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| BGH, 12.01.1978 - III ZR 57/76 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Berücksichtigung eines Schadens bei der Bemessung der Entschädigung für das Eigentum an einem Grundstück - Bewertung eines Enteignungsschadens für ein landwirtschaftlich genutztes Grundstück nach den Entschädigungsrichtlinien Landwirtschaft - Entschädigung für einen ...
Papierfundstellen
- WM 1978, 468
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (14)
- BGH, 30.09.1976 - III ZR 149/75
Voraussetzungen für die Geltndmachung eines sog. Resthofschadens; Anrechnung von …
Auszug aus BGH, 12.01.1978 - III ZR 57/76
Sie schließen damit einerseits geeignete in ihr unerörtert gebliebene Bewertungsmethoden nicht von einer Anwendung aus und müssen sich andererseits an den Rechtsnormen über die Enteignungsentschädigung messen lassen (BGHZ 67, 190/91; 59, 250, 259/60).Bei der Entschädigung für die Enteignung eines landwirtschaftlich genutzten Grundstücks sind - wie der Senat in seinem erst nach Erlaß der angefochtenen Entscheidung ergangenem Urteil vom 30. September 1976 (III ZR 149/75 = BGHZ 67, 190/91) ausgeführt hat - folgende Rechtsgrundsätze zu beachten:.
Der auf diese Weise ermittelte Resthofschaden kann - wie der Senat in seinem Urteil vom 30. September 1976 (III ZR 149/73 = BGHZ 67, 190, 198) dargelegt hat - nicht zusätzlich neben der entzogenen Substanz entschädigt werden.
Das gilt auch dann, wenn der Enteignungsbetroffene die Substanzentschädigung nicht zur Ersatzlandbeschaffung verwenden will oder kann (vgl. Senatsurteil BGHZ 67, 190, 199).
Er hat jedoch die Möglichkeit, die Substanzentschädigung ertragbringend zu verwenden, und würde doppelt entschädigt werden, wenn er zu dem Ertrag aus der Substanzentschädigung eine Entschädigung für Aufwendungen erhielte, die bisher aus dem Ertrag des entzogenen Rechts bestritten werden mußten (vgl. Senatsurteil BGHZ 67, 190/199).
- BGH, 07.10.1976 - III ZR 60/73
Entschädigung für ein landwirtschaftliches Grundstück nach höherer Qualität
Auszug aus BGH, 12.01.1978 - III ZR 57/76
Die einzelnen Entschädigungsposten bilden dabei unselbständige und austauschbare Bestandteile der einheitlichen angemessenen Gesamtentschädigung (vgl. Senatsurteil vom 7. Oktober 1976 - III ZR 60/73 = WM 1977, 83 insoweit in BGHZ 67, 200 nicht abgedruckt).Vielmehr muß angenommen werden, daß bei ihrer Ermittlung auch die wirtschaftliche Bedeutung des konkreten Grundstücks für den landwirt schaftlichen Betrieb des Klägers angemessen berücksichtigt worden ist (vgl. dazu Senatsurteil WM 1975, 275, 276 BGHZ 67, 200, 205).
Da hier - wie dem Berufungsurteil zu entnehmen ist der Entschädigung für den Rechtsverlust nicht die Preise für Bauland oder Bauerwartungsland, sondern Preise für (hochwertiges) Ackerland zugrunde gelegt worden sind, stellt sich nicht die Frage, ob der Enteignungsbetroffen der zugleich für landwirtschaftliche Nebenschäden und nach Baulandpreisen entschädigt werden will, eine unzulässige Doppelentschädigung begehrt (vgl. dazu Senatsurteil BGHZ 67, 200).
- BGH, 08.02.1971 - III ZR 65/70
Bemessung der Entschädigung für Folgeschäden einer Enteignung
Auszug aus BGH, 12.01.1978 - III ZR 57/76
Dieser - in neueren Enteignungsgesetzen ausdrücklich verankerte - allgemeine Grundsatz des Enteignungsrechts (vgl. u.a. §§ 96 BBauG, 19 LandbeschaffungsG) folgt aus der verfassungsrechtlichen Normierung der Enteignungsentschädigung, weil diese einen angemessenen Ausgleich für die auferlegte Vermögenseinbüße darstellen muß (BGHZ 6, 270, 295; vgl. die Senatsurteile LM LandbeschG Nr. 9 = WM 1964, 968 - Berghotel - LM GG Art. 14 (Cf) Nr. 29 = NJW 1966, 493 = WM 1966, 402 - Schlachthof; BGHZ 55, 294 = NJW 1971, 1176 - Gärtnerei).Eine "Doppelentschädigung" für eine Vermögenseinbuße steht ihm daher nicht zu (vgl. Senatsurteil BGHZ 55, 294).
- BGH, 28.09.1972 - III ZR 44/70
Berechnung der Enteignungsentschädigung bei vorzeitiger Aufhebung eines …
Auszug aus BGH, 12.01.1978 - III ZR 57/76
Sie schließen damit einerseits geeignete in ihr unerörtert gebliebene Bewertungsmethoden nicht von einer Anwendung aus und müssen sich andererseits an den Rechtsnormen über die Enteignungsentschädigung messen lassen (BGHZ 67, 190/91; 59, 250, 259/60).Dem Enteignungsbetroffenen muß diese Entschädigung für den Rechtsverlust wegen des Verbots einer entschädigungslosen Enteignung grundsätzlich als Mindestentschädigung verbleiben, soweit nicht der Gesetzgeber eine unter dem vollen Ersatz liegende Entschädigung bestimmt (vgl. BVerfGE 24, 367, 421; BGHZ 59, 250, 254).
- BGH, 29.03.1971 - III ZR 108/67
Voraussetzungen für das Vorliegen von Baulandqualität - Anforderungen an die …
Auszug aus BGH, 12.01.1978 - III ZR 57/76
Dieser Grundsatz gilt auch für eine Enteignung nach § 19 FStrG, § 30 PrEnteigG (vgl. auch § 8 Abs. 2 PrEnteigG) und für die Enteignung landwirtschaftlich genutzter Flächen (vgl. Senatsurteil WM 1971, 829 = BRS 26 Nr. 82 - Aussiedlerhof).Ein durch die Enteignung verursachter Vorteil ist demnach anrechenbar, wenn die Anrechnung dem Sinn und Zweck der Enteignungsentschädigung unter Berücksichtigung der gesamten Interessenlage der Beteiligten entspricht und dem Enteignungsbetroffenen zumutbar ist (vgl. Senatsurteile BGHZ 62, 305, 307; WM 1971, 829 = BRS 26 Nr. 82; LM GG Art. 14 (Cf) Nr. 37 a.E.).
- BGH, 13.11.1975 - III ZR 162/72
Besteuerung der Enteignungsentschädigung
Auszug aus BGH, 12.01.1978 - III ZR 57/76
Zwar ist der Enteignungsbetroffene in der Verwendung der ihm gewährten Entschädigung frei (vgl. Senatsurteil BGHZ 65, 253, 259). - BVerfG, 18.12.1968 - 1 BvR 638/64
Hamburgisches Deichordnungsgesetz
Auszug aus BGH, 12.01.1978 - III ZR 57/76
Dem Enteignungsbetroffenen muß diese Entschädigung für den Rechtsverlust wegen des Verbots einer entschädigungslosen Enteignung grundsätzlich als Mindestentschädigung verbleiben, soweit nicht der Gesetzgeber eine unter dem vollen Ersatz liegende Entschädigung bestimmt (vgl. BVerfGE 24, 367, 421; BGHZ 59, 250, 254). - BGH, 10.06.1952 - GSZ 2/52
Enteignung. Maßnahmen des Wohnungsamts
Auszug aus BGH, 12.01.1978 - III ZR 57/76
Dieser - in neueren Enteignungsgesetzen ausdrücklich verankerte - allgemeine Grundsatz des Enteignungsrechts (vgl. u.a. §§ 96 BBauG, 19 LandbeschaffungsG) folgt aus der verfassungsrechtlichen Normierung der Enteignungsentschädigung, weil diese einen angemessenen Ausgleich für die auferlegte Vermögenseinbüße darstellen muß (BGHZ 6, 270, 295; vgl. die Senatsurteile LM LandbeschG Nr. 9 = WM 1964, 968 - Berghotel - LM GG Art. 14 (Cf) Nr. 29 = NJW 1966, 493 = WM 1966, 402 - Schlachthof; BGHZ 55, 294 = NJW 1971, 1176 - Gärtnerei). - BGH, 06.12.1965 - III ZR 172/64
Bemessung der Enteignungsentschädigung
Auszug aus BGH, 12.01.1978 - III ZR 57/76
Dieser - in neueren Enteignungsgesetzen ausdrücklich verankerte - allgemeine Grundsatz des Enteignungsrechts (vgl. u.a. §§ 96 BBauG, 19 LandbeschaffungsG) folgt aus der verfassungsrechtlichen Normierung der Enteignungsentschädigung, weil diese einen angemessenen Ausgleich für die auferlegte Vermögenseinbüße darstellen muß (BGHZ 6, 270, 295; vgl. die Senatsurteile LM LandbeschG Nr. 9 = WM 1964, 968 - Berghotel - LM GG Art. 14 (Cf) Nr. 29 = NJW 1966, 493 = WM 1966, 402 - Schlachthof; BGHZ 55, 294 = NJW 1971, 1176 - Gärtnerei). - BGH, 13.05.1974 - III ZR 7/72
Berücksichtigung von planungsbedingten Wertsteigerungen des Restgrundstücks bei …
Auszug aus BGH, 12.01.1978 - III ZR 57/76
Ein durch die Enteignung verursachter Vorteil ist demnach anrechenbar, wenn die Anrechnung dem Sinn und Zweck der Enteignungsentschädigung unter Berücksichtigung der gesamten Interessenlage der Beteiligten entspricht und dem Enteignungsbetroffenen zumutbar ist (vgl. Senatsurteile BGHZ 62, 305, 307; WM 1971, 829 = BRS 26 Nr. 82; LM GG Art. 14 (Cf) Nr. 37 a.E.). - BGH, 29.05.1967 - III ZR 126/66
Anfahrtverschlechterung als Enteignung (Ackerland)
- BGH, 27.04.1964 - III ZR 136/63
- BGH, 13.03.1975 - III ZR 152/72
Zur Möglichkeit des enteignenden Eingriffs wegen Durchschneidung des die …
- BGH, 16.12.1974 - III ZR 39/72
Bemessung der Enteignungsentschädigung
- BGH, 22.05.1984 - III ZR 18/83
Vorrang der Belange einer land-, forst- und fischereiwirtschaftlichen Nutzung …
Die Richtlinien stellen nur interne Verwaltungsanweisungen dar (für die LandvR 1963 Senatsurteile BGHZ 59, 250, 259 und vom 12. Januar 1978 - III ZR 57/76 = WM 1978, 468, 469); im Entschädigungsfeststellungsverfahren und im sich anschließenden gerichtlichen Verfahren sind die Richtlinien dagegen nicht verbindlich (Senatsurteil vom 12. Januar 1978 aaO). - BGH, 10.11.1983 - III ZR 131/82
Zulässigkeit der Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Nutzflächen in Hofnähe in …
Diese Nachteile ergeben sich aus der Einbeziehung von Betriebsgrundstücken in die Umlegung und werden grundsätzlich mit der Abfindung für die Einwurfsgrundstücke abgegolten; sie werden nur unter engen Voraussetzungen gesondert ausgeglichen (vgl. Senatsurteile BGHZ 67, 190, 193 ff. und 200, 202 ff.; s. ferner Senatsurteile vom 12. Januar 1978 - III ZR 57/76 = WM 1978, 468, 469 f. und vom 3. Mai 1979 - III ZR 114/77 = LM GG Art. 14 [Ea] Nr. 101 = WM 1979, 1191;… Krohn, Enteignung und Enteignungsentschädigung, 2. Aufl., Rdn. 283 ff.).
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