Rechtsprechung
| VG Berlin, 14.04.1981 - 16 A 26.81 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Schranken der Ausübung des Ermessens zum Wiederaufgreifen eines Verwaltungsverfahrens; Änderung der Rechtslage durch den Wandel in der Rechtsauffassung aufgrund höchstrichterlicher Rechtsprechung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1981, 2595
- NVwZ 1982, 522 (Ls.)
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (11)
- BVerwG, 11.12.1963 - V C 91.62
Auszug aus VG Berlin, 14.04.1981 - 16 A 26.81
Allerdings hat das Bundesverwaltungsgericht in anderen Entscheidungen auch die gegenteilige Auffassung vertreten: BVerwGE 17, 256, 260 f. [BVerwG 11.12.1963 - V C 91.62] und BVerwGE 31, 112, 113 [BVerwG 04.12.1968 - V C 38.66] (ohne aber einen Anspruch auf Wiederaufgreifen anzuerkennen); ebenso BSGE 26, 89, 91 f.(nicht eindeutig), J. Martens, JuS 1979, 119 bei Anm. 74.Ob die Behörde von ihrer Befugnis, einen Verwaltungsakt auch über die Wiederaufgreifensgründe des § 51 VwVfG hinaus aufzuheben, Gebrauch macht oder an ihrer ersten Entscheidung festhält, steht in ihrem - nur durch Artikel 3 GG gebundenen - Ermessen, soweit nicht eine spezielle Norm, wie zum Beispiel § 79 Abs. 2 des Gesetzesüber das Bundesverfassungsgericht, das Wiederaufgreifen unanfechtbarer Entscheidungen verhindert (vgl. bereits für die Zeit vor Erlaß desVerwaltungsverfahrensgesetzes BVerwGE 17, 256, 261 [BVerwG 11.12.1963 - V C 91.62]; BVerwG MDR 1966, 953;… Wolff/Bachof a.a.O.S. 471 f.; vgl. ferner die Begründung zu§ 47 des Entwurfs des Verwaltungsverfahrensgesetzes, Drucksache des Bundestages 7/910 S. 75).
- BVerfG, 01.07.1953 - 1 BvL 23/51
Haftentschädigung
Auszug aus VG Berlin, 14.04.1981 - 16 A 26.81
Eine Änderung der Rechtslage durch den Wandel in der Rechtsauffassung aufgrund höchstrichterlicher Rechtsprechung haben das Bundesverfassungsgericht und das Bundesverwaltungsgericht verneint (BVerfGE 2, 380, 395 f. [BVerfG 01.07.1953 - 1 BvL 23/51]; BVerwG DÖV 1966, 866 [BVerwG 30.03.1966 - BVerwG V C 91.64]; BVerwGE 28, 122, 125 [BVerwG 19.10.1967 - III C 123.66] bis 127;… ebenso: Bettermann in Festschrift für H. J. Wolff, 1973, 465, 485 f.;… Wolff/Bachof, Verwaltungsrecht I, 9. Aufl. 1974, S. 470, 472;… Erichsen/W. Martens, Allgemeines Verwaltungsrecht, 3. Aufl. 1978 S. 201, 210 f.). - BVerwG, 30.01.1974 - VIII C 20.72
Wehrpflichtigen-Mietzuschuß - § 35 VwVfG, § 51 VwVfG, Zweitbescheid, Anspruch auf …
Auszug aus VG Berlin, 14.04.1981 - 16 A 26.81
Die Begründung in dem Schreiben der ... vom 30. Mai 1979, auf das sich auch der Ablehnungsbescheid vom 7. November 1979 bezieht, der Grundsatz der Rechtssicherheit verdiene hier den Vorzug vor anderen Gesichtspunkten, reicht aus, um die tragende Ermessenserwägung kenntlich zu machen (zu den geringeren Anforderungen an die Begründung einer das Wiederaufgreifen ablehnenden Entscheidung vgl. BVerwGE 39, 231, 234 f. [BVerwG 06.01.1972 - III C 83.70]; 44, 333, 338;… Maurer a.a.O.S. 32).
- BVerwG, 26.08.1977 - VII C 71.74
Gemeinschaftsrecht - Verfügung einer nationalen Behörde - Fristversäumnis - …
Auszug aus VG Berlin, 14.04.1981 - 16 A 26.81
Wer das Risiko eines Prozesses scheut oder einen Verwaltungsakt annimmt, kann nicht verlangen, dem gleichgestellt zu werden, der fristgemäß von seinen prozessualen Rechten Gebrauch macht (vgl. BVerwG NJW 1978, 508 m.w.N.). - BVerwG, 19.10.1967 - III C 123.66
Auszug aus VG Berlin, 14.04.1981 - 16 A 26.81
Eine Änderung der Rechtslage durch den Wandel in der Rechtsauffassung aufgrund höchstrichterlicher Rechtsprechung haben das Bundesverfassungsgericht und das Bundesverwaltungsgericht verneint (BVerfGE 2, 380, 395 f. [BVerfG 01.07.1953 - 1 BvL 23/51]; BVerwG DÖV 1966, 866 [BVerwG 30.03.1966 - BVerwG V C 91.64]; BVerwGE 28, 122, 125 [BVerwG 19.10.1967 - III C 123.66] bis 127;… ebenso: Bettermann in Festschrift für H. J. Wolff, 1973, 465, 485 f.;… Wolff/Bachof, Verwaltungsrecht I, 9. Aufl. 1974, S. 470, 472;… Erichsen/W. Martens, Allgemeines Verwaltungsrecht, 3. Aufl. 1978 S. 201, 210 f.). - BVerwG, 06.01.1972 - III C 83.70
Auszug aus VG Berlin, 14.04.1981 - 16 A 26.81
Die Begründung in dem Schreiben der ... vom 30. Mai 1979, auf das sich auch der Ablehnungsbescheid vom 7. November 1979 bezieht, der Grundsatz der Rechtssicherheit verdiene hier den Vorzug vor anderen Gesichtspunkten, reicht aus, um die tragende Ermessenserwägung kenntlich zu machen (zu den geringeren Anforderungen an die Begründung einer das Wiederaufgreifen ablehnenden Entscheidung vgl. BVerwGE 39, 231, 234 f. [BVerwG 06.01.1972 - III C 83.70]; 44, 333, 338;… Maurer a.a.O.S. 32). - BVerwG, 05.09.1966 - V C 174.65
Notwendigkeit des Wiederaufgreifens eines Verwaltungsverfahrens über die …
Auszug aus VG Berlin, 14.04.1981 - 16 A 26.81
Ob die Behörde von ihrer Befugnis, einen Verwaltungsakt auch über die Wiederaufgreifensgründe des § 51 VwVfG hinaus aufzuheben, Gebrauch macht oder an ihrer ersten Entscheidung festhält, steht in ihrem - nur durch Artikel 3 GG gebundenen - Ermessen, soweit nicht eine spezielle Norm, wie zum Beispiel § 79 Abs. 2 des Gesetzesüber das Bundesverfassungsgericht, das Wiederaufgreifen unanfechtbarer Entscheidungen verhindert (vgl. bereits für die Zeit vor Erlaß desVerwaltungsverfahrensgesetzes BVerwGE 17, 256, 261 [BVerwG 11.12.1963 - V C 91.62]; BVerwG MDR 1966, 953;… Wolff/Bachof a.a.O.S. 471 f.; vgl. ferner die Begründung zu§ 47 des Entwurfs des Verwaltungsverfahrensgesetzes, Drucksache des Bundestages 7/910 S. 75). - BVerwG, 30.03.1966 - V C 91.64
Rechtsmittel
Auszug aus VG Berlin, 14.04.1981 - 16 A 26.81
Eine Änderung der Rechtslage durch den Wandel in der Rechtsauffassung aufgrund höchstrichterlicher Rechtsprechung haben das Bundesverfassungsgericht und das Bundesverwaltungsgericht verneint (BVerfGE 2, 380, 395 f. [BVerfG 01.07.1953 - 1 BvL 23/51]; BVerwG DÖV 1966, 866 [BVerwG 30.03.1966 - BVerwG V C 91.64]; BVerwGE 28, 122, 125 [BVerwG 19.10.1967 - III C 123.66] bis 127;… ebenso: Bettermann in Festschrift für H. J. Wolff, 1973, 465, 485 f.;… Wolff/Bachof, Verwaltungsrecht I, 9. Aufl. 1974, S. 470, 472;… Erichsen/W. Martens, Allgemeines Verwaltungsrecht, 3. Aufl. 1978 S. 201, 210 f.). - BVerwG, 28.02.1979 - 8 C 17.77
Auszug aus VG Berlin, 14.04.1981 - 16 A 26.81
Dezember 1975 zu ändern und die Förderung nach den Grundsätzen des Bundesverwaltungsgerichts in dessen Urteil vom 28. Februar 1979 - BVerwG 8 C 17.77 - (BVerwGE 57, 290) neu festzusetzen. - BSG, 31.01.1967 - 2 RU 125/65
Zugunstenbescheid gemäß § 619 der Reichsversicherungsordnung (RVO) - Auswirkungen …
Auszug aus VG Berlin, 14.04.1981 - 16 A 26.81
Allerdings hat das Bundesverwaltungsgericht in anderen Entscheidungen auch die gegenteilige Auffassung vertreten: BVerwGE 17, 256, 260 f. [BVerwG 11.12.1963 - V C 91.62] und BVerwGE 31, 112, 113 [BVerwG 04.12.1968 - V C 38.66] (ohne aber einen Anspruch auf Wiederaufgreifen anzuerkennen); ebenso BSGE 26, 89, 91 f.(nicht eindeutig), J. Martens, JuS 1979, 119 bei Anm. 74. - BVerwG, 04.12.1968 - V C 38.66
Unterhaltsbeihilfe nach dem Lastenausgleichsgesetz (LAG) - Grundrente nach dem …
- VG Ansbach, 25.03.2015 - AN 4 K 14.30793
Kasachstan: Klageabweisung, Voraussetzungen nach § 51 Abs. 1 bis 3 VwVfG nicht …
Denn § 51 VwVfG, der in Bezug auf § 60 Abs. 2 bis 7 AufenthG in vollem Umfang anwendbar ist, schließt nicht aus, dass die Behörde nach ih rem Ermessen das Verfahren wieder aufgreifen kann, wie der in § 51 Abs. 5 VwVfG enthaltene Hinweis auf die §§ 48 f. VwVfG zeigt (vgl. BVerwGE 60, 316, 325; BVerwG NJW 1981, 2595; BVerwG NVwZ-RR 1993, 667; und insbesondere zum Wiederaufgreifensantrag in Bezug auf den entsprechenden § 53 AusIG a.F.: BVerwG, U.v. 7.9.1999 InfAusIR 2000, 16 = NVwZ 2000, 204 sowie U.v. 21.3.2000 NVwZ 2000, 940). - BFH, 01.06.1989 - V R 37/83
Kriterien für den Erlass eines Leistungsbescheids - Verstoß gegen Denkgesetze …
Im Rahmen des Verfahrens nach § 48 VwVfG besteht aber kein - materielles subjektives - Recht auf eine neue Sachentscheidung; der Betroffene hat, entgegen der Auffassung der Klägerin, lediglich einen Anspruch auf ermessensfehlerfreie Prüfung, ob die Behörde in ein neues Verfahren zur Sache eintreten will (BVerwG-Beschluß in NJW 1981, 2595; Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, Urteil vom 24. Oktober 1977 - Nr. 52 III 76, Deutsche Verkehrsteuer-Rundschau 1978, 114; Verwaltungsgericht Berlin, Urteil vom 14. April 1981 - 16 A 26/81, NJW 1981, 2295;… Kopp, a. a. O., § 48 Rdnr. 36). - VG Meiningen, 18.10.2011 - 2 K 20103/11
Aserbaidschan: § 60 Abs. 1 AufenthG, Armenische Volkszugehörige
Damit haben sei aber ihre Folgeanträge nicht lediglich auf eine Rechtsprechungsänderung gestützt, was weder eine Änderung der Sachlage noch eine Änderung der Rechtslage im Sinne des § 51 Abs. 1 Nr. 1 VwVfG darstellte (vgl. hierzu BVerwG, Beschl. v. 25.05.1981, NJW 1981, 2595;… Urt. v. 27.01.1994, BayVBl. 1994, 632), da die Änderung der Rechtsprechung nur eine andere rechtliche Würdigung des Sachverhalts auf Grund einer jedoch unverändert gebliebenen Sach- und Rechtslage bedeutet (…vgl. VG Ansbach, Urt. v. 08.05.2007, AN 15 K 07.30005, juris, Rn. 17).
- VG Ansbach, 25.03.2015 - AN 4 K 14.30792
Kasachstan: Klageabweisung, weder Anspruch auf Durchführung eines weiteren …
Denn § 51 VwVfG, der in Bezug auf § 60 Abs. 2 bis 7 AufenthG in vollem Umfang anwendbar ist, schließt nicht aus, dass die Behörde nach ih rem Ermessen das Verfahren wieder aufgreifen kann, wie der in § 51 Abs. 5 VwVfG enthaltene Hinweis auf die §§ 48 f. VwVfG zeigt (vgl. BVerwGE 60, 316, 325; BVerwG NJW 1981, 2595; BVerwG NVwZ-RR 1993, 667; und insbesondere zum Wiederaufgreifensantrag in Bezug auf den entsprechenden § 53 AusIG a.F.: BVerwG, U.v. 7.9.1999 InfAusIR 2000, 16 = NVwZ 2000, 204 sowie U.v. 21.3.2000 NVwZ 2000, 940). - VG Meiningen, 21.05.2012 - 2 K 20011/09
Aserbaidschan: § 60 Abs. 1, Armenische Volkszugehörige
Damit hat er aber seinen Folgeantrag nicht lediglich auf eine Rechtsprechungsänderung gestützt, was weder eine Änderung der Sachlage noch eine Änderung der Rechtslage im Sinne des § 51 Abs. 1 Nr. 1 VwVfG darstellte (vgl. hierzu BVerwG, Beschl. v. 25.05.1981, NJW 1981, 2595;… Urt. v. 27.01.1994, BayVBl. 1994, 632), da eine Änderung der Rechtsprechung auch nur eine andere rechtliche Würdigung des Sachverhalts auf Grund einer jedoch unverändert gebliebenen Sach- und Rechtslage bedeuten kann (…vgl. VG Ansbach, Urt. v. 08.05.2007, AN 15 K 07.30005, juris, Rn. 17). - VG Meiningen, 23.04.2012 - 2 K 20041/10
Armenien: § 60 Abs. 1 AufenthG, die Klägerin unterlag als armenische …
Damit hat sie aber ihren Folgeantrag nicht lediglich auf eine Rechtsprechungsänderung gestützt, was für sich allein weder eine Änderung der Sachlage noch eine Änderung der Rechtslage im Sinne des § 51 Abs. 1 Nr. 1 VwVfG darstellte (vgl. hierzu BVerwG, Besch! v. 25.05.1981, NJW 1981, 2595;… Urt. v. 27.01.1994, BayVBl. 1994, 632), da die Änderung der Rechtsprechung nur eine andere rechtliche Würdigung des Sachverhalts auf Grund einer jedoch unverändert gebliebenen Sach- und Rechtslage bedeuten kann (…vgl. VG Ansbach, Urt. v. 08.05.2007, AN 15 K 07.30005, juris, Rn. 17). - VG Bayreuth, 31.10.2011 - B 3 K 11.30082
Sri Lanka: Klageabweisung, Erkrankung führt im Rückkehrfall nicht zu einer …
Zwar schließt § 51 VwVfG nicht aus, dass die Behörde nach ihrem Ermessen das Verfahren wieder aufgreifen kann, wie der in § 51 Abs. 5 VwVfG enthaltene Hinweis auf die §§ 48 f. VwVfG zeigt (vgl. BVerwGE 60, 316, 325; BVerwG NJW 1981, 2595; BVerwG NVwZ-RR 1993, 667; und insbesondere zum Wiederaufgreifensantrag in Bezug auf den entsprechenden § 53 AusIG a.F.: BVerwG, Urteil vom 07.09.1999 InfAusIR 2000, 16 - NVwZ 2000, 204 sowie Urteil vom 21.03.2000 NVwZ 2000, 940).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".