Rechtsprechung
| OLG Nürnberg, 30.07.1997 - 8 W 2309/97 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- Anwaltsblatt
§ 688 ZPO, § 43 BRAGebO
- BRAK-Mitteilungen
Nicht erstattungsfähige Kosten eines "Mahnanwalts"
- anwaltsblatt-datenbank.de
§ 688 ZPO, § 43 BRAGebO
- archive.org (Volltext/Leitsatz)
Erstattungsfähigkeit von Mahnanwaltskosten
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BRAGO § 43; ZPO § 688 ff. § 91 Abs. 2 S. 1
Kostenerstattung: Gebühren des Mahnanwalts - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- archive.org (Leitsatz und Entscheidungsanmerkung)
ZPO §§ 688 ff.; 91 Abs. 2 S. 1 BRAGO § 43
Zur Frage der Erstattungsfähigkeit von Mahnanwalts-Kosten - rechtsanwalt.com (Kurzinformation)
Mahnbescheid durch Rechtsanwalt
Besprechungen u.ä.
- archive.org (Leitsatz und Entscheidungsanmerkung)
ZPO §§ 688 ff.; 91 Abs. 2 S. 1 BRAGO § 43
Zur Frage der Erstattungsfähigkeit von Mahnanwalts-Kosten
Verfahrensgang
- LG Nürnberg-Fürth - 8 O 10790/96
- OLG Nürnberg, 30.07.1997 - 8 W 2309/97
Papierfundstellen
- NJW 1998, 388
- MDR 1997, 1068
- MDR 1998, 127
- AnwBl 1998, 347
- Rpfleger 1998, 39
Wird zitiert von ... (12) Zitiert selbst (1)
- BGH, 17.12.1987 - IX ZR 41/86
Pflichten des Verkehrsanwalts; Verantwortung für den Inhalt von durch den …
Auszug aus OLG Nürnberg, 30.07.1997 - 8 W 2309/97
Sie haben nämlich nicht den Verkehr zwischen der Klägerin und ihrem Prozeßbevollmächtigten, sondern den zwischen der Klägerin und dem Gericht (mittels Anspruchsbegründung) vermittelt (…vgl. Hartmann, Kostengesetze, 25. Aufl., RZ 1 zu § 52 BRAGO ; BGH NJW 88, 1079).
- BGH, 11.02.2010 - IX ZB 175/07
Prozesskostenhilfebewilligung: Beiordnung eines Verfahrensbevollmächtigten im …
Der Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids erfordert im Hinblick auf die Formalisierung des Antragsverfahrens keine besonderen Rechtskenntnisse oder geschäftlichen Erfahrungen (vgl. OLG Nürnberg MDR 1997, 1068). - KG, 04.08.1998 - 1 W 4454/98
Kostenerstattung: Erstattungsfähigkeit der Vergütung des Mahnanwalts neben der …
Der Senat hält auch im Hinblick auf die abweichende Ansicht des OLG Nürnberg (MDR 1997, 1068) an seiner ständigen Rechtsprechung (u. a. in JurBüro 1975, 623; 1979, 210; 1987, 280) fest,wonach die Kosten eines vom Kl für das Mahnverfahren zugezogenen Rechtsanwalts, der im Streitverfahren nicht als Prozeßbevollmächtigter tätig werden kann, neben den Kosten des für das Streitverfahren bestellten Prozeßbevollmächtigten erstattungsfähig sind, wenn der Kl nicht mit einem Widerspruch gegen den Mahnbescheid zu rechnen brauchte.Der Senat sieht nach erneuter Prüfung keinen Anlaß, seine gefestigte Rechtsprechung im Hinblick auf die vor kurzem veröffentlichte Entscheidung des OLG Nürnberg vom 30.7.1997 (MDR 1997, 1068) aufzugeben.
Dem ist nicht zu folgen (ebenso die ablehnende Anmerkung von Schütt in MDR 1998, 127).
- OLG Nürnberg, 21.06.1999 - 1 W 1470/99
Kostenerstattung: Gebühren des Mahnanwalts
Mahnanwaltskosten sind grundsätzlich erstattungsfähig (abweichend von OLG Nürnberg - 8. Zivilsenat -, NJW 1998, 388 ), es sei denn, der Gläubiger mußte von vornherein mit einem Widerspruch des Schuldners rechnen.Kosten einer Partei für einen im Mahnverfahren aufgetretenen Rechtsanwalt sind gemäß § 91 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 ZPO Kosten des Rechtsstreits und grundsätzlich erstattungsfähig (…Zöller-Herget, ZPO , 21. Auflage, § 91 Rn. 13 "Mahnverfahren" m.w.N. aus der Rechtsprechung;… Thomas-Putzo, ZPO , 21. Auflage, § 91 Rn. 37; der vom 8. Zivilsenat des OLG Nürnberg in MDR 97, 1068 = NJW 98, 388 vertretenen gegenteiligen Rechtsansicht vermag sich der erkennende Senat aus den vom 5. Zivilsenat des OLG Nürnberg, NJW 99, 656 = MDR 98, 927, dargelegten Gründen nicht anzuschließen).
- LSG Niedersachsen-Bremen, 16.02.2017 - L 15 P 35/16
Gerichtskosten; Mahnverfahren; Pauschgebühr; Rechtsanwaltskosten des …
Im Übrigen wird auch in der zivilgerichtlichen Rechtsprechung die Erstattungsfähigkeit der Kosten eines im Mahnverfahren eingeschalteten Rechtsanwaltes abgelehnt (Oberlandesgericht Nürnberg, Beschluss vom 30. Juli 1997 - 8 W 2309/97 - NJW 1998, Seite 388 ff.: danach ist selbst für einen natürlichen Beteiligten nicht anzunehmen, dass die Einschaltung eines Rechtsanwaltes zur Durchführung des Mahnverfahrens in einem Routine-Fall erforderlich ist). - OLG Naumburg, 31.03.2004 - 5 W 30/04
Zur Erstattungsfähigkeit der Kosten eines Mahnanwaltes
Die Erstattungsfähigkeit zusätzlicher Kosten eines Mahnanwaltes oder Mahnbeistandes erscheint grundsätzlich zweifelhaft (OLG Nürnberg MDR 1997, 1068).Die Erstattungsfähigkeit zusätzlicher Kosten eines Mahnanwaltes oder Mahnbeistandes erscheint grundsätzlich zweifelhaft (OLG Nürnberg MDR 1997, 1068).
- LAG Niedersachsen, 23.03.2009 - 9 Ta 9/09
Prozesskostenhilfeantrag - mutwillige Klage - Vorrang eines Mahnverfahrens vor …
Dabei ist zu berücksichtigen, dass für die Durchführung des Mahnverfahrens grundsätzlich die Beiordnung eines Rechtsanwaltes nicht in Betracht kommt (vgl. LAG Berlin vom 27.09.1996, 6 Ta 13/96; OLG Nürnberg vom 30.07.1997 8 W 2309/97, LAG Hamm vom 06.08.2001, 14 Ta 490/01;… Zöller/Philippi a. a. O. § 114 Rn. 34 a). - OLG Frankfurt, 25.06.2003 - 12 W 60/03
Kostenfestsetzungsverfahren: Reisekostenerstattung zum auswärtigen Prozessgericht …
(Senat, OLGR 1995, 227; ebenso OLG Rostock, OLGR 1998, 71 m.w.N.; OLG München, OLGR 1997, 34; OLG Nürnberg, MDR 1997, 1068). - OLG Nürnberg, 04.05.1998 - 5 W 1070/98
Kostenerstattung: Kosten eines Mahnanwalts
Die Kosten einer Partei für einen im Mahnverfahren tätigen Rechtsanwalt sind grundsätzlich erstattungsfähig (a.A. OLG Nürnberg, 8 W 2309/97 - MDR 1997, 1068 ). - LG Duisburg, 09.01.2008 - 11 T 286/07
Höhe der vom Schuldner zu tragenden Kosten i.R.d. Zwangsvollstreckung
Die Entscheidung des OLG Nürnberg (NJW 1998, 388 f.) befasst sich mit der Notwendigkeit, im Mahnverfahren einen Rechtsanwalt einzuschalten. - OLG Naumburg, 09.04.2002 - 5 W 54/02 Die Erstattungsfähigkeit zusätzlicher Kosten eines Mahnanwaltes erscheint grundsätzlich zweifelhaft (OLG Nürnberg MDR 1997, 1068).
- OLG Nürnberg, 19.08.1999 - 8 W 2772/99
Kostenerstattung: Gebühren des Mahnanwalts
- OLG Nürnberg, 11.02.1999 - 12 W 118/99
Kostenerstattung: Gebühren des Mahnanwalts
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Rechtsprechung
| OLG Köln, 02.01.1997 - 2 U 81/96 |
Volltextveröffentlichung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de (Leitsatz)
ZPO §§ 707, 712, 719
Einstellung der Zwangsvollstreckung im Berufungsrechtszug
Verfahrensgang
- LG Bonn, 26.04.1996 - 3 O 473/95
- LG Bonn, 09.07.1996 - 3 O 473/95
- OLG Köln, 02.01.1997 - 2 U 81/96
- OLG Köln, 02.07.1997 - 2 U 81/96
Wird zitiert von ... (5)
- OLG Köln, 06.12.2024 - 15 U 300/24
Anspruch des Erben auf Herausgabe von Vervielfältigungen von Tonbandaufnahmen aus …
Soweit dazu vertreten wird, dass das Unterlassen eines solchen Antrages nach § 712 Abs. 1 ZPO in erster Instanz der Gewährung von Vollstreckungsschutz über § 719 Abs. 1 ZPO im Berufungsverfahren grundsätzlich entgegensteht (siehe OLG Köln, Beschluss vom 2. Januar 1997 - 2 U 81/96, JurBüro 1997, 553 und etwa OLG Frankfurt a. M., Beschluss vom 23. August 2011 - 11 U 68/11, NJOZ 2012, 1209), ist das nicht zweifelsfrei (…siehe auch OLG Frankfurt a.M., Beschluss vom 6. Februar 2017 - 2 U 174/16, juris Rn. 18 ff.; OLG Hamburg…, Beschluss vom 21. Dezember 2012 - 3 U 96/12, juris Rn. 4 ff.; KG, Beschluss vom 11. Oktober 2004 - 12 U 198/04, MDR 2005, 117;… MüKo-ZPO/Götz, 6. Aufl. 2020, § 719 Rn. 6 m.w.N.). - LAG Baden-Württemberg, 26.08.2008 - 5 Sa 52/08
Einstellung der Zwangsvollstreckung nach § 62 Abs 1 ArbGG
bb) Für das Verhältnis zwischen § 719 Abs. 1 und § 712 ZPO sind einige Oberlandesgerichte der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu § 719 Abs. 2 ZPO gefolgt (statt vieler nur OLG Frankfurt 19. September 1984 - 1 U 5/84 - NJW 1984, 2955; OLG Köln 2. Januar 1997 - 2 U 81/96 - JurBüro 1997, 553;… so auch Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann ZPO 65. Auflage § 719 Rn. 3). - OLG Bremen, 21.09.2010 - 4 UF 94/10
Einstellung der Zwangsvollstreckung aus einem Unterhaltstitel; Begriff des nicht …
Diese Erwägung ist nicht auf das Beschwerdeverfahren übertragbar, in dem die Beteiligten noch eine zweite Tatsacheninstanz vor sich haben (so jetzt auch LArbG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 06.01.2009, Az. 15 Sa 2311/08, zitiert nach juris, unter ausdrücklicher Aufgabe der Rechtsprechung im Beschluss vom 23.08.2007, NZA 2008, 42; ebenso zu §§ 707, 719 Abs. 1 ZPO: KG Berlin, Beschluss vom 11.10.2004, MDR 2005, 117; OLG Jena, Beschluss vom 26.01.2001, MDR 2002, 289; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 30.12.1986, NJW-RR 1987, 702; zu §§ 707, 719 ZPO a.A. OLG Koblenz, Beschluss vom 22.12.1998, FamRZ 2000, 1165; OLG Köln, Beschluss vom 02.01.1997, JurBüro 1997, 553; OLG Celle, Beschluss vom 13.01.1993, JurBüro 1994, 311; OLG Frankfurt, Beschluss vom 19.09.1984, NJW 1984, 2955). - LAG Düsseldorf, 03.01.2008 - 13 Sa 1895/07
Einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung
Einige Oberlandesgerichte folgen für das Verhältnis zwischen § 719 Abs. 1 und § 712 ZPO dieser Rechtsprechung (OLG Frankfurt 19. September 1984 - 1 U 5/84 - NJW 1984, 2955; OLG Celle 13. Januar 1993 - 2 U 179/92 - JurBüro 1994, 311; OLG Köln 2. Januar 1997 - 2 U 81/96 - JurBüro 1997, 553). - OLG Köln, 09.10.2014 - 6 U 148/14 In einem solchen Fall kommt nach ständiger obergerichtlichen Rechtsprechung, auch des Senats, eine Nachholung der unterbliebenen Schutzanordnung grundsätzlich nicht in Betracht (OLG Köln, OLGR 1997, 258f.; OLG Frankfurt, NJOZ 2012, 1209; Senat, Beschl. v. 11.3.2014 - 6 U 20/14; Beschl. v. 17.6.2013 - 6 U 61/13; vgl. BGH, NJW-RR 2011, 705 zu § 719 Abs. 2 ZPO;… Zöller/Herget, ZPO, 30. Aufl. 2014, § 719 Rn. 4).
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Rechtsprechung
| OLG Düsseldorf, 21.03.1997 - 22 U 153/96 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- rechtsportal.de
BGB §§ 823 366; StGB § 266a
Begriff der Beitragsvorenthaltung bei Abschluß einer Ratenzahlungsvereinbarung für rückständige Beiträge; Berücksichtigung einer Tilgungsbestimmung - juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz/Kurzinformation)
Fälligkeit, Haftung wegen Vorenthaltens von Sozialversicherungsbeiträgen gem. § 266a StGB, Vorenthalten
Verfahrensgang
- LG Duisburg - 10 O 388/95
- OLG Düsseldorf, 21.03.1997 - 22 U 153/96
Papierfundstellen
- NJW-RR 1997, 1124
- VersR 1999, 370
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (9)
- BGH, 04.07.1989 - VI ZR 23/89
Anforderungen an die Annahme eines Betriebsleiters im strafrechtlichen Sinne
Auszug aus OLG Düsseldorf, 21.03.1997 - 22 U 153/96
Der Beklagte hat den objektiven Tatbestand gemäß § 266 a Abs. 1 StGB , der Schutzgesetz im Sinne von § 823 Abs. 2 BGB ist (vgl. BGH VersR 1989, 922), verwirklicht.Es ist anerkannt, daß auf die Bezahlung von Sozialversicherungsbeiträgen die §§ 366, 367 BGB entsprechend anzuwenden sind (vgl. BGH NJW-RR 1989, 1185, 1186; NJW 1985, 3064, 3065).
Indes ist ausgehend von der höchstrichterlichen Rechtsprechung (BGH NJW-RR 1989, 1185, 1186) daran festzuhalten, daß der Arbeitgeber eine Tilgungsbestimmung zwar konkludent zugunsten einer ausschließlichen Verrechnung auf Arbeitnehmerbeiträge erklären kann, hierzu aber die Tilgungsbestimmung greifbar in Erscheinung treten muß.
Dann besteht aber kein Anlaß, von dieser für den Arbeitgeber günstigen Handhabung abzuweichen (vgl. auch BGH NJW-RR 1989, 1185, 1186).
- OLG Düsseldorf, 27.10.1995 - 22 U 53/95
Gesellschaftsrecht; Haftung des Geschäftsführers für die Abführung von …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 21.03.1997 - 22 U 153/96
Für die Beitragszeiträume bis einschließlich Oktober 1992 hat der Beklagte, der insoweit darlegungs- und beweispflichtig ist (vgl. Senat NJW-RR 1996, 289, 290 = OLGR Düsseldorf 1996, 57, 58), die Zahlungsunfähigkeit der W GmbH jedoch nicht ausreichend dargetan.Zwar kann nach der Rechtsprechung bei einer Zahlung zwischen Abschluß des Lohnzahlungszeitraumes und Fälligkeitstermin eine stillschweigende Tilgungsbestimmung zur Verrechnung des abgeführten Betrages nur auf die Arbeitnehmerbeiträge naheliegen, weil die Nichtabführung der Arbeitnehmeranteile unter Strafandrohung steht (vgl. BGH VersR 1982, 959; NJW 1991, 2917, 2918; vgl. auch OLG Düsseldorf NJW 1956, 802, 803, Senat NJW-RR 1996, 289 = OLGR Düsseldorf 1996, 57).
Fehlen solche Umstände, bleibt es bei der gesetzlichen Tilgungsreihenfolge entsprechend § 366 Abs. 2 BGB (vgl. auch Senat NJW-RR 1996, 289).
- OLG Düsseldorf, 18.06.1993 - 22 U 9/93
Auszug aus OLG Düsseldorf, 21.03.1997 - 22 U 153/96
Ob und inwieweit er den Arbeitnehmern tatsächlich Lohn gezahlt hat, ist nicht von Wichtigkeit, weil unter den Begriff des Vorenthaltens auch das Nichtabführen solcher Arbeitnehmerbeitragsanteile fällt, die auf nicht ausgezahlte Löhne oder Gehälter zurückzuführen sind (vgl. Senat NJW-RR 1993, 1448 = OLGR Düsseldorf 1994, 94).Allerdings ist ein Vorenthalten von Arbeitnehmerbeiträgen dann nicht strafbar, wenn der Arbeitgeber bei Fälligkeit aufgrund Zahlungsunfähigkeit gehindert war, die geschuldeten Arbeitnehmerbeiträge abzuführen, weil es dann an der erforderlichen Handlungsfähigkeit des Arbeitgebers fehlt (vgl. BGH NJW 1997, 133, 134; OLG Celle NJW-RR 1996, 481, 482; Senat NJW-RR 1993, 1448 = OLGR Düsseldorf 1994, 94).
- BGH, 15.10.1996 - VI ZR 327/95
Voraussetzungen der Haftung des Geschäftsführers für die Nichtabführung von …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 21.03.1997 - 22 U 153/96
Allerdings ist ein Vorenthalten von Arbeitnehmerbeiträgen dann nicht strafbar, wenn der Arbeitgeber bei Fälligkeit aufgrund Zahlungsunfähigkeit gehindert war, die geschuldeten Arbeitnehmerbeiträge abzuführen, weil es dann an der erforderlichen Handlungsfähigkeit des Arbeitgebers fehlt (vgl. BGH NJW 1997, 133, 134; OLG Celle NJW-RR 1996, 481, 482; Senat NJW-RR 1993, 1448 = OLGR Düsseldorf 1994, 94). - BGH, 22.05.1991 - 2 StR 453/90
Ausbleiben des Angeklagten in der Fortsetzungsverhandlung bei selbst …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 21.03.1997 - 22 U 153/96
Zwar kann nach der Rechtsprechung bei einer Zahlung zwischen Abschluß des Lohnzahlungszeitraumes und Fälligkeitstermin eine stillschweigende Tilgungsbestimmung zur Verrechnung des abgeführten Betrages nur auf die Arbeitnehmerbeiträge naheliegen, weil die Nichtabführung der Arbeitnehmeranteile unter Strafandrohung steht (vgl. BGH VersR 1982, 959; NJW 1991, 2917, 2918; vgl. auch OLG Düsseldorf NJW 1956, 802, 803, Senat NJW-RR 1996, 289 = OLGR Düsseldorf 1996, 57). - BGH, 12.02.1985 - VI ZR 68/83
Nichtweiterleitung einbehaltener Arbeitnehmerbeiträge an eine Ortskrankenkasse - …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 21.03.1997 - 22 U 153/96
Es ist anerkannt, daß auf die Bezahlung von Sozialversicherungsbeiträgen die §§ 366, 367 BGB entsprechend anzuwenden sind (vgl. BGH NJW-RR 1989, 1185, 1186; NJW 1985, 3064, 3065). - OLG Celle, 29.11.1995 - 9 U 51/95
Verpflichtung des Arbeitgebers; Drohende Zahlungsunfähigkeit; Rücklagen; …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 21.03.1997 - 22 U 153/96
Allerdings ist ein Vorenthalten von Arbeitnehmerbeiträgen dann nicht strafbar, wenn der Arbeitgeber bei Fälligkeit aufgrund Zahlungsunfähigkeit gehindert war, die geschuldeten Arbeitnehmerbeiträge abzuführen, weil es dann an der erforderlichen Handlungsfähigkeit des Arbeitgebers fehlt (vgl. BGH NJW 1997, 133, 134; OLG Celle NJW-RR 1996, 481, 482; Senat NJW-RR 1993, 1448 = OLGR Düsseldorf 1994, 94). - OLG Köln, 30.04.1986 - 13 U 211/85
Auszug aus OLG Düsseldorf, 21.03.1997 - 22 U 153/96
Es müssen Umstände vorliegen, die im Zeitpunkt der Zahlung auf einen Tilgungswillen des Arbeitgebers zugunsten der Arbeitnehmerbeiträge schließen lassen, etwa wenn die Einzugsstelle mit dem Arbeitgeber die Konsequenzen für das Strafverfahren und die Strafmilderungsmöglichkeit erörtert hat und der Arbeitgeber daraufhin zahlt, oder wenn der gezahlte Betrag zumindest annähernd einem rückständigen Arbeitnehmerbeitrag entspricht (vgl. OLG Köln VersR 1988, 143, 144). - OLG Bremen, 24.11.1981 - 1 U 107/80
Auszug aus OLG Düsseldorf, 21.03.1997 - 22 U 153/96
Zwar kann nach der Rechtsprechung bei einer Zahlung zwischen Abschluß des Lohnzahlungszeitraumes und Fälligkeitstermin eine stillschweigende Tilgungsbestimmung zur Verrechnung des abgeführten Betrages nur auf die Arbeitnehmerbeiträge naheliegen, weil die Nichtabführung der Arbeitnehmeranteile unter Strafandrohung steht (vgl. BGH VersR 1982, 959; NJW 1991, 2917, 2918; vgl. auch OLG Düsseldorf NJW 1956, 802, 803, Senat NJW-RR 1996, 289 = OLGR Düsseldorf 1996, 57).
- BGH, 11.12.2001 - VI ZR 350/00
Darlegungs- und Beweislast hinsichtlich fehlender Zahlungsfähigkeit bei …
Dieser Umstand rechtfertigt es jedoch nicht, dem Beklagten das Risiko der Sachverhaltsaufklärung aufzuerlegen (vgl. OLG Hamm, ZIP 2000, 198, 199; OLG Frankfurt, ZIP 1995, 213, 216; Diller/Powietzka, EWiR § 266a StGB 1/2000, 455, 456; Wussow, WJ 1999, 121; Holzkämper, BB 1996, 2142, 2143 a.A.; OLG Düsseldorf, NJW-RR 1996, 289, 290; OLG Düsseldorf, NJW-RR 1997, 1124; OLG Düsseldorf, VersR 1999, 372 f.; OLG Düsseldorf, OLGR 1998, 71, 73; OLG Düsseldorf, NJW-RR 2000, 410, 411; OLG Düsseldorf, GmbHR 2000, 1261; OLG Naumburg, Urteil vom 17. Dezember 1998 - 7 U 76/98; OLG Naumburg, Urteil vom 8. Juni 1999 - 1 U 39/99; Pape/Voigt, WiB 1996, 829, 833). - OLG Dresden, 09.03.1998 - 2 U 3860/97
Prozeßführungsbefugnis eines Sequesters
Keiner abschließenden Entscheidung bedarf dabei, ob und in welchem Umfang der Kläger berechtigt wäre, neben der weiterhin prozeßführungsbefugten Schuldnerin (vgl. BGH ZIP 1987, 1195 [11961; OLG Hamburg OLG-Report 1997, 258; OLG Celle WM 1987, 513 ; OLG Karlsruhe ZIP 1984, 990) in Eilfällen einen Rechtsstreit zu führen (für Notmaßnahmen bejahend: OLG Hamburg OLG-Report 1997, 258; LAG Bremen, Entscheidung vom 07.07.1997, 1 Ta 37/97; LG Magdeburg ZIP 1997, 896; OLG Hamburg ZIP 1987, 385 m. Anm. Dempewolf EWiR 1987, 277; OLG Hamburg ZIP 1982, 860; LG Hamburg EWiR 1987, 183 m. Anm. Hegmanns; Urban MDR 1982, 441 [445];… Münchener Kommentar - Lindacher, ZPO , Vor § 50 Rdnr. 40;… Stein/Jonas/Bork, ZPO , 21. Aufl., Vor § 50 Rdnr. 26;… Wieczorek/Schütze/Hausmann, ZPO , 3. Auf 1., Vor § 50 Rdnr. 40 mit Fn. 132 und Rdnr. 46;… Schmidt, Insolvenzgesetze, 17. Aufl., § 106 KO Rdnr. 4;… Hess, KonkursO, 4. Aufl., § 106 Rdnr. 51 und 53;… Smid/Zeuner, Gesamtvollstreckungsordnung, 3. Aufl., § 2 Rdnr. 136;… ablehnend: Jaeger, KonkursO, 8. Aufl., 9 106 Rdnr. 6 c;… Kuhn/Uhlenbruck, KonkursO, 11. Aufl., § 106 Rdnr. 13 d; Paulus ZZP 93 (1983) 356 [3631; OLG Celle WM 1987, 513 ).Sollten nach dem Wortlaut des Beschlusses dennoch etwaige Unklarheiten verbleiben, wäre der tatsächliche Regelungsgehalt der amtsgerichtlichen Entscheidung im Licht des Konkursantragsverfahrensrechts zu sehen, dem - wie unter 2.b) dargelegt - eine generelle Prozeßführungsbefugnis des Sequesters fremd ist (vgl. zur Auslegung ergänzend: OLG Hamburg OLG-Report 1997, 258 [259]).
Diese Bindungswirkung erfaßt aber nicht die Prozeßführungsbefugnis, so daß ein etwa überschießender Inhalt der Entscheidung vom 14.10.1996, für die es keine funktionelle Kompetenz der Konkursgerichte gäbe, außer Betracht zu bleiben hätte (…ebenso: Urban, aaO., S. 442; offengelassen: OLG Hamburg OLG-Report 1997, 258 [259]; a.A. Hegmanns in EWiR 1987, 183 [184]):.
b) Entgegen vereinzelt vertretener Ansicht (vgl. Fricke MDR 1978, 99 [1031; Gerhardt ZIP 1982, 1 [5]; Johlke in Anm. zu OLG Hamburg ZIP 1985, 1012 f.;… Haarmeyer/Wutzke/Förster, Gesamtvollstreckungsordnung, 3. Aufl., § 2 Rdnr. 184) ist der Kläger jedenfalls außerhalb von Eilmaßnahmen nicht prozeßführungsbefugt, weil die Rechtsordnung den Sequester aus den unter a) genannten Gründen von vornherein nicht in den Kreis der Personen einbezogen hat, die in zulässiger Weise das Recht eines Dritten im eigenen Namen geltend machen dürfen (vgl. OLG Hamburg OLG-Report 1997, 258; OLG Hamburg ZIP 1987, 385 m.w.N.;… Dempewolf, aaO.;… OLG Celle aaO;… Münchener Kommentar - Lindacher, ZPO , Vor § 50 Rdnr. 40;… Stein/Jonas/Bork, ZPO , aaO, Vor § 50 Rdnr. 26;… Hess, aaO., § 106 Rdnr. 53;… Schmidt, Insolvenzgesetze, aaO., § 106 KO Rdnr. 4).
- OLG Düsseldorf, 07.11.1997 - 22 U 257/96
Darlegungslast der Einzugsstelle bei Vorenthaltung von Arbeitnehmeranteilen
Nach der Rspr. des Senats (GmbHR 1997, 900; OLG R Düsseldorf 1997, 258 = GmbHR 1997, 650 = NJW-RR 1997, 1124 ; NJW-RR 1996, 289) muß der Geschäftsführer einer GmbH, der sich auf die fehlende Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft beruft, die finanzielle Situation der Gesellschaft im Zeitpunkt der Fälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge im einzelnen nachvollziehbar darlegen und ggf. beweisen. - OLG Düsseldorf, 17.07.1998 - 22 U 24/98 Auch eine konkludente Tilgungsbestimmung setzt einen entsprechenden Willen voraus, der nach außen greifbar in Erscheinung getreten sein Muß (vgl. BGH NJW-RR 1989, 1185, 1186; Senat Urteil vom 21.3.1997 - 22 U 153/96 - NJW-RR 1997, 1124, 1125 = GmbHR 1997, 650 OLGR Düsseldorf 1997, 258).
- KG, 09.10.2000 - 26 W 7002/00
Unterbrechung des Rechtsstreits durch die Anordnung vorläufiger …
Die Anordnung der letzteren Sicherungsmaßnahme fuhrt jedoch gerade nicht zum Verlust der Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis und damit verbunden zum Verlust des Prozessführungsrechtes des Schuldners zu Gunsten des vorläufigen Insolvenzverwalters, wie das Landgericht in dem angefochtenem Beschluss unter Hinweis auf BGH NJW 1999, 2822 zutreffend ausgeführt hat (vgl. auch BGH NJW-RR 1987, 1276 zur alten Rechtslage nach § 106 KO; ferner OLG Dresden ZIP 1998, 1807; Hans.OLG Hamburg, OLG-Report 1997, 258; Heidelberger Kommentar zur InsO, Rdnr.31 zu § 22; Kublercu.U.aig, IhäO, Hdrr.
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