Rechtsprechung
| SG Lüneburg, 15.04.2010 - S 12 SF 238/09 E |
Volltextveröffentlichungen (3)
- openjur.de
Höhe der fiktiven Terminsgebühr nach angenommenem Anerkenntnis
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
§ 14 RVG; § 45 RVG; Nr 3106 RVG-VV
Anerkenntnis; Angemessenheit; angenommenes Anerkenntnis; Annahme; anwaltliche Tätigkeit; fiktive Terminsgebühr; hypothetischer Termin; Höhe; Rechtsanwaltsgebühr; Schwierigkeit; Terminsgebühr; Umfang; Vergütung - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (15)
- LSG Schleswig-Holstein, 12.09.2006 - L 1 B 320/05
Höhe der Verfahrens- und Terminsgebühr
Auszug aus SG Lüneburg, 15.04.2010 - S 12 SF 238/09
Unbilligkeit liegt vor, wenn er die Kriterien des § 14 Abs. 1 S. 1 RVG unter Beachtung des Beurteilungsspielraums objektiv nicht hinreichend beachtet (vgl. Landessozialgericht Schleswig-Holstein, Beschluss vom 12. September 2006, - L 1 B 320/05 SF SK, zitiert nach juris).Dies gilt sowohl für die Verfahrens- und Terminsgebühr (vgl. Landessozialgericht Schleswig-Holstein, Beschluss vom 12. September 2006, a. a. O. sowie Keller in jurisPR-SozR 10/2006, Anm. 6) als auch für die der Einigungs- bzw. Erledigungsgebühr.
- BSG, 02.10.2008 - B 9/9a SB 5/07 R
Entstehen der Erledigungsgebühr
Auszug aus SG Lüneburg, 15.04.2010 - S 12 SF 238/09
Ferner kommt die Zuerkennung der Erledigungsgebühr dann in Betracht, wenn der Prozessbevollmächtigte den Rahmen der seiner Mandantschaft obliegenden Mitwirkungspflicht - etwa durch Beschaffung neuer Beweismittel - überschreitet und so zur Gesamterledigung beiträgt (vgl. hierzu insbesondere Bundessozialgericht, Urteil vom 02. Oktober 2008, - B 9/9a SB 5/07 R = ASR 2009, S. 53 ff. mit Anmerkung Schafhausen sowie Bundessozialgericht, Urteil vom 05. Mai 2009, - B 13 R 137/08 R -, jeweils zitiert nach juris).Diese Tätigkeit gehört vielmehr zu dem üblichen - mit der Verfahrensgebühr abgegoltenen - anwaltlichen Aufwand und stellt keine - auf die unstreitige Erledigung gerichtete - qualifizierte anwaltliche Tätigkeit dar; sie ist insbesondere nicht etwa mit der Beschaffung neuer Beweismittel vergleichbar (vgl. hierzu erneut Bundessozialgericht, Urteil vom 02. Oktober 2008, - B 9/9a SB 5/07 R = ASR 2009, S. 53 ff. mit Anmerkung Schafhausen sowie Bundessozialgericht, Urteil vom 05. Mai 2009, - B 13 R 137/08 R -, jeweils zitiert nach juris).
- BSG, 05.05.2009 - B 13 R 137/08 R
Sozialgerichtliches Verfahren - Rechtsanwaltsvergütung - Entstehen der …
Auszug aus SG Lüneburg, 15.04.2010 - S 12 SF 238/09
Ferner kommt die Zuerkennung der Erledigungsgebühr dann in Betracht, wenn der Prozessbevollmächtigte den Rahmen der seiner Mandantschaft obliegenden Mitwirkungspflicht - etwa durch Beschaffung neuer Beweismittel - überschreitet und so zur Gesamterledigung beiträgt (vgl. hierzu insbesondere Bundessozialgericht…, Urteil vom 02. Oktober 2008, - B 9/9a SB 5/07 R = ASR 2009, S. 53 ff. mit Anmerkung Schafhausen sowie Bundessozialgericht, Urteil vom 05. Mai 2009, - B 13 R 137/08 R -, jeweils zitiert nach juris).Diese Tätigkeit gehört vielmehr zu dem üblichen - mit der Verfahrensgebühr abgegoltenen - anwaltlichen Aufwand und stellt keine - auf die unstreitige Erledigung gerichtete - qualifizierte anwaltliche Tätigkeit dar; sie ist insbesondere nicht etwa mit der Beschaffung neuer Beweismittel vergleichbar (vgl. hierzu erneut Bundessozialgericht…, Urteil vom 02. Oktober 2008, - B 9/9a SB 5/07 R = ASR 2009, S. 53 ff. mit Anmerkung Schafhausen sowie Bundessozialgericht, Urteil vom 05. Mai 2009, - B 13 R 137/08 R -, jeweils zitiert nach juris).
- BSG, 01.07.2009 - B 4 AS 21/09 R
Erstattung von isolierten Vorverfahrenskosten - keine Ersetzung der Mittelgebühr …
Auszug aus SG Lüneburg, 15.04.2010 - S 12 SF 238/09
Sämtliche heranzuziehende Kriterien stehen selbstständig und gleichwertig nebeneinander (vgl. hierzu Bundessozialgericht, Urteil vom 01. Juli 2009, - B 4 AS 21/09 R, zitiert nach juris). - BSG, 10.05.1995 - 1 RK 20/94
Hinzuziehung eines Gebärdendolmetschers bei ärztlicher Behandlung
Auszug aus SG Lüneburg, 15.04.2010 - S 12 SF 238/09
Zur Ausfüllung von Regelungslücken sind die Richter nur berufen, wenn das Gesetz mit Absicht schweigt, weil es der Rechtsprechung überlassen wollte, das Recht zu finden, oder das Schweigen des Gesetzes auf einem Versehen oder darauf beruht, dass sich der nicht geregelte Tatbestand erst nach Erlass des Gesetzes durch eine Veränderung der Lebensverhältnisse ergeben hat (vgl. Bundessozialgericht, Urteil vom 10. Mai 1995, - 1 RK 20/94 = BSGE 76, 109 ff.). - BVerfG, 19.12.2006 - 1 BvR 2091/06
Verfassungsmäßigkeit der Gebührenfestsetzung in sozialgerichtlichen Verfahren; …
Auszug aus SG Lüneburg, 15.04.2010 - S 12 SF 238/09
Überdies hat auch das Bundesverfassungsgericht die erhobenen Bedenken gegen diese Auslegung ausdrücklich nicht geteilt (vgl. Bundesverfassungsgericht, Nichtannahmebeschluss vom 19. Dezember 2006, - 1 BvR 2091/06, zitiert nach juris). - LSG Niedersachsen-Bremen, 28.12.2006 - L 8 B 4/06
Keine Beschwerde in Vergütungsfestsetzungsverfahren
Auszug aus SG Lüneburg, 15.04.2010 - S 12 SF 238/09
Rn. 22 6. Die Entscheidung ist nicht mit der Beschwerde an das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen anfechtbar, weil das Normengefüge der §§ 172 ff. SGG den Normen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes vorgeht (vgl. hierzu: Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 28. Dezember 2006, - L 8 B 4/06 SO SF; Beschluss vom 21. Februar 2007, - L 7 B 1/07 AL SF; Beschluss vom 01. März 2007, - L 4 B 66/05 KR; Beschluss vom 14. Juni 2007, - L 13 B 4/06 AS SF; Beschluss vom 26. Oktober 2007, - L 14 B 1/06 SF; Beschluss vom 17. Oktober 2008, - L 13 B 4/08 SF; Beschluss vom 30. Oktober 2008, - L 1 B 2/08 R SF; Beschluss vom 09. Juni 2009, - L 13 B 1/08 SF; Beschluss vom 06. Juli 2009, - L 6 SF 44/09 B, Beschluss vom 29. September 2009, - L 6 SF 124/09 B (AS), Beschluss vom 11. März 2010, - L 7 SF 142/09 B (AS) sowie Beschluss vom 31. März 2010, - L 13 SF 4/10 B (AS), jeweils zitiert nach www.sozialgerichtsbarkeit.de). - LSG Niedersachsen-Bremen, 14.06.2007 - L 13 B 4/06
Vergütung eines beigeordneten Rechtsanwalts im Rahmen der Gewährung von …
Auszug aus SG Lüneburg, 15.04.2010 - S 12 SF 238/09
Rn. 22 6. Die Entscheidung ist nicht mit der Beschwerde an das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen anfechtbar, weil das Normengefüge der §§ 172 ff. SGG den Normen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes vorgeht (vgl. hierzu: Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 28. Dezember 2006, - L 8 B 4/06 SO SF; Beschluss vom 21. Februar 2007, - L 7 B 1/07 AL SF; Beschluss vom 01. März 2007, - L 4 B 66/05 KR; Beschluss vom 14. Juni 2007, - L 13 B 4/06 AS SF; Beschluss vom 26. Oktober 2007, - L 14 B 1/06 SF; Beschluss vom 17. Oktober 2008, - L 13 B 4/08 SF; Beschluss vom 30. Oktober 2008, - L 1 B 2/08 R SF; Beschluss vom 09. Juni 2009, - L 13 B 1/08 SF; Beschluss vom 06. Juli 2009, - L 6 SF 44/09 B, Beschluss vom 29. September 2009, - L 6 SF 124/09 B (AS), Beschluss vom 11. März 2010, - L 7 SF 142/09 B (AS) sowie Beschluss vom 31. März 2010, - L 13 SF 4/10 B (AS), jeweils zitiert nach www.sozialgerichtsbarkeit.de). - SG Lüneburg, 04.03.2009 - S 12 SF 53/09
Anerkenntnis; angenommenes Anerkenntnis; außergerichtliche Kosten; fiktive …
Auszug aus SG Lüneburg, 15.04.2010 - S 12 SF 238/09
Rn. 18 Es entspricht daher der ständigen Rechtsprechung des Sozialgerichts Lüneburg, in Fallkonstellationen, in denen im Termin zur mündlichen Verhandlung lediglich noch die Annahme eines Anerkenntnisses zu erklären gewesen wäre, eine (fiktive) Terminsgebühr in Höhe eines Betrages von 100, 00 EUR für angemessen zu erachten (vgl. zum Themenkomplex der (fiktiven) Terminsgebühr bei angenommenem Anerkenntnis: Beschlüsse vom 04. März 2009, - S 12 SF 53/09 E, vom 16. März 2009 - S 12 SF 59/09 E, - S 12 SF 64/09 E, vom 25. März 2009, - S 12 SF 43/09 E, vom 27. April 2009, - S 12 SF 39/09 E sowie vom 24. Juli 2009, - S 12 SF 72/09 E, jeweils zitiert nach juris). - SG Lüneburg, 27.04.2009 - S 12 SF 39/09
Abgrenzung; angenommenes Anerkenntnis; anwaltliche Tätigkeit; …
Auszug aus SG Lüneburg, 15.04.2010 - S 12 SF 238/09
Rn. 18 Es entspricht daher der ständigen Rechtsprechung des Sozialgerichts Lüneburg, in Fallkonstellationen, in denen im Termin zur mündlichen Verhandlung lediglich noch die Annahme eines Anerkenntnisses zu erklären gewesen wäre, eine (fiktive) Terminsgebühr in Höhe eines Betrages von 100, 00 EUR für angemessen zu erachten (vgl. zum Themenkomplex der (fiktiven) Terminsgebühr bei angenommenem Anerkenntnis: Beschlüsse vom 04. März 2009, - S 12 SF 53/09 E, vom 16. März 2009 - S 12 SF 59/09 E, - S 12 SF 64/09 E, vom 25. März 2009, - S 12 SF 43/09 E, vom 27. April 2009, - S 12 SF 39/09 E sowie vom 24. Juli 2009, - S 12 SF 72/09 E, jeweils zitiert nach juris). - SG Lüneburg, 16.03.2009 - S 12 SF 64/09
Anerkenntnis; angenommenes Anerkenntnis; anwaltlicher Aufwand; außergerichtliche …
- SG Lüneburg, 25.03.2009 - S 12 SF 43/09
Abgrenzung; Antragsgebühr; Berücksichtigung; Betragsrahmengebühr; …
- SG Lüneburg, 16.03.2009 - S 12 SF 59/09
Anerkenntnis; Annahme; anwaltlicher Aufwand; Betragsrahmengebühr; …
- SG Lüneburg, 24.07.2009 - S 12 SF 72/09
Angemessenheit; angenommenes Anerkenntnis; fiktive Terminsgebühr; Höhe der …
- SG Lüneburg, 27.04.2009 - S 12 SF 38/09
Beitrag; Betragsrahmengebühr; Erledigung; Erledigungsführer; Erledigungsgebühr; …
- SG Frankfurt/Main, 08.12.2014 - S 7 SF 253/14
Die fiktive Terminsgebühr ist bei Beendigung des Rechtsstreits durch Annahme …
Daher hat nach der weit überwiegenden Auffassung in der Rechtsprechung eine hypothetische Prüfung zu erfolgen (LSG Bayern, Beschlüsse 7. Februar 2011 - L 15 SF 57/09 B - und vom 20. August 2010 - L 15 B 1007/08 SF - LSG Schleswig-Holstein, Beschluss vom 17. Juli 2008, L 1 B 127/08 SK SG Stade, Beschluss vom 01. Dezember 2011 - S 34 SF 39/11 E -, juris; SG Lüneburg, Beschlüsse vom 15. April 2010 - S 12 SF 238/09 E -, vom 4. März 2009, - S 12 SF 53/09 E, vom 16. März 2009 - S 12 SF 59/09 E, - S 12 SF 64/09 E, vom 25. März 2009, - S 12 SF 43/09 E, vom 27. April 2009, - S 12 SF 39/09 E sowie vom 24. Juli 2009, - S 12 SF 72/09 E-; SG Hannover, Beschluss vom 8. Juli 2010 - S 27 SB 195/09 - VG Bremen, Beschlüsse vom 27. Oktober 2010 - S 4 E 457/10 - und vom 26. Oktober 2009 - S 4 E 1756/09 - SG Wiesbaden, Beschluss vom 12. März 2010 - S 10 AL 10/09 - SG Hamburg, Beschluss vom 17. Januar 2008 - S 8 AL 750/06 - SG Hannover, Beschluss vom 8. Mai 2006 - S 34 SF 115/05 -, alle nach juris; a.A. möglicherweise LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 3. November - L 7 B 289/07 AS -).Diejenige anwaltliche Tätigkeit, die zur Abgabe des Anerkenntnisses geführt hat, spiegeln sich im Übrigen ausreichend bei der Bemessung der Verfahrensgebühr wider (SG Lüneburg vom 15. April 2010 a.a.O.).
- SG Lüneburg, 07.04.2011 - S 12 SF 180/10
Bei der Erhebung einer Untätigkeitsklage ist eine deutlich reduzierte anwaltliche …
Der Rechtsanwalt ist an sein einmal ausgeübtes Ermessen bei der Bestimmung der anfallenden Gebühr innerhalb des Gebührenrahmens gebunden (vgl. dazu Sozialgericht Lüneburg, Beschl. v. 15. April 2010 - S 12 SF 238/09 m.w.N.). - SG Freiburg, 11.02.2011 - S 19 SF 1263/10
Zur Höhe einer Terminsgebühr im Falle eines fiktiven Termins, in einem Verfahren, …
Bezüglich der Höhe der Terminsgebühr ist zu prüfen, in welcher Höhe ein Gebührenanspruch entstanden wäre, wenn eine mündliche Verhandlung stattgefunden hätte (SG Hannover, Beschluss vom 08.07.2010, Az. S 27 SB 195/09, juris; SG Lüneburg, Beschluss vom 25.04.2010, Az. S 12 SF 238/09 E, juris).
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