allgemeiner enteignungsgleicber Eingriff und spezialgesetzliche Regelung

  • BGH, 17.12.1981 - III ZR 88/80

    Anforderungen an dern Inhalt eines Planaufstellungsbeschlusses; …

  • BGH, 12.10.1978 - III ZR 162/76

    Verjährung eines Amtshaftungsanspruches wegen rechtswidrig erteilter …

  • BGH, 30.09.1963 - III ZR 125/62

    Einführung einer gemeindlichen Müllabfuhr ist kein enteignender Eingriff

  • BGH, 11.03.1982 - III ZR 174/80

    Bardepot I - Enteignungsgleicher Eingriff, Folgenbeseitigungsanspruch

  • BGH, 18.06.1970 - III ZR 13/67

    Genehmigungsverfahren - Amtspflicht - Genehmigungsantrag - Ausnahmebewilligung - …

  • BGH, 07.12.1967 - III ZR 83/65

    Ansprüche nach enteignungsrechtlichen Grundsätzen - Ansprüche wegen …

  • BGH, 13.04.1978 - III ZR 122/76

    Entschädigung des Erbbauberechtigten

  • BGH, 09.10.1975 - III ZR 84/73

    Erhebung der vorgeschriebenen Abgaben für die Einfuhr gerösteter Nüsse …

  • BGH, 30.11.1953 - III ZR 275/52

    Rechtsmittel

  • BGH, 31.01.1980 - III ZR 140/78
  • BGH, 11.01.2007 - III ZR 302/05

    Staatshaftung bei verzögerter Antragsbearbeitung

    In dieser Beziehung hält es der Senat auch nach nochmaliger Überprüfung für zutreffend, dass den gesetzgebenden Organen - abgesehen von sogenannten Maßnahmen- oder Einzelfallgesetzen - Amtspflichten nur gegenüber der Allgemeinheit und nicht in Richtung auf bestimmte Personen oder Personenkreise obliegen (Senatsurteile BGHZ 56, 40, 46; 84, 292, 300; 87, 321, 335; 140, 30, 32; Urteil vom 7. Juli 1988 - III ZR 198/87 - NJW 1989, 101).
  • BGH, 10.12.1987 - III ZR 220/86

    Haftung der öffentlichen Hand für Waldschäden

    Nur ausnahmsweise, etwa bei sogenannten Maßnahme- oder Einzelfallgesetzen, kann etwas anderes in Betracht kommen und können die Belange bestimmter Personen unmittelbar berührt werden, so daß sie als Dritte angesehen werden können (Senatsurteile BGHZ 56, 40, 46; 84, 292, 300; 87, 321, 335;… w. Nachw. bei Kreft in: BGB-RGRK 12. Aufl. § 839 Rdn. 220).
  • BGH, 28.01.2021 - III ZR 25/20

    Keine Amtshaftung wegen unwirksamer Mietenbegrenzungsverordnung

    Rn. 28 a) In der Rechtsprechung des Senats wird ein allgemeiner Anspruch auf angemessene Entschädigung für Aufwendungen, die im enttäuschten Vertrauen auf die Wirksamkeit einer Rechtsnorm gemacht worden sind, nicht anerkannt (Senat, Urteil vom 24. Juni 1982 - III ZR 169/80, BGHZ 84, 292, 297; vgl. auch Senat…, Urteil vom 7. Juli 1988 aaO S. 101 f: keine Amtshaftung für Aufwendungen, die durch das - später vom Bundesverfassungsgericht für nichtig erklärte - Investitionshilfegesetz veranlasst wurden).

    Letzteres war für die aus der fehlenden Entwicklung aus einem Flächennutzungsplan folgende Nichtigkeit des Bebauungsplans zu verneinen, weil die Beachtung einer entsprechenden Pflicht den Mitgliedern des Gemeinderates nur gegenüber der Allgemeinheit obliegt, mag sie sich auch auf die planbetroffenen Bürger auswirken (Senat, Urteil vom 24. Juni 1982 aaO, S. 301).

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