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| BGH, 28.04.1969 - III ZR 188/66 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Enteignung eines Grundstücks - Herabsetzung einer Entschädigung - Entziehung von Grundstückssubstanz
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (13)
- BGH, 08.11.1962 - III ZR 86/61
Berechnung der Enteignungsentschädigung für ein Grundstück
Auszug aus BGH, 28.04.1969 - III ZR 188/66
Damit verwendet das Berufungsurteil den Gedanken der sogenannten "Vorwirkung" der Enteignung, den die Rechtsprechung dahin entwickelt hat: Bei Grundstücken, die Gegenstand eines sich über einen längeren Zeitraum und über verschiedene Stadien hinziehenden Enteignungsprozesses waren, ist bei der Festsetzung der Enteignungsentschädigung in der Regel nicht von der Grundstücksqualität im Zeitpunkt der formalen Enteignung oder formalen Besitzeinweisung auszugehen, sondern von dem Zustand oder der Qualität, die die Grundstücke in dem Zeitpunkt aufwiesen, als sie im Zuge des fortschreitenden Geschehens endgültig von jeder konjunkturellen Weiterentwicklung ausgeschlossen wurden (vgl. BGHZ 39, 198, 201 [BGH 08.11.1962 - III ZR 86/61]; Rechtsprechungsübersicht WM Sonderbeilage 5/1965 S. 8 mit Nachweisen;… Kröner, Die Eigentumsgarantie in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs 2. Aufl. 1969 S. 109 f).Bestand damals eine sich auf den Verkehrswert auswirkende Baulanderwartung, so ist sie zu berücksichtigen (BGHZ 39, 198, 201) [BGH 08.11.1962 - III ZR 86/61].
Wieweit eine öffentliche - verbindliche oder unverbindliche - Planung die Baulanderwartung bestimmen kann, bedarf hier nicht der Erörterung; insoweit kann auf die Entscheidung in BGHZ 39, 198, 211 ff [BGH 08.11.1962 - III ZR 86/61] verwiesen werden.
Die Bodenbeschaffenheit, die Verkehrslage und -entwicklung, finanzielle Rücksichten, wirtschaftliche Vorgänge und vieles andere (vgl. BGHZ 39, 198, 210, 213) [BGH 08.11.1962 - III ZR 86/61]können dafür bestimmend sein, der gemeindlichen Planung eine andere Richtung zu geben, als zunächst erwogen und vorgesehen war.
Der Eigentümer wäre entsprechend diesen Gegebenheiten für Forstland nach dem gemeinen Wert (§ 18 Abs. 1 LBeschG) zu entschädigen, d.h. nach dem im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielbaren Preis, also dem Verkehrswert oder dem objektiven Kaufwert, den das enteignete Land für jedermann hat (BGHZ 31, 238, 241 [BGH 30.11.1959 - III ZR 130/59]; 39, 198, 200) [BGH 08.11.1962 - III ZR 86/61].
- BGH, 09.01.1969 - III ZR 51/68
Bemessung der Entschädigung am Zustand des Grundstücks im Zeitpunkt der …
Auszug aus BGH, 28.04.1969 - III ZR 188/66
Dieser allgemeine Grundsatz des Enteignungsrechts beansprucht bei verfassungskonformer Auslegung Geltung auch für Enteignungen aufgrund des Landbeschaffungsgesetzes (vgl. BGHZ 38, 342, 344 [BGH 13.12.1962 - III ZR 63/62]; LM zu LBeschG Nr. 8; BGH - Urt. v. 9. Januar 1969 - III ZR 51/68 -).Eine Vorwirkung als Beginn eines einheitlichen Enteignungsprozesses kommt daher nur solchen Maßnahmen zu, die von vornherein auf eine endgültige Entziehung von Grundstückssubstanz abzielten, also eine Enteignung mit Sicherheit erwarten ließen und folgerichtig auf die Enteignung zuführten (LM zu BBauG § 95 Nr. 4; LM zu AllgKriegsfolgenG § 22 Nr. 2; BGH - Urt. v. 9. Januar 1969 - III ZR 51/68 - S. 12).
- BGH, 13.12.1962 - III ZR 63/62
Entschädigung nach Landbeschaffungsgesetz
Auszug aus BGH, 28.04.1969 - III ZR 188/66
Dieser allgemeine Grundsatz des Enteignungsrechts beansprucht bei verfassungskonformer Auslegung Geltung auch für Enteignungen aufgrund des Landbeschaffungsgesetzes (vgl. BGHZ 38, 342, 344 [BGH 13.12.1962 - III ZR 63/62]; LM zu LBeschG Nr. 8;… BGH - Urt. v. 9. Januar 1969 - III ZR 51/68 -).So ist ein dauerndes Bauverbot, das von vornherein die bisher zulässige und übliche Dauernutzung des betroffenen Grundstücks unterbindet und notwendigerweise zur völligen Enteignung führt, als Beginn des einheitlichen Enteignwagsprozesses angesehen worden, der bereits den Ausschluß von einer konjunkturellen Dauernutzung bewirkte (BGHZ 37, 269, 273 [BGH 04.06.1962 - III ZR 163/61];… BGH, Urt. v. 30. Januar 1967 - III ZR 221/65; vgl. BGHZ 38, 342, 344) [BGH 13.12.1962 - III ZR 63/62].
- BGH, 22.01.1959 - III ZR 186/57
Letzte Tatsachenverhandlung als Stichtag für die Festsetzung der …
Auszug aus BGH, 28.04.1969 - III ZR 188/66
Das Revisionsgericht kann die dem Tatrichter gemäß § 287 ZPO obliegende Schätzung (BGHZ 29, 217 [BGH 22.01.1959 - III ZR 186/57]) nicht nachholen. - BGH, 04.06.1962 - III ZR 163/61
Enteignungsentschädigung bei dauerndem Bauverbot betroffenem Grundstück
Auszug aus BGH, 28.04.1969 - III ZR 188/66
So ist ein dauerndes Bauverbot, das von vornherein die bisher zulässige und übliche Dauernutzung des betroffenen Grundstücks unterbindet und notwendigerweise zur völligen Enteignung führt, als Beginn des einheitlichen Enteignwagsprozesses angesehen worden, der bereits den Ausschluß von einer konjunkturellen Dauernutzung bewirkte (BGHZ 37, 269, 273 [BGH 04.06.1962 - III ZR 163/61];… BGH, Urt. v. 30. Januar 1967 - III ZR 221/65; vgl. BGHZ 38, 342, 344) [BGH 13.12.1962 - III ZR 63/62]. - BGH, 04.06.1962 - III ZR 207/60
Enteignung eines Grundstücks - Begründung von Entschädigungsansprüchen durch …
Auszug aus BGH, 28.04.1969 - III ZR 188/66
Insoweit kann auf die Entscheidungen in BGHZ 44, 52 und LM zu GG Art. 14 Eb Nr. 13 = NJW 1962, 1441 verwiesen werden. - BGH, 21.06.1965 - III ZR 8/64
Enteignungsentschädigung. Bewertungsstichtag
Auszug aus BGH, 28.04.1969 - III ZR 188/66
Insoweit kann auf die Entscheidungen in BGHZ 44, 52 und LM zu GG Art. 14 Eb Nr. 13 = NJW 1962, 1441 verwiesen werden. - BGH, 29.01.1968 - III ZR 2/67
Berücksichtigung einer infolge Planausweisung als Bauland eingetretenen …
Auszug aus BGH, 28.04.1969 - III ZR 188/66
Zusammenfassend hat der Senat jedoch betont, daß ein Zurückgehen auf solche vorbereitenden Maßnahmen keineswegs allgemein möglich sei, sondern nur in Betracht gezogen werden könne, wenn die vorbereitende Planung ursächlich für die spätere Enteignung war, eine hinreichende Bestimmtheit hatte und die spätere verbindliche Planung, die dann zur Enteignung führte, mit Sicherheit erwarten ließ (BGH, Urt. v. 29. Januar 1968 - III ZR 2/67 - = NJW 1968, 892 [BGH 29.01.1968 - III ZR 2/67] = MDR 1968, 392; für das Nachschlagewerk bestimmt). - BGH, 28.03.1955 - III ZR 24/54
Vorbereitende Baupläne keine Enteignung
Auszug aus BGH, 28.04.1969 - III ZR 188/66
Im ganzen handelte es sich - nach dem bisherigen Erörterungsstand - bei allem, was bis zur vorzeitigen Besitzeinweisung geschah, nur um Erwägungen über demnächst zu treffende Einwirkungen, nicht um die Durchführung solcher Einwirkungen auf die enteigneten Grundstücke (vgl. BGHZ 17, 96, 102) [BGH 28.03.1955 - III ZR 24/54], die von alledem nur mittelbar betroffen werden konnten. - BGH, 28.04.1969 - III ZR 189/66
Aufrechterhaltung von zum Erwerb des Grundstücks berechtigenden Rechten - …
Auszug aus BGH, 28.04.1969 - III ZR 188/66
Mit Beschluß vom 29. Oktober 1964 sprach die Enteignungsbehörde die Enteignung beider Parzellen zugunsten der Klägerin aus (Teil A) und setzte die Entschädigung für den Beklagten auf insgesamt 76.491 DM fest, wobei die an Frau W. (die gesondert entschädigt wurde - III ZR 189/66 -) verkaufte Fläche unberücksichtigt blieb und die übrigen 25.100 qm mit einem Bodenwert von 2, 50 DM je qm, zusammen 62.750 DM, eingesetzt wurden, Die Mitteilung über die Unanfechtbarkeit des Teile A des Enteignungsbeschlusses wurde am 17. Dezember 1964 zugestellt. - BGH, 30.11.1959 - III ZR 130/59
Baulandsache. Vorlegung
- BGH, 30.01.1967 - III ZR 221/65
Grundstück als Gegenstand eines sich über Jahre erstreckenden, fortschreitenden …
- BGH, 24.02.1969 - III ZR 57/68
Enteignung eines Grundstücks zur Erweiterung eines Flugplatzes - Bemessung einer …
- BGH, 25.11.1974 - III ZR 42/73
Voraussetzungen eines Enteignungsverlangens des Eigentümers
Ob diese Voraussetzungen im Einzelfall vorliegen, ist weitgehend eine Frage tatrichterlicher Würdigung (Senatsurteil III ZR 188/66 vom 28. April 1969, S. 8 und in LM Hess.AufbauG Nr. 14 sowie in BauR 1972, 162 und 164). - BGH, 25.11.1974 - III ZR 59/73
Enteignungsentschädigungsanspruch in Form eines Übernahmeanspruchs bei …
Ob diese Voraussetzungen im Einzelfall vorliegen, ist weitgehend eine Frage tatrichterlicher Würdigung (Senatsurteil - III ZR 188/66 vom 28. April 1969, S. 8 und in LM Hess.AufbauG Nr. 14 sowie in BauR 1972, 162 und 164).
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