Rechtsprechung
| BGH, 10.02.1977 - VII ZR 17/75 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Verlangen einer Vertragsstrafe nach Abnahme der Werkleistung - Notwendigkeit des rechtzeitigen Vorbehalts einer Vertragsstrafe zur Begründung eines Vertragsstrafeanspruchs
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Vorbehalt der Vertragsstrafe
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1977, 897
- MDR 1977, 571
- DB 1977, 1184
- BauR 1977, 280
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (5)
- BGH, 22.02.1971 - VII ZR 243/69
Geltendmachung des Mängelbeseitigungsanspruchs gegenüber dem Werklohnanspruch des …
Auszug aus BGH, 10.02.1977 - VII ZR 17/75
Entweder ist die Abnahme gemäß § 12 Nr. 5 Abs. 1 VOB/B erfolgt, wobei z.B. die schriftliche Mitteilung über die Fertigstellung der Leistung in der Übersendung der Schlußrechnung vom 30. April 1969 liegen kann (vgl. Senatsurteil vom 8. Juli 1963 - VII ZR 132/62 - und BGHZ 55, 354, 356), oder gemäß § 12 Nr. 5 Abs. 2 VOB/B durch Inbenutzungsnahme der Gebäude oder förmlich am 3. Februar 1969 durch den möglicherweise auch insoweit bevollmächtigten Architekten. - BGH, 11.03.1971 - VII ZR 112/69
Vertragsstrafe; Verschulden; Vorbehalt bei Erfüllungsannahme; Fälligkeit
Auszug aus BGH, 10.02.1977 - VII ZR 17/75
Ein früherer oder späterer Vorbehalt genügt nicht (BGH NJW 1971, 883, 884). - RG, 26.01.1903 - VI 393/02
Bürgschaft. Vertragsstrafe.
Auszug aus BGH, 10.02.1977 - VII ZR 17/75
Der Beklagte hätte daher zur schlüssigen Begründung seines Vertragsstrafenanspruches in den Vorinstanzen vortragen müssen, daß er sich ihn rechtzeitig vorbehalten habe (vgl. RGZ 53, 356, 358, 359). - OLG Celle, 28.07.1971 - 13 U 115/68
Auszug aus BGH, 10.02.1977 - VII ZR 17/75
Ob bei einer schon vor der Abnahme erklärten Aufrechnung mit dem Vertragsstrafenanspruch ein späterer Vorbehalt bei der Abnahme entbehrlich ist (…so wohl - zweifelnd - Ballhaus in BGB RGRK 12. Aufl., § 341 Anm. 14; gegenteiliger Ansicht: OLG Celle MDR 1972, 142 und - dem folgend - Korbion VOB 7. Aufl. B § 11 Rdn. 11), braucht hier nicht entschieden zu werden; denn einen derartigen Sachverhalt hat die Beklagte - jedenfalls bisher - nicht behauptet. - BGH, 08.07.1963 - VII ZR 132/62
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 10.02.1977 - VII ZR 17/75
Entweder ist die Abnahme gemäß § 12 Nr. 5 Abs. 1 VOB/B erfolgt, wobei z.B. die schriftliche Mitteilung über die Fertigstellung der Leistung in der Übersendung der Schlußrechnung vom 30. April 1969 liegen kann (vgl. Senatsurteil vom 8. Juli 1963 - VII ZR 132/62 - und BGHZ 55, 354, 356), oder gemäß § 12 Nr. 5 Abs. 2 VOB/B durch Inbenutzungsnahme der Gebäude oder förmlich am 3. Februar 1969 durch den möglicherweise auch insoweit bevollmächtigten Architekten.
- BGH, 18.11.1982 - VII ZR 305/81
Vorbehalt der Vertragsstrafe
Vorbehalte, die vor oder nach der Erfüllungsannahme geäußert werden, genügen grundsätzlich nicht, um den kraft Gesetzes eintretenden Verlust des Anspruchs auf die Vertragsstrafe zu verhindern (BGHZ 33, 236, 237/238; BGH NJW 1971, 883, 884; NJW 1977, 897, 898;… Ballhaus in BGB-RGRK, 12. Aufl., § 341 Rdn. 12;… Ingenstau/Korbion, VOB, 9. Aufl., B § 11 Rdn. 7 und 11;… kritisch Nicklisch/Weick, VOB Teil B, § 11 Rdn. 24). - BGH, 20.04.1989 - VII ZR 334/87
Hemmung der Verjährung bei Prüfung von Mängeln
Die Übersendung der Schlußrechnung genügt als schriftliche Mitteilung über die Fertigstellung der Leistung (Senatsurteile BGHZ 55, 354, 356 [BGH 22.02.1971 - VII ZR 243/69] ; NJW 1977, 897, 898 [BGH 10.02.1977 - VII ZR 17/75] undvom 28. April 1980 - VII ZR 109/79 = BauR 1980, 357, 358 = ZfBR 1980, 192, 193). - BGH, 04.11.1982 - VII ZR 11/82
Abnahme: Anfechtung; Vorbehalt der Vertragsstrafe
Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BGH, 10.11.1977 - VII ZR 252/75
Befugnis zur Änderung des vereinbarten Fertigstellungstermins bei Betrauung mit …
Die Rechtzeitigkeit des Vorbehalts hätten aber die Beklagten vortragen müssen (Senatsurteil in NJW 1977, 897, 898). - OLG Frankfurt, 25.05.2005 - 1 U 172/04
VOB-Vertrag: Vorbehalt bei Abnahme als Voraussetzung des Vertragsstrafenanspruchs
Ist die Werkleistung abgenommen, muss der Auftraggeber zu schlüssigen Begründung seines Vertragsstrafenanspruchs vortragen, sich die Vertragsstrafe rechtzeitig vorbehalten zu haben (Anschluss an BGH BauR 1977, 280).Ist die Werkleistung - wie im Streitfall - abgenommen, muss der Auftraggeber zur schlüssigen Begründung seines Vertragsstrafenanspruchs vortragen, sich die Vertragsstrafe rechtzeitig vorbehalten zu haben (vgl. BGH BauR 1977, 280 f. [juris-Rn. 10];… 1984, 643 f. [juris-Rn. 12];… OLG Düsseldorf BauR 1977, 281 f. [juris-Rn. 44];… a. A. Baumgärtel-Strieder, Handbuch der Beweislast im Privatrecht, 2. Aufl., § 341 Rn. 3).
- OLG Brandenburg, 13.05.2020 - 11 U 75/19
Rechte des Unternehmers nach erfolgter Kündigung des Werkvertrages durch den …
Hierzu hat er bei einer Vertragsstrafenregelung wegen nicht fristgerechter Erfüllung die Vereinbarung der Vertragsstrafe, die Fälligkeit der Leistung, die nicht fristgerechte Erfüllung, das Vorliegen des Verzuges und den rechtzeitigen Vorbehalt der Vertragsstrafe darzulegen und zu beweisen (BGH, Urt. v. 10.02.1977 - VII ZR 17/75; BauR 1977, 280;… BeckOK VOB/B/Oberhauser, 38. Ed. 31.7.2019, VOB/B § 11 Abs. 4 Rn. 20).Der Vorbehalt ist gem. § 11 Abs. 4 VOB/B "bei der Abnahme" zu erklären; ein früherer oder späterer Vorbehalt reicht - solange der Vertragsstrafenanspruch nicht etwa bereits durch vorherige Aufrechnung erloschen ist - mit Blick auf den Zweck der Regelung nicht aus (BGH, Urt. v. 10.02.1977 - VII ZR 17/75; BauR 1977, 280;… Urt. v. 04.11.1982 - VII ZR 11/82;… Urt. v. 05.11.2015 - VII ZR 43/15 Rn. 33, jeweils zitiert nach juris;… Ganten/Jansen/Voit, VOB/B, § 11 Rn. 9, beck-online).
- BGH, 26.01.1979 - V ZR 98/77
Ausdrücklicher Vorbehalt der Vertragsstrafe notwendig auch bei Unterwerfung unter …
Unabhängig von der Frage, ob ein etwaiger im Zeitpunkt der Errichtung der Urkunde erklärter und unter Umständen bei der Erfüllungsannahme noch fortwirkender Vorbehalt den Anforderungen des § 341 Abs. 3 BGB genügt (vgl. hierzu RGZ 73, 147; BGHZ 33, 237 [BGH 03.11.1960 - VII ZR 150/59]; BGH NJW 1977, 897, 898;… Soergel/Schmidt, BGB 10. Aufl. § 341 Anm. 4), führt eine den ausdrücklichen Vorbehalt nicht enthaltende vollstreckbare Urkunde, die lange vor Fälligkeit der Leistungen errichtet worden ist, dem Schuldner nicht deutlich vor Augen, der Gläubiger werde trotz späterer Annahme der Leistung auf der Erfüllung des Vertragsstrafenanspruchs bestehen.
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".