Rechtsprechung
| VG München, 26.04.2012 - M 12 K 12.725 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- openjur.de
Totenfürsorgeberechtigung; Umbettung; wichtiger Grund; Wille des Verstorbenen; Totenruhe
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (7)
- VG Regensburg, 16.02.2011 - RN 3 K 09.2499
Erfordernis eines wichtigen Grundes für Ausgrabung und Umbettung einer Leiche; …
Auszug aus VG München, 26.04.2012 - M 12 K 12.725
Rn. 38 Die Ausgrabung und Umbettung einer einmal beigesetzten Leiche kann jedoch nur aus ganz besonderen - wichtigen - Gründen verlangt werden (vgl. BayVGH vom 27.7.2005 Az.: 4 ZB 04.2986; vom 8.6.2011 Az.: 4 ZB 11.566 ; VG München vom 25.3.2010 Az.: M 12 K 09.4773; VG Regensburg vom 16.2.2011 Az.: RN 3 K 09.2499 ).Durch Abwägung der jeweiligen Umstände ist ein gerechter Ausgleich zwischen dem Gebot der Totenruhe und dem Bedürfnis eines Antragstellers zu suchen (vgl. VG Regensburg vom 16.2.2011 a.a.O.).
Ist der Wille des Verstorbenen nicht aufklärbar, steht die Achtung der Totenruhe dem Verlangen auf Umbettung in der Regel entgegen (vgl. VG Regensburg vom 16.2.2011 Az.: RN 3 K 09.2499 ).
- VG Augsburg, 17.02.2005 - Au 8 K 04.1225
Auszug aus VG München, 26.04.2012 - M 12 K 12.725
In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass die Wahrung der Totenruhe gegebenenfalls zurücktritt, wenn der Tote entgegen seinem klaren bekundeten Willen beigesetzt wurde (vgl. VG Augsburg vom 17.2.2005 Az.: Au 8 K 04.1225 ).Rn. 40 Ein Grund, der von solchem Gewicht ist, dass auch nach allgemeinem Sittlichkeits- und Pietätsempfinden die Wahrung der Totenruhe zurücktritt (vgl. VG Augsburg vom 17.2.2005 Az.: Au 8 K 04.1225 ), besteht hier nicht.
- BVerfG, 16.01.1957 - 1 BvR 253/56
Elfes
- BVerwG, 08.07.1960 - VII C 123.59
Nachträgliche Befristung eines Nutzungsrechts an einer Sondergrabstelle
Auszug aus VG München, 26.04.2012 - M 12 K 12.725
Infolgedessen bestimmen sich die Rechte auf Nutzung von Grabstätten, soweit nicht allgemeine Vorschriften eingreifen (vgl. Ar. 21 Abs. 1 BayGO, Art. 8 Abs. 3 Satz 1 BestG), nach der jeweiligen Friedhofssatzung (vgl. BVerwG vom 8.7.1960 BVerwGE 11, 68/69). - VGH Bayern, 27.07.2005 - 4 ZB 04.2986
Bestattungsrecht; Totenruhe; Ruhezeit; Umbettung; Totensorge; Totenfürsorge; …
Auszug aus VG München, 26.04.2012 - M 12 K 12.725
Rn. 38 Die Ausgrabung und Umbettung einer einmal beigesetzten Leiche kann jedoch nur aus ganz besonderen - wichtigen - Gründen verlangt werden (vgl. BayVGH vom 27.7.2005 Az.: 4 ZB 04.2986; vom 8.6.2011 Az.: 4 ZB 11.566 ; VG München vom 25.3.2010 Az.: M 12 K 09.4773; VG Regensburg vom 16.2.2011 Az.: RN 3 K 09.2499 ). - VGH Bayern, 08.06.2011 - 4 ZB 11.566
Umbettung einer vor 52 Jahren verstorbenen Person; Wichtiger Grund für die …
Auszug aus VG München, 26.04.2012 - M 12 K 12.725
Rn. 38 Die Ausgrabung und Umbettung einer einmal beigesetzten Leiche kann jedoch nur aus ganz besonderen - wichtigen - Gründen verlangt werden (vgl. BayVGH vom 27.7.2005 Az.: 4 ZB 04.2986; vom 8.6.2011 Az.: 4 ZB 11.566 ; VG München vom 25.3.2010 Az.: M 12 K 09.4773; VG Regensburg vom 16.2.2011 Az.: RN 3 K 09.2499 ). - VG München, 25.03.2010 - M 12 K 09.4773
Friedhofsatzung der Landeshauptstadt München
Auszug aus VG München, 26.04.2012 - M 12 K 12.725
Rn. 38 Die Ausgrabung und Umbettung einer einmal beigesetzten Leiche kann jedoch nur aus ganz besonderen - wichtigen - Gründen verlangt werden (vgl. BayVGH vom 27.7.2005 Az.: 4 ZB 04.2986; vom 8.6.2011 Az.: 4 ZB 11.566 ; VG München vom 25.3.2010 Az.: M 12 K 09.4773; VG Regensburg vom 16.2.2011 Az.: RN 3 K 09.2499 ).
- VG Gelsenkirchen, 16.06.2023 - 14 K 4555/21
Klageänderung Sachdienlich Totenfürsorge Totenfürsorgerecht Übertragbarkeit …
Rn. 37 Vgl. BGH, Urteil vom 26. Februar 2019 - VI ZR 272/18 -, juris Rn. 13 ff. m.w.N.; OVG NRW, Urteil vom 12. Dezember 2012 - 19 A 2207/11 -, juris Rn. 51 ff.; VG München, Urteil vom 26. April 2012 - M 12 K 12.725 -, juris Rn. 28; Küpper, in: Münchener Kommentar zum BGB, 9. Aufl. 2022, § 1968 Rn. 7. - VG Magdeburg, 13.05.2014 - 9 A 133/13
Umbettungsverlangen eines Grabnutzungsberechtigten
Zwar tritt die familienrechtliche Totenfürsorge neben der allein aus Gründen der Gefahrenabwehr resultierenden öffentlich-rechtlichen Bestattungspflicht; mangels einer zivilrechtlichen Festlegung der Reihenfolge gibt jedoch die in §§ 14, 10 Abs. 2 BestattG LSA enthaltene Aufzählung der bestattungspflichtigen Angehörigen einen Anhaltspunkt hinsichtlich der bei der Ausübung des Totenfürsorgerechts maßgeblichen Reihenfolge (vgl. VG München, Urt. v. 26.04.2012, M 12 K 12.725, JURIS).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".