Rechtsprechung
| BGH, 23.02.1972 - IV ZR 135/70 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Anspruch einer Pflichtteilsberechtigten auf Erteilung von Auskunft über den Bestand eines Nachlasses nebst Wertermittlung - Beginn der Verjährung von Pflichtteilsanspruch und Pflichtteilergänzungsanspruch bei Kenntnis von zwei beeinträchtigenden Verfügungen - Zureichende ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1972, 760
- MDR 1972, 496
- DNotZ 1972, 541
- DB 1972, 821
Wird zitiert von ... (11) Zitiert selbst (5)
- BGH, 02.11.1960 - V ZR 124/59
Verjährung von Auskunftsansprüchen
Auszug aus BGH, 23.02.1972 - IV ZR 135/70
Dies schon deshalb nicht, weil das Schreiben keine Auskunft über ausgleichungspflichtige Zuwendungen und Schenkungen gebe (sog. "fiktive Nachlaßaktiva", BGHZ 33, 373).Da es sich jedoch um einen Hilfsanspruch handle, könne die Verjährung nicht später als die des Hauptanspruchs eintreten (BGHZ 33, 373, 379) [BGH 02.11.1960 - V ZR 124/59].
- RG, 22.02.1932 - IV 298/31
1. Was ist im Sinne des § 2332 Abs. 1 BGB. unter der den Pflichtteilsberechtigten …
Auszug aus BGH, 23.02.1972 - IV ZR 135/70
Umgekehrt kann bei einem Miterben, der Anspruch auf Vervollständigung oder Ergänzung des Pflichtteils nach §§ 2305, 2316 Abs. 2, 2326 BGB hat, eine Beeinträchtigung durch die letztwillige Verfügung selbst fehlen (etwa bei Einsetzung auf einen dem gesetzlichen Erbteil entsprechenden Bruchteil, vgl. RGZ 135, 231).Gegen die Zulassung eines solchen unterschiedlichen Verjährungsbeginns könnte sprechen, daß sich der Pflichtteilsberechtigte, sobald er vom Erbfall und der ihn beeinträchtigenden letztwilligen Verfügung erfahren hat, innerhalb der nun laufenden dreijährigen Verjährungsfrist über den Bestand der Nachlaßmasse und damit auch über etwa hinzuzurechnende Schenkungen unterrichten kann (vgl. RGZ 135, 231, 235), sei es kraft seiner Miterbenstellung oder über den Auskunftsanspruch nach § 2314 BGB (dazu Coing NJW 1970, 729 f.).
- RG, 12.05.1910 - IV 411/09
Pflichtteil.; Auskunftspflicht.
Auszug aus BGH, 23.02.1972 - IV ZR 135/70
Mit dem Pflichtteilsergänzungsanspruch wird der Pflichtteil als solcher verlangt, wenn auch in anderer Höhe und Ausdehnung (…Staudinger/Ferid a.a.O. Rdn. 19; RGZ 73, 372). - BGH, 02.02.1965 - V ZR 247/62
Gemeinschaftliche Giebelmauer
Auszug aus BGH, 23.02.1972 - IV ZR 135/70
Das Oberlandesgericht konnte die Zulassung der Revision auf einen von mehreren selbständigen Klagansprüchen beschränken (BGHZ 43, 134 [BGH 02.02.1965 - V ZR 247/62]). - BGH, 06.11.1963 - V ZR 191/62
- BGH, 31.10.2018 - IV ZR 313/17
Stufenklage des Pflichtteilsberechtigten: Hemmung der Verjährung des Anspruchs …
So ist anerkannt, dass durch die Klage auf Geltendmachung des ordentlichen Pflichtteils zugleich die Verjährung des Ergänzungsanspruchs gegen denselben Schuldner gehemmt wird und entsprechendes gilt, wenn zunächst der Pflichtteilsergänzungsanspruch und danach erst der ordentliche Pflichtteilsanspruch geltend gemacht wird (vgl. Senatsurteile vom 23. Februar 1972 - IV ZR 135/70, NJW 1972, 760, 761 [juris Rn. 16]; vom 12. Juli 1974 - IV ZR 19/73 (unveröffentlicht), Umdruck S. 8;… MünchKomm-BGB/Lange, 7. Aufl. § 2332 Rn. 11;… Staudinger/Olshausen, BGB [2015] § 2332 Rn. 36). - BGH, 19.01.1994 - XII ZR 190/92
Anforderungen an die Unterbrechung der Verjährung des Anspruchs auf …
Im Erbrecht ist eine entsprechende Rechtswirkung beim Pflichtteils- und Pflichtteilsergänzungsanspruch angenommen worden (Urteil vom 23. Februar 1972 - IV ZR 135/70 - NJW 1972, 760) sowie insbesondere im Verhältnis eines auf Zahlung gemäß § 2325 BGB gerichteten Pflichtteilsergänzungsanspruches zu einem Herausgabeanspruch gemäß § 2329 BGB gegen denselben Verpflichteten (Urteil vom 29. Mai 1974 - IV ZR 163/72 - NJW 1974, 1327). - BGH, 09.03.1988 - IVa ZR 272/86
Rechtsnatur der beeinträchtigenden Verfügung; Beginn der Verjährung des …
Hat der Erblasser den Pflichtteilsberechtigten (allein) etwa durch ein Testament "beeinträchtigt«, d. h. so gestellt, daß dieser einen Pflichtteilsanspruch erlangt (§§ 2303-2307 BGB), dann ist dieses Testament die beeinträchtigende Verfügung, auf deren Kenntnis es für den Beginn der Verjährung ankommt (BGHZ 95, 76 [BGH 19.06.1985 - IVa ZR 114/83]; BGH Urteil vom 23. Februar 1972 - IV ZR 135/70 - NJW 1972, 760 und ständig).Hat der Erblasser den Pflichtteilsberechtigten dagegen (nur) dadurch benachteiligt, daß er sein Vermögen durch eine Schenkung verkürzt, so daß ein Pflichtteilsergänzungsanspruch gemäß §§ 2325 f. BGB entsteht, dann liegt die "beeinträchtigende Verfügung« in eben dieser Schenkung, so daß sich die Kenntnis im Sinne von § 2332 Abs. 1 BGB gerade auf sie beziehen muß (BGH NJW 1972, 760; RGZ 135, 231, 232).
Für einen solchen Fall, in dem der Pflichtteilsberechtigte zunächst von der beeinträchtigenden Schenkung und erst danach von der ihn ebenfalls beeinträchtigenden Verfügung von Todes wegen erlangt hatte, hat der Bundesgerichtshof angenommen, die Verjährung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs gegen den Erben (§ 2325 BGB) beginne nicht vor der des Anspruchs auf den ordentlichen Pflichtteil, sondern einheitlich und mit der letzten Kenntnis (BGH NJW 1972, 760; BGHZ 95, 76, 80) [BGH 19.06.1985 - IVa ZR 114/83].
- BGH, 27.03.1996 - IV ZR 185/95
Unterbrechung der Verjährung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs durch Klage auf …
bb) Die von der Revision aus den früheren Senatsurteilen vom 29.5.1974 (NJW 1974, 1327 = LM § 2329 BGB Nr. 10) und vom 23.2.1972 (NJW 1972, 760 = LM § 2332 BGB Nr. 4) hergeleitete Wesensgleichheit von Pflichtteilsanspruch und Pflichtteilsergänzungsanspruch führt hier zu keiner über den Streitgegenstand hinausreichenden Unterbrechung der Verjährung durch die Klage im Vorprozeß.Dementsprechend war der Gesichtspunkt einer Wesensgleichheit für den Beginn der Verjährung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs im Senatsurteil vom 23.2.1972 (NJW 1972, 760 = LM § 2332 BGB Nr. 4) und für die Unterbrechung der Verjährung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs im Senatsurteil vom 29.5.1974 (NJW 1974, 1327 = LM § 2329 BGB Nr. 10) nicht allein ausschlaggebend.
- BGH, 19.03.1981 - IVa ZR 30/80
Gastwirtschaft gegen Umsatzbeteiligung - § 2329 BGB, Ergänzungsanspruch des …
Weil er seinem Wesen nach ein Pflichtteilsanspruch ist (vgl. schon RGZ 58, 124, 128; BGH Urteil vom 23. Februar 1972 - IV ZR 135/70 - LM BGB § 2332 Nr. 4 = NJW 1972, 760 und Urteil vom 29. Mai 1974 - IV ZR 163/72 - LM BGB § 2329 Nr. 10 = NJW 1974, 1327), gelten für ihn auch - soweit dies mit seiner Eigenart zu vereinbaren ist - die pflichtteilsrechtlichen Bestimmungen (…vgl. Planck/Greiff 4. Aufl. Anm. 3 g, RGRK/Johannsen 12. Aufl Rdn. 4, Staudinger/Ferid 10./11. Aufl. Rdn. 39 - jeweils zu § 2329 BGB -). - BGH, 29.11.2000 - XII ZR 165/98
Einbeziehung fiktiver Pflichtteilsergänzungsansprüche in die Berechnung der …
Beide Ansprüche sind einander jedoch weitgehend wesensgleich, und bereits der Umstand, daß beide im 5. Abschnitt des 5. Buches des Bürgerlichen Gesetzbuches unter der Überschrift "Pflichtteil" geregelt sind, rechtfertigt es, den Pflichtteilsergänzungsanspruch als einen außerordentlichen Pflichtteilsanspruch zu bezeichnen (…vgl. Palandt/Edenhofer aaO § 2325 Rdn. 2), denn mit dem Pflichtteilsergänzungsanspruch wird der Pflichtteil als solcher verlangt, wenn auch in anderer Höhe und Ausdehnung (vgl. BGH, Urteile vom 23. Februar 1972 - IV ZR 135/70 - NJW 1972, 760, 761 m.N. und vom 29. Mai 1974 - IV ZR 163/72 - NJW 1974, 1327).Es ist nicht ersichtlich, warum dem Unterhaltspflichtigen eine solche Gestaltung zum Nachteil des Unterhaltsberechtigten ermöglicht werden sollte, zumal § 2332 Abs. 1 BGB Rechtsgeschäfte unter Lebenden, durch die der künftige Pflichtteilsanspruch gemindert wird, in gleicher Weise als beeinträchtigende Verfügungen ansieht wie den letztwillig bestimmten Ausschluß von der Erbfolge (vgl. BGH, Urteil vom 23. Februar 1972 aaO S. 760 f.).
- BGH, 19.06.1985 - IVa ZR 114/83
Verjährung des Pflichtteilsanspruchs bei Wegfall früherer Kenntnis
Der Bundesgerichtshof hat die Frage bisher offen gelassen (Urteil vom 23.2.1972 - IV ZR 135/70 - LM BGB § 2332 Nr. 4); sie braucht auch hier nicht entschieden zu werden. - BGH, 29.05.1974 - IV ZR 163/72
Unterbrechung der Verjährung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs durch …
Der erkennende Senat hat hierauf bereits bei der Frage des Verjährungsbeginns von Pflichtteils- und Pflichtteilsergänzungsanspruch abgestellt (Urteil vom 23. Februar 1972, NJW 1972, 760). - OLG Düsseldorf, 02.06.1995 - 7 U 129/94
Anwaltshaftung, Verjährung von Pflichtteils- und Pflichtteilsergänzungsansprüchen
Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung gilt insoweit folgendes: Erlangt der Pflichtteilsberechtigte zunächst von der beeinträchtigenden Schenkung und erst danach von der ihn ebenfalls beeinträchtigenden Verfügung von Todes wegen Kenntnis, beginnt die Verjährung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs gegen den Erben nicht vor der des Anspruchs auf den ordentlichen Pflichtteil, sondern einheitlich und mit der letzten Kenntnis (vgl. BGH NJW 1972, 760; BGHZ 95, 76, 80 = NJW 1985, 2946). - BGH, 23.06.1993 - XII ZR 12/92
Verjährung des Zahlungsanspruches auf Zugewinnausgleich auch bei Klage wegen …
Eine wesensmäßige Gleichheit wurde auch beim Pflichtteils- und Pflichtteilsergänzungsanspruch (Urteil vom 23. Februar 1972 - IV ZR 135/70 - NJW 1972, 760) sowie bei den auf Zahlung gemäß § 2325 BGB und auf Herausgabe gemäß § 2329 BGB gegen denselben Verpflichteten gerichteten Pflichtteilsergänzungsansprüchen angenommen (Urteil vom 29. Mai 1974 - IV ZR 163/72 - NJW 1974, 1327). - BGH, 12.07.1974 - IV ZR 19/73
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Rechtsprechung
| BGH, 12.01.1972 - IV ZR 1206/68 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Vorliegen einer zur ordnungsmäßigen Verwaltung des Nachlasses erforderlichen Verfügung - Einordnung von Verfügungen über Nachlassgegenstände - Verfügungen vom Vorerben an den Nacherben
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- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1972, 580 (Ls.)
- MDR 1972, 496
- DNotZ 1972, 498
- DB 1972, 528
- JR 1972, 295
Wird zitiert von ... (4)
- BGH, 28.09.2005 - IV ZR 82/04
Pflicht zur Mitwirkung an der Umstrukturierung des Nachlasses
b) Die sich anschließend gegebenenfalls stellende Frage der Erforderlichkeit ist danach zu beantworten, ob ohne den beabsichtigten Verkauf eine wirtschaftliche Beeinträchtigung des Nachlasswertes zu besorgen gewesen wäre (vgl. BGH, Urteil vom 12. Januar 1972 - IV ZR 1206/68 - LM Nr. 2/3 zu § 2120 BGB; vgl. ferner Urteil vom 17. September 1954 - V ZR 35/54 - LM Nr. 14 zu § 1004 BGB). - BGH, 22.10.1986 - IVa ZR 76/85
Bewertung eines Landguts
Wenn er nur zu einem erheblichen Teil zum Lebensunterhalt seines Inhabers beiträgt, kann der Betrieb auch nebenberuflich geführt werden (BGH Urteile vom 4. Mai 1964, III ZR 359/63 = NJW 1964, 1414, 1416; vom 12. Januar 1972, IV ZR 124/70 = LM Nr. 2 zu § 2312 BGB = MDR 1972, 496 und ständig). - OLG Hamm, 02.08.2012 - 10 U 118/12
Begriff des Landguts i.S. von § 2312 BGB
Wenn er nur zu einem erheblichen Teil zum Lebensunterhalt seines Inhabers beiträgt, kann der Betrieb auch nebenberuflich geführt werden (…BGHZ 98, 375 ff. - juris Rn. 8 mit Verweis auf BGH Urteile vom 4. Mai 1964, III ZR 359/63 = NJW 1964, 1414, 1416; vom 12. Januar 1972, IV ZR 124/70 = LM BGB § 2312 Nr. 2 = MDR 1972, 496 und ständig). - BGH, 14.02.1974 - V BLw 9/73
Rechtsnachfolge bei Hoferbe - Auslegung eines Testaments - Bewertung von …
Soweit das Oberlandesgericht den Antragsteller für verpflichtet erklärt hat, gemäß § 2120 BGB dem Verkauf der Wegeparzelle an die Gemeinde N. zuzustimmen, macht die Rechtsbeschwerde geltend, es sei von folgenden drei Entscheidungen des Bundesgerichtshofs abgewichen: Urteile vom 8. Mai 1952, IV ZR 208/51 (BGHZ 6, 76), vom 17. September 1954, V ZR 35/54 (LM BGB § 1004 Nr. 14) und vom 12. Januar 1972, IV ZR 1206/68 (LM BGB § 2120 Nr. 2/3 = WM 1972, 423).
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Rechtsprechung
| BGH, 12.01.1972 - IV ZR 124/70 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Voraussetzungen für die Geltendmachung des Pflichtteils - Errechnung des Pflichtteils nach dem Ertragswert eines Grundstücks - Anforderungen an die Auslegung eines Testaments
- ibr-online
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- MDR 1972, 496
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (2)
- BGH, 04.05.1964 - III ZR 159/63
Auszug aus BGH, 12.01.1972 - IV ZR 124/70
Daß der Hof seit langem und auch noch in geraumer Zukunft durch den Sohn des Erblassers als Pächter bewirtschaftet wurde, stand unter diesen Umständen der Beurteilung des Besitzes als Landgut nicht entgegen (BGH NJW 1964, 1414, 1416) [BGH 04.05.1964 - III ZR 159/63]. - BGH, 14.11.1968 - III ZR 142/66
Zugrundelegung des Verkehrswerts für die Berechnung des Pflichtteils - …
Auszug aus BGH, 12.01.1972 - IV ZR 124/70
Deshalb kann das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 14. November 1968 (III ZR 142/66, inhaltlich mitgeteilt DRiZ 1969, 278, 281) nicht für den Standpunkt der Klägerin herangezogen werden.
- BGH, 22.10.1986 - IVa ZR 143/85
Bemessung des Pflichtteils an einem landwirtschaftlichen Betrieb
Daß es sich um ein Landgut im Sinne von § 2312 BGB handelt, ist nicht zweifelhaft (BGH Urteil vom 4. Mai 1964 - III ZR 159/63 = LM Nr. 5 zu § 2329 BGB /6 = NJW 1964, 1414, 1416 Abs. 4; Urteil vom 12. Januar 1972 - IV ZR 124/70 - LM Nr. 2 zu § 2312 BGB Bl. 1 R Abs. 2; Urteil vom 15. Dezember 1976 - IV ZR 27/75 = LM Nr. 4 zu § 2312 BGB Bl. 2 Abs. 1; Urteil vom 5. Mai 1983 - III ZR 57/82 = VersR 1983, 1080; Urteil vom 12. Juli 1974 - IV ZR 19/73 S. 9; Urteil vom 14. November 1968 - IV ZR 142/66). - BGH, 22.10.1986 - IVa ZR 76/85
Bewertung eines Landguts
Wenn er nur zu einem erheblichen Teil zum Lebensunterhalt seines Inhabers beiträgt, kann der Betrieb auch nebenberuflich geführt werden (BGH Urteile vom 4. Mai 1964, III ZR 359/63 = NJW 1964, 1414, 1416; vom 12. Januar 1972, IV ZR 124/70 = LM Nr. 2 zu § 2312 BGB = MDR 1972, 496 und ständig).In dem dem Urteil vom 12. Januar 1972 (aaO) zugrundeliegenden Fall war der von einem Sohn des Erblassers übernommene landwirtschaftliche Besitz seit langem an einen anderen Sohn des Erblassers verpachtet und wurde von diesem bewirtschaftet.
- OLG Hamm, 02.08.2012 - 10 U 118/12
Begriff des Landguts i.S. von § 2312 BGB
Wenn er nur zu einem erheblichen Teil zum Lebensunterhalt seines Inhabers beiträgt, kann der Betrieb auch nebenberuflich geführt werden (…BGHZ 98, 375 ff. - juris Rn. 8 mit Verweis auf BGH Urteile vom 4. Mai 1964, III ZR 359/63 = NJW 1964, 1414, 1416; vom 12. Januar 1972, IV ZR 124/70 = LM BGB § 2312 Nr. 2 = MDR 1972, 496 und ständig). - BGH, 21.01.1993 - BLw 56/92
Anfechtbarkeit der oberlandesgerichtlichen Entscheidung über die Nichtzulassung …
Die Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 12. Januar 1972, IV ZR 124/70 (MDR 1972, 496) betrifft allein die Beurteilung eines Anwesens als "Landgut" im Sinne des § 2312 BGB zur Berechnung des Pflichtteils. - BGH, 12.07.1974 - IV ZR 19/73 Solange die Landwirtschaft im wesentlichen unverändert weiterbetrieben wird und insoweit auch keine Änderung in absehbarer Zeit zu erwarten ist, erscheint es nicht vertretbar, den gegenläufigen Tendenzen der Spekulation durch Nichtanwendung des § 2312 BGB Rechnung zu tragen (BGH Urteil vom 12. Januar 1972 - IV ZR 124/70 - = LM § 2312 BGB Nr. 2; MDR 1972, 496).
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