Rechtsprechung
| BGH, 10.05.1971 - II ZR 177/68 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Recht zur Geschäftsführung und Vertretung in der bürgerlich-rechtlichen Gesellschaft - Vorliegen des Tatbestandes einer notwendigen Streitgenossenschaft - Entfallen der für Kommanditisten geltenden Haftungsbeschränkung in einer bürgerlich-rechtlichen Gesellschaft
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1971, 1698
- MDR 1971, 827
- DNotZ 1972, 304
- WM 1971, 1198
- BB 1971, 973
- DB 1971, 1466
Wird zitiert von ... (26) Zitiert selbst (5)
- BGH, 19.05.1960 - II ZR 72/59
Beendigung der Kaufmannseigenschaft mit Aufgabe des Geschäftsbetriebes
Auszug aus BGH, 10.05.1971 - II ZR 177/68
Der erkennende Senat hat in seinem Urteil vom 19. Mai 1960 (WM 1960, 764, 766/67 = NJW 1960, 1664, 1666 [BGH 19.05.1960 - II ZR 72/59]/7, insoweit in BGHZ 32, 307 nicht abgedr.) ausgesprochen, daß - soweit dies rechtlich zulässig ist - die Vorschriften über die offene Handelsgesellschaft im Verhältnis der Gesellschafter zueinander im Regelfalle auch dann Anwendung finden, wenn die Gesellschafter den Betrieb ihres Handelsgewerbes aufgeben und dadurch die offene Handelsgesellschaft zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts wird.Bei einer anderen Beurteilung würde der erklärte Wille der Gesellschafter mißachtet, ihre gesellschaftlichen Beziehungen nach dem Recht der Kommanditgesellschaft zu gestalten, und außer acht gelassen, daß sich durch eine derartige Umwandlung nur der rechtliche Charakter der Gesellschaft ändert, die Identität aber gewahrt bleibt (BGHZ 32, 307; BGH WM 1962, 10).
- BGH, 15.06.1959 - II ZR 44/58
Notwendige Streitgenossenschaft
Auszug aus BGH, 10.05.1971 - II ZR 177/68
Der Tatbestand einer notwendigen Streitgenossenschaft liegt in einem solchen Falle nicht vor (vgl. die grundsätzlichen Ausführungen in BGHZ 30, 195 und zu der hier streitigen Frage der Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnis BGH WM 1959, 53, 54). - BGH, 27.06.1955 - II ZR 232/54
Rechtsnatur eines Vertrages mit dem Kommanditisten über die Geschäftsführung; …
Auszug aus BGH, 10.05.1971 - II ZR 177/68
Das Berufungsgericht geht in Übereinstimmung mit dem Urteil des Senats in BGHZ 17, 392 davon aus, daß der Gesellschaftsvertrag die Geschäftsführungsbefugnis auch einem Kommanditisten übertragen und diesen insoweit einem persönlich haftenden Gesellschafter gleichstellen kann. - BGH, 13.11.1961 - II ZR 202/60
Identität einer Kommanditgesellschaft (KG) mit der ehemaligen offenen …
Auszug aus BGH, 10.05.1971 - II ZR 177/68
Bei einer anderen Beurteilung würde der erklärte Wille der Gesellschafter mißachtet, ihre gesellschaftlichen Beziehungen nach dem Recht der Kommanditgesellschaft zu gestalten, und außer acht gelassen, daß sich durch eine derartige Umwandlung nur der rechtliche Charakter der Gesellschaft ändert, die Identität aber gewahrt bleibt (BGHZ 32, 307; BGH WM 1962, 10). - RG, 11.05.1937 - II B 5/36
1. Kann das Kammergericht oder das Oberlandesgericht München von der Entscheidung …
Auszug aus BGH, 10.05.1971 - II ZR 177/68
Soweit es unter dem Gesichtspunkt des Verkehrsschutzes notwendig ist, kann der Beklagte von den geschäftsführenden Gesellschaftern verlangen, daß sie diese Begrenzung ihrer Vertretungsmacht nach außen jeweils erkennbar machen (vgl. RGZ 155, 75, 82, 87).
- BGH, 06.04.1987 - II ZR 101/86
Rechtsfolgen der für den Geschäftspartner nicht erkennbaren Umwandlung einer …
Dem Berufungsgericht ist einzuräumen, daß in Fällen, in denen sich eine Kommanditgesellschaft in eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts umwandelt, im Regelfalle die bisherige Geschäftsführungs- und Vertretungsregelung im Rahmen der neuen Zweckbestimmung weitergilt, daß sie also regelmäßig nicht die Befugnis umfaßt, den früheren Kommanditisten in einem weiteren Umfange zu verpflichten, als es vor der Umwandlung möglich war (vgl. Sen. Urt. v. 10. Mai 1971 - II ZR 177/68, WM 1971, 1198, 1199). - BGH, 14.01.1991 - II ZR 112/90
Eröffnung des Konkurses über das Vermögen einer im Handelsregister als …
Diese kann in einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts in der Weise beschränkt werden, daß die vertretenden Gesellschafter nur mit dem Gesellschaftsvermögen und dem Betrag ihrer Einlagen verpflichtet werden; das muß ein Dritter gegen sich gelten lassen, wenn ihm die Gesellschaft unter der Firma einer Kommanditgesellschaft gegenübertritt (BGHZ 61, 59, 67; Sen. Urt. vom 10. Mai 1971 - II ZR 177/68, WM 1971, 1198, 1199 und vom 29. November 1971 - II ZR 181/68, WM 1972, 21, 22). - BGH, 14.06.1976 - III ZR 105/74
Anforderungen an das Zustandekommen eines Rechtsgeschäfts bei angeordneter …
Sollte das infolge Verpachtung des gesamten Geschäftsbetriebs zu verneinen sein, so wäre im Wege der identltätswahrenden Umwandlung aus der oHG eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts entstanden (BGHZ 32, 307, 312; BGH BB 1962, 349; BGH BB 1971, 973 f = LM § 709 BGB Nr. 6;… von Gamm in BGB-RGRK, a.a.O. § 705 Rdn. 16).In diesem Falle hätte die bisherige Geschäftsführungs- und Vertretungsregelung weiter gegolten (BGH NJW 1960, 1664 = BB 1960, 681/2; BGH NJW 1971, 1698 = BB 1971, 973/4 = LM § 709 BGB Nr. 6;… Baumbach/Duden a.a.O., § 105 Anm. 3 B;… von Gamm a.a.O.).
- BFH, 11.12.1986 - IV R 222/84
1. Schein-KG als gewerblich geprägte Personengesellschaft - 2. Zur steurlichen …
Tritt eine GbR als GmbH & Co. KG im Rechtsverkehr auf, kann deshalb davon ausgegangen werden, daß nur die GmbH aus den vertraglichen Verbindlichkeiten uneingeschränkt verpflichtet wird (vgl. BGH-Urteil vom 10. Mai 1971 II ZR 177/68, NJW 1971, 1.698;… Ulmer, Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts, 2. Aufl., § 714 BGB Rdnr. 35; siehe auch BFH-Urteil vom 12. Oktober 1983 II R 55/81, BFHE 139, 426, BStBl II 1984, 144). - BGH, 12.03.1990 - II ZR 312/88
Gesellschafter - Beschränkung der Vertretungsmacht
Eine solche Haftungsbeschränkung der Mitglieder einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist rechtlich möglich und Dritten gegenüber wirksam, wenn sie nach außen hin erkennbar ist (vgl. BGHZ 61, 54, 67 [BGH 12.06.1973 - VI ZR 163/71]; Sen.Urt. v. 10. Mai 1971 II ZR 177/68, WM 1971, 1198, 1199;… BGH, Urt. v. 25. Oktober 1984 - VII ZR 2/84, WM 1985, 56 f. mwN.). - BGH, 25.06.1992 - I ZR 120/90
Haftungsbeschränkung bei Anwälten - Vorsprung durch Rechtsbruch
Nach ständiger Rechtsprechung können die Mitglieder einer BGB-Gesellschaft ihre Haftung auf das Gesellschaftsvermögen auch in der Weise begrenzen, daß die Vertretungsmacht des geschäftsführenden Gesellschafters (§ 714 BGB) gesellschaftsvertraglich entsprechend beschränkt wird und diese Beschränkung der Vertretungsmacht - zumindest nach einer Prüfung - für Dritte erkennbar ist (so schon RGZ 63, 62, 65; 90, 173, 176; 155, 75, 87; fortgeführt von BGHZ 61, 59, 67; 113, 216, 219; BGH, Urt. v. 10.05.1971 - II ZR 177/68, NJW 1971, 1698;… Urt. v. 02.04.1979 - II ZR 141/78, NJW 1979, 2304, 2306; Urt. V. 25.10.1984 - VII ZR 2/84, NJW 1985, 619 = ZfBR 1985, 34, 35;… Urt. v. 06.04.1987 - II ZR 101/86, NJW 1987, 3124, 3125;… Urt. v. 08.12.1988 - VII ZR 242/87, WM 1989, 377, 379;… Urt. v. 12.03.1990 - II ZR 312/88, NJW-RR 1990, 867;… ebenso die herrschende Meinung im Schrifttum, vgl. MünchKomm/Ulmer, 2. Aufl. 1984, § 714 Rdn. 32 ff. m.w.N.). - BGH, 25.06.1973 - II ZR 133/70
Wechselmäßige Haftung einer nicht im Handelsregister eingetragenen, als KG …
Hat dieser die Errichtung einer Kommanditgesellschaft zum Inhalt, so gilt die hierfür gewollte Geschäftsführungs- und Vertretungsregelung, d.h. die Geschäftsführungsvollmacht geht im Verhältnis zu den als Kommanditisten vorgesehenen Gesellschaftern nur dahin, sie gegenständlich beschränkt auf das Gesellschaftsvermögen und den Betrag ihrer Einlagen zu verpflichten (Urt. d. Sen. v. 29.11.71 - II ZR 181/68, WM 1972, 21; v. 10.5. 71 - II ZR 177/68, LM BGB § 709 Nr. 6). - BFH, 11.04.2013 - IV R 11/10
Auslegung eines Antrags auf Fortgeltung einer früheren Rechtslage nach Maßgabe …
Diese beruhte wiederum auf der damaligen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH), wonach durch eine Beschränkung der Vertretungsmacht und ein entsprechendes Auftreten des vertretenden Gesellschafters einer GbR eine beschränkte Haftung für vertragliche Verbindlichkeiten --auch hinsichtlich einzelner Gesellschafter-- auf das Gesellschaftsvermögen herbeigeführt werden konnte (BGH-Urteile vom 25. Juni 1973 II ZR 133/70, BGHZ 61, 59; vom 26. November 1979 II ZR 256/78, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1980, 784; vom 10. Mai 1971 II ZR 177/68, NJW 1971, 1698; vom 12. März 1990 II ZR 312/88, Neue Juristische Wochenschrift- Rechtsprechungs-Report Zivilrecht --NJW-RR-- 1990, 867). - BAG, 24.03.1987 - 3 AZR 384/85
Haftung für Ruhegeldverbindlichkeit bei Betriebsübergang - Anspruch gegen …
Aufgrund der Aufspaltung des Unternehmens in eine Betriebs- und Besitzgesellschaft könnte aus der Personenhandelsgesellschaft eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts geworden sein, also eine Gesamtheit von Personen in lediglich gesamthänderischer Verbindung, die nicht für die Ruhegeldverbindlichkeiten einer früheren Kommanditgesellschaft einzustehen hätten (BGHZ 32, 307, 312; BGH BB 1962, 349; BGH NJW 1967, 821, 822; BGH NJW 1971, 1698; BGH NJW 1982, 45;… Karsten Schmidt, Gesellschaftsrecht 1986, S. 960 f.;… Baumbach/Duden/Hopt, HGB, 27. Aufl. 1987, § 2 Anm. 1 B, § 105 Anm. 3 B). - BFH, 25.04.1985 - IV R 36/82
Zur Anwendung des § 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG bei einer sog. mitunternehmerischen …
Was die Klägerin tut, ist zivilrechtlich betrachtet kein Gewerbe, insbesondere kein vollkaufmännisches Handelsgewerbe, sondern bloße Verwaltung der gesamthänderisch gebundenen Vermögensgegenstände (…vgl. z.B. Karsten Schmidt, Handelsrecht, 2. Aufl., S. 209; Beschluß des Bayerischen Obersten Landesgerichts vom 13. November 1984 BReg 3Z 60/83 und 3C 119/83, Betriebs-Berater - BB - 1985, 78; Urteile des Bundesgerichtshofs - BGH - vom 10. Mai 1971 II ZR 177/68, BB 1971, 973; vom 14. Juni 1976 III ZR 105/74, Wertpapier-Mitteilungen - WM - 1976, 1.053); dies gilt unbeschadet dessen, daß einkommen- und gewerbesteuerrechtlich eine ihrer Art nach nur vermögensverwaltende Tätigkeit unter bestimmten Voraussetzungen als gewerbliches Unternehmen i. S. von § 15 Abs. 1 EStG (Besitzunternehmen im Rahmen einer Betriebsaufspaltung) zu werten ist (s. nachfolgend zu Nr. 2). - LSG Thüringen, 07.03.2006 - L 6 SF 960/05
Berufungsklägereigenschaft einer im Handelsregister gelöschten KG
- BGH, 25.10.1984 - VII ZR 2/84
Prüfung des Umfangs der Vertretungsmacht durch den Vertragspartner
- FG München, 27.01.2010 - 1 K 264/07
Umwandlung einer rechtsirrig als gewerblich geprägte Gesellschaft angesehenen …
- OLG Nürnberg, 19.03.2012 - 10 W 1639/11
Vorkaufsrecht: Beschwerdebefugnis gegen Ablehnung der Grundbuchlöschung; …
- BGH, 29.11.1971 - II ZR 181/68
Haftung als Kommanditist - Persönliche Haftung eines Kommanditisten - Entstehung …
- BFH, 19.03.1981 - IV R 167/80
Einbringungsgeborene Anteile an einer Kapitalgesellschaft sind nicht schon …
- BFH, 21.10.1997 - VIII R 39/96
- BFH, 26.03.1985 - IX R 110/82
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung - KG - Klagebefugnis - Einheitlicher und …
- BAG, 24.03.1987 - 3 AZR 401/86
Streitigkeit über die Haftung für Betriebsrenten bei Firmenübertragung - Folgen …
- BGH, 14.01.1991 - II ZR 113/90
Anspruch der als Komanditgesellschaft eingetragenen GbR auf Einzahlung der …
- BGH, 14.01.1991 - II ZR 114/90
Anspruch der als KG eingetragenen GbR auf Einzahlung der restlichen …
- BGH, 14.01.1991 - II ZR 28/90
Anspruch der Gesellschaft auf Einzahlung der restlichen Pflichteinlage des …
- BGH, 23.09.1991 - II ZR 15/91
Anspruch auf Einzahlung der Pflichteinlage - Eröffnung der Konkursverfahren über …
- BGH, 23.09.1991 - II ZR 14/91
Auftreten einer BGB-Gesellschaft (GbR) als Kommanditgesellschaft (KG) - …
- OLG Koblenz, 06.04.1995 - 5 U 135/95
- BGH, 20.03.1986 - II ZR 282/84
Aufrechenbarkeit eines gesellschaftsrechtlichen Ausgleichsanspruches im …
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Rechtsprechung
| BGH, 14.06.1971 - II ZR 109/69 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Prof. Dr. Lorenz
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Sittenwidrigkeit der Diskontierung von Wechseln, die der Bank vom Akzeptanten eingereicht werden - Erschöpfung des Kreditrahmens für Wechseldiskontierungen - Einordnung eines Indossaments als Diskontierungsindossament - Haftung bei Missbrauch eines Wechselblanketts - ...
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- OLG Frankfurt, 30.05.1969 - 2 U 23/67
- BGH, 14.06.1971 - II ZR 109/69
Papierfundstellen
- BGHZ 56, 264
- NJW 1971, 1934
- MDR 1971, 827
- WM 1971, 954
- DB 1971, 1562
Wird zitiert von ... (14) Zitiert selbst (6)
- BGH, 17.02.1955 - II ZR 316/53
Parteiauswechslung
Auszug aus BGH, 14.06.1971 - II ZR 109/69
Die Revision vermag nicht darzutun, daß das Berufungsgericht den Begriff der Sachdienlichkeit verkannt und damit die Grenzen seines Ermessens überschritten habe (vgl. BGHZ 16, 317, 322) [BGH 17.02.1955 - II ZR 316/53]. - BGH, 22.04.1958 - I ZR 67/57
Programmhefte zu Berufsboxkämpfen
Auszug aus BGH, 14.06.1971 - II ZR 109/69
Die für diese Praktiken für maßgeblich erachteten Gesichtspunkte (vgl. BGHZ 27, 272 f [BGH 22.04.1958 - I ZR 67/57]) treffen hier nicht zu. - BGH, 19.04.1955 - I ZR 246/52
Aufrechnung in der Berufungsinstanz
Auszug aus BGH, 14.06.1971 - II ZR 109/69
Die Aufrechnung in zweiter Instanz braucht insbesondere dann nicht zugelassen zu werden, wenn die Gegenforderung nicht genügend dargelegt ist und weitere Aufklärung nach § 139 ZPO nötig wird (BGHZ 17, 124).
- BGH, 28.04.1958 - II ZR 197/57
Akzeptaustausch
Auszug aus BGH, 14.06.1971 - II ZR 109/69
Die Revision ist der Auffassung, daß ein für die Diskontierung vom Akzeptanten hergestellter, sog. umgedrehter Wechsel allgemein einer Wechselreiterei (vgl. BGH WM 1969, 334) oder einem Akzeptaustausch (BGHZ 27, 172; ferner BGH LM BGB § 138 (Ca) Nr. 3) gleichzubehandeln und nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig sei. - BGH, 27.01.1969 - II ZR 222/66
Haftung wegen sittenwidriger Schädigung durch Scheckreiterei - Mitverschulden
Auszug aus BGH, 14.06.1971 - II ZR 109/69
Die Revision ist der Auffassung, daß ein für die Diskontierung vom Akzeptanten hergestellter, sog. umgedrehter Wechsel allgemein einer Wechselreiterei (vgl. BGH WM 1969, 334) oder einem Akzeptaustausch (BGHZ 27, 172; ferner BGH LM BGB § 138 (Ca) Nr. 3) gleichzubehandeln und nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig sei. - RG, 11.11.1927 - II 127/27
15. Offene Handelsgesellschaft. Eigentumsvorbehalt. Aufrechnung.
Auszug aus BGH, 14.06.1971 - II ZR 109/69
Ob eine Verzögerung des Rechtstreits nach § 272 b ZPO vermeidbar gewesen wäre, ist für die Zulassung einer Aufrechnung ohne Bedeutung (vgl. RGZ 119, 64, 69).
- BGH, 26.02.1986 - VIII ZR 28/85
Erlöschen der Kaufpreisschuld bei Beschaffung der Zahlungsmittel im akzeptanten …
Außerdem kann der Verkäufer benachteiligt werden, wenn er unter einfachem Eigentumsvorbehalt geliefert hatte und dieser trotz Fortbestandes der wechselrechtlichen Rückgriffshaftung des Verkäufers durch die Zahlung des Kaufpreises nach der Auslegungsregel des § 455 BGB erlischt (vgl. BGHZ 56, 264, 267).aa) Die herrschende Meinung in der Literatur bejaht die Frage im ersteren Sinne (Matzel NJW 1968, 1867; Liesecke WM 1973, 1154, 1160; Serick, Eigentumsvorbehalt und Sicherungsübertragung Bd. IV § 42 I 5 S. 58 ff.;… Graf Lambsdorff, Handbuch des Eigentumsvorbehalts Rdn. 159;… Palandt/Heinrichs, BGB 45. Aufl. § 362 Anm. 3;… MünchKomm/Heinrichs 2. Aufl. § 362 Rdn. 14; Kohlhosser, Anmerkung zum BGH-Urteil vom 14. Juni 1971 - II ZR 109/69 = BGHZ 56, 264 - in JR 1972, 64, 65; Roller, Anmerkung zu dem hier angefochtenen Berufungsurteil in ZIP 1985, 239).
In der Rechtsprechung ist diese Meinung vom II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes (BGHZ 56, 264, 267) und von den Oberlandesgerichten Saarbrücken und Karlsruhe in unveröffentlichten Urteilen vom 27. Januar 1978 - 4 U 71/77 - bzw. 24. Juli 1979 - 8 U 101/79 - (zitiert bei Thamm in ZIP 1984, 922, 923 Fußn. 13) vertreten worden.
- BGH, 28.04.1977 - II ZR 165/75
Anforderungen an die Rechtswirksamkeit eines Begebungsvertrages - Voraussetzungen …
Beim typischen "umgedrehten" Wechsel zu Finanzierungszwecken (vgl. BGHZ 56, 264) verschafft der Aussteller dem Bezogenen regelmäßig das Eigentum am Papier (vgl. Ulmer/Heinrich, DB 1972, 1101, 1103 unter II 1 b).Auch bei einem Treuhand-Indossament durch den Beklagten wären die VBM berechtigter Inhaber des Wechsels geworden und konnten ihn weitergeben, ohne daß er damit dem Beklagten abhanden kam (vgl. Sen.Urt. v. 14.6.1971 - II ZR 109/69, WM 1971, 954 unter II; insoweit BGHZ 56, 264 nicht abgedruckt).
- BGH, 14.11.1983 - II ZR 39/83
Bank - Diskontierung - Akzeptantenwechsel - Sittenwidrigkeit - Geschäftsvermögen …
Diesem bleibt es frei zu entscheiden, ob er seine wechselmäßige Haftung gegenüber der Diskontbank im Interesse einer schnelleren Bezahlung seiner Forderungen übernehmen will (vgl. BGHZ 56, 264 (268) = NJW 1971, 1934).
- OLG Köln, 16.05.2000 - 9 U 139/99
Anspruch auf Versicherungsschutz aufgrund eines Vertrages über eine …
Auch in diesem Fall erlischt die Kaufpreisforderung ( vgl. BGHZ 56, 264 (267); BGH, NJW 1986, 1677; anderer Ansicht Ulmer-Heinrich, Betrieb 1972, 1149 (1153);… vgl. Mezger in RGRK, BGB, 12. Aufl., § 455, Rn 40; Honsell in Staudinger, BGB, 13. Bearb., § 455, Rn20). - OLG Frankfurt, 04.11.1992 - 19 U 33/92
Sittenwidrigkeit der Begebung eines Wechsel zur Begleichung einer …
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 56, 264; NJW 1984, 728) ist ein solcher Wechsel zulässig, nicht sittenwidrig und insbesondere auch rediskontfähig. - OLG Hamm, 13.05.1986 - 7 U 13/86 Die Diskontierung eines im Rahmen eines Wechsel-Scheck-Verfahrens ausgestellten und akzeptierten Wechsels ist nicht sittenwidrig (BGHZ 56, 264, 265;… Baumbach-Hefermehl, WG , Art. 17 Rdn. 54 und Einleitung Rdn. 60, jeweils mit weiteren Nachweisen).
- BGH, 17.12.1979 - II ZR 129/79
Sittenwidrigkeit von Finanzwechseln
Jedoch rechtfertigt dies nicht, die Begebung solcher Wechsel allgemein als auf Täuschung angelegt und daher sittenwidrig zu betrachten, da eine Aufklärungspflicht des Einreichers gegenüber der Bank besteht, wie es sich mit dem Grundgeschäft verhält (BGHZ 56, 264, 266). - OLG Hamm, 24.11.1987 - 7 U 45/87 Der Akzeptantenwechsel kann sogar ein rediskontfähiger Handelswechsel sein, wenn der Diskontkredit der Deckung des Kaufpreises dient und die Verfallzeit so bemessen ist, als wäre der Kaufpreis 1 bis 3 Monate gestundet (vgl. BGHZ 56, 264 = WM 1971, 954).
- OLG Hamm, 03.11.1998 - 7 U 21/98
Sittenwidrigkeit der Inanspruchnahme eines Wechselausstellers nur bei Kenntnis …
Zunächst ist die Wahl des Scheck-Wechsel-Verfahrens zur Begleichung von Forderungen und die Diskontierung von sogenannten Akzeptantenwechseln im Rahmen eines solchen Verfahrens als solche nicht sittenwidrig (vgl. BGHZ 56, 265, MDR 1971, 827; BGH v. 14.11.1983 - II ZR 39/83, MDR 1984, 379 = NJW 1984, 728; OLG Hamm NJW-RR 1995, 67 und v. 13.5.1986 - 7 U 13/86, NJW-RR 1987, 40; OLG Frankfurt v. 24.4.1995 - 4 U 36/94, WM 1995, 1497 und v. 4.11.1992 - 19 U 33/92, OLGR Frankfurt 1993, 130 = WM 1993, 1710; OLG Karlsruhe v. 30.12.1994 - 13 U 291/93, WM 1996, 1294). - OLG Frankfurt, 24.04.1995 - 4 U 36/94
Vorbehaltsurteil mit Bindungswirkung für das Nachverfahren ; Diskontierung eines …
Die Diskontierung eines im Rahmen eines Wechsel-Scheck-Verfahrens ausgestellten und akzeptierten Wechsels ist nicht sittenwidrig, vgl. BGH NJW 1971, S. 1934, Baumbach - Hefermehl, WechselG 18. Aufl., Rn. 54 zu Art. 17 WechselG sowie Einleitung Rn. 60, jeweils mit weiteren Nachweisen. - OLG Hamm, 09.12.1994 - 7 U 97/94
Ausgestaltung des gutgläubigen Erwerbs eines Wechsels durch eine …
- LG Tübingen, 13.03.1984 - 3 O 473/83
- OLG Stuttgart, 21.12.1984 - 12 U 105/84
Erlöschen der Kaufpreisforderungen durch Auslandsüberweisung bei Fälligkeit der …
- BGH, 30.11.1978 - II ZR 69/78
Einwendung gegen die Wechselforderung - Zurückweisung des Einwands der …
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