Rechtsprechung
| RG, 07.02.1925 - IV. 485/24 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz und Volltext)
Eigenhändiges Testament
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- RGZ 110, 166
Wird zitiert von ... (5)
- BGH, 20.11.1990 - XI ZR 107/89
Blanko-"Oberschrift" - "Oberschrift" ist keine Unterschrift iSv §§ 416, 440 Abs. …
Eine Auslegung dahin, die Echtheitsvermutung gelte auch für einen unter der Unterschrift stehenden Text, ist nicht möglich (vgl. RGZ 52, 277, 280; 57, 66, 67; 110, 166, 168, Wieczorek, ZPO, 2. Aufl., § 440 Anm. A II b;… Stein/Jonas/Leipold, ZPO, 20. Aufl., § 440 Rdn. 2; Schippel WM 1990, 750; Salje DB 1990, 309).Eine Unterschrift hat nämlich nicht nur die vorgenannte Bedeutung, sondern auch die Funktion, einen Urkundentext räumlich abzuschließen (RGZ 52, 277, 280; 110, 166, 168;… Staudinger/Dilcher, BGB, 12 Aufl., § 126 Rdn. 12;… RGRK/Krüger-Nieland, BGB, 12. Aufl., § 126 Rdn. 9;… Erman/Brox, BGB, 8. Aufl., § 126 Rdn. 7).
Voraussetzung für eine Namensunterschrift im Sinne des § 126 Abs. 1 BGB ist ebenfalls, daß sie die Urkunde räumlich abschließt, also unterhalb des Textes steht (RGZ 52, 277, 280; 110, 166, 168;… Staudinger/Dilcher, BGB, 12. Aufl., § 126 Rdn. 12;… MünchKomm/Förschler, BGB, 2. Aufl., § 126 Rdn. 17;… Palandt/Heinrichs, BGB, 49. Aufl., § 126 Anm. 3 a).
- BAG, 07.05.1998 - 2 AZR 55/98
Nichtunterschriebene Namensliste der zu kündigenden Arbeitnehmer (§ 1 Satz 5 …
Zwar bedeutet die Unterzeichnung einer Urkunde regelmäßig, daß der Text der Urkunde der Unterzeichnung räumlich vorangeht, die Unterschrift also die Erklärung räumlich abschließt (RGZ 52, 277, 280; 110, 166, 168; BGHZ 113, 48, 51;… Palandt/Heinrichs, BGB, 57. Aufl., § 126 Rz 5;… MünchKomm-Förschler, 3. Aufl., § 126 BGB Rz 17;… vgl. Köhler, Festschrift Schippel, S. 219). - BGH, 19.05.1961 - V ZB 19/60
Rechtsmittel
Wie das Reichsgericht in Parallelfällen (RGZ 61, 7; 110, 166) ausgeführt habe, decke die Unterschrift im vorliegenden Falle nur den Vermerk auf dem Umschlag, nicht jedoch den Inhalt der darin befindlichen Urkunde.Das Oberlandesgericht in Hamm möchte der weiteren Beschwerde stattgeben, sieht sich jedoch durch mehrere Entscheidungen des Reichsgerichts (Urteile vom 18. Mai 1905, RGZ 61, 7 und vom 7. Februar 1925, RGZ 110, 166 sowie den Beschluß vom 28. November 1944, DR 1945, 55) daran gehindert.
Das Reichsgericht hat dies als den wesentlichen Inhalt der bisherigen Rechtsprechung bezeichnet und dabei auf seine Entscheidungen in RGZ 61, 7 und 110, 166 hingewiesen.
- OLG Hamm, 14.03.1986 - 15 W 423/85
Formunwirksames Testament; Unterschrift auf einem unverschlossenen Briefumschlag
So haben das Reichsgericht (RGZ 61, 7, und RGZ 110, 166), die Oberlandesgerichte Neustadt (MDR 1962, 133 f) und Düsseldorf (NJW 1972, 260 f) den Standpunkt der Vorinstanzen bestätigt, die die Formgültigkeit solcher Testamente verneint hatten. - BAG, 14.11.1984 - 5 AZR 387/82 Bei Willenserklärungen, für die Schriftform erforderlich ist, muß die Unterschrift den Inhalt der Erklärung der äußeren Erscheinung nach decken; sie muß sie räumlich abschließen (RGZ 110, 166, 168; 52, 277, 280;… allgemeine Ansicht: Soergel/Hefermehl, BGB, 11. Aufl., § 126 Rz 5;… Staudinger/Dilcher, BGB, 12. Aufl., § 126 Rz 12;… Flume, Allgemeiner Teil des Bürgerlichen Rechts, 2. Band, 3. Aufl., § 15 II 1 a = S . 250; MünchKomm- Förschler, § 126 Rz 17); die Unterzeichnung hat "Abschluß- und Deckungswirkung" (Brox, Allgemeiner Teil des BGB, f. Aufl., Rz 255).
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