Rechtsprechung
| LSG Baden-Württemberg, 17.07.2007 - L 13 AS 1679/06 |
Volltextveröffentlichung
- Sozialgerichtsbarkeit.de
Grundsicherung für Arbeitsuchende
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (21)
- LSG Berlin-Brandenburg, 09.05.2006 - L 10 AS 1093/05
Arbeitslosengeld II - Beteiligtenfähigkeit der Arbeitsgemeinschaft - …
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 17.07.2007 - L 13 AS 1679/06
Soweit dem Begriff der Sicherung der "Mindestvoraussetzungen" die Forderung nach einem Schutz vor Existenznot im Sinne einer Sicherung der physiologischen Existenz des Bürgers zu entnehmen ist (vgl Martinez Soria JZ 2005, 644, 648 mwN), bestehen keine Bedenken, dass der Gesetzgeber des SGB II diese Forderung erfüllt, indem er die in den §§ 14 ff SGB II vorgesehenen Leistungen zur Verfügung stellt und darüber hinaus Regelungen zur Einbeziehung der Hilfebedürftigen in den Schutz der Sozialversicherung trifft (zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung - s §§ 5 Abs. 1 Nr. 2a, 251, 252 SGB V; §§ 20 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2a, 59 Abs. 1 Satz 1 SGB XI; vgl hierzu auch Urteil des LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 9. Mai 2006 - L 10 AS 1093/05 -, juris, RdNr 29; Mrozynski, Praxishandbuch zu SGB II und SGB XII, unter II.8 RdNr 102 ff).Bei der Vertretbarkeitsprüfung ist auch zu bedenken, dass die gegenwärtige Situation durch die Zunahme niedrig entlohnter Tätigkeiten und durch Einkommenseinbußen in breiten Bevölkerungskreisen geprägt ist, weshalb dem Gesichtspunkt des Lohnabstandsgebotes maßgebliche Bedeutung zukommen muss (so zutreffend LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 9. Mai 2006 - L 10 AS 1093/05 - juris, RdNr 31).
- BVerwG, 25.11.1993 - 5 C 8.90
Anrechnung von Kindergeld als Einkommen im Rahmen der Gewährung von Hilfe zum …
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 17.07.2007 - L 13 AS 1679/06
Allerdings ist in der Rechtsprechung des BVerwG zur Sozialhilfe anerkannt, dass die staatliche Gewährleistungspflicht nicht nur auf die bloße Sicherung der körperlichen Existenz beschränkt ist, sondern auch die Gewährleistung eines "soziokulturellen Existenzminimums" sowie einen Schutz vor Stigmatisierung und sozialer Ausgrenzung umfasst (vgl BVerwGE 87, 212 = NJW 1991, 2304; BVerwGE 94, 326 = NVwZ 1994, 1214).Bereits die Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte zur Sozialhilfe hat die Kontrolle für die Regelsatzfestsetzung durch Rechtsverordnung unter der Geltung des § 22 Abs. 2 Satz 1 BSHG auf die Prüfung beschränkt, ob die den Bedarf bestimmenden Faktoren auf ausreichenden Erfahrungswerten beruhen und ob die der Festsetzung zu Grunde liegenden Wertungen vertretbar sind (vgl BVerwGE 94, 326 = NVwZ 1994, 1214; BVerwGE 102, 366 = NVwZ 1998, 285).
- BVerfG, 28.05.1993 - 2 BvF 2/90
Schwangerschaftsabbruch II
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 17.07.2007 - L 13 AS 1679/06
Ob und inwieweit den Gesetzgeber über die Anpassungsregelungen in § 20 Abs. 4 SGB II hinaus eine besondere Beobachtungspflicht (…vgl BSG SozR 3-2200 § 551 Nr. 13; BVerfGE 87, 348, 358; 88, 203, 309 ff) bei der praktischen Umsetzung des Gesetzes trifft, kann der Senat schon im Hinblick auf den hier streitigen Zeitraum dahingestellt sein lassen.
- BSG, 07.11.2006 - B 7b AS 14/06 R
Arbeitslosengeld II - Wahrnehmung des Umgangsrechtes mit dem minderjährigen …
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 17.07.2007 - L 13 AS 1679/06
Vor allem ist aber im Rahmen einer Gesamtbetrachtung zu beachten, dass der Gesetzgeber des SGB II den Hilfebedürftigen nicht nur die Regelleistung, sondern in nicht unwesentlichem Umfang weitere Leistungen zur Verfügung stellt (vgl ua §§ 16, 21, 22, 23 SGB II; zur Möglichkeit, in Ausnahmefällen auch Leistungen nach Maßgabe des SGB XII zu beanspruchen, vgl Urteil des 7b. Senats des BSG vom 7. November 2006 - B 7b AS 14/06 R). - BSG, 07.11.2006 - B 7b AS 6/06 R
Arbeitslosengeld II - Staffelung bzw Höhe der Regelleistung - allein stehende …
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 17.07.2007 - L 13 AS 1679/06
Dieser aus Gleichstellungserwägungen begründete Verzicht auf den Begriff des Haushaltsvorstands führt zu der Kürzung nach § 20 Abs. 3 SGB II (BSG, Urteil vom 7. November 2006 - B 7b AS 6/06 R - veröffentlicht in Juris). - BVerfG, 03.07.2006 - 1 BvR 2383/04
Verfassungsmäßigkeit der gemeinsamen Obergrenze von Entgeltpunkten für Ehepaare
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 17.07.2007 - L 13 AS 1679/06
Da bei zwei Angehörigen einer Bedarfsgemeinschaft ein Wirtschaften "aus einem Topf" zu Kostenersparnissen führt, ist nicht zu beanstanden, dass der Gesetzgeber dies typisierend berücksichtigt (vgl hierzu auch BVerfG, Kammerbeschluss vom 3. Juli 2006 - 1 BvR 2383/04 - zu § 22b Abs. 3 Fremdrentengesetz). - BSG, 04.11.1999 - B 7 AL 76/98 R
Keine Neuberechnung der Anschluß-Arbeitslosenhilfe ab 1.1.1997
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 17.07.2007 - L 13 AS 1679/06
Solche Leistungen unterlägen nicht dem Eigentumsschutz nach Artikel 14 GG (ständige Rechtsprechung des Bundessozialgerichts - BSG -, vgl. u. a. SozR 3 - 4100 § 136 Nr. 11). - BVerfG, 16.11.1992 - 1 BvL 17/89
Verfassungsmäßigkeit des § 10a Abs. 2 Satz 2 erste Alternative VAHRG
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 17.07.2007 - L 13 AS 1679/06
Ob und inwieweit den Gesetzgeber über die Anpassungsregelungen in § 20 Abs. 4 SGB II hinaus eine besondere Beobachtungspflicht (…vgl BSG SozR 3-2200 § 551 Nr. 13; BVerfGE 87, 348, 358; 88, 203, 309 ff) bei der praktischen Umsetzung des Gesetzes trifft, kann der Senat schon im Hinblick auf den hier streitigen Zeitraum dahingestellt sein lassen. - BVerfG, 29.05.1990 - 1 BvL 20/84
Steuerfreies Existenzminimum
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 17.07.2007 - L 13 AS 1679/06
Der Senat kann jedoch offen lassen, inwieweit sich die oben genannten Maßstäbe nicht nur aus dem BSHG, sondern auch aus dem GG herleiten lassen (vgl BVerfGE 82, 60, 80; Rothkegel, SGb 2006, 74, 76; gegen die Übertragbarkeit der Rechtsprechung des BVerwG: LSG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 29. November 2005 - L 3 AS 3/05 -, Revision anhängig unter B 11b AS 5/06 R). - BSG, 23.11.2006 - B 11b AS 1/06 R
Verfassungsmäßigkeit der Ersetzung der Arbeitslosenhilfe durch das …
Auszug aus LSG Baden-Württemberg, 17.07.2007 - L 13 AS 1679/06
Auch der Senat hält die den Regelsatz betreffenden Bestimmungen Regelungen des § 20 Abs. 2 und 3 SGB II für verfassungsgemäß und verweist auf die folgenden Ausführungen des Bundessozialgerichts (Urteil vom 23. November 2006 - B 11b AS 1/06 R -, vgl. auch Urteile vom 23. November 2006 - B 11b AS 3/06 R -, - B 11b AS 9/06 R - jeweils veröffentlicht in Juris), die er sich zu eigen macht: "Durchgreifende verfassungsrechtliche Bedenken bestehen ferner nicht gegen die in § 20 Abs. 2 und 3 SGB II gesetzlich festgeschriebene Höhe der Regelleistungen. - BVerfG, 25.09.1992 - 2 BvL 5/91
Grundfreibetrag
- BVerfG, 10.11.1998 - 2 BvL 42/93
Kinderexistenzminimum I
- BSG, 23.11.2006 - B 11b AS 9/06 R
Verfassungsmäßigkeit der Abschaffung der Arbeitslosenhilfe zugunsten der …
- BSG, 23.11.2006 - B 11b AS 3/06 R
Verfassungsmäßigkeit der Abschaffung der Arbeitslosenhilfe zugunsten der …
- BVerwG, 18.12.1996 - 5 C 47.95
Sozialhilferecht - Regelsatzfestsetzung, Festlegung der Regelsätze für …
- BVerwG, 13.12.1990 - 5 C 17.88
Umfang der Regelsatzleistung im Sozialhilferecht - Kinderspielzeug
- BSG, 16.05.2007 - B 11b AS 39/06 R
Anspruch auf Arbeitslosengeld II, Verfassungsmäßigkeit der Regelleistungshöhe und …
- BSG, 16.05.2007 - B 11b AS 5/06 R
Anspruch auf Arbeitslosengeld II, Verfassungsmäßigkeit der Regelleistungshöhe und …
- BSG, 15.12.1999 - B 11 AL 57/99 R
Bedürftigkeitsprüfung bei der Arbeitslosenhilfe, Berechnung des Freibetrages, …
- LSG Niedersachsen-Bremen, 24.08.2006 - L 8 AS 467/05
- LSG Rheinland-Pfalz, 29.11.2005 - L 3 AS 3/05
- LSG Baden-Württemberg, 31.07.2008 - L 13 AS 4646/07 Unabhängig hiervon hat der Senat auch keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die Höhe der Regelleistungen und des hieraus abgeleiteten Sozialgeldes (vgl. Bundessozialgericht, Urteile vom 23. November 2006 - B 11b AS 1/06 R -, - B 11b AS 3/06 R -, - B 11b AS 9/06 R - jeweils veröffentlicht in Juris, sowie Urteil des Senats vom 17. Juli 2007 - L 13 AS 1679/06 - zum Sozialgeld LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 1. Februar 2007 - L 9 AS 57/06 -).
- LSG Baden-Württemberg, 29.08.2007 - L 13 AS 3490/07 Der Senat hat schließlich ebenso wie das Sozialgericht keine verfassungsrechtlichen Bendenken hinsichtlich der Höhe der Regelleistungen (vgl. Bundessozialgericht, Urteile vom 23. November 2006 - B 11b AS 1/06 R -, - B 11b AS 3/06 R -, - B 11b AS 9/06 R - jeweils veröffentlicht in Juris, sowie Urteil des Senats vom 17. Juli 2007 - L 13 AS 1679/06 -).
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