Rechtsprechung
| BVerwG, 12.11.1971 - IV C 53.69, IV C 54.69 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Wolters Kluwer
Erteilung einer Bodenverkehrsgenehmigung - Antrag auf Ausweisung von Bauland - Funktion des Außenbereiches als Erholungslandschaft - Rechtsanspruch auf Erteilung einer beantragten Bodenverkehrsgenehmigung - Anforderungen an das Entstehen einer Splittersiedlung - ...
- Baurechtssammlung (Wolters Kluwer)(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
§§ 19 Abs. 4 Satz 3, 21 Abs. 1 und 2, 23 BBauG.
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- OVG Nordrhein-Westfalen, 12.03.1969 - VII A 599/68
- BVerwG, 12.11.1971 - IV C 53.69, IV C 54.69
Papierfundstellen
- DÖV 1972, 498
- DÖV 1972, 499
- BauR 1972, 146
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (10)
- BVerwG, 10.05.1968 - IV C 186.65
Klage auf Verpflichtung zur Genehmigungserteilung - Erteilung einer …
Auszug aus BVerwG, 12.11.1971 - IV C 53.69
Der erkennende Senat stimmt mit dem angefochtenen Urteil auch darin überein, daß dem Kläger, wenn man von § 21 Abs. 1 BBauG absieht, also unmittelbar nach den §§ 20, 29 ff. BBauG und daher mit weitergehender Wirkung als der des § 21 Abs. 1 BBauG (vgl.Urteil vom 10. Mai 1968 - BVerwG IV C 186.65 - in BVerwGE 29, 357 [361 f.]), ein Rechtsanspruch auf Erteilung der beantragten Bodenverkehrsgenehmigung nicht zusteht.Die durch § 21 Abs. 1 BBauG begründete Bindung wirkt sich - zwar nicht unmittelbar, wohl aber mittelbar - auch zugunsten einer weiteren Bodenverkehrsgenehmigung aus (vgl.Urteil vom 10. Mai 1968 - BVerwG IV C 186.65 in BVerwGE 29, 357 [360 ff.]).
- BVerwG, 27.01.1967 - IV C 33.65
Erweiterung bzw. Verfestigung einer Splittersiedlung als öffentlicher Belang; …
Auszug aus BVerwG, 12.11.1971 - IV C 53.69
Weder das eine noch das andere ist mit den öffentlichen Belangen vereinbar (vgl.Urteil vom 27. Januar 1967 - BVerwG IV C 33.65 - in BVerwGE 26, 111 [BVerwG 27.01.1967 - IV C 33/65] [113]). - BVerwG, 26.05.1967 - IV C 25.66
Im Zusammenhang bebauter Ortsteil und Gemeindegebiet; Gefahr der Entstehung einer …
Auszug aus BVerwG, 12.11.1971 - IV C 53.69
Eine solche Befürchtung ist begründet, wenn durch die Ausführung des Vorhabens "ein Vorgang der Zersiedelung eingeleitet oder gar schon vollzogen wird" (vgl.Urteil vom 26. Mai 1967 - BVerwG IV C 25.66 - in BVerwGE 27, 137 [BVerwG 26.05.1967 - IV C 25/66] [139]).
- BVerwG, 08.11.1954 - Gr. Sen. 1.54
Begriff des bestimmten Antrags im Sinne des § 57 Abs. 2 S. 1 …
Auszug aus BVerwG, 12.11.1971 - IV C 53.69
Mehr als dies erfordert § 124 Abs. 3 Satz 1 VwGO nicht (vgl. insbesondere dieBeschlüsse vom 14. April 1961 - BVerwG VII B 7.61 - in BVerwGE 12, 189 [190] undvom 3. Oktober 1961 - BVerwG VI B 23.61 - in BVerwGE 13, 94 [95] sowie zur vorangegangenen Rechtslage den Beschluß vom 8. November 1954 - BVerwG Gr.Sen. 1.54/BVerwG V C 61.54 - in BVerwGE 1, 222 [224] und dasUrteil vom 12. Januar 1956 - BVerwG I C 105.54 - in BVerwGE 3, 75 [76]). - BVerwG, 06.05.1970 - IV C 28.68
Erteilung einer Bodenverkehrsgenehmigung - Voraussetzungen einer …
Auszug aus BVerwG, 12.11.1971 - IV C 53.69
Angesichts der seinerzeit eingereichten dürftigen Unterlagen spricht viel dafür, daß dem Rechtsvorgang die Genehmigungsfähigkeit gefehlt hat und dementsprechend auch die Rechtsfolge des § 19 Abs. 4 Satz 3 BBauG nicht eintreten konnte (vgl. dazu namentlich dieUrteile vom 6. Mai 1970 - BVerwG IV C 28.68 - in BauR 1970, 153 [154] undvom 22. November 1968 - BVerwG IV C 98.65 - [DVBl. 1969, 359]). - BVerwG, 14.04.1961 - VII B 7.61
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 12.11.1971 - IV C 53.69
Mehr als dies erfordert § 124 Abs. 3 Satz 1 VwGO nicht (vgl. insbesondere dieBeschlüsse vom 14. April 1961 - BVerwG VII B 7.61 - in BVerwGE 12, 189 [190] undvom 3. Oktober 1961 - BVerwG VI B 23.61 - in BVerwGE 13, 94 [95] sowie zur vorangegangenen Rechtslage den Beschluß vom 8. November 1954 - BVerwG Gr.Sen. 1.54/BVerwG V C 61.54 - in BVerwGE 1, 222 [224] und dasUrteil vom 12. Januar 1956 - BVerwG I C 105.54 - in BVerwGE 3, 75 [76]). - BVerwG, 22.11.1968 - IV C 98.65
Bodenverkehrsgenehmigung für eine Auflassung im Außenbereich; …
Auszug aus BVerwG, 12.11.1971 - IV C 53.69
Angesichts der seinerzeit eingereichten dürftigen Unterlagen spricht viel dafür, daß dem Rechtsvorgang die Genehmigungsfähigkeit gefehlt hat und dementsprechend auch die Rechtsfolge des § 19 Abs. 4 Satz 3 BBauG nicht eintreten konnte (vgl. dazu namentlich dieUrteile vom 6. Mai 1970 - BVerwG IV C 28.68 - in BauR 1970, 153 [154] undvom 22. November 1968 - BVerwG IV C 98.65 - [DVBl. 1969, 359]). - BVerwG, 14.02.1969 - IV C 39.68
Auszug aus BVerwG, 12.11.1971 - IV C 53.69
Das ergibt sich aus den Gründen desUrteils vom 14. Februar 1969 - BVerwG IV C 39.68 - in BVerwGE 31, 274 [275 ff.], an denen der Senat festhält. - BVerwG, 03.10.1961 - VI B 23.61
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 12.11.1971 - IV C 53.69
Mehr als dies erfordert § 124 Abs. 3 Satz 1 VwGO nicht (vgl. insbesondere dieBeschlüsse vom 14. April 1961 - BVerwG VII B 7.61 - in BVerwGE 12, 189 [190] undvom 3. Oktober 1961 - BVerwG VI B 23.61 - in BVerwGE 13, 94 [95] sowie zur vorangegangenen Rechtslage den Beschluß vom 8. November 1954 - BVerwG Gr.Sen. 1.54/BVerwG V C 61.54 - in BVerwGE 1, 222 [224] und dasUrteil vom 12. Januar 1956 - BVerwG I C 105.54 - in BVerwGE 3, 75 [76]). - BVerwG, 12.01.1956 - I C 105.54
Erfordernis des "bestimmten Antrages" in der Berufungsschrift - Wahrung der …
Auszug aus BVerwG, 12.11.1971 - IV C 53.69
Mehr als dies erfordert § 124 Abs. 3 Satz 1 VwGO nicht (vgl. insbesondere dieBeschlüsse vom 14. April 1961 - BVerwG VII B 7.61 - in BVerwGE 12, 189 [190] undvom 3. Oktober 1961 - BVerwG VI B 23.61 - in BVerwGE 13, 94 [95] sowie zur vorangegangenen Rechtslage den Beschluß vom 8. November 1954 - BVerwG Gr.Sen. 1.54/BVerwG V C 61.54 - in BVerwGE 1, 222 [224] und dasUrteil vom 12. Januar 1956 - BVerwG I C 105.54 - in BVerwGE 3, 75 [76]).
- BGH, 07.02.1980 - III ZR 23/78
Verschulden einer Gemeinde bei Abbruch der Verhandlungen über einen …
Aus den in § 20 BBauG genannten Gründen (hier: mangelnde Vereinbarkeit mit der vorhandenen Bebauung im unbeplanten Innenbereich, § 34 BBauG) durfte deshalb die Baugenehmigung nur versagt werden, wenn nach Einreichung des Antrags auf Baugenehmigung die für die Erteilung maßgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Voraussetzungen sich geändert hatten (§ 21 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. Abs. 1; BVerwG, BRS 24 Nr. 94 = Buchholz 406.11 § 21 Nr. 12 = BauR 1972, 146;… Schlichter/Stich/Tittel, aaO., § 21 Rdn. 4;… Ernst/Zinkahn/Bielenberg, aaO., § 21 Rdn. 34;… Gelzer, aaO., Rdn. 1525). - BVerwG, 24.11.1989 - 4 C 54.87
Bindungswirkung einer Teilungsgenehmigung nach Änderung der rechtlichen oder …
Änderungen der für die Erteilung einer Teilungsgenehmigung maßgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Voraussetzungen können der Bindungswirkung dieser Genehmigung für spätere Baugenehmigungsanträge auch dann entgegenstehen, wenn sie erst nach der Stellung des Genehmigungsantrages eintreten (Änderung der noch zu § 21 BBauG F. 1960/1976 ergangenen Rechtsprechung im Urteil vom 12. November 1971 - BVerwG 4 C 53.69 - Buchholz 406.11 § 21 BBauG Nr. 12).Änderungen der tatsächlichen oder rechtlichen Verhältnisse seien nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. Urteil vom 12. November 1971 - BVerwG 4 C 53.69 - Buchholz 406.11 § 21 BBauG Nr. 12 = DöV 1972, 499) nur erheblich, wenn sie zeitlich früher lägen als die Antragstellung.
Das Berufungsgericht, das dem Bebauungsplan nicht die Bedeutung einer Änderung der für die Teilungsgenehmigung maßgeblichen Verhältnisse im Sinne des § 21 Abs. 2 Satz 1 BauGB beigemessen hat, weil er erst nach der Stellung des Antrages auf Erteilung des Bauvorbescheides in Kraft getreten sei, hat zur Begründung seiner Auffassung auf das Urteil des erkennenden Senats vom 12. November 1971 - BVerwG 4 C 53.69 - (Buchholz 406.11 § 21 BBauG Nr. 12) verwiesen.
- BVerwG, 23.06.1972 - IV C 3.70
Anforderungen an die Funktionsnachfolge im Planungsverfahren - Voraussetzungen …
Mit Rücksicht darauf besteht kein Anlaß, noch der - nach dem Urteil vom 12. November 1971 - BVerwG IV C 53.69 - (S. 11) zu bejahenden - Frage nachzugehen, ob für die Anwendung des § 21 Abs. 2 BBauG nicht auch deshalb kein Raum ist, weil der Bebauungsplan Nr. 1 (selbst im Falle seiner Gültigkeit) zu dem Zeitpunkt noch nicht in Kraft getreten war, als der Kläger seinen Baugenehmigungsantrag stellte (bzw. er sich zugunsten dieses Antrages auf die Bindung nach § 21 Abs. 1 BBauG berufen konnte).
- VGH Hessen, 11.04.1990 - 4 TG 3218/89
Einvernehmen der Gemeinde - Unentbehrlichkeit in den Fällen des BauGB § 36
So wie es im Rahmen des § 36 Abs. 1 BauGB grundsätzlich für die Gemeinde noch möglich ist, die Aufstellung eines Bebauungsplans zu beschließen, aufgrund dessen eine Zurückstellung des Baugesuchs zu beantragen, eine Veränderungssperre zu erlassen und den Bebauungsplan als Satzung zu beschließen und damit im Ergebnis die rechtlichen Voraussetzungen der Zulässigkeit des Vorhabens noch zu verändern, wenn auch unter Umständen mit Entschädigungspflichten, so ist eine Änderung der tatsächlichen oder rechtlichen Verhältnisse durch Planungen der Gemeinde nicht nur dann beachtlich, wenn sie zeitlich früher liegt als die Antragstellung nach § 21 Abs. 1 BauGB, sondern nach der neuesten Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteil vom 24.11.1989 -- BVerwG 4 C 54/87 -- BauR 1990, 191) auch dann, wenn sie erst nach der Stellung des Genehmigungsantrages eintreten (Änderung der noch zu § 21 BBauG F. 1960/1976 ergangenen Rechtsprechung im Urteil vom 12.11.1971 -- BVerwG 4 C 53.69 -- Buchholz 406.11 § 21 BBauG Nr. 12). - BVerwG, 20.11.1973 - IV B 156.73
Feststellungswirkung eines bodenverkehrsrechtlichen Negativattests
Ein solches Zeugnis nimmt, wie der beschließende Senat in seinem Urteil vom 12. November 1971 - BVerwG IV C 53.69 - (Buchholz 406.11 § 21 BBauG Nr. 12 S. 16 [18]) entschieden hat, der Behörde die Möglichkeit, sich darauf zu berufen, daß in Wahrheit die Genehmigungsfähigkeit fehlt. - BVerwG, 07.04.1975 - 4 C 16.75
Rechtswirkungen eines Negativattests
Die von ihm ausgehende Feststellungswirkung schließt, solange das Zeugnis besteht, eine Berufung darauf aus, daß zu dem Rechtsvorgang in Wahrheit eine Genehmigung doch erforderlich gewesen sei (und diese Genehmigung nach § 19 Abs. 4 Satz 3 BBauG als erteilt gelte) (vgl. Beschluß vom 20. November 1973 - BVerwG IV B 156.73 - in Buchholz 406.11 § 23 BBauG Nr. 5 S. 1 [2 f.] im Anschluß an das Urteil vom 12. November 1971 - BVerwG IV C 53.69 - in Buchholz 406.11 § 21 BBauG Nr. 12 S. 16 [18]). - BVerwG, 12.11.1971 - IV C 54.69
Anspruch auf Erteilung einer beantragten Bodenverkehrsgenehmigung - Vereinbarkeit …
Zur Bedeutung des Zeugnisses nach § 23 BBauG sowie zum Fortfall der Bindungswirkung nach § 21 Abs. 2 BBauG (wie BVerwG IV C 53.69).
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