Rechtsprechung
| BVerwG, 19.12.1962 - IV C 11.60 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Anwendung des deutschen Reichserbhofrechts im Gebiet der ehemaligen Freien Stadt Danzig - Revisibilität ausländischen Rechts - Zweck des Lastenausgleichsgesetzes (LAG) - Anwendung der bürgerlich-rechtlichen Erbfolge auf die Entschädigung für einen Erbhofbesitz
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Hannover, 22.09.1959 - VI A 112/59
- BVerwG, 19.12.1962 - IV C 11.60
Wird zitiert von ... (11) Zitiert selbst (4)
- BVerwG, 14.11.1955 - Gr. Sen. 1.55
Revisibilität des Besatzungsrechts im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht
Auszug aus BVerwG, 19.12.1962 - IV C 11.60
Er glaubt sich dabei auch in Übereinstimmung mit dem Großen Senat des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwGE 2, 319). - BVerwG, 09.03.1962 - IV C 71.60
Anwendung des Kontrollratsgesetzes Nr. 45 über die Aufhebung des Erbhofrechtes in …
Auszug aus BVerwG, 19.12.1962 - IV C 11.60
Die letztere Frage hatte der III. Senat im angefochtenen Urteil verneint, während der erkennende Senat bisher zu der gegenteiligen Ansicht neigte (BVerwG IV C 71.60 in ZLA 62, 215). - BVerwG, 21.03.1957 - III C 88.56
Auszug aus BVerwG, 19.12.1962 - IV C 11.60
In diesem Sinne hat auch der III. Senat keine Bedenken gehabt, die Geltung des ehemaligen Erbhofrechtes in den unter polnischer Verwaltung stehenden Gebieten Deutschlands nachzuprüfen (BVerwG III C 88.56 in BVerwGE 4, 350). - BVerwG, 02.03.1961 - IV C 401.59
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 19.12.1962 - IV C 11.60
So hat er insbesondere ausländisches Recht für nicht revisibel erklärt (BVerwG IV C 401.59 in MDR 61, 877).
- BVerwG, 14.10.1987 - 3 B 38.86
Voraussetzungen für das Vorliegen einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung …
Die Vorschriften des Reichserbhofgesetzes sind zwar nicht revisibel (§ 38 FG, § 333 LAG, § 173 VwGO, § 562 ZPO), weil sie nicht dem Bundesrecht angehören; die Frage aber, ob das Reichserbhofgesetz in den unter polnischer Verwaltung stehenden deutschen Ostgebieten noch gegolten hat, beantwortet sich nicht aus dem Reichserbhofgesetz selbst, sondern nach allgemein gültigen Grundsätzen des Völkerrechts, die Bestandteil des Bundesrechts geworden und damit revisibel sind (ständige Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, Urteil vom 19. Dezember 1962 - BVerwG 4 C 11.60 - in Buchholz 427.3 § 229 Nr. 21 mit ausführlicher Begründung; Urteil vom 31. Mai 1963 - BVerwG 4 C 278.61 - Urteil vom 18. Januar 1964 - BVerwG 3 C 11.60 - BVerwGE 18, 17, 19) [BVerwG 18.01.1964 - III C 11/60].Entscheidend ist, wann das Reichserbhofgesetz mit seinem Zweck, in Abweichung von der gesetzlichen Erbfolge nach bürgerlichem Recht deutschen bäuerlichen Besitz ungeteilt und ertragsfähig in einer Hand zu erhalten (Urteil vom 21. März 1957 - BVerwG 3 C 88.56 - in BVerwGE 4, 350, 355 [BVerwG 21.03.1957 - III C 88/56]; Urteil vom 19. Dezember 1962 - BVerwG 4 C 11.60 - in Buchholz 427.3 § 229 Nr. 21), gegenstandslos geworden ist.
- BVerwG, 31.05.1963 - IV C 278.61
Rechtsmittel
Bestätigung von BVerwG IV C 11.60.Nach den der Nachprüfung im Revisionsverfahren zugänglichen Regeln des Völkerrechts war und ist aber, wie in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteile BVerwG III C 88.56 vom 21. März 1957, ZLA 1957, 153; BVerwG IV C 444.58 vom 15. Januar 1960, RLA 1960, 266; BVerwG IV C 11.60 vom 19. Dezember 1962, ZLA 1963, 119) entwickelt worden ist, in den seit 1945 unter fremder Verwaltung stehenden deutschen Gebieten Sinn und Zweck des Erbhofrechts nicht zu verwirklichen und deshalb eine vom bürgerlichen Recht abweichende Erbfolge nach Erbhofrecht für den Lastenausgleich nicht anzuerkennen.
- BVerwG, 15.06.1967 - III C 39.66
Vertreibungsschäden an einem Erbhof - Anerbe oder gesetzlicher Erbe als …
Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts kann der vertreibungsbedingte Verlust eines zu einem Erbhof gehörenden land- und forstwirschaftlichen Vermögens grundsätzlich nicht von einem Vertriebenen als unmittelbar Geschädigten mit der Berufung auf seine Anerbeneigenschaft geltend gemacht werden, wenn der Erbfall erst nach dem Zusammenbruch des Reiches (Kapitulation vom 8. Mai 1945) eingetreten ist (Urteile vom 21. März 1957 - BVerwG III C 88.56 - [BVerwGE 4, 350] und vom 19. Dezember 1962 - BVerwG IV C 11.60 -).
- BVerwG, 18.01.1964 - III C 11.60
Vertreibungsschaden an einem Erbhof in Ostpreußen - Räumlicher Anwendungsbereich …
Es ist deshalb in Übereinstimmung mit der bisherigen Rechtsprechung der beiden Lastenausgleichssenate (vgl. BVerwGE 4, 350 und Urteil vom 19. Dezember 1962 - BVerwG IV C 11.60 - und Urteil vom 31. Mai 1963 - BVerwG IV C 278.61. - BVerwG, 28.01.1965 - III C 92.63
Rechtsmittel
Soweit in Urteilen des III. und IV. Senats, die zur Frage der Anwendbarkeit des Reichserbhofgesetzes in den deutschen Ostgebieten ergangen sind, auf die Erlangung der tatsächlichen Verfügungsgewalt des Anerben abgestellt ist, sind diese Entscheidungen (BVerwGE 4, 350 und BVerwG IV C 11.60) für die hier in Rede stehende Frage nicht einschlägig. - BVerwG, 23.06.1966 - III C 58.64
Rechtsmittel
Dieser Rechtsauffassung stehen auch die von der Revision genannten Entscheidungen des IV. Senats vom 9. März 1962 - BVerwG IV C 71.60 - und vom 19. Dezember 1962 - BVerwG IV C 11.60 - nicht entgegen, da die Sachverhalte dieser Entscheidungen anders gelagert waren. - BVerwG, 19.03.1965 - III C 83.62
Voraussetzungen der Entstehung eines Schadens durch Verlust eines …
Soweit das angefochtene Urteil diese Folgerung aus den im Reichserbhofgesetz enthaltenen Regelungen der Versorgung der Abkömmlinge des Erblassers (§ 30 Abs. 2 REG) gezogen hat, handelt es sich um die Anwendung irrevisiblen Rechts, die der Nachprüfung durch das Revisionsgericht nicht unterliegt (§ 137 Abs. 1 VwGO;Urteil vom 19. Dezember 1962 - BVerwG IV C 11.60 -). - BVerwG, 23.06.1966 - III C 59.64
Rechtsmittel
Dieser Rechtsauffassung stehen auch die von der Revision genannten Entscheidungen des IV. Senats vom 9. März 1962 - BVerwG IV C 71.60 - und vom 19. Dezember 1962 - BVerwG IV C 11.60 - nicht entgegen, da die Sachverhalte dieser Entscheidungen anders gelagert waren. - BVerwG, 27.05.1966 - III CB 9.66
Rechtsmittel
Das angefochtene Urteil steht nicht im Einklang mit den Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. März 1957 - BVerwG III C 88.56 - (BVerwGE 4, 350); vom 19. Dezember 1962 - BVerwG IV C 11.60 - und vom 18. Januar 1964 - BVerwG III C 11.60 -. - BVerwG, 15.06.1967 - III C 139.66 Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts kann der vertreibungsbedingte Verlust eines zu einem Erbhof gehördenden land- und forstwirtschaftlichen Vermögens grundsätzlich nicht von einem Vertriebenen als unmittelbar Geschädigten mit der Berufung auf seine Anerbeneigenschaft geltend gemacht werden, wenn der Erbfall erst nach dem Zusammenbruch des Reiches (Kapitulation vom 8. Mai 1945) eingetreten ist(Urteile vom 21. März 1957 - BVerwG III C 88.56 - [BVerwGE 4, 350] undvom 19. Dezember 1962 - BVerwG IV C 11.60 -).
- BVerwG, 11.05.1969 - III B 33.69
Beschwerde gegen die Nichtzulassung einer Revision - Ausstattungsanspruch gegen …
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