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Rechtsprechung
   BGH, 03.06.1970 - IV ZR 64/69   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1970,1266
BGH, 03.06.1970 - IV ZR 64/69 (https://dejure.org/1970,1266)
BGH, Entscheidung vom 03.06.1970 - IV ZR 64/69 (https://dejure.org/1970,1266)
BGH, Entscheidung vom 03. Juni 1970 - IV ZR 64/69 (https://dejure.org/1970,1266)
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Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • aerzteblatt.de PDF (Leitsatz)

    Ausgleichsforderung geschiedener Ehegatten

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    BGB § 1381, § 1382
    Verweigerung der Befriedigung der Ausgleichsforderung wegen Gefährdung der wirtschaftlichen Existenz

Papierfundstellen

  • NJW 1970, 1600
  • MDR 1970, 829
  • FamRZ 1970, 483
  • DB 1970, 1433
 
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Wird zitiert von ... (8)Zitiert selbst (1)

  • BGH, 22.04.1966 - IV ZR 58/65

    Grobe Unbilligkeit eines Ausgleichsanspruchs

    Auszug aus BGH, 03.06.1970 - IV ZR 64/69
    Es hält ihn schon im Hinblick auf die eheliche Lebensgemeinschaft und den Grundsatz der Gleichberechtigung für gerecht (BGHZ 46, 343, 349 f) [BGH 22.04.1966 - IV ZR 58/65] .

    Der Bundesgerichtshof hat in dem BGHZ 46, 343, 352 [BGH 22.04.1966 - IV ZR 58/65] veröffentlichten Urteil ausgeführt, daß die Einrede, die ihren Grund in einem schuldhaften und pflichtwidrigen Verhalten des Klägers hat, nur ausnahmsweise durchdringen kann und daß der vollständige Ausschluß vom Ausgleich des Zugewinns regelmäßig nicht am Platze ist, wenn das pflichtwidrige Verhalten des Ausgleichsgläubigers nicht mehrere Jahre gedauert hat; es sei denn, daß der Kläger es durch sein pflichtwidriges Verhalten darauf angelegt und erreicht hat, die Beklagte zur Erhebung der Scheidungsklage zu bestimmen, um so in einem günstigen Zeitpunkt den Anspruch auf Zugewinnausgleich verwirklichen zu können.

  • OLG Düsseldorf, 05.11.2014 - 5 UF 71/14

    Höhe des Zugewinnausgleichsanspruchs

    Dabei sind für die Frage, ob die Zahlung der Ausgleichsforderung die Antragstellerin in existentielle Bedrängnis bringen würde, in zeitlicher Hinsicht nach der Rechtsprechung nicht nur solche Umstände bedeutsam, die bis zur Zustellung des Scheidungsantrags oder der Rechtskraft der Scheidung vorliegen, sondern auch spätere Umstände, also solche bis zur letzten mündlichen Verhandlung (vgl. BGH NJW 1970, 1600; NJW 1973, 749; OLG Köln FamRZ 2009, 1070).
  • BGH, 13.10.1982 - IVb ZB 615/80

    Herabsetzung des Versorgungsausgleichs wegen ehelichen Fehlverhaltens

    Im Falle persönlicher Eheverfehlungen wird diese Grenze im allgemeinen nur überschritten, wenn sich das schwerwiegende pflichtwidrige Verhalten über einen lang andauernden Zeitraum erstreckt, wobei von Belang ist, wie lange Ehe und Güterstand überhaupt bestanden haben und wie lange der Ausgleichsgläubiger seinen Aufgaben und Pflichten gerecht geworden ist (vgl. BGHZ 46, 343, 352; Urteil vom 3. Juni 1970 - IV ZR 64/69 - FamRZ 1970, 483, 484 sowie OLG Düsseldorf FamRZ 1981, 282 mit umfassenden weiteren Nachweisen von Rechtsprechung und Schrifttum).
  • OLG Köln, 20.06.1978 - 21 UF 412/77

    Zugewinnausgleich; Schuldner; Leistungsverweigerungsrecht; Grobe Unbilligkeit; …

    Ein Teil der Lehre (…vgl. insbesondere Münchener Kommentar - Gernhuber Rdz. 30 zu § 1381 BGB; vgl. auch sehr einschränkend Soergel-Lange Anm. 11 zu § 1381 BGB; Staudinger-Felgentraeger Anm. 16 f zu § 1381 BGB; wohl auch Thiele, JZ 1960, 394, 396) berücksichtigt solche Verfehlungen nur dann und insofern, als sie sich auf die wirtschaftlichen Lebensverhältnisse entsprechend ausgewirkt haben, während die Rechtsprechung (BGH NJW 1966, 2109; 1970, 1600 f, 1973, 749;… AG Schweinfurth a.a.O.) grundsätzlich auch erhebliche Verstöße gegen derartige persönliche Verpflichtungen als die grobe Unbilligkeit begründend anerkennen.

    Zugewinnausgleichsschuldners im Rahmen des § 1381 BGB mit zu berücksichtigen (BGH NJW 1970, 1600, 1601; NJW 1973, 749; ebenfalls Palandt-Diederichsen, Anm. 2 e) zu § 1381 BGB; ablehnend Münchener Kommentar - Gernhuber Rdz. 26 zu § 1381 BGB).

  • OLG Düsseldorf, 14.01.1981 - 5 UF 155/80

    Ehepartner; Persönliche Verstöße; Eheliche Pflichten; Zugewinnausgleich; Grob …

    Allerdings folgt der Senat im Ansatz der fast einhelligen Meinung der Gerichte und der überwiegenden Ansicht in der Rechtslehre, daß ausnahmsweise besonders langdauernde oder schwere persönliche Verstöße gegen eheliche Pflichten auch ohne wirtschaftliche Auswirkungen die Inanspruchnahme des anderen Ehepartners als grob unbillig iSv § 1381 Abs. 1 BGB erscheinen lassen können (BGHZ 46, 343, 352 mit Anm. Johannsen in LM § 1381 BGB Nr. 6a, und nur insoweit zust. Anm. Bosch, FamRZ 1966, 564 ff; BGH FamRZ 1970, 483 f = NJW 1970, 1600 [Nr. 8]; 1980, 768 ff = BGHF 2, 92; OLG Nürnberg FamRZ 1964, 440, 441; OLG Karlsruhe FamRZ 1965, 148 ff; OLG Hamm FamRZ 1976, 633 f; OLG Celle FamRZ 1979, 431, 432; OLG Köln FamRZ 1979, 511 [Ls]; AmtsG Schweinfurt NJW 1973, 1506 Nr. 15;… Schwab, Handbuch des Scheidungsrechts Rdn. 810 f;… Thiele in Staudinger, BGB 12. Aufl. § 1381 Rdn. 20 bis 22;… Lange in Soergel, BGB 11. Aufl. § 1381 Rdn. 11;… BGB-RGRK/Finke, 12. Aufl. § 1381 Rdn. 10;… Heckelmann in Erman, BGB 6. Aufl. § 1381 Rdn. 3; Thiele, JZ 1960, 394, 396; v. Godin, MDR 1966, 722, 723 ff; Mikosch, MDR 1978, 886, 887 ff; a.A. LG Freiburg FamRZ 1963, 647, 648;… Diederichsen in Palandt, BGB 40. Aufl. § 1381 Anm. 2c; Gernhuber in MünchKomm, BGB § 1381 Rdn.

    In den bisher veröffentlichten Entscheidungen hat, soweit ersichtlich, nie die Tatsache eines - sei es auch langandauernden - ehebrecherischen Verhältnisses allein zu dem Ausschluß (so ausdrücklich BGH FamRZ 1970, 483 f) oder auch nur zu der Kürzung des Zugewinnausgleichs geführt.

  • OLG Köln, 16.12.2008 - 4 UF 75/08

    Berücksichtigung des Erwerbs eines gemeinsamen Grundstücks im Wege der …

    So hat auch der BGH Gesichtspunkte berücksichtigt, die erst nach Beendigung des Güterstandes eingetreten sind (BGH, FamRZ 1970, 483 f.; FamRZ 1973, 254 f.; OLG Düsseldorf NJW 1995, 3193).
  • BGH, 15.12.1982 - IVb ZB 544/80

    Anfechtung einer Entscheidung über den Versäumungsausgleich

    Eine derartige Beurteilung könnte, wie der Bundesgerichtshof zur Berücksichtigung derartiger Vorwürfe im Rahmen der vergleichbaren Härteregelung des Zugewinnausgleichsrechts (§ 1381 BGB) entschieden hat, nur Platz greifen, wenn sich dieses angelastete Verhalten über einen lang andauernden Zeitraum erstreckt hätte (vgl. BGH FamRZ 1966, 560, 563; 1970, 483, 484 - zur Anwendbarkeit dieser zu § 1381 BGB entwickelten Grundsätze im Rahmen von § 1587 c Nr. 1 BGB vgl. Senatsbeschluß vom 13. Oktober 1982 - IVb ZB 615/80 - a.a.O. S. 399).
  • BGH, 22.12.1976 - IV ZR 11/76

    Einbeziehung eines Lottogewinns in den Zugewinnausgleich

    Das Gesetz hält den Anspruch auf Zugewinnausgleich schon im Hinblick auf die eheliche Lebensgemeinschaft und den Grundsatz der Gleichberechtigung für gerecht (BGHZ 46, 343, 349 f [BGH 22.04.1966 - IV ZR 58/65]; 65, 320, 322 f [BGH 03.12.1975 - IV ZR 110/74]; BGH NJW 1970, 1600, 1601) [BGH 03.06.1970 - IV ZR 64/69].
  • BGH, 19.03.1975 - IV ZR 9/74

    Berücksichtigung einer Heimstätte bei der Bewertung des Endvermögens

    Der Bundesgerichtshof stellt hier, wie seine in BGHZ 44, 193 und LM BGB § 1381 Nr. 4 = NJW 70, 1600 veröffentlichten Urteile ergeben, erhebliche Anforderungen.
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