Weitere Entscheidung unten: BGH, 06.05.2008

Rechtsprechung
   BGH, 27.02.2008 - 2 StR 603/07   

Volltextveröffentlichungen (8)

  • Judicialis
  • Jurion

    Vorliegen eines heimtückischen Handelns im Fall fehlender Abwehrmöglichkeit eines Angriffs aufgrund der Kürze der Zeitspanne zwischen Erkennen der Gefahr und dem unmittelbaren Angriff; Vorliegen des Ausnutzungsbewussteins im Hinblick auf die Arglosigkeit und Wehrlosigkeit eines Opfers trotz affektiv bedingten Erregungszustands; Beurteilung des Grades einer affektiven Erregung im Hinblick auf eine strafmildernde tiefgreifende Bewusstseinsstörung i.R.e. Gesamtwürdigung aller Indizien

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    StGB § 211 Abs. 2
    Subjektive Seite der Heimtücke bei Handeln im Affekt

  • datenbank.nwb.de
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NStZ 2008, 510



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Wird zitiert von ... (13)  

  • BGH, 31.07.2014 - 4 StR 147/14  

    Heimtückemord (bewusstes Ausnutzen der Arg- und Wehrlosigkeit:

    Denn bei erhaltener Einsichtsfähigkeit ist die Fähigkeit des Täters, die Tatsituation in ihrem Bedeutungsgehalt für das Opfer realistisch wahrzunehmen und einzuschätzen, im Regelfall nicht beeinträchtigt (BGH, Urteile vom 27. Februar 2008 - 2 StR 603/07, NStZ 2008, 510, 511 f.; vom 10. Februar 2010 - 2 StR 391/09, NStZ-RR 2010, 175, 176; Beschluss vom 24. November 2009 - 1 StR 520/09, StV 2010, 287, 289 jeweils mwN).

    Das Schwurgericht hat nicht verkannt, dass nach der Rechtsprechung allein auf Grund der von ihm zugunsten des Angeklagten angenommenen erheblichen Einschränkung des Steuerungsvermögens nicht ohne Weiteres auf das Fehlen des Ausnutzungsbewusstseins geschlossen werden darf (vgl. BGH, Urteil vom 27. Februar 2008 - 2 StR 603/07, NStZ 2008, 510; Beschluss vom 4. Mai 2011 - 5 StR 65/11, NStZ 2011, 634 mwN).

  • BGH, 10.02.2010 - 2 StR 391/09  

    Verfahren wegen Angriffs mit einer Machete im Streit um vermeintliches

    Vielmehr ist bei erhaltener Einsichtsfähigkeit auch die Fähigkeit des Täters, die Tatsituation in ihrem Bedeutungsgehalt für das Opfer realistisch wahrzunehmen und einzuschätzen, im Regelfall nicht beeinträchtigt (BGH NStZ 2008, 510, 511 f.; Beschl. v. 24. November 2009 - 1 StR 520/09).
  • BGH, 15.11.2017 - 5 StR 338/17  

    Voraussetzungen der Heimtücke (Arglosigkeit; Wehrlosigkeit; Kausalzusammenhang;

    Denn bei erhaltener Unrechtseinsicht ist die Fähigkeit des Täters, die Tatsituation in ihrem Bedeutungsgehalt für das Opfer realistisch wahrzunehmen und einzuschätzen, im Regelfall nicht beeinträchtigt (BGH, Urteile vom 27. Februar 2008 - 2 StR 603/07, NStZ 2008, 510, 511, und vom 31. Juli 2014 - 4 StR 147/14, NStZ 2015, 30, 31 mwN).
  • BGH, 17.09.2008 - 5 StR 189/08  

    Mord (Heimtücke: Feststellung des Ausnutzungsbewusstseins, vorhergehende

    Einer Darlegung und Würdigung weiterer Beweisanzeichen (vgl. BGH, Urteil vom 27. Februar 2008 - 2 StR 603/07) bedurfte es dann nicht mehr.
  • BGH, 28.02.2013 - 4 StR 357/12  

    Totschlag (Tötungsvorsatz: Gesamtwürdigung, offen zu Tage liegende Gefährlichkeit

    Diese Indizien sind dabei im Rahmen einer umfassenden Gesamtwürdigung zu beurteilen (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 27. Februar 2008 - 2 StR 603/07, NStZ 2008, 510, 512; Beschluss vom 7. August 2012 - 2 StR 218/12).
  • BGH, 11.12.2012 - 5 StR 438/12  

    Heimtückemord (Ausnutzung der Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers trotz eines zuvor

    Damit ist insgesamt von Rechts wegen nichts dagegen zu erinnern, dass das sachverständig beratene Tatgericht unter den hier gegebenen Vorzeichen davon ausgegangen ist, der in seinen kognitiven Fähigkeiten nicht relevant beeinträchtigte Täter habe den Bedeutungsgehalt der tatsächlichen Lage zu Beginn seines tödlichen Angriffs zutreffend eingeschätzt (vgl. auch BGH, Urteile vom 27. Februar 2008 - 2 StR 603/07, NStZ 2008, 510, 511 f., und vom 10. Februar 2010 - 2 StR 391/09, aaO).
  • BGH, 26.02.2009 - 5 StR 532/08  

    Aussetzung; fahrlässige Tötung; Beweiswürdigung

    Dass all diese Umstände einer relevanten Verkennung der Tatsachengrundlage ebenso im Wege stehen können wie die angenommene erhaltene Einsichtsfähigkeit (vgl. hierzu BGH NStZ 2008, 510, 511 f.), hat das Landgericht nicht erkennbar bedacht.
  • BGH, 24.11.2009 - 1 StR 520/09  

    Hochgradiger Affekt als Beeinträchtigung im Sinne des § 20 StGB; Beweisantrag auf

    Bei erhaltener Einsichtsfähigkeit - anderes ist hier nicht ersichtlich - ist die Fähigkeit des Täters, die Tatsituation in ihrem Bedeutungsgehalt für das Opfer realistisch wahrzunehmen und einzuschätzen, regelmäßig nicht beeinträchtigt (BGH, Urt. vom 27. Februar 2008 - 2 StR 603/07; aus forensisch-psychiatrischer Sicht ebenso Dannhorn NStZ 2007, 297, 299).
  • BGH, 01.04.2009 - 2 StR 601/08  

    Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen (Ausnutzungsbewusstsein;

    Es hat im Gegenteil die gegen eine tiefgreifende Bewusstseinsstörung sprechenden Anzeichen, die sich aus der von der Sachverständigen herangezogenen Handlungsanalyse und der detaillierten Erinnerung des Angeklagten an das Geschehen ergeben (vgl. BGH NStZ 2008, 510, 512), völlig außer Betracht gelassen.
  • BGH, 07.08.2012 - 2 StR 218/12  

    Mord; verminderte Schuldfähigkeit (tiefgreifende Bewusstseinsstörung;

    Diese Indizien sind dabei im Rahmen einer umfassenden Gesamtwürdigung zu beurteilen (st. Rspr.; vgl. BGH NStZ 2008, 510, 512).
  • BGH, 26.11.2015 - 1 StR 538/15  

    Heimtückemord (Ausnutzungsbewusstsein trotz vollständig aufgehobener

  • BGH, 14.01.2010 - 4 StR 399/09  

    Heimtücke (subjektive Tatseite)

  • LG Arnsberg, 30.01.2012 - 6 KLs 2/11  

    Tötungsvorsatz, Messerstich, Notwehrlage, Affekt, Jugendstrafe

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Rechtsprechung
   BGH, 06.05.2008 - 5 StR 163/08   

Volltextveröffentlichungen (8)

  • HRR Strafrecht

    § 212 StGB; § 213 StGB; § 46 Abs. 3 StGB
    Minder schwerer Fall des Totschlags (seelische Kränkungen: vermeintlicher Betrug; Beleidigungen; Handeln ohne eigene Schuld: Eskalation durch den Angeklagten; Doppelverwertungsverbot)

  • openjur.de
  • bundesgerichtshof.de PDF
  • Judicialis
  • Jurion

    Kriterien für die Annahme eines sonst minder schweren Falls des Totschlags i.S.v. § 213 Alt. 2 Strafgesetzbuch (StGB); Voraussetzungen für das Vorliegen des Tatbestandsmerkmals "ohne eigene Schuld" i.S.d. § 213 Alt. 1 StGB

  • rechtsportal.de

    StGB § 213
    Seelische Misshandlung als Strafmilderungsgrund

  • datenbank.nwb.de
  • juris (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NStZ 2008, 510
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