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Rechtsprechung
   BGH, 06.10.1960 - VII ZR 136/59   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1960,83
BGH, 06.10.1960 - VII ZR 136/59 (https://dejure.org/1960,83)
BGH, Entscheidung vom 06.10.1960 - VII ZR 136/59 (https://dejure.org/1960,83)
BGH, Entscheidung vom 06. Oktober 1960 - VII ZR 136/59 (https://dejure.org/1960,83)
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Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    FGG § 1
    Rechtswirkungen der Handlungen eines vom Vormundschaftsgericht rechtswidrig bestellten Pflegers

Papierfundstellen

  • BGHZ 33, 195
  • NJW 1961, 22
  • MDR 1961, 44
  • WM 1960, 1272
 
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Wird zitiert von ... (52)Zitiert selbst (10)

  • BGH, 11.07.1957 - II ZR 318/55

    Tschechoslowakische Enteignungsmaßnahmen (Genossenschaften)

    Auszug aus BGH, 06.10.1960 - VII ZR 136/59
    Dabei macht es keinen Unterschied, ob nur das Vermögen der Genossenschaft enteignet worden ist - wie es im Tatbestand des Berufungsurteils heißt - oder ob die Dekrete vom 19. Mai und 25 Oktober 1945, wie der II. Zivilsenat in seinem in BGHZ 25, 134 ff veröffentlichten Urteil angenommen hat (vgl. dort S. 144, 146 f), zugleich auch eine Enteignung der Mitgliedschaftsrechte an den betroffenen juristischen Personen zur Folge hatten.

    1) In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist sowohl für das internationale wie für das interzonale Recht schon mehrfach ausgesprochen worden, daß eine juristische Person, die in ihrem Sitzstaat durch Konfiskation ihr ganzes Vermögen verloren hat und infolgedessen vernichtet worden ist, hinsichtlich des nicht konfiszierten Auslandsvermögens fortbesteht (BGHZ 20, 4, 12, 15; 25, 134, 143 f; LM Nr. 1 zu § 38 AktG; WM 1957, 846; WM 1959, 322).

    2) Auch dann, wenn die Genossenschaft nicht aufgelöst worden sein sollte, sondern der tschechoslowakische Staat, ihre Rechtspersönlichkeit formell bestehen lassend, alle Mitgliedschaftsrechte an sich gebracht haben sollte (vgl. dazu BGHZ 25, 134, 147), ist die rechtliche Existenz der Klägerin, wie sie im vorliegenden Prozeß auftritt, zu bejahen.

    In einem gleichliegenden Falle von Enteignungsmaßnahmen gegen eine sudetendeutsche Genossenschaft auf Grund der Dekrete vom 19. Mai und 25. Oktober 1945 hat bereits der II. Zivilsenat die rechtliche Existenz der Genossenschaft als Inhaberin des in der Bundesrepublik belegenen, von der Konfiskation nicht erfaßten Vermögens bejaht (BGHZ 25, 134 ff), obwohl er dabei die Möglichkeit unterstellt hat, daß die Genossenschaft in der Tschechoslowakei nicht untergegangen, sondern zur Staatsgenossenschaft geworden ist (…aaO S. 147).

    Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs wird allerdings die Vertretungsbefugnis der bisherigen Vorstandsmitglieder bezüglich des Auslandsvermögens durch konfiskatorische Eingriffe nicht berührt, auch dann nicht, wenn der konfiszierende Staat den Vorstand ausdrücklich abberufen hat (BGH WM 1957, 846; BGHZ 25, 134, 150).

  • BGH, 21.11.1955 - II ARZ 1/55

    Gerichtsstandsbestimmung

    Auszug aus BGH, 06.10.1960 - VII ZR 136/59
    Neue Vorstandsmitglieder können in einer Generalversammlung gewählt (BGHZ 19, 108) oder, sofern das nicht möglich ist, gerichtlich bestellt werden (BGHZ 19, 102).

    Der Bundesgerichtshof hat auch schon mehrfach zum Ausdruck gebracht, daß eine juristische Person, deren Vermögen oder deren Mitgliedschaftsrechte konfisziert worden sind, ihren Sitz im Konfiskationsstaat verliert (BGHZ 19, 102, 105 f; WM 1959, 322).

    Sie hat dann eben - bis zur Vornahme jenes konstitutiven Aktes - vorübergehend keinen Sitz, was möglich ist (vgl. BGHZ 19, 102, 105).

  • BGH, 29.01.1959 - II ZR 215/57

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 06.10.1960 - VII ZR 136/59
    1) In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist sowohl für das internationale wie für das interzonale Recht schon mehrfach ausgesprochen worden, daß eine juristische Person, die in ihrem Sitzstaat durch Konfiskation ihr ganzes Vermögen verloren hat und infolgedessen vernichtet worden ist, hinsichtlich des nicht konfiszierten Auslandsvermögens fortbesteht (BGHZ 20, 4, 12, 15; 25, 134, 143 f; LM Nr. 1 zu § 38 AktG; WM 1957, 846; WM 1959, 322).

    Der Bundesgerichtshof hat auch schon mehrfach zum Ausdruck gebracht, daß eine juristische Person, deren Vermögen oder deren Mitgliedschaftsrechte konfisziert worden sind, ihren Sitz im Konfiskationsstaat verliert (BGHZ 19, 102, 105 f; WM 1959, 322).

    Die automatische Entstehung eines satzungsmäßigen Sitzes hat jedenfalls der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs verneint; er fordert dafür einen "konstitutiven Akt", z.B. einen Beschluß über die Verlegung oder Neubegründung des Sitzes (WM 1959, 322).

  • BGH, 27.05.1957 - II ZR 178/56

    Rechtsmittel

    Auszug aus BGH, 06.10.1960 - VII ZR 136/59
    1) In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist sowohl für das internationale wie für das interzonale Recht schon mehrfach ausgesprochen worden, daß eine juristische Person, die in ihrem Sitzstaat durch Konfiskation ihr ganzes Vermögen verloren hat und infolgedessen vernichtet worden ist, hinsichtlich des nicht konfiszierten Auslandsvermögens fortbesteht (BGHZ 20, 4, 12, 15; 25, 134, 143 f; LM Nr. 1 zu § 38 AktG; WM 1957, 846; WM 1959, 322).

    Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs wird allerdings die Vertretungsbefugnis der bisherigen Vorstandsmitglieder bezüglich des Auslandsvermögens durch konfiskatorische Eingriffe nicht berührt, auch dann nicht, wenn der konfiszierende Staat den Vorstand ausdrücklich abberufen hat (BGH WM 1957, 846; BGHZ 25, 134, 150).

  • OLG Düsseldorf, 29.09.1950 - 2 U 157/50
    Auszug aus BGH, 06.10.1960 - VII ZR 136/59
    Wenn eine eingetragene Genossenschaft die in § 6 Nr. 1 GenG vorgeschriebene Bestimmung über den Sitz der Genossenschaft nicht in ihre Satzung aufgenommen hat oder wenn diese Bestimmung aus irgendeinem Grunde nichtig ist, so kann die Genossenschaft zwar auf Klage durch Urteil für nichtig erklärt werden (§§ 94 - 96 GenG) oder nach § 147 FGG von Amts wegen als nichtig gelöscht werden; solange dies nicht geschehen ist, ist sie aber rechtlich existent (vgl. auch OLG Düsseldorf GRUR 1951, 73).
  • BGH, 30.01.1956 - II ZR 168/54

    Enteignung einer GmbH

    Auszug aus BGH, 06.10.1960 - VII ZR 136/59
    1) In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist sowohl für das internationale wie für das interzonale Recht schon mehrfach ausgesprochen worden, daß eine juristische Person, die in ihrem Sitzstaat durch Konfiskation ihr ganzes Vermögen verloren hat und infolgedessen vernichtet worden ist, hinsichtlich des nicht konfiszierten Auslandsvermögens fortbesteht (BGHZ 20, 4, 12, 15; 25, 134, 143 f; LM Nr. 1 zu § 38 AktG; WM 1957, 846; WM 1959, 322).
  • BGH, 05.05.1960 - VII ZR 92/58

    Spaltungstheorie bei Konfiskationen

    Auszug aus BGH, 06.10.1960 - VII ZR 136/59
    Auch im letzten Falle blieb das außerhalb der Tschechoslowakei belegene Vermögen von der Konfiskation unberührt (vgl. das in BGHZ 32, 256 veröffentlichte Urteil des erkennenden Senats).
  • RG, 09.07.1932 - VI 205/32

    1. Ist der Rechtsweg zulässig für Ansprüche, die sich aus dem Abschlusse eines …

    Auszug aus BGH, 06.10.1960 - VII ZR 136/59
    Ein Mangel in dieser Beziehung berechtigt jedoch nach ständiger Rechtsprechung das Prozeßgericht grundsätzlich nicht, die Vertretungsbefugnis des bestellten Pflegers zu verneinen (RGZ 81, 206, 212; 137, 324, 341; RG Warn 1914 Nr. 88; RG Recht 1920 Nr. 1528; KG JW 1935, 2754).
  • BGH, 21.11.1955 - II ARZ 3/55

    Gerichtsstandsbestimmung bei Einmanngesellschaft

    Auszug aus BGH, 06.10.1960 - VII ZR 136/59
    Neue Vorstandsmitglieder können in einer Generalversammlung gewählt (BGHZ 19, 108) oder, sofern das nicht möglich ist, gerichtlich bestellt werden (BGHZ 19, 102).
  • RG, 17.01.1913 - III 264/12

    Eingetragener Verein. ; Krankenkassen und Aufsichtsbehörde.

    Auszug aus BGH, 06.10.1960 - VII ZR 136/59
    Ein Mangel in dieser Beziehung berechtigt jedoch nach ständiger Rechtsprechung das Prozeßgericht grundsätzlich nicht, die Vertretungsbefugnis des bestellten Pflegers zu verneinen (RGZ 81, 206, 212; 137, 324, 341; RG Warn 1914 Nr. 88; RG Recht 1920 Nr. 1528; KG JW 1935, 2754).
  • BGH, 22.11.2016 - II ZB 19/15

    Gesellschaft ausländischen Rechts: Restgesellschaft für in Deutschland belegenes …

    Rn. 13 Ein Rechtsträger, der in seinem Heimatstaat infolge staatlicher Zwangseingriffe untergegangen ist, lebt hinsichtlich seines von Zwangsmaßnahmen nicht berührten Vermögens außerhalb seines Heimatstaates weiter, und sei es auch nur zum Zwecke der Liquidation (st.Rspr., vgl. BGH, Urteil vom 11. Juli 1957 - II ZR 318/55, BGHZ 25, 134, 143 f.; Urteil vom 6. Oktober 1960 - VII ZR 136/59, BGHZ 33, 195, 197 f.; Urteil vom 21. Januar 1965 - II ZR 120/62, BGHZ 43, 51, 55 f.; Beschluss vom 1. Juni 1970 - II ZB 4/69, WM 1970, 983, 984; Urteil vom 30. September 1991 - II ZR 47/91, ZIP 1991, 1423, 1424; Beschluss vom 5. März 2007 - II ARZ 2/05, ZIP 2007, 859).

    Das im Ausland belegene Vermögen wird nicht herrenlos, sondern gehört nach wie vor dem im Interesse der Gesellschafter wie auch der Gläubiger als Restgesellschaft weiterbestehenden Rechtsträger, selbst wenn dieser nach dem Recht seines Heimatstaates erloschen ist (vgl. BGH, Urteil vom 6. Oktober 1960 - VII ZR 136/59, BGHZ 33, 195, 198; Urteil vom 21. Januar 1965 - II ZR 120/62, BGHZ 43, 51, 55; Urteil vom 5. Mai 1977 - III ZR 2/75, WM 1977, 730, 732).

  • BVerwG, 10.12.2025 - 8 C 6.24

    Vermögensrechtliche Wiedergutmachung bei Sitzverlegung einer Kapitalgesellschaft

    Vielmehr bedurfte es dazu eines konstitutiven Akts, etwa eines satzungsgemäßen Beschlusses über eine Sitzverlegung oder die Aufgabe des bisherigen und Begründung eines neuen Sitzes dort (BGH, Urteile vom 29. Januar 1959 - II ZR 215/57 - NJW 1959, 673 und vom 6. Oktober 1960 - VII ZR 136/59 - BGHZ 33, 195 ).

    Eine solche Sitzverlegung oder -begründung konnte weder durch tatsächliche Vorgänge (BGH, Urteil vom 6. Oktober 1960 - VII ZR 136/59 - BGHZ 33, 195 und Beschluss vom 20. September 1962 - VII ZB 1/62 - BGHZ 38, 36 ) noch durch die Wahrnehmung von Geschäftsinteressen durch einen Beauftragten einzelner Aufsichtsratsmitglieder oder durch einen Pfleger herbeigeführt werden (BGH, Urteil vom 29. Januar 1959 - II ZR 215/57 - NJW 1959, 673).

    Wie die Aufzählung als Alternativen bestätigt, steht der Ort der Geschäftsleitung einem satzungsmäßigen Sitz aber nicht gleich und kann einen solchen nicht begründen (vgl. BGH, Urteile vom 6. Oktober 1960 - VII ZR 136/59 - BGHZ 33, 195 und vom 31. Januar 1963 - VII ZR 258/61 - BGHZ 39, 81 ).

    Rn. 27 Gegen das Erfordernis eines konstitutiven Aktes zur Sitzverlegung oder -begründung spricht nicht, dass bei Untergang des Sitzes der juristischen Person im Beitrittsgebiet aufgrund der Enteignung und Überführung der Gesellschaft in Volkseigentum (dazu vgl. BGH, Urteil vom 6. Oktober 1960 - VII ZR 136/59 - BGHZ 33, 195 und Beschluss vom 20. September 1962 - VII ZB 1/62 - BGHZ 38, 36 LS 3) möglicherweise vorübergehend eine Restgesellschaft ohne Sitz bestehen konnte.

    Selbst wenn ein sitzloser Zustand als Grund für die Nichtigkeit der Gesellschaft geltend gemacht werden kann, bleibt diese existent, bis sie für nichtig erklärt oder von Amts wegen gelöscht wird (BGH, Urteil vom 6. Oktober 1960 - VII ZR 136/59 - BGHZ 33, 195 - Genossenschaft - unter Verweis auf BGH, Beschluss vom 21. November 1955 - II ARZ 1/55 - BGHZ 19, 102 - Aktiengesellschaft -).

    Weil die Enteignung die satzungsmäßige Vertretungsbefugnis hinsichtlich des Vermögens außerhalb des Hoheitsgebiets des Enteignenden unberührt lässt (BGH, Urteil vom 6. Oktober 1960 - VII ZR 136/59 - BGHZ 33, 195 ), besteht die Möglichkeit, rechtzeitig den zur Sitzbegründung der Rest- oder Spaltgesellschaft erforderlichen Beschluss herbeizuführen.

    Eine Erstreckung sowjetischer Enteignungen auf dieses Vermögen wurde auch abgelehnt, wenn neben dem Vermögen der juristischen Person zusätzlich die Mitgliedschaftsrechte an ihr enteignet wurden (BGH, Urteil vom 6. Oktober 1960 - VII ZR 136/59 - BGHZ 33, 195 ) oder wenn nur die Mitgliedschaftsrechte Gegenstand der Enteignung waren (BGH, Urteile vom 5. Mai 1960 - VII ZR 92/58 - BGHZ 32, 256 und vom 6. Oktober 1960 - VII ZR 136/59 - BGHZ 33, 195 ).

  • LG München I, 29.11.2023 - 5 HKO 5321/19

    Spruchverfahren zum Squeeze-out läuft

    Andernfalls würde der Enteignungsmaßnahme entgegen dem völkerrechtlichen Grundsatz mittelbar eine Wirkung beigelegt, die über das Territorium, auf das sie beschränkt ist, hinausgehen würde (vgl. BGHZ 33, 195, 199 = NJW 1961, 21, 32; BGHZ 25, 134, 140 = NJW 1957, 1433, 1434 für Enteignungen in der CSSR; OLG Frankfurt NJW 1954, 644; OLG Düsseldorf NJW 1950, 470, 471).
  • BGH, 10.12.2009 - IX ZR 206/08

    Einleitung eines Anfechtungsrechtsstreits durch einen Insolvenzverwalter auf …

    Jedoch ist ihr wegen Nichtigkeit jede Rechtswirkung zu versagen, wenn die getroffene Maßnahme jeder gesetzlichen Grundlage entbehrt (BGHZ 33, 195, 201; 41, 303, 309; 121, 98, 101; 142, 51, 57 f;… 172, 278, 282 Rn. 15;… BGH, Urt. v. 20. März 2008 - IX ZR 2/07, WM 2008, 838, 839 Rn. 8;… Stein/Jonas/Bork, ZPO 22. Aufl. § 51 Rn. 29;… MünchKomm-ZPO/Lindacher Rn. 21 vor §§ 51, 52;… Musielak/ Weth, ZPO 7. Aufl. § 51 Rn. 12;… Gehrlein in Prütting/Gehrlein, ZPO 2009 § 53 Rn. 3).

    b) Materiellrechtliche Fehler bei der gerichtlichen Anordnung einer Pflegschaft führen nicht ohne weiteres zur Nichtigkeit der Maßnahme (BGHZ 33, 195, 201; 41, 303, 309).

  • OLG Brandenburg, 27.07.2016 - 7 U 52/15

    Löschung einer englischen Private Limited Company im englischen …

    Rn. 26 Entgegen der Annahme, dass diese Gesellschaft, falls sie ein Handelsgewerbe betreibe, grundsätzlich als offene Handelsgesellschaft und sonst als Gesellschaft bürgerlichen Rechts fortbestehe (…vgl. OLG Celle, Beschl. v. 29.05.2012 - 6 U 15/12 - und OLG Hamm, Urt. v. 11.04.2014 - 12 U 142/13 m.w.N., zitiert nach juris), geht der Senat mit der damals vom BGH zur Spaltgesellschaft nach ausländischer Konfiskation der Mitgliedschaftsrechte entwickelten Rechtsprechung (vgl. BGH, Urt. v. 06.10.1960 - VII ZR 136/59, NJW 1961, 22 ff m.w.N.) davon aus, dass diese Gesellschaft grundsätzlich als juristische Person weiter existiert.
  • BGH, 20.09.1962 - VII ZB 1/62

    Vorlegung kraft Landesrecht

    Eine juristische Person, deren ganzes Vermögen oder deren Mitgliedschaftsrechte in einem Ostblockstaat konfisziert worden sind, hat in diesen Staat keinen Sitz im Sinne der währungsrechtlichen Bestimmungen mehr (hier entschieden für § 7 Abs. 1 AltbG - Bestätigung von BGHZ 33, 195).

    Das Kammergericht beabsichtigt, in der vorliegenden Altbankensache bei der Auslegung des § 7 Abs. 1 des Berliner Altbankengesetzes vom 10. Dezember 1953, GVBl 1953, 1483 (AltbG) von dem Urteil des Bundesgerichtshofs VII ZR 136/59 vom 6. Oktober 1960 = BGHZ 33, 195 abzuweichen.

    Der Zulässigkeit der Vorlegung steht nicht entgegen, daß die Entscheidung BGHZ 33, 195 nicht in einem Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit, sondern als Urteil in einem nach der Zivilprozeßordnung geführten Rechtsstreit ergangen ist (BGH II ZB 9/53 vom 4. Juli 1953 = LM Nr. 1 zu § 24 HGB).

    Im Gegensatz dazu hat der beschließende Senat in dem Urteil BGHZ 33, 195 angenommen, daß infolge der Enteignung in der Tschechoslowakei die Klägerin jenes Rechtsstreits dort keinen (satzungsgemäßen) Sitz mehr habe.

    Mit dieser Rechtslage, die in dem angeführten Urteil BGHZ 33, 195 näher begründet ist, hält der Senat es nach wie vor für nicht vereinbar, daß die in der Bundesrepublik als Rechtsträger anerkannte Person, deren Existenz und Rechtsinhaberschaft der konfiszierende Staat in keiner Weise anerkennt, gleichwohl ihren Sitz noch in diesem Staate haben soll.

  • BGH, 26.10.1967 - VII ZR 86/65

    Maßgebliches Recht für die Beurteilung der internationalen Zuständigkeit

    Zudem müßte die Bestellung des Nachlaßpflegers, auch wenn die materiellrechtlichen Voraussetzungen dafür nicht vorgelegen hätten, als wirksam behandelt werden (KGJ 53, 77 f;… Erman, BGB, 4. Aufl. § 1960 Anm. 8 a; vgl. auch BGHZ 33, 195, 201) [BGH 06.09.1960 - VII ZR 136/59].
  • BVerwG, 31.08.2011 - 8 C 15.10

    Anmeldung; Berechtigter; Beschwer; Bindungswirkung; Genossenschaft; …

    Er erfasst damit im Falle der Vollenteignung des Unternehmensträgers in der DDR Restgesellschaften oder im Fall der Enteignung von Mitgliedschaftsrechten Spaltgesellschaften (vgl. dazu Urteil vom 11. Dezember 1997 - BVerwG 7 C 69.96 - BVerwGE 106, 51 = Buchholz 428 § 6 VermG Nr. 31; BGH, Urteil vom 6. Oktober 1960 - VII ZR 136/59 - BGHZ 33, 195 m.w.N.), sofern diese jeweils im Bundesgebiet weiterhin werbend tätig sind.
  • BGH, 21.05.1974 - GSZ 2/72

    Unwirksame Auslandskonfiskation

    Der II. Zivilsenat sieht sich jedoch mit dieser seiner Rechtsauffassung im Widerspruch zu den Entscheidungen des VII. Zivilsenats BGHZ 32, 256 und 33, 195.

    Der Große Senat verneint die Frage und hält damit an der bisherigen - ursprünglich auch vom vorlegenden II. Zivilsenat geteilten - Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs fest (BGHZ 25, 127, 130 f; 25, 134, 140 f; 32, 256, 259 f; 33, 195, 197; BGH Urteil vom 23. Januar 1961 - II ZR 204/59 - = WM 1961, 347; Beschluß vom 31. Oktober 1962 - II ARZ 2/61 - = WM 1963, 81, 84/85).

    Was damals über die Entstehungsgeschichte bekannt war, hat auch den Bundesgerichtshof nicht veranlaßt anzunehmen, der alliierte Gesetzgeber habe durch die in Art. 1 1 (a) AHKG 63 getroffene Regelung das Territorialitätsprinzip durchbrechen und die Konfiskation der Mitgliedschaftsrechte einer in deutscher Hand befindlichen ausländischen Gesellschaft ganz allgemein auf deren in Deutschland belegenes Vermögen erstrecken wollen (BGHZ 25, 127, 130 f; 25, 134, 140 f; 32, 256, 259 f; 33, 195, 197; BGH Urteil vom 23. Januar 1961 - II ZR 204/59 - = WM 1961, 347; Beschluß vom 31. Oktober 1962 - II ARZ 2/61 - = WM 1963, 81, 84/85).

  • BGH, 07.10.1991 - II ZR 194/90

    Aufklärungspflicht des erfahrenen gegenüber unerfahrenen, jungen Gesellschaftern …

    Nach der Rechtsprechung ist die Bestellung nichtig, wenn Normen verletzt sind, an deren Nichtbeachtung das Gesetz unzweideutig diese Rechtsfolge knüpft (vgl. BGHZ 33, 195, 201 [BGH 06.09.1960 - VII ZR 136/59]; BGHZ 41, 303, 309).
  • KG, 17.03.2014 - 20 U 254/12

    Beendigung der Parteifähigkeit einer nach englischem Recht gegründeten Limited; …

  • OLG Düsseldorf, 10.05.2010 - 24 U 160/09

    Fortbestand einer ausländischen Gesellschaft

  • OLG Nürnberg, 10.08.2007 - 13 U 1097/07

    Parteifähigkeit einer nach englischem Recht gegründeten Limited; Bestellung eines …

  • BGH, 05.05.1977 - III ZR 2/75

    Befugnis des Prozessgerichts zur Verneinung der Vertretungsbefugnis eines …

  • BGH, 05.03.2007 - II ARZ 2/05

    Gerichtliche Zuständigkeit für die Bestellung von Notorganen für eine in der …

  • BGH, 04.06.2002 - XI ZR 301/01

    Auswirkung einer Vermögensenteignung auf hypothekarisch gesicherte …

  • BGH, 25.09.1989 - II ZR 53/89

    Nachweis der Aktionärseigenschaft einer im Bereich der früheren SBZ gegründeten …

  • BGH, 30.01.1964 - VII ZR 5/63

    Schiedsvertrag

  • BGH, 29.11.1965 - III ZR 198/63

    Rechtsinhaberschaft eines Stiftungsvermögens - Territoriale Begrenzung …

  • VG Gera, 18.11.2004 - 6 K 757/03

    Recht der offenen Vermögensfragen; besatzungshoheitliche Enteignung; …

  • BVerwG, 11.12.1997 - 7 C 69.96

    Voraussetzungen für die Schädigung eines Unternehmens im Sinne des …

  • BGH, 28.02.1972 - III ZR 47/67

    Gewährung eines zeitlich unbeschränkten Leistungsverweigerungsrechtes - Enger …

  • BVerwG, 16.08.2006 - 8 C 14.05

    Unternehmensrestitution; Anmeldung; Quorum; Spaltgesellschaft; Restgesellschaft; …

  • BGH, 08.02.1984 - IVb ZR 67/82

    Gleichrangigkeit der Unterhaltsansprüche von Adoptivkindern

  • BGH, 08.01.2007 - II ARZ 1/05

    Bestellung eines Notvorstandes für eine zu Zeiten der früheren DDR enteignete …

  • BGH, 15.04.1964 - IV ZR 165/63

    Prozeßpflegschaft für geistesschwache Ehefrau

  • BGH, 30.01.1967 - V ZB 28/66

    Inhalt des Grundbuchvermerks

  • BayObLG, 24.01.1997 - 3Z BR 328/96

    Betreuervergütung aus dem Vermögen des Betreuten trotz Aufhebung der …

  • BVerwG, 12.07.1996 - 7 B 171.96

    Offene Vermögensfragen: Anwendbarkeit von § 6 Abs. 1a S. 1 VermG auf …

  • KG, 07.09.2021 - 22 W 7/21

    Bestellung eines Liquidators für eine bergrechtliche Gewerkschaft

  • BayObLG, 22.04.1998 - 3Z BR 14/98

    Bindung an eine rechtsfehlerfreie Schätzung des Zeitaufwands des Betreuers durch …

  • BFH, 17.01.1973 - I R 204/70

    Auflösung von Rückstellungen

  • OLG Karlsruhe, 07.02.2008 - 19 U 32/07
  • LG Gera, 03.05.2007 - 1 HKT 24/07
  • BGH, 21.10.1971 - II ZR 90/68

    Wirksamkeit der Fusion einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung und einer …

  • BayObLG, 22.04.1998 - 3Z BR 15/98

    Unzulässigkeit eines neuen Sachantrages im Rechtsbeschwerdeverfahren; …

  • BGH, 31.03.1971 - VIII ZR 40/69

    Schuldenhaftung einer Spaltgesellschaft

  • BGH, 24.03.1966 - Ia ZR 245/63

    Entstehung der gerichtlichen Beweisgebühr mit Anordnung einer Beweisaufnahme im …

  • BVerwG, 17.07.1998 - 7 B 92.98

    Eigentumsverschiebungen innerhalb des sozialistischen Eigentumssektors - …

  • BGH, 08.01.1987 - 1 StR 658/86

    alleinsorgeberechtigte Mutter und Ehefrau des Angeklagten - § 52 Abs. 2 Satz 2 …

  • BGH, 09.01.1969 - IX ZB 567/66

    Rechtsmittel

  • VG Gera, 29.03.2001 - 5 K 1919/97

    Auskehr des Erlöses von Grundstücksveräußerungen nach dem Gesetz zur Regelung …

  • BVerwG, 17.07.1998 - 7 B 93.98

    Eigentumsverschiebungen innerhalb des sozialistischen Eigentumssektors - …

  • BGH, 10.07.1997 - IX ZR 30/97
  • BayObLG, 25.04.1984 - BReg. 1 Z 99/83

    Anordnung; Vormundschaft; Vormundschaftsgericht; Zuständigkeit; International; …

  • BGH, 29.10.1971 - V ZR 122/68

    Eigentum an zwei Begräbnisplätzen auf dem Gemeindefriedhof - Voraussetzungen der …

  • BVerwG, 09.07.1974 - I C 29.68

    Rechtmäßigkeit einer Treuhänderbestellung - Vermögen der Zentralkasse …

  • BVerwG, 28.01.1971 - III C 120.69

    Rechtsmittel

  • BFH, 26.07.1966 - I 217/63

    Gewerbesteuerpflicht der in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft betriebenen …

  • BGH, 31.01.1963 - VII ZR 258/61

    Ort der Geschäftsleitung

  • VG Leipzig, 21.07.1994 - 1 K 876/93

    Rechtsnachfolge in einem in der DDR belegenen Vermögenswert, Spaltgesellschaft, …

  • BGH, 23.01.1961 - II ZR 204/59

    Ausgestaltung der zivilprozessualen Diffenrenzierung zwischen …

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