Rechtsprechung
| BGH, 15.06.1967 - III ZR 81/66 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Neuaufteilung von Grundstücken im Wege privatrechtlicher Verträge - Baubeschränkungen während eines Umlegungsverfahrens - Entschädigungszahlungen auf Grund einer Enteignung
- Wolters Kluwer
Zusammensetzung des Werts der Revision
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (11)
- BGH, 12.07.1962 - III ZR 203/60
Entschädigungsansprüche für entzogene Nutzungen von Grund und Boden und …
Auszug aus BGH, 15.06.1967 - III ZR 81/66
Gemeint ist dabei das Urteil des Senats vom 12. Juli 1962 - III ZR 203/60.In dem Hinweis des Schreibens vom 8. Oktober 1962 auf den Fall III ZR 203/60 kann noch nicht schlüssig die Behauptung gefunden werden, auch Frau E. sei zu einer Wiederbebauung des Grundbesitzes entschlossen und fähig gewesen.
Daß in die dreijährige Frist die Zeit vor der Währungsreform in der Regel, unter Umständen - bei besonders schwierig gelagerten Verhältnissen in einem stark zerstörten Gemeinwesen - noch eine Zeitspanne danach nicht einzurechnen ist, ergibt die Rechtsprechung des Senats (…Urt. v. 28. Juni 1962 - III ZR 48/61 = LM GG Art. 14 Ce Nr. 28 = WM 1962, 1089; 12. Juli 1962 - III ZR 203/60).
- BGH, 25.06.1959 - III ZR 220/57
Bausperre aus Planungsgründen
Auszug aus BGH, 15.06.1967 - III ZR 81/66
Diese Auffassung würde sich in dem Gedankengang bewegen, dem der Senat in seinem sogenannten Freiburger Bausperren-Urteil vom 25. Juni 1959 - III ZR 220/57 = BGHZ 30, 338, 353 [BGH 25.06.1959 - III ZR 220/57] unter Bezugnahme auf ein zu § 26 RLG ergangenes Urteil vom 1. Juni 1954 dahin Raum gegeben hat, bei der Ermittlung, ob ein Nutzungsausfall an Grund und Boden infolge der vorübergehenden Bausperre entstanden sei, komme es nicht darauf an, ob der Betroffene von der Nutzbarkeit des Grundstücks Gebrauch gemacht hätte, wenn der enteignende Eingriff nicht erfolgt wäre. - BGH, 29.11.1965 - III ZR 34/64
Höhe der Entschädigung nach Grundstücksenteignung - Niedriger Quadratmeterpreis …
Auszug aus BGH, 15.06.1967 - III ZR 81/66
Nun hat der jetzt erkennende Senat in seiner Rechtsprechung den Rechtssatz entwickelt und herausgestellt: Ein hoheitlicher Eingriff muß, um eine Entschädigungspflicht nach Enteignungsgrundsätzen zu begründen, für den Betroffenen eine konkret wirtschaftliche Beeinträchtigung mit sich bringen; Bauverbote und Bausperren bilden danach nur dann einen enteignenden Tatbestand, wenn sie diese Auswirkungen haben, insbesondere ein Bauvorhaben irgendwie verhindern oder verzögern; ein Grundstückseigentümer muß wirklich bauen wollen (und können) und in seinem beabsichtigten Bauvorhaben durch ein Bauverbot, eine Bausperre gestört oder sonst in der Verwertung seines Grundbesitzes in fühlbarer Weise beeinträchtigt werden (Urteile vom 25. Juni 1957 - III ZR 24/56; 25. Juni 1962 - III ZR 72/62; 14. Juli 1965 - III ZR 2/64 = NJW 1965, 2101 [BGH 14.07.1965 - III ZR 2/64] = WM 1965, 941; 29. November 1965 - III ZR 34/64 S. 10 = WM 1966; 125, 24.
- BGH, 16.03.1964 - III ZR 85/63
Abgabe eines Verfahrens innerhalb der Kammer für Baulandsachen an anderen Kammern …
Auszug aus BGH, 15.06.1967 - III ZR 81/66
Das hat zur Folge: Der Antrag auf gerichtliche Entscheidung gegen den Bescheid des Senators war nicht etwa, wie dies grundsätzlich hätte geschehen müssen, wenn der Senator als Widerspruchsbehörde in einem Vorverfahren nach § 155 BBauG entschieden hätte (vgl. Urteil vom 16. März 1964 - III ZR 85/63 = BGHZ 41, 249, 257 [BGH 16.03.1964 - III ZR 85/63] ;… Brügelmann-Förster a.a.O. § 155 3 a 11), beim Stadtplanungsamt einzulegen, sondern konnte, wie geschehen, beim Senator eingereicht werden. - BGH, 14.07.1965 - III ZR 2/64
Enteignender Eingriff durch mit einem Umlegungsverfahren verbundenen …
Auszug aus BGH, 15.06.1967 - III ZR 81/66
Nun hat der jetzt erkennende Senat in seiner Rechtsprechung den Rechtssatz entwickelt und herausgestellt: Ein hoheitlicher Eingriff muß, um eine Entschädigungspflicht nach Enteignungsgrundsätzen zu begründen, für den Betroffenen eine konkret wirtschaftliche Beeinträchtigung mit sich bringen; Bauverbote und Bausperren bilden danach nur dann einen enteignenden Tatbestand, wenn sie diese Auswirkungen haben, insbesondere ein Bauvorhaben irgendwie verhindern oder verzögern; ein Grundstückseigentümer muß wirklich bauen wollen (und können) und in seinem beabsichtigten Bauvorhaben durch ein Bauverbot, eine Bausperre gestört oder sonst in der Verwertung seines Grundbesitzes in fühlbarer Weise beeinträchtigt werden (Urteile vom 25. Juni 1957 - III ZR 24/56; 25. Juni 1962 - III ZR 72/62; 14. Juli 1965 - III ZR 2/64 = NJW 1965, 2101 [BGH 14.07.1965 - III ZR 2/64] = WM 1965, 941; 29. November 1965 - III ZR 34/64 S. 10 = WM 1966; 125, 24. - BGH, 24.01.1966 - III ZR 15/65
Maßgeblicher Zeitpunkt für den Verkehrswert eines zu enteignenden Grundstücks - …
Auszug aus BGH, 15.06.1967 - III ZR 81/66
Januar 1966 - III ZR 15/65 S. 28). - BGH, 14.10.1963 - III ZR 213/62
Bausperrenentschädigung
Auszug aus BGH, 15.06.1967 - III ZR 81/66
Dies hat der Senat in seinem Urteil vom 14. Oktober 1963 - III ZR 213/62 = BGHZ 40, 148 dargelegt. - BGH, 28.06.1962 - III ZR 48/61
Entstehung eines Anspruchs auf Enteignungsentschädigung durch sich hinziehende …
Auszug aus BGH, 15.06.1967 - III ZR 81/66
Daß in die dreijährige Frist die Zeit vor der Währungsreform in der Regel, unter Umständen - bei besonders schwierig gelagerten Verhältnissen in einem stark zerstörten Gemeinwesen - noch eine Zeitspanne danach nicht einzurechnen ist, ergibt die Rechtsprechung des Senats (Urt. v. 28. Juni 1962 - III ZR 48/61 = LM GG Art. 14 Ce Nr. 28 = WM 1962, 1089; 12. Juli 1962 - III ZR 203/60). - BGH, 20.03.1967 - III ZR 113/66
Schadensersatzanspruch wegen Überfahrens des landwirtschaftlichen Anwesens eines …
Auszug aus BGH, 15.06.1967 - III ZR 81/66
Ein unbezifferter Antrag ist, wie der Bundesgerichtshof der Rechtsprechung des Reichsgerichts folgend, mehrfach entschieden hat, nur dort zulässig, wo eine Bezifferung unmöglich oder unzumutbar ist oder wenn die ziffernmäßige Festlegung der Höhe der mit der Klage verlangten Schadensersatzleistung entscheidend von der Ausübung des richterlichen Ermessens oder einer richterlichen Schätzung nach § 287 ZPO abhängt, und wenn weiter die Klagepartei die tatsächlichen Grundlagen vorträgt, die dem Gericht die Festsetzung der Höhe der Klageforderung ermöglichen (vgl. Urteil vom 20. März 1967 - III ZR 113/66 -). - BGH, 25.06.1957 - III ZR 24/56
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 15.06.1967 - III ZR 81/66
Nun hat der jetzt erkennende Senat in seiner Rechtsprechung den Rechtssatz entwickelt und herausgestellt: Ein hoheitlicher Eingriff muß, um eine Entschädigungspflicht nach Enteignungsgrundsätzen zu begründen, für den Betroffenen eine konkret wirtschaftliche Beeinträchtigung mit sich bringen; Bauverbote und Bausperren bilden danach nur dann einen enteignenden Tatbestand, wenn sie diese Auswirkungen haben, insbesondere ein Bauvorhaben irgendwie verhindern oder verzögern; ein Grundstückseigentümer muß wirklich bauen wollen (und können) und in seinem beabsichtigten Bauvorhaben durch ein Bauverbot, eine Bausperre gestört oder sonst in der Verwertung seines Grundbesitzes in fühlbarer Weise beeinträchtigt werden (Urteile vom 25. Juni 1957 - III ZR 24/56; 25. Juni 1962 - III ZR 72/62; 14. Juli 1965 - III ZR 2/64 = NJW 1965, 2101 [BGH 14.07.1965 - III ZR 2/64] = WM 1965, 941; 29. November 1965 - III ZR 34/64 S. 10 = WM 1966; 125, 24. - BGH, 25.06.1962 - III ZR 72/62
Entzug der vorübergehenden Nutzung eines Grundstücks durch die Errichtung von …
- BGH, 20.09.1971 - III ZR 18/70
Enteignung durch Erklärung zum Schutzbereich
Dies ist nur der Fall, wenn sie ein Bauvorhaben wirklich verhindert oder verzögert; ein Grundstückseigentümer muß also wirklich bauen wollen (und können) und in seinem beabsichtigten Bauvorhaben durch das Bauverbot gestört oder sonst in fühlbarer Weise beeinträchtigt worden sein (Urteil des Senats vom 15. Juni 1967 - III ZR 81/66 - BGH NJW 1965, 2101 [BGH 14.07.1965 - III ZR 2/64] = WM 1965, 941; WM 1966, 125; BGHZ 19, 1, 4 [BGH 24.10.1955 - III ZR 121/54] ; BGH LM Art. 14 GG Nr. 71; vgl. auch Hußla, NJW 1968, 631, 632;… Kröner, Die Eigentumsgarantie in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, 2. Auflage, S. 99; BGH WM 1968, 747 unter Nr. 111, WM 1968, 702 unter Nr. 11 a.E. der Gründe). - BGH, 29.05.1972 - III ZR 188/70
Anspruch auf Entschädigung für Baubeschränkungen von Grundstücken - Entschädigung …
Die von der Revision herangezogene Entscheidung des Senats in BGHZ 30, 338, 353 [BGH 25.06.1959 - III ZR 220/57], wonach es allein auf die objektive Nutzbarkeit des Grundstücks ankomme, ist bereits im Urteil vom 15. Juni 1967 - III ZR 81/66 ausdrücklich als insoweit überholt bezeichnet worden.
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