Rechtsprechung
| BGH, 27.06.1966 - III ZR 110/65 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Verfahren zur Bodenordnung - Beanstandung eines Umlegungsplans - Beanstandung eines Verteilungsverzeichnisses - Zweck einer zweckmäßigen Bebauung - Durchführung eines Umlegungsverfahrens - Einbeziehung von Grundstücken in ein Umlegungsverfahren - Eignung eines ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- MDR 1966, 917
- WM 1966, 1059
Wird zitiert von ... (14) Zitiert selbst (3)
- BVerwG, 25.04.1956 - I B 201.55
Auszug aus BGH, 27.06.1966 - III ZR 110/65
Sofern die "zweckmäßige Bebauung" gesichert ist, haben die Umlegungsausschüsse bei der Neueinteilung des Umlegungsgebietes und der Auswahl der - möglichst in gleicher oder gleichwertiger Lage zuzuweisenden - Grundstücke im einzelnen Ermessensfreiheit, wie das Berufungsgericht unter Hinweis auf die für das Flurbereinigungsverfahren ergangene Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in BVerwGE 3, 246 (Leitsatz in NJW 1956, 1892) zutreffend ausgeführt hat. - BVerwG, 27.09.1961 - I C 21.61
Anwendung des bisherigen Rechts auf vor dem Inkrafttreten des Bundesbaugesetzes …
Auszug aus BGH, 27.06.1966 - III ZR 110/65
Daß insoweit nicht nur die ausschließlich die Verfahrensweise regelnden Vorschriften, sondern auch die sachlichrechtlichen Vorschriften alten Rechts anzuwenden sind, hat das Bundesverwaltungsgericht in seiner in NJW 1962, 69 veröffentlichten Entscheidung vom 27. September 1961 im einzelnen dargelegt. - BGH, 14.10.1963 - III ZR 213/62
Bausperrenentschädigung
Auszug aus BGH, 27.06.1966 - III ZR 110/65
Das Bundesbaugesetz hat sich keine rückwirkende Kraft beigelegt (vgl. dazu BGHZ 40, 148, 150) [BGH 14.10.1963 - III ZR 213/62], so daß Umlegungsmaßnahmen, die nach alten sachlichrechtlichen Vorschriften getroffen worden sind, weiterhin nach dem alten Recht beurteilt werden müssen, sofern nicht Übergangsvorschriften etwas anderes bestimmen.
- OLG Karlsruhe, 09.12.2011 - 21 U 2/11
Baulandsache: Wirksamkeit eines Umlegungsbeschlusses trotz unwirksamen …
Die Gewinnung von Straßenland als - zumindest entscheidender - Zweck macht die Umlegung in einem solchen Fall nur unzulässig, wenn nach Abtrennung des Straßengeländes die verbleibenden Restgrundstücke einer Neuordnung nach Maßgabe des § 45 BauGB nicht bedürfen (vgl. BGH WM 1966, 1059; 1967, 637;… 1968, 1282/1283 - juris Rn. 18).Rn. 67 Abweichendes ergibt sich namentlich auch aus der von der Antragstellerin zur Stützung ihrer Ansicht herangezogenen Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 27.06.1966 (WM 1966, 1059/1060) nicht.
- BGH, 13.12.1990 - III ZR 240/89
Antragsbefugnis des Umlegungsausschusses; Verlegung einer stark befahrenen …
Der Senat hat allerdings die Zulässigkeit der Umlegung auch in Fällen bejaht, in denen erst die Abtrennung von Grundflächen für Straßenland dazu geführt hat, daß die verbleibenden Restflächen nicht mehr zweckmäßig gestaltet waren (Urteile vom 27. Juni 1966 - III ZR 110/65 - WM 1966, 1059, 1061 und vom 8. Juli 1968 - III ZR 10/66 - WM 1968, 1282, 1283).In einem derartigen Fall kann die Rechtmäßigkeit des Umlegungsbeschlusses nicht mit der Begründung in Zweifel gezogen werden, die Umlegung diene nicht den in § 45 Abs. 1 BauGB genannten Zielen, sondern allein der Straßenlandbeschaffung (vgl. Senatsurteile vom 27. Juni 1966 aaO;… vom 27. Februar 1967 aaO;… vom 11. Mai 1967 aaO;… vom 8. Juli 1968 aaO; vom 13. Oktober 1969 III ZR 115/68 - WM 1969, 1488, 1489; s. ferner Senatsurteile vom 2. April 1981 - III ZR 15/80 - WM 1981, 853, 854 …und vom 27. April 1981 aaO).
- BGH, 28.05.1976 - III ZR 137/74
Inzidentprüfung von Bebauungsplänen durch Baulandgerichte bezüglich der …
Dabei kommt es für die "zweckmäßige Gestaltung" der Grundstücke nicht auf das subjektive Interesse des jeweiligen Eigentümers an, sondern auf die objektive Nutzbarkeit, d.h. die im Bebauungsplan festgesetzte Nutzung (Senatsurteil in MDR 1966, 917).
- BGH, 20.03.1997 - III ZR 133/96
Begriff der Herbeiführung einer ordnungsmäßigen Bebauung einschließlich …
Hintergrund der Erörterungen um eine - ebenfalls nicht Gesetz gewordene - Erweiterung der Ziele der Grenzregelung in Richtung auf die Schaffung und Veränderung von Erschließungsanlagen war auch der in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Bodenordnung durch Umlegung (§§ 45 ff BauGB) verschiedentlich betonte Grundsatz, daß die Gewinnung von Flächen für öffentliches Straßenland nicht alleiniger oder entscheidender Zweck der Umlegung sein darf (vgl. Senatsurteile vom 27. Juni 1966 - III ZR 110/65 - WM 1966, 1059, 1061, 11. Mai 1967 - III ZR 141/66 - NJW 1967, 1662, 27. Februar 1967 III ZR 58/66 - WM 1967, 637, 638 und vom 8. Juli 1968 - III ZR 10/66 - WM 1968, 1282, 1283). - OLG Hamm, 17.11.2008 - 16 U (Baul) 3/07
Zulässigkeit einer Enteignungsentschädigung in Geld für den Verlust eines …
(BGH, MDR 1966, S. 917 Rn. 32). - OLG Frankfurt, 25.03.2010 - 100 U 4/09
Baulandverfahren: Umlegung; Fortgeltung von Fluchtlinienplänen als einfache …
Rn. 44 Der BGH, dessen Rechtsprechung der Senat auch insoweit folgt, bejaht die Zulässigkeit der Umlegung auch in Fällen, in denen erst die Abtrennung von Grundflächen für Straßenland dazu führt, dass die verbleibenden Restflächen nicht mehr zweckmäßig gestaltet waren (Urteile vom 27.06.1966 - III ZR 110/65 -, WM 1966, 1059, 1061, und vom 08.07.1968 - III ZR 10/66 -, WM 1968, 1282, 1283). - BGH, 19.06.1972 - III ZR 106/70
Entschädigung bei vorübergehender Bausperre
Daher muß angenommen werden, daß sie sich nicht auf sonstige, vor dem Inkrafttreten des Bundesbaugesetzes ergriffene Maßnahmen beziehen (BGH in LM § 87 BBauG Nr. 1; Urteile des erkennenden Senats vom 9. Mai 1963 - III ZR 94/61 - S. 20; vom 25. März 1964 - III ZR 144/63 - S. 10; BGH in NJW 1972, 727, 730 [BGH 10.02.1972 - III ZR 188/69] , zum Abdruck in BGHZ vorgesehen; vgl. ferner Senatsurteil vom 27. Juni 1966 - III ZR 110/65 - S. 9, 10, insoweit in LM NRW AufbauG Nr. 3 und NDR 1966, 917 nicht abgedruckt). - BGH, 08.07.1968 - III ZR 10/66
Möglichkeiten der Änderung eines Umlegungsgebietes; Voraussetzungen für einen …
Die Gewinnung von Straßenland als alleiniger (oder zumindest entscheidender) Zweck würde die Umlegung nur dann unzulässig machen, wenn nach Abtrennung des Straßengeländes die verbleibenden Restgrundstücke einer Neuordnung nach Haßgabe des § 45 BBauG nicht bedürften (vgl. dazu Urteile vom 27. Juni 1966 - III ZR 110/65 S, 12/13 = WM 1966, 1059 und vom 27. Februar 1967 - III ZR 58/66 S. 7/8 = WM 1967, 637; Brügelmann-Stahnke, Kommentar zum BBauG Anm. 1 a zu § 45). - LG Karlsruhe, 07.07.2023 - 16 O 10/22
Substantiierung der Antragsbegründung und gerichtlicher Prüfungsumfang bei …
Entscheidend ist, ob die im Bebauungsplan nach fehlerfreier Abwägung festgesetzte Nutzung baurechtlich und wirtschaftlich auf dem zugeteilten Grundstück gut zu verwirklichen ist (vgl. BGH, Urteil vom 27.06.1966 - III ZR 110/65, Rn. 30 ff., juris, MDR 1966, 911). - OLG Frankfurt, 25.03.2010 - 100 U 1/09
Umlegung: Funktionslosigkeit von Fluchtlinienplänen; Neuordnung von Grundstücken …
Rn. 48 Der BGH, dessen Rechtsprechung der Senat auch insoweit folgt, bejaht die Zulässigkeit der Umlegung auch in Fällen, in denen erst die Abtrennung von Grundflächen für Straßenland dazu führt, dass die verbleibenden Restflächen nicht mehr zweckmäßig gestaltet waren (Urteile vom 27.06.1966 - III ZR 110/65 -, WM 1966, 1059, 1061 und vom 08.07.1968 - III ZR 10/66 -, WM 1968, 1282, 1283). - BGH, 13.11.1975 - III ZR 76/74
Erstattungsfähigkeit von Rechtsvertretungs- und Sachverständigenkosten bei …
- OLG Frankfurt, 25.03.2010 - 100 U 2/09
Zur Rechtsgültigkeit eines Umlegungsbeschlusses im Rahmen von § 45 BauGB
- BGH, 11.12.1972 - III ZR 210/71
Verfahrensbeteiligung von am Umlageverfahren beteiligten Grundstückeigentümern
- LG Karlsruhe, 10.06.1983 - O (Baul) 21/83
Zweck und Wesen einer Umlegung im Sinne des § 45 Abs. 1 Bundesbaugesetz (BBauG); …
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Rechtsprechung
| BGH, 14.07.1966 - III ZR 216/64 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Rückzahlung eines in Westberlin vor der ostzonalen Umtauschaktion 1957 bei der Hinterlegungsstelle hinterlegten Ostmark-Geldbetrages - Aufwertung während der Inflation hinterlegter Gelder - Plötzliche Ungültigkeit der im Ost-Mark-Währungsgebietes befindlichen Banknoten ...
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- MDR 1966, 917
- DB 1966, 1350
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (2)
- BGH, 08.10.1953 - III ZR 310/51
Urteilsnichtigkeit nach AllHohKommG 13
Auszug aus BGH, 14.07.1966 - III ZR 216/64
Stehen solche Klagegründe aufgrund der tatrichterlichen Feststellung fest, so hat das Revisionsgericht nach § 565 Abs. 3 Nr. 1 ZPO durchzuerkennen (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 8. Oktober 1953 III ZR 310/51 = JZ 1953, 766). - BGH, 30.09.1952 - I ZR 31/52
Interzonales Währungsrecht
Auszug aus BGH, 14.07.1966 - III ZR 216/64
In der von der Revision angeführten Entscheidung des Bundesgerichtshofes in BGHZ 7, 231, 233 [BGH 30.09.1952 - I ZR 31/52] ist aber auch nur ausgesprochen, daß die Ostmark nicht ein gesetzliches Zahlungsmittel in den Westsektoren Berlins sei.
- BGH, 24.06.1985 - III ZR 219/83
Hinterlegungsverhältnis und Aufrechnung
Gegenstand des Streites ist der Anspruch der Beklagten gegen den Justizfiskus auf Rückzahlung der hinterlegten Kaution, über den, obwohl öffentlich-rechtlicher Natur (Senatsurteil vom 14. Juli 1966 - III ZR 216/64 = LM Nr. 41 zu § 242 BGB;… Bülow/Mecke, Hinterlegungsordnung 2. Aufl. Vorbem. Rn. 10, § 3 Rn. 40;… BGB-RGRK/Krohn 12. Aufl. vor § 688 Rn. 36), kraft besonderer Zuweisung (§ 3 Abs. 3 Satz 1 HintO) die ordentlichen Gerichte zu befinden haben.Der auch in diesem Bereich wirksame Grundsatz von Treu und Glauben (§ 242 BGB) verpflichtet den Staat, seine aus dem Hinterlegungsverhältnis geschuldete Leistung so zu erbringen, wie Treu und Glauben mit Rücksicht auf die Verkehrssitte es verlangen (Senatsurteil vom 14. Juli 1966 - III ZR 216/64 = LM Nr. 41 zu § 242 BGB;… vgl. auch Tipke/Kruse aaO § 226 AO Rn. 16;… Pietzner aaO S. 463 f.).
Das Rechtsinstitut der Hinterlegung dient ausschließlich den Interessen der Hinterleger und ist nicht zum Nutzen des Staates geschaffen worden (Senatsurteil vom 14. Juli 1966 aaO).
- BGH, 25.06.2026 - IX ZR 7/24 Zum einen begründet die Hinterlegung ein öffentlich-rechtliches Verwahrungsverhältnis zwischen dem Schuldner und der Hinterlegungsstelle (vgl. BGH, Urteil vom 14. Juli 1966 - III ZR 216/64, WM 1966, 1016, 1017 zu § 6 HintO;… Staudinger/Kern, BGB, 2026, Vorbemerkungen zu §§ 372 ff Rn. 13;… MünchKomm-BGB/Wiegand, 10. Aufl., § 372 Rn. 28).
- BayObLG, 10.06.2020 - 1 VA 29/20
Erlass einer Annahmeanordnung der Hinterlegungsstelle
Bestimmt ist die Annahmeanordnung für den Antragsteller, der damit "Adressat" ist (…vgl. Ramsauer/Tegethoff, VwVfG, 20. Aufl. 2019, § 41 Rn. 27), denn die Entscheidung über die Annahme zur Hinterlegung nach Art. 10 Abs. 2 BayHintG ergeht gegenüber dem Antragsteller (…Wiedemann/Armbruster a. a. O. Rn. 4), dessen Interesse das Rechtsinstitut der Hinterlegung dient (vgl. BGH, Urt. v. 14. Juli 1966, III ZR 216/64, WM 1966, 1016 [juris Rn. 32]).
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